Mohammed s ALLAH

wie ihn Hazreti Mohammed erläutert

 

KITSAN VERLAG      Übersetzung von SUSANNE ÖZ

Ich widme dieses Buch allen meinen Brüdern und Schwestern in der Welt">

Mohammed s ALLAH

wie ihn Hazreti Mohammed erläutert

 

KITSAN VERLAG      Übersetzung von SUSANNE ÖZ

Ich widme dieses Buch allen meinen Brüdern und Schwestern in der Welt, die den hohen Grad der Wahrheit erfahren haben und diese leben.

A.HULÛSI

Die Frage bildet die Hälfte des Wissens

Hazreti Mohammed

Dieses Buch hat, wie auch alle anderen Werke von uns, kein Urheberrecht. Es darf von jedem gedruckt, vervielfältigt, veröffentlicht und übersetzt werden, vorausgesetzt, man bleibt dem Original treu. Für das Wissen um ALLAH darf man keinen Lohn fordern. [A. HULÛSI]

 

Sie haben nicht danach gestrebt, ALLAH in seiner Wahrheit zu erkennen. [Koran 22-74]

 

ALLAH zu erkennen ist der Anfang allen Wissens. Wissen, ohne die Erkenntnis Allahs ist leeres Wissen.

A.HULÛSI

 

Das Bekenntnis zur Einheit Allahs

Kelime-i Tewhid

Lâ ilâhe illallâh

Es gibt keinen Gott, einzig ALLAH (existiert)

Hast du diejenigen gesehen, die ihre Traumbilder zu Göttern erhoben

haben?

[Koran 45-23]

 

Du sollst neben ALLAH keinen Gott haben

[Koran 28-88]

 

Sprich ALLAH und lasse sie mit ihren abwegigen Gedanken alleine! ...

[Koran 6-91]

 

Vorwort

Verehrte Leser,

Dieses Mal möchten wir Ihnen ein, von Titel und Inhalt her aufsehenerregendes Buch vorstellen. Mohammeds Allah. “ALLAH“, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert...

Dieses Buch hat der Religionsforscher und Journalist Ahmed Hulûsi geschrieben, um den Menschen unserer Zeit die Bedeutung des Namens “ALLAH“ zu vermitteln und wir sind uns sicher, dass Sie bisher nichts ähnliches gelesen haben! ..

Dieses Buch wird Ihnen den Namen “ALLAH“ aus einer bis heute nicht beachteten Sicht heraus erklären und geht von dem Wort Hazreti Mohammeds aus:

„ Es gibt keinen Gott, einzig Allah existiert.“

Es ist schade, dass sich bis heute zwar sehr viele Menschen mit den kleinsten Details der religiösen Förmlichkeiten auseinandersetzen, sich aber nicht mit den Grundsätzen des Glaubens befassen und aus diesem Grund bei vielen Themen zu falschen Ergebnissen kommen.

In diesem Buch wird versucht, soweit dies möglich ist, den Namen Allah, wie ihn Hazreti Mohammed erläuterte und wie er im Koran, dem Heiligen Buch des Islams beschrieben ist, zu erklären...

Wir hoffen, dass dieses Buch Anklang bei den Menschen finden wird, die anstatt ihr Leben mit Nachahmung zu vergeuden, versuchen, durch Nachforschung die Wahrheit zu erlangen... denn um die Wahrheit zu erlangen, muss man die Wahrheit erkennen!...

Wir sind der Meinung, dass Sie mit dem Buch des Meisters Ahmed Hulûsi ein Werk in der Hand haben, welches Ihnen den Weg zur Wahrheit zeigt... Wir hoffen, dass Sie dieses Buch, welches die allumfassende, end- und grenzenlose Einheit Allahs klar und verständlich beschreibt, mehrmals lesen um später mit den Menschen Ihrer Umgebung, die zu tiefem Denken fähig sind, dessen Inhalt zu diskutieren...

Wir möchten an dieser Stelle dem Meister Ahmed Hulûsi offen unseren Dank aussprechen, der unserem Verlag dieses Buch, welches beschreibt, dass Allah kein Gott ist, sondern das alleinige Wesen bildet, welches durch sein Sein und seinen Willen den Kosmos bildet und gemäß dem Koran und den Büchern des Hadis alleinig existiert, unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Wir danken dafür, dass wir dieses Werk, welches “Allah“ beschreibt, drucken durften.

Bis zur Begegnung bei einem neuen Buch.....

Ihr Kitsan Verlag

 

                            

Einführung

Der Titel dieses Buches lautet: “MOHAMMED’S ALLAH“.

Vielleicht für viele von uns ein verwirrender Titel! ...

Warum nicht einfach “ALLAH“, sondern “MOHAMMED’S ALLAH“?

Wir werden in diesem Buch, soweit es in unserer Kraft liegt, zu erklären versuchen, dass ALLAH kein Gott ist und der, durch falsches Wissen und Konventionen in unserem Kopf entstandene „Gottesbegriff“ niemals mit dem, von Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, verkündeten ALLAH übereinstimmt.

Vom Primitivsten bis zum Gebildetsten hat jeder in seiner Vorstellung einen „Gott“... ihn liebt er, ihm zürnt er, von Zeit zu Zeit verurteilt er ihn wegen seiner „Fehler“, wir denken ihn uns als einen „Großvater“ oder einen „allmächtigen Herrscher“, der dort oben irgendwo auf einem Stern oder im freien Raum existiert! ...

Die etwas Weiterdenkenden unter uns sagen, dass der „Gott“ unserer Vorstellung so nicht existieren kann und sagen: wir glauben nicht an Gott, sie sind Atheisten. Doch in Wahrheit haben weder Atheisten noch die bedingungslos dem Glauben an einen Gott ihrer Vorstellung Anhängenden, eine Ahnung von „ALLAH“, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert.

Was bedeutet „Allah“, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert?

Um eben dies zu erklären, haben wir dieses Buch geschrieben!... Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, hat uns von der Existenz Allahs benachrichtigt, er hat Hu erläutert, erklärt und versucht, uns Hu begreiflich zu machen. In dem Umfang, in dem wir ihn verstanden haben, versuchen wir Ihnen auf den nachfolgenden Seiten „Allah“ zu erklären...

Unser Ausgangspunkt ist die IHLAS Sure des Heiligen Korans!.... Die uns allen als...

«Kul, Hu wallahu AHAD.» «Sprich, Allah ist wahrhaftig Einzig!»

...bekannt ist; deren tiefer Sinn den Meisten aber verborgen ist.

Diese Sure wurde als gleichwertig mit einem Drittel des Korans übermittelt! ...

Der Dumme ist unwissend, der Beschränkte weiß nicht, dass er unwissend ist, stupide ist derjenige, der nicht begreift, dass er nichts begriffen hat! ...

Im heiligen Buch, dem Koran, wird großen Wert auf den Verstand gelegt und er wendet sich stets an die Verständigen.... Der Koran tadelt diejenigen, die ihren Verstand nicht gebrauchen und fordert die Menschen auf, durch den Gebrauch ihres Verstandes die Wahrheit zu erkennen! ...

Manche Personen, die ihren Verstand nicht benutzen können, kein Denkvermögen besitzen und sich trotzdem für Intellektuelle halten, da sie Lesen und Schreiben gelernt haben, präsentieren in ihren Schriften das wirkliche Niveau ihres Verstandes, indem sie die Primitivität des „Koran-Gottes“ betonen und so einen Stützpfeiler für ihren Atheismus zu schaffen suchen...

Hätten sie nur ein wenig Vernunft, so währe es ihnen sicherlich ein Anliegen, erst einmal das Thema genau zu untersuchen... Wenn sie dies nicht tun und damit fortfahren, ihre auf falschem Wissen aufgebauten Verleumdungen weiter zu verbreiten, so müssen sie mit Sicherheit die Folgen dafür auf sich nehmen.

Eigentlich versteht man den Inhalt der Aussage Hazreti Mohammeds “Es gibt keine anzubetenden Götter, es existiert einzig Allah!“, mit der er das Thema der Religion eröffnet, bis zum heutigen Tag nicht richtig!... Die westliche Welt nähert sich dem Thema falsch mit ihrer Annahme, dass Allah ein Hochgott sei, der noch größer als der Gott, von dem sie gehört haben, ist und verfolgt aus diesem Grunde einen Kurs, der weit von dem wirklichen Ziel entfernt ist! ...

Die islamische Gemeinschaft hat im allgemeinen, wie ich zu meinem Leidwesen betonen muss, „Allah“, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert hat, nicht erkannt und betet einen, einem „Himmelsgott“ gleichkommenden „Allah“ an. Während unzählige, endlose Diskussionen über zahllose Formen und Ziele des Themas weitergehen, wird der Kernpunkt der Religion, der Glauben an „Allah“ und die im Gebet Amentü festgelegten Belange des Glaubens nicht beachtet. Aus diesem Grunde werden zahllose Fehler als Wahrheit anerkannt und als Fundament für den Aufbau des Glaubens benutzt.

Das Fundament der Islamischen Religion ist das Wissen um „ALLAH“! ...

« Es gibt keinen anzubetenden Gott, einzig Allah existiert!»

Auch folgende Bedeutung geht aus dieser Erklärung hervor:

«ALLAH ist kein Gott!»

Ja, wenn das so ist, was ist dann ALLAH?

Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, wurde die Antwort auf die Frage: „Was ist Allah?“ im Koran offenbart und er forderte fortan die Menschen auf, keine Götter anzubeten, er warnte sie davor, von den „Göttern ihrer Vorstellung“ Beistand zu erwarten und ihre Zukunft dadurch zu gefährden.

Hazreti Mohammed, der uns den Koran überbracht hat, erklärte, dass es keinen Gott gibt, dass einzig Allah existiert, dass das Leben auf ein System gegründet ist und dass auf denjenigen, der die im System notwendigen Tätigkeiten nicht ausführt, als Folge seiner eigenen Handlungen große Qualen zukommen werden.

Wenn sich das so verhält, dann ist es für uns am wichtigsten, ALLAH zu erkennen und zu verstehen, was das Leben nach dem Tode darstellt, damit wir uns darauf vorbereiten können...

Sollten wir jedoch auf diesem Weg keine Handlungen ausführen und unser Leben für die Dinge vertun, die wir auf der Welt zurücklassen werden, so müssen wir wissen, dass wir das Versäumte niemals nachholen können.

Kommen wir nun nach dieser kurzen Einleitung zu «Allah wie ihn Hazreti Mohammed erläutert». Lassen Sie uns sehen, wie Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, Allah beschreibt:....

 

Von „Gott“ zu „ALLAH”

Der Mensch, welcher Jahrhundert um Jahrhundert mit der Hilflosigkeit belastet war, sehr viele Dinge nicht bewältigen zu können, lebte in der Hoffnung von irgend etwas Hilfe und Beistand zu erhalten und betet im Maße seines Begriffsvermögens Dinge an. Er lebte in der Zuversicht von diesen Dingen Hilfe und Beistand zu erhalten.

Diese Anbetung, das Hoffen auf Beistand, das Bitten um Erfolg, führte die Menschen natürlich zu der Hinwendung an verschiedene Götter und gemäß ihrer Wünsche erwarteten sie von ihnen Unterstützung. Der Mensch, der sich in seiner Hinwendung, in seinem Verlangen nach Kraft und Hilfe an verschiedene Dinge wandte, von denen er Unterstützung erwartete, sah diese Gegenstände als Gott an und so begann die Verehrung von Göttern.

Der Mensch, der seine Götter zunächst von der Erdoberfläche wählte, betete Erze, Pflanzen und Tiere an.... Später, als er herausfand, dass diese Dinge genauso sterblich sind, wie er selbst und als die Propheten ihnen klarmachten, dass die Lebewesen auf der Welt keine Götter sein können, gaben sie die Anbetung dieser Götter auf. Jetzt wendeten sie sich jedoch den Dingen am Firmament zu und begannen die Sterne als Götter zu verehren...

Alles, was der Mensch nicht bewältigte, dessen Geheimnisse er nicht lösen konnte, stellte für ihn eine geheimnisvolle Kraft dar und wurde zu einem göttlichen Begriff erhoben.

Doch die Vorstellung eines Gottes im Himmel oder auf der Erde ist nur eine Hypothese, welche den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen total entgegengesetzt ist... außerdem widerspricht auch der Koran dieser Hypothese durch das Bekenntnis der Einheit mit der Feststellung: „Es gibt keinen Gott!“...

Durch das Anbeten von Feuer und Sternen vor Hunderten von Jahren und die Annahme einer Existenz der Götter haben sich die Menschen selbst in einem Kokon eingesperrt. In den späteren Perioden haben sie sich,da sie fern davon waren zu denken, durch Überlieferungen und Zwänge ihrer Umgebung zu Sklaven ihrer Götter machen lassen. Natürlich wurden die Kokons, in denen sie gefangen waren, mit der Zeit immer dicker, so dass sie sich nicht mehr daraus befreien konnten!...

Als Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, in Mekka als Rasul Allahs berufen wurde, gab es alleine in der Kaaba 360 Götzenstatuen, welche verschiedene Götter symbolisierten!... Die Menschen gaben sich damit zufrieden, diese 360 Götzenstatuen, die verschiedene Aufgaben erfüllende Götter darstellen, anzubeten...

Sie konnten sich nicht vorstellen, dass es auf der Erde oder am Firmament keine Götter geben könnte, denn sie hatten von den wirklichen Dimensionen des Kosmos noch keine Vorstellung!...

Dann glaubte man an einen Gott, der auf der Welt oder auf einem Stern am Firmament sitzend die Welt und die Menschen darauf regiert, sich mal in ihre Angelegenheiten einmischt und sie dann wieder durch Alleinlassen prüft, der von oben das Tun der Menschen beobachtet und versucht sie kennen zu lernen, um endlich diejenigen, welche mit ihrem Tun sein Wohlgefallen erregen, ins Paradies und die Ungehorsamen in die Hölle zu schicken!...

Und der Mensch, der sich in dieser falschen Vorstellung befand, machte allerhand Unsinniges, um das Wohlwollen seine Götter zu erlangen..... Hazreti Ömer berichtet davon, dass sie Gebäckstücke in der Form ihres „Gottes“ herstellten, vor denen sie erst in Anbetung verharrten, um sich dann niederzusetzen und das Abbild ihres „Gottes“ aufzuessen... Ja sie waren so sehr in ihren falschen Vorstellungen verstrickt, dass sie nicht davor zurückschreckten, ihre achtjährige Tochter lebendig zu begraben, um ihren Gott günstig zu stimmen!...

„Gott“ bedeutet ein anzubetendes Wesen... das gelobt, verehrt und angebetet wird. Dafür erhofft sich der Mensch die Erhörung und Erfüllung seiner Bitten und Wünsche von seinem „Gott“...

Dieser Gott wird Dir einige Gebote auferlegen, die Du auszuführen hast, um sein Wohlwollen zu erhalten, damit er Dich ins Paradies einlässt, damit er Dir die zahllosen Schönheiten dieser Welt schenkt. Oder Du sträubst Dich mit deinem Verstand und deinem freien Willen gegen diese Befehle und wirst so die Feindschaft des „Gottes“ erhalten, der deshalb an Dir Rache üben wird und Du ziehst Dir vielfältige Qualen zu!...

Zu der Zeit als Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, zum Rasul Allahs berufen wurde, verehrten die Menschen diesem falschen, nutzlosen und primitiven Glauben zufolge ihre Götter und der Rasul tat alles, in seiner Kraft stehende, um die Menschen von der Anbetung der Götter abzubringen...

Mit der Botschaft: „Es gibt keine Götter, alleinig ALLAH existiert“ begann Hazreti Mohammed die Menschen auf die Wahrheit hinzuweisen und er fasste diese Wahrheit in dem KELIME-I TEWHID, dem Bekenntnis der Einheit zusammen.....

Welche Bedeutung hat das Bekenntnis der Einheit? ....

Was besagt das Bekenntnis der Einheit?

Der Satz:«LA ILAHE ILLALLÂH» bildet das Fundament der islamischen Religion.

Was bedeutet «La ilahe illallâh»?

Wenn wir es einfach übersetzen:

„ Es gibt keinen Gott, einzig ALLAH existiert“.

Aber wenn wir uns mit den einzelnen Worten auseinandersetzen...

« LA ILAHE», „LA“ bedeutet es gibt nicht, „ILAHE“ bedeutet Gott, die Bedeutung ist: Es gibt keinen anzubetenden Gott!

Geben Sie bitte auf folgenden Punkt acht...

Das Bekenntnis der Einheit beginnt mit «LA ILAHE» und hat an seinem Anfang eine ausdrückliche Bestimmung „Es gibt kein anzubetendes Wesen!“- «LA ILLAHE» !

Daraufhin folgt eine Erläuterung... «ILLA» „einzig“ «ALLAH» existiert!...

«ILLA ALLAH» bedeutet: einzig ALLAH existiert!...

Hier gibt es ein sehr wichtiges Thema, auf das ich besonders hinweisen möchte...

Es gibt einen gravierenden Irrtum, in den manche Personen, egal welchem Rang sie angehören, verfallen, welche sich der Religion, weit entfernt vom Denken, nur auf den Verbalismus gegründet, nähern..... Sie verfallen in den Fehler, die Mahnung «Lâ ilâhe illallâh» nach den allgemeinen arabischen Sprachregeln zu interpretieren...

Sagt man „La recule illa Ali“ so kann man das in unserer Sprache als „Es gibt keinen anderen Mann wie Ali“ oder „ Es gibt keinen Mann wie Ali“ oder „ Als Mann gibt es keinen wie Ali“ übersetzen...

Wird aber das Wort „illâ“ neben dem Wort „ALLAH“ benutzt, so kann man dies niemals in der Form von „ Es gibt keinen Gott wie Allah“ also in dem Sinne „ Es gibt andere Götter, aber die sind nicht so wie „Allah“ übersetzen!...

Auch sollten wir diesen Aspekt genau verstehen:...

So wie die Nachsilbe „Kane“ also „war“ im Zusammenhang mit dem Wort „ALLAH“ ihre sprachgebräuchliche Bedeutung verliert und in die Gegenwart, also in „ist“ umgewandelt wird, so verliert auch das Wort „illâ“, wenn es im Zusammenhang mit „ALLAH“ verwendet wird, seine allgemeine Bedeutung und wird mit „ausschließlich“ oder „einzig“ übersetzt...

Geben wir ein Beispiel mit „kane“:

Wir können den Satz „Kanallâhu gafuran rahima“ nicht mit “Allah war verzeihend und barmherzig“ übersetzen, da das Wort „war“ neben dem Namen „Allah“ keinen Sinn ergibt, da Allah über einen Zeitbegriff der Vergangenheit erhaben ist...

In gleicher Weise versteht sich das Wort „illâ“ im Zusammenhang mit Allah niemals als „wie“ oder „anderen“, sondern es muss immer mit der Bedeutung „ausschließlich / einzig / alleinig“ verwendet werden!...

Denn der Name „Allah“ duldet keine andere Existenz neben sich, das Vorhandensein eines anderen Wesens außerhalb „Allahs“ kann nicht akzeptiert werden!...

Eben aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit, Zusätze wie „illa“ und „kane“, welche die Person beschreiben, im Zusammenhang mit dem Namen Allah, aus ihrer allgemeinen Bedeutung im normalen Sprachgebrauch herauszulösen und in einem dem Namen „Allah“ gemäßen Sinn zu verwenden...

Tun wir das nicht, so ergibt sich ein Sinn, der einen Gott im Jenseits oder einen weit von uns entfernten Gott beschreibt. Wenn wir uns an diese Tatsachen halten und diese Punkte aufmerksam durchdenken, so werden wir folgendes herausfinden:....

„Es gibt keinen anzubetenden Gott, einzig Allah ist vorhanden!“...

Das Wort „Allah“ ist ein Name! ... Ein hinweisendes Wort...

Nicht „Gott“ sondern „Allah“! Es handelt sich hier ganz bestimmt nicht um den Namen eines Gottes!

Mit diesem Namen soll unsere Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. Wir sollen über die spezielle Sache, auf die mit diesem Namen hingewiesen wird, sehr tief nachdenken und einige Tatsachen erkennen...

Überlegen wir einmal...

Man fragt Sie:

-Kennen Sie Hulûsi?

Sie haben einige seiner Bücher gelesen, oder irgendwo sein Foto gesehen! ...

Wenn Sie jetzt sagen... –Ja, den Hulûsi kenne ich! ...in wie weit entspricht das der Wahrheit?

Wie weit können Sie ihn aus ein paar Büchern, welche die Gedanken einer kurzen Zeitspanne seines Lebens enthalten oder von einem Bild kennen? ... Wo sich selbst die Menschen, die für eine Zeit von 20 oder 30 Jahren miteinander leben nicht wirklich kennen! ...

Sie können hier höchstens aus den Büchern oberflächlich erkannt haben, dass Ahmed Hulûsi ein Denker, ein Kenner des Sufismus ist! ...

Inwiefern kann ein Bild oder eine Zeichnung etwas über den Maler aussagen? Das Bild welches Sie sehen, spiegelt den Traum oder die Ansicht, die der Maler für eine kurze Zeit hatte, wieder, das ist alles! Und wie ist dieser Maler? ... Das bleibt Unbekannt!

So wie der Name Hulûsi nur ein hinweisendes Wort ist, der die Funktion hat auf die Person, dessen Bücher Sie gelesen haben, hinzuweisen, so ist es doch nicht möglich, diese durch ihren Namen zu kennen! ... Genau sowenig ist es möglich, durch den Namen „Allah“, den, auf den dieser Name hinweist zu kennen!...

Wenn Sie allerdings erkannt haben, dass das Wort „Allah“ ein Name ist, der uns auf eine Tatsache aufmerksam machen möchte, dann kann die Reihe daran kommen zu erkennen, auf welche Bedeutung uns der Name Allah aufmerksam machen möchte...

Wenn Sie überlegen, werden Sie sich erinnern, dass im „Kelime-i Tewhid“ in dem Satz „la ilahe illallah“, im ersten Teil betont wird, dass es keinen Gott oder Gottesbegriff gibt und danach wird gesagt, dass ausschließlich derjenige, der mit dem Namen „Allah“ bezeichnet ist, vorhanden ist.

Das lässt folgenden Schluss zu...

Alles, was der Mensch wahrnehmen oder auch nicht wahrnehmen kann, also der gesamte Kosmos bzw. Die gesamten Universen sind das Werk dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird und ist aus Hu’s Sicht in einem Augenblick entstanden!... Das bedeutet, das es das Werk eines Augenblickes unter den zahllosen Augenblicken Hu’s ist!

Alles, was die Geschöpfe wahrnehmen oder auch nicht wahrnehmen, bemerken oder auch nicht bemerken, sich vorstellen oder erträumen können, ist das Werk des Wesens, auf das mit dem Namen Allah hingewiesen wird, geschaffen in einem Augenblick!

Und dieser Augenblick ist im Verständnis von Hu ein „Punkt“!

Für uns ist es der „Ausgangspunkt“!

Aus diesem Punkt sind Menschen, Geister, Engel und alles was mit einer Definition beschrieben wird entstanden, auch die für den Betrachtenden bestehenden Universen um Universum!...

Stellen Sie sich den Stellenwert eines Punktes in der Ewigkeit vor! ...

Das als Punkt erschaffene denkende Wesen, welches vom wissen her „akl-i ewwel“, von der Vitalität her „Ruh-u a’zam“, von der Identität her „Hakikat-i Muhammedi“ und zuletzt von der Person her „Insan-i Kamil“ genannt wird, auf das wir mit dem Namen „Hu“ hinweisen.

Dabei stellt das Wesen, von dem wir sprechen im Wissen dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, lediglich eine theoretische Gestalt dar, welche ihre Existenz aus dem Namen „Hu’s“ nimmt!... Aus diesem Grunde kann nicht die Rede von einem eigenständigen Wesen und Körper des Punktes gesprochen werden! ...

Die wahrgenommenen Eigenschaften und Namen des Wesens, welches aus diesem Punkt heraus entstanden ist und die wahrgenommene Welt der Handlungen Ef-âl genannt, entstehen dadurch, dass Hu jeden Augenblick in einer neuen „Realität“ – „Sche’n“ erscheint!

Der in einem „Augenblick“ unter den unzähligen „Augenblicken“ oder mit anderen Worten „Punkten“ des mit dem Namen „Allah“ bezeichneten, entstandene „Insan-i Kamil“ hat dort mit den Eigenschaften und Namen „Hu’s“ seine Gültigkeit; außerhalb dieses „Punktes“ hat er keine Gültigkeit mehr! ...

Der im Inneren des „Punktes“ entstandene „Mensch“ ist im „Punkt“ selbst nicht vorhanden!

Nun überlegen Sie sich den Platz, welchen der Name „Allah“ im täglichen Leben einnimmt, der als hinweisender Name auf das, was jenseits des „Punktes“ ist hinweist und versucht, auf die zahllosen „Punkte“ bei „Hu“ aufmerksam zu machen!

 Über die Funktionen des Gehirns:

Das Gehirn, welches den Wahrnehmungsmechanismus darstellt, mit dem wir alles analysieren, ist gemäß unserer vorhandenen Wahrnehmungssynthese eine chemische Verbindung.

Diese chemische Verbindung lässt durch bioelektrische Aktivität verschiedene Funktionen entstehen und erzeugt alle sichtbaren Genesen unserer Existenz...

Die chemische Verbindung, die durch eine molekulare Struktur und die in den DNS und RNS Ketten verankerten genetischen Informationen gebildet wird, steht auf der einen Seite durch ihre Struktur bedingt, mit der Zellbiochemie und der Bioenergie in Verbindung; auf der anderen Seite befindet sie sich unter dem Einfluss der kosmischen Strahlung, welche von den Wesen der unteratomaren Dimension gebildet werden....

Wenn wir ein bekanntes Beispiel anführen sollen, können wir die kosmische Strahlung nennen, die durch die Sonnenfusion entsteht...

Diese Strahlen benötigen 8 Minuten, um von der Sonne auf die Erde zu gelangen und erzeugen in den kleinsten Teilen von uns, in unseren Zellen und in noch kleineren Untergruppierungen bestimmte Reaktionen, während sie in 1/60 Sekunde unseren Körper durchqueren... dieselben Strahlen setzen ihren Weg, nachdem sie die Erde durchquert haben, in den Weltraum fort... Und wir sind unser gesamtes Leben lang, jeden Sekundenbruchteil ununterbrochen kosmischer Strahlung, gleich einem kosmischen Strahlenregen ausgesetzt, der von den verschiedenen Sternformationen des Alls, welche man mit ihrem alten Namen als Sternzeichen bezeichnet, ausgehen und ständig die Erde und alle darauf vorhandenen Wesen erreicht, diese Wesen durchdringt und dabei verschiedene Einflüsse auf sie ausübt...

Es ist bedauerlich, dass das menschliche Wissen bei der Erkenntnis und Dechiffrierung dieser Genese noch auf einer äußerst primitiven Stufe steht.

Denn unser Gehirn wertet diese Strahlungen aus, die von Außen kommend durch das Auge, die Ohren, die Nase, die Zunge und die Haut, sowie durch andere Wahrnehmungsmechanismen, welche wir bisher noch nicht definieren können, aufgenommen werden.

Die erste fundamentale Programmierung des Gehirns erfolgt in der Gebärmutter... Manche weisen sogar auf einen Punkt hin, den wir bisher noch nicht bemerkt haben, indem sie sagen, dass sogar vorher, während der Vereinigung von Mann und Frau, durch deren Gehirnfunktion, die Spermen und die Eizelle zum ersten Mal Vorprogrammiert wird. Da dies jedoch außerhalb unseres Themas liegt, möchte ich dieses hier nicht weiter besprechen.

Das Gehirn ist ein Analysezentrum... im Grunde gibt es im Hirn keine Dinge wie Bilder und Töne... als bestes Beispiel dafür können wir das Innere eines Fernsehapparates oder eines Computers nennen. Im Fernsehen existieren keine Bilder und keine Stimmen.

Der 220 Volt starke Strom, der von außen dem Fernsehapparat zugeführt wird, liefert die Energie, wie sie beim Menschen durch Essen und Trinken aufgenommen wird... die Transistoren, Dioden, Schaltungen und Mikrochips im Inneren des Fernsehapparates bilden das Analysezentrum für die eingehenden Impulse... Die von außen über die Antenne oder irgend einen Kabelsender empfangenen Strahlen- oder wellenförmigen Botschaften werden in diesem Zentrum analysiert und in Bilder und Stimmen umgewandelt auf den Bildschirm oder die Lautsprecher übertragen.

Das Gehirn erzeugt aus der aufgenommenen Nahrung, aus Glukose und Sauerstoff „Gebrauchsenergie“; durch die von der Sonne ausgestrahlte „Lebensenergie“ ernährt und entwickelt es sich.

Dabei werden die gesamten, im Gehirn ablaufenden Funktionen, in elektromagnetische Wellen umgewandelt und in unseren, als Seele bekannten, halographischen Strahlenkörper oder Astralkörper gespeichert.

Wie wir vorher schon in einigen unserer Bücher beschrieben haben, bildet sich die eigene Seele, welche die individuelle Persönlichkeit darstellt, ab dem 120.Tag im Mutterleib. Aus diesem Grunde ist in unserer Religion eine Abtreibung ab dem 120.Tag, ein sehr großes Vergehen...

Allahs Geist, welcher die Engel und den Kosmos erschaffen hat, wird in der Mystik „RUH-U A-ZAM“ genannt... Dieser Geist Allahs war schon vor der Erschaffung des Kosmos vorhanden und ist das am ersten entstandene Wesen!... Er wird von seinem Wissen her auch als „akl-i ewwel“ – „erstes Bewusstsein“ und von seiner Identität her die „Wahrheit Mohammeds“ – „Hakikat-i Muhammedi“ genannt...

Wir wollen hier auf das Thema Geist (Ruh) nicht weiter eingehen, als in unseren anderen Büchern, da dieses Thema leider nur sehr schwer zu verstehen und zu verarbeiten ist; aus diesem Grunde beschuldigen uns manche Unwissende sogar:

Wie kannst du von dem Geist reden, von dem sogar Hz. Mohammed nichts wusste!

Dabei ist folgende Ansprache, die sich im Koran findet, nicht an diejenigen gerichtet, die den islamischen Glauben angenommen haben, sondern an die Juden:

„Euch ist nur ein kleiner Teil des Wissens um den Geist zuteil geworden“

So schreibt auch der große islamische Gelehrte und Weli Imam Gazali im ersten Band seines Werkes „IHAY ULUMID DIN“ folgendes über den Geist:

- Ihr wollt doch nicht etwa denken, dass der Rasul nicht um die Wahrheit des Geistes wusste!... Denn wer seine(n) Geist/Seele nicht kennt, kann sich selbst nicht erkennen!... Und wer sich selbst nicht kennt, kann folglich auch seinen Herrn nicht kennen!... So wie die Wahrheit über den Geist dem Rasul bekannt war, so sind auch manche Ewliya und Gelehrte nicht weit von der Wahrheit entfernt!..“

 

Nachdem wir das Thema Geist besprochen haben, wollen wir uns wieder der Gehirnfunktion zuwenden...

Wie wir kurz zuvor erläuterten, existiert eine bioelektrische Interaktion zwischen den Gehirnzellen, gleichzeitig sind sie einer ständigen kosmischen Strahlung ausgesetzt und aus einer Synthese dieser Einwirkungen heraus, produziert das Gehirn verschiedene Aktivitäten.

Das Gehirn besteht aus 120 Milliarden Zellen, welche alle die gleiche Funktionskapazität besitzen, so dass eine jede Zelle die Aufgabe aller anderen Zellen erfüllen kann, ferner ist jede Zelle mit 16000 anderen Zellen untereinander verbunden!... Dem heutigen Wissensstand entsprechend, benutzt der Mensch nur 7-12% der ihm zur Verfügung stehenden Gehirnkapazität!...

Während wir diese, zwischen 7 und 12% schwankende Gehirnkapazität benutzen, geschehen viele Dinge, die wir mit Namen benennen, gar nicht in unserem Gehirn!...

Zum Beispiel sagen wir, dass wir sehen... Aber in unserem Gehirn sind keine Bilder enthalten!... Im Gehirn existiert nur eine bioelektrische Interaktion zwischen den Gehirnzellen.

Durch die von klein auf erfolgenden, verschiedenen Programmierungen des Gehirns, welches auch durch die kosmische Strahlung beeinflusst wird, sagen wir zu den Auswertungen unseres Gehirns „wir sehen“...“Wir sehen“ ist in Wahrheit ein Ausdruck für die Bewertung oder Auswertung unseres Gehirns!... Mit anderen Worten gesagt, bedeutet der Ausdruck „ich sehe“ eigentlich, „ich nehme mit den Augen wahr“!... Und dies ist auch die wahre, richtige Bezeichnung.

Denn so wie sich die Sehkapazität verändert, verändert sich auch unsere Wahrnehmungskapazität, die Auswertung der eingehenden Impulse verändert sich!...

Ursprünglich ist das Gehirn ein Auswertungsmechanismus, in dem die verschiedenen Frequenzen und Wellen der kosmischen Strahlung verarbeitet werden...

Das Gehirn strahlt während dieser Auswertung, einerseits einem Radiosender ähnlich, alle daten seiner Kraft entsprechend, nach außen ab, gleichzeitig speichert es alle daten halografisch in dem Astral- oder Strahlenkörper, in die Seele...

Diese nach außen abgestrahlten Wellen werden gemäß der persönlichen Chiffrierung des Gehirns eines Menschen in der Atmosphäre ähnlich wie in einem Buch bewahrt. Könnte man ein Gerät zur Dechiffrierung dieser Wellen entwickeln, so ließe sich durch die Entschlüsselung dieser Wellen, das gesamte Leben dieser Person auf den Bildschirm dieses Gerätes übertragen...

So wird dann auch in den religiösen Quellen darauf hingewiesen, dass am Jüngsten Tag die Aufzeichnungen über das Leben aller Menschen in der „Luft“ enthalten sind und es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Seele die Fähigkeit besitzt, diese Wellen zu dechiffrieren...

Es ist auf zwei Wegen möglich, die nur im geringen Maße genutzte Aufnahmekapazität unseres Gehirns zu erweitern,... das kann einerseits durch die Entwicklung von Geräten geschehen, die den Aufnahmeradius unserer fünf Sinne erweitern, anderseits durch die Aktivierung der im Gehirn vorhandenen zusätzlichen Kapazitäten, durch bestimmte Übungen, wobei hier besonders die „Sikir“ genannte Rezitation von Allahs Namen hervorzuheben ist, durch die neue Kapazitäten erschlossen werden.

Durch diese Maßnahmen werden wir in die Lage versetzt, für uns unsichtbares zu sehen (?), also uns verborgenes zu erfassen und die neu erworbenen Aufnahmekapazitäten auszubauen und zu festigen.

Hier müssen wir folgenden Belang gut verstehen...

Das Gehirn nimmt von außen die in verschiedenen Wellenlängen ankommende kosmische Strahlung auf, kann aber die Strahlungen, für welche es nicht vorprogrammiert ist, selbst wenn es sie wahrnehmen kann, nicht auswerten. Außerdem kann es die unzähligen Wellenfrequenzen nicht bewerten, deren Auswertungsgebiete sich in den ungenutzten Gehirnkapazitäten befinden.

Und doch wird unser Gehirn ständig mit kosmischer Strahlung bombardiert, deren verschiedene Wellenlängen in Wahrheit jede einzeln für sich eine bestimmte Bedeutung trägt... Es ist uns jedoch leider nicht möglich, diese Botschaften zu dechiffrieren und mit diesen lebendigen, bewussten Wesen eine Verbindung aufzunehmen!... Und wenn wir das recht verstanden haben... So geht uns auf, dass das gesamte Weltall, jeder Abschnitt, insgesamt lebendig ist, als ein bewusstes Wesen lebt... Wie glücklich darf sich derjenige schätzen, der dies wahrnehmen kann!...

 

Demnach müsste also der Kosmos, der insgesamt aus zahllosen Dimensionen, Strahlen und Quanten gebildet wird, oder die im Kosmos enthaltenen Kosmen, könnte man sie durch ein geeignetes Wahrnehmungsinstrument für diese Dimension betrachten, als ein einziges, homogenes Wesen erkennen!...

Und das, was wir als Traum bezeichnen, ist dieses aus Strahlen gebildete Gefüge!... In Wahrheit sind auch wir Strahlenwesen... Doch da wir leider an die Wahrnehmungsmechanismen unserer fünf Sinne gebunden sind, können wir im Moment diese Wirklichkeit nicht leben!...

Ja, es besteht nur ein einziges Wesen, und in Wahrheit stehen alle Teilchen, alle Quanten untereinander in Beziehung und so bewirkt eine jegliche Konzentration oder Aktivität an einem von uns nicht bedachten Punkt gänzlich unterschiedliche Reaktionen und setzt sie in Bewegung... Im Kosmos gibt es keine unabhängig voneinander lebenden Wesen und keinen freien Willen, demnach auch keine selbständige Persönlichkeiten!...

Das als „Kader“ bezeichnete Schicksal leitet sich aus diesem Umstand ab.

Wenn sich das so verhält, wie hat dann Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, das Schicksal definiert? ...

Wie wird das Schicksal in den Quellen der islamischen Religion dargestellt?...

 

Wissen über das Thema Schicksal (Kader)

Es existieren unzählige Koranverse und Überlieferungen, die berichten, dass alles, was auf die Menschen zukommt, was sie erleben, seit Ewigkeiten festgelegt ist. In unserem Buch «Der Mensch und seine Geheimnisse» (A.d.Ü. ist zur Zeit nur in türkischer Sprache erschienen) kann dies in dem Kapitel «Was ist Kader» nachgelesen werden.

Hier möchte ich nur kurz einige Koranverse zum Thema Schicksal wiedergeben:

 

« Solange Allah nicht will, könnt ihr nicht wollen!» (76-30)

« Dabei hat doch Allah euch und eure Taten erschaffen!» (37-96)

« Wir haben alle Dinge mit ihrem Schicksal erschaffen!» (54-49)

« Es bewegt sich kein Geschöpf, ohne Ausnahme, welches Hu nicht an seiner Stirn ziehend, leitet!..» (11-56)

« Sprich, alle handeln gemäß ihrer eigenen Programmierung...» (17-84)

« Ein Unglück, was euch auf der Erde oder in euch selbst heimsucht, ist mit Bestimmtheit, bevor es erschaffen wurde, in einem Buch verzeichnet worden..!» (57-22)

« Wir eröffnen euch dieses, auf das ihr wisst, dass euer Schicksal festgelegt ist, damit ihr über die Dinge, die ihr tut, nicht trauert und aus Freude über das, was euch zugeteilt wird, nicht anmaßend und großspurig werdet... » (57-23)

Wie man aus den Mitteilungen des Propheten Mohammed ersieht, ist seit dem Augenblick der Entstehung des Kosmos alles, was bis in alle Ewigkeit geschehen wird, festgelegt!...

Niemand und Nichts kann das für ihn bestimmte Schicksal ändern!...

Jeder muss sein eigenes Schicksal leben!...

So wie auch unser Thema „Allah ist Ahad“ diesen Umstand automatisch, klar und deutlich darlegt.

Da die Einheit Allahs und der Umstand, dass außer Hu nichts existiert, nicht richtig erkannt wurde, entbrannten um das Thema „Schicksal“ zahllose Auseinandersetzungen und es entstand eine Vielzahl von sehr unzureichenden Meinungen...

Obwohl doch Hazreti Mohammed in den, von ihm überbrachten Koranversen und durch seine eigenen Überlieferungen das Thema des Schicksals oftmals, klar und offen betonte...

Einer der islamischen Gelehrten, der betonte, dass alles, ohne Ausnahme, was der Mensch erlebt, in seinem Schicksal begründet liegt, war Imam Gazali.

Im zweiten Band seines Werkes „Ihyau Ulûmid Din“ im 2. Kapitel, welches mit „Hakikat ve Scheriat“ überschrieben ist, sagt er folgendes:

« Denn wir sagen, dass alles Schlechte, Auflehnung, Ehebruch und sogar das Fluchen im Vorhinein von Allah dem Allmächtigen festgelegt wurde, mit seinem Willen und Wunsch entstehen und dass dies alles seiner Ordnung entspringt.»

 

Was ist Illusion?

Das von uns als Universum bezeichnete Gebilde ist in Wahrheit eine Einzige komplexe Masse, die sich gemäß ihrem eigenen Programm ständig erneuert und unzählige Eigenschaften hervorbringt. Der strahlenartige Aufbau des Universums ist im Vergleich zu unserer materiellen Welt und dazu, dass wir uns als materielle Wesen empfinden, als „Illusion“ charakterisiert worden...

So erklärt auch Hazreti Mohammed, Allah segne ihn und gebe ihm Friede, dass die materielle Welt in Wahrheit eine Imagination darstellt und der eigentliche Aufbau nichts anderes, als eine strahlenförmige Struktur darstellt und er betonte dabei die Tatsache, dass die materielle Welt ein Traum sei, folgendermaßen:

« Die Menschen befinden sich im Schlaf; wenn sie sterben, erwachen sie!...»

Die erste Bedeutung dieser Feststellung ist folgende...

Der Mensch, der lebenslänglich mit seinen fünf Sinnen in der Welt der Materie lebt, ist in dem Augenblick, in dem er in die immaterielle Strahlendimension übergeht, in einem Zustand, als wenn er aus einem Traum erwacht und alles, was er auf der Welt erlebt hat, wird für ihn zum „Traumerlebnis“... dafür wird die strahlenförmige Lebensdimension zu seiner wirklichen Welt... und dies dauert bis zum Jüngsten -Tag an... nach dem Jüngsten-Tag entsteht der Mensch zum dritten Mal mit einem neuen Körper, der für ihn bis in alle Ewigkeit sein Leib sein wird.

Die zweite Bedeutung dieser Feststellung ist...

In den Überlieferungen des Hz. Mohammeds wird mit der Aufforderung „Stirb, bevor du stirbst“ darauf hingewiesen, dass der Mensch vor seinem körperlichen Tod, das heißt, bevor er seinen Körper und sein Gehirn verlässt, sich selbst als geistiges Wesen erkennen soll! ... Denn nachdem der Körper und das Gehirn verlassen wird, kann die Seele die Dinge, welche sie auf der Erde erwerben konnte, nicht mehr erlangen! ...

Die Mahnung enthält sogar eine dritte Bedeutung:

Stirb, indem du erkennst, dass dein Selbst, welches du mit „Ich“ bezeichnest, in Wahrheit nicht vorhanden ist, damit du Lebendigkeit erlangst in dem absoluten „Ich“, welches auch dein Sein darstellt!...Denn „Ichsein“ ist nur bei Allah vorhanden!...

Das einzige Wesen, welches „ICH“ sagen kann, ist Allah, denn außer Hu besteht kein zweites „Ich“, auch nicht in seiner Vertretung!... Wenn so etwas bestünde, wäre dies ein Gott!... Doch rufen wir uns gleich das Einheitsbekenntnis ins Gedächtnis...

«Es gibt keinen Gott, einzig Allah existiert»

Eben dieser Allah, außer dem nichts existiert, der in seinem Wissen, in seiner Vorstellung alle vorhandenen Wesen, wenn man es so nennen darf, erdacht hat... Oder sagen wir es, damit es leichter verständlich wird, folgendermaßen... „Hu hat sie vor seinem geistigen Auge entstehen lassen“...

Ich möchte noch einmal wiederholen, dass eigentlich solche Ausdrücke wie „Hu hat erdacht“ oder „Hu hat Phantasiert“ für Allah unvollständig erscheinen... doch wir müssen hier, um dieses Thema zu erläutern und um die Leser dem Ziel näher zu bringen, diese Ausdrücke benutzen, da wir keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung haben...

Von den Ewliaullah höchsten Ranges, die zu dem Kernpunkt dieser Sache vorgedrungen sind, wurde die Entstehung des Universums mit allen darin enthaltenen Wesen übereinstimmend folgendermaßen beschrieben:

« alle Welten sind im Grunde Illusionen»...

Abdulkerim Ceyli, der den Kern der Wahrheit erkannt hat, gibt in seinem Werk «Insan-i Kamil» die ausführlichsten Kenntnisse über Allah, die Dimensionen des Lebens und die Wesen, er beschreibt äußert ausführlich, dass „alle Welten im Grunde genommen der Illusion entspringen.“

Was ist diese Illusion?...

Welches ist die Bedeutung des Wortes Illusion?

Wie entstand diese Illusion?...

Und wie ist es zu erklären, dass wir diese Illusion als Wirklichkeit ansehen?...

Einen Teil der Antworten haben wir schon kurz vorher gegeben...

Lassen Sie uns jetzt die unbeantworteten Fragen Beantworten...

Dieses Wesen, welches „Hayy, den Lebensquell“ und „Can, die Lebendigkeit“ darstellt, mit der Bezeichnung „Alim, Allwissender“ und als der Besitzer von „Ilim, dem Wissen“ beschrieben wird, stellt mit einfachen Worten beschrieben, das absolute Bewusstsein dar und weiß um seine zahllosen Besonderheiten... Allah kennt die unzähligen, end- und grenzenlos in ihm vorhandenen Besonderheiten...

Da Hu als Allwissender und Besitzer unzähliger, end- und grenzenloser Besonderheiten auch „Mürid“ ist, also die absolute Willenskraft darstellt, hat Hu die Macht zu wollen und das Gewollte auch zu erschaffen; daraus ergibt sich der Wunsch, die in Hu vereinigten Besonderheiten zu betrachten.

Und die mit dem Namen „Kadir“ bezeichnete „Kraft alles zu erreichen, alles zu fühlen“, führt zusammen mit „Kudret - der Allmacht“ dazu, dass „Hu“ alle in ihm vereinigten Bedeutungen [vor seinem geistigen Auge] zu betrachten beginnt... „Kudret“ bildet die Allmacht, die in Ihm vereinigten Besonderheiten zu betrachten!...

Vom Wissensgrad her sind Hu alle in Hu vereinten Besonderheiten bekannt...

Die mit dem Namen „Mürid“ gekennzeichnete Willenskraft benutzt Hu, um seine zahllosen Eigenschaften, mit dem Namen „Kadir“ - die Kraft alles zu erreichen und zu fühlen- zur Betrachtung zu bringen... Und von dem Moment an, wo diese Entwicklung einsetzt, beginnt „HU“ alle diese zahllosen Dinge, Namen und Objekte, die sich aus seinem Namen „Kadir“ gebildet haben, zu betrachten!...

Selbst wenn es sieben Meere voll Tinte gäbe und noch einmal so viele entständen, reichte dies nicht aus, um die Worte Allahs alle aufzuschreiben!... Kann etwas, was endlos ist, enden?... Was sind schon sieben Meere, sieben Galaxien, siebenundsiebzig Universen neben der „Unendlichkeit“?!...

Alles was mit Zahlen benannt werden kann, egal wie hoch der Wert dieser Zahlen auch sein mag, sie haben neben dem Unendlichen nur einen geringen Wert.

Hu ist als „Wakif“ oder Allwissender und „Semi“ - alles Vernehmender selbst im Besitz all dieser Bedeutungen oder Worte, die Hu betrachtet... denn Hu betrachtet diese Bedeutungen an sich selbst; wie währe es da möglich, dass Hu sie nicht alle kennt?...

Und als „Basir“ ist Hu der Verstehende und Bewertende....Wie sollte es anders sein?!...

Gut, aber wo geschieht all dieses?...

All dies spielt sich in Allahs Wissen ab!...

Wenn man diesen Ausdruck gebrauchen kann, obwohl er unzulänglich ist, aber anders ist es auch nicht zu erklären, sagt man: „in Allahs Phantasie“, also vor HU’s geistigen Auge geschieht alles, was bis in alle Ewigkeit geschehen wird!...

Wenn Sie bis hierher alles verstanden haben, dann möchte ich zu einem zweiten, sehr wichtigen Thema übergehen.

Wenn das sich alles so verhält, wie das oben beschrieben ist, muss man sich fragen...

Was bin „Ich“?... Was ist die Welt?... Was ist das Jenseits?...

Was ist das Paradies und die Hölle?...

Wie sieht die Abrechnung, das Buch aus?.. Was sind die Qualen des Grabes?...

Wer macht die Auflagen, wer ist zum Dienst verpflichtet, was sind die Auflagen?...

Lassen Sie uns jetzt die Antworten auf diese Fragen finden....

Bevor wir uns diesem Thema widmen, lassen Sie uns kurz die bekannten Verszeilen des Muhyiddin Arabi, einer geschätzten Person, welche die Wahrheit erfasst hat, ansehen...

Der Ehrenwerte sagte in der Begeisterung über die Erkenntnis der Einheit folgendes...

« Der Diener ist die Wahrheit!... Der Herr ist die Wahrheit!...

Ach wüste ich nur, wer zum Dienst verpflichtet ist... ?

Sag ich, es ist der Diener, er ist tot! ...

Sagst du, dass es der Herr ist, wie ist es möglich, dass der Herr dient!?»

Zum gleichen Thema, der Einheit des Vorhandenen, hat der sehr angesehene islamische Gelehrte und Mystiker Imam Gazali, der lange vor Muhyiddin Arabi lebte, folgendes gesagt:

„...Die Kundigen erheben sich hier aus der Grube der Metapher und schwingen sich zum Gipfel der Wahrheit hinauf, wenn sie ihre Miraj beendet haben, werden sie mit klarer Wahrnehmung feststellen, dass in der Existenz außer Allah nichts vorhanden ist!...

... Eben diese Quelle ist Allah, der Ahad ist. Hu hat keinen Partner!... Hu verleiht allem anderen Glanz und Helligkeit!... In Wahrheit besteht nur Hu’s Licht... und alles andere wird von Hu’s Licht erleuchtet... Hu ist alles!“

In Wahrheit existiert Hu alleinig. Ein anderes Wesen besteht höchstens als Metapher...

Das Wort «Es gibt kein anderes „Sein“ außer „Hu“» ist die Zusammenfassung der Auserwählten... und führt den Besitzer dieser Wahrheit zu der Vereinigung mit der „Einheit“, zu der ausschließlichen Einheit!...

Das Ziel der Miraj der Geschöpfe, ist die Welt des Einzigen... denn danach gibt es keine Leiter mehr, ist doch die Höhe nur im Zusammenhang mit Vielfältigkeit denkbar...

Wo die Vielzahl aufgehoben ist, wird die Einheit tatsächlich; Relationen verlieren ihre Gültigkeit, Merkmale werden aufgehoben... und endlich werden Höhe und Tiefe, Ab- und Aufsteigen ausgelöscht; Fortschritt wird undenkbar und auch Aufstieg wird undenkbar. Es gibt nichts erhabeneres als den Erhabenen!

Zusammen mit der Vielfalt wird auch der Aufstieg hinfällig...

Dieses Wissen ist eine verborgene Wissenschaft von besonderer Art, die Allah nur denen offenbart, die Hu zu Wissenden machen möchte...

Wenn die Wissenden diese Wissenschaft offenbaren, wird niemand außer den, von Allah zurückgesetzten dieses Wissen abstreiten...“

 

Wenn wir geleitet von der bisher verkündeten Wahrheit nachdenken, so ergibt sich, dass einzig Allah existiert!... Und wenn das so ist, dann gibt es außer „Hu“ kein zweites Wesen...

Ja, was sind in diesem Falle die Auflagen und wer ist zum Dienst verpflichtet?...

Diese offenbarte Wahrheit ist dergestalt, dass sie gleich der Sonnenglut in einer Welt aus Eisfiguren keinen Tropfen Wasser übrig lässt! ...

Darüber hinaus dürfen wir die Angelegenheiten, welche Hazreti Mohammed den Menschen, ihre Zukunft betreffend mitgeteilt hat, über der Wahrheit der Einheit nicht aus den Augen lassen...

Denn so wie die Einheit mit Bestimmtheit Wahrheit ist, so werden auch die Menschen mit Gewissheit in der Zukunft mit den Resultaten, die aus ihren eigenen Taten resultieren, konfrontiert werden!

Ja wir sind für Allah geistige Wesen, welche Hu vor „seinem geistigen Auge“ entstehen lässt!...

Nach unserer eigenen Auffassung sind wir bestimmte, offensichtlich, schlichte, in einem einfachen Kosmos lebende Wesen...

Aber in Wahrheit sind wir in seinen Augen „Wissen“ !...

Allerdings sehen wir die Welt, unserer Auffassung gemäß als bestimmtes, offensichtliches, vielseitiges Leben. Aus diesem Grunde lassen Sie uns diese sehr empfindlichen Werte nicht aus den Augen verlieren.

 

Das System des Lebens

Die Wahrheit über das System, in dem wir leben, ist folgende... Es gibt keinen Gott, der uns von oben leitet... Es gibt keine Gottheit!...

Kein Stern oder Planet, kein Galaxie und kein Tierkreiszeichen bildet einen Gott und wird auch niemals einer werden!... So etwas zu denken, ist ein ungeheurer Irrtum!...

Wir leben in der Dimension, in der wir uns befinden, um unseren Dienst zu erfüllen, indem wir die erforderlichen Dinge tun, die sich aus den Bedeutungen der Namen Allahs ergeben, welche bei uns zutage treten.

Das System und die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten der Dimension, in der wir leben, sind folgendermaßen...

Die Welt, die ihren Platz im Sonnensystem einnimmt; die Menschen die auf dieser Welt leben...

Diese Menschen sind Wesen, welche Allah mit seinen eigenen Eigenschaften nach seinem Wunsch ausgerüstet und erschaffen hat!...

Allah hat den Aufbau der Menschen so arrangiert, dass die Eigenschaften, die „Hu“ wünscht, in den Gehirnen der Menschen zutage treten.

Der Mensch, der sich selbst für ein Gebilde aus Knochen und Muskeln hält, wird, wenn er auf diese Weise nach dieser Vorstellung lebt, als Ergebnis dieser Lebensart sozusagen, unsagbare Qualen und Pein erleiden.

Wer aber demjenigen Glauben schenkt, der ihn auf die in ihm vorhandenen, hochgradigen Eigenschaften aufmerksam macht und sich darum bemüht, diese hochrangigen Eigenschaften herauszubilden und zu fördern, wird als ein Individuum, welches Allahs Merkmale und Eigenarten erworben hat, einen Lebensraum erreichen, der ihm grenzenlose Schönheit bietet.

Auf der einen Seite steht die Annahme eines verweslichen Körpers aus Fleisch und Blut und ein dementsprechendes Leben, was am Ende eine endlose Qual bereithält oder aber das Herausarbeiten der in deinem Inneren vorhandenen Eigenschaften Allahs und als belohnendes Resultat dafür, ein ewiges Leben in einer ruhigen und angenehmen Umgebung...

Aus diesem Grunde sagte Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, als rede er zu uns persönlich:

„Du bist als Statthalter Allahs auf Erden erschaffen worden...“

„ Du bist ausgestattet mit allen Besonderheiten der Namen Allahs...“

Du sollst dich jedoch nicht, aufgrund deiner Anwesenheit auf dieser Welt der Materie, als ein verwesender Körper, der sich am Ende auflöst, verstehen; Du sollst dir nicht selbst Unrecht zufügen, indem Du so denkst!... Vergeude die in Dir vorhandenen Kräfte nicht,... Vernichte nicht die, in Dir vorhandene, grenzenlose Überlegenheit, indem Du dich an Dinge klammerst, die Du in der Welt zurücklassen wirst oder durch die Bindung an die Welt und die weltliche Wertschätzung!...

Schau, wie dich die Koranverse davor warnen:

« Ihr sollt wissen, dass das weltliche Leben nur Spiel, Vergnügen, Ausschmücken und gegenseitiges Prahlen ist!... Das weltliche Leben besteht ausschließlich aus täuschenden und schädigenden Dingen!» (57-20)

« Derjenige, welcher sich nicht ausreichend auf den Jüngsten-Tag vorbereitet hat, ist angesichts der beängstigenden Qualen dieses Tages bereit, seine Söhne, seine Ehefrau, seine Geschwister, Verwandten und alles, was auf der Welt vorhanden ist, als Lösegeld zu geben, damit er sich selbst auf diese Art erretten kann!..» (70-11/14)

Die Menschen schlafen, wenn sie sterben, erwachen sie!...

Deshalb erscheint euch das weltliche Leben in der Welt, in die ihr einst eingehen werdet, wie ein Traum... Darum solltest Du sterben, bevor Du stirbst, damit du noch auf dieser Welt aus dem Schlaf erwachst!... Sieh die Tatsache und richte dein Leben nach diesen Tatsachen ein...

Verschwende nicht deine Energie für Dinge, die Du in dieser Welt zurücklassen wirst und die im Jenseits überhaupt keinen Wert haben werden; Verfalle nicht in Reue über Verschwendungen, die Du später nicht mehr ausgleichen kannst!... Wenn Du dich als diesen Körper ansiehst und dein Leben nur auf deinen Körper ausgerichtet lebst, wird Dir dies nichts als Verluste einbringen... Wenn ihr dorthin kommt und die Tatsachen seht, werdet ihr sagen, ach hätten wir doch die Möglichkeit zurückzukehren und das Versäumte nachzuholen, aber dies ist ganz gewiss unmöglich!...

So lies, wie der Koran dies schildert:

« An diesem Tag wird die Hölle auf den Versammlungsplatz der Menschen gebracht werden; an diesem Tag werden sich die Menschen aller ihrer Taten erinnern; jedoch wird ihnen ihre Erinnerung nichts nützen...

- - - - - - Sie werden sagen... Hätte ich doch Dinge getan, die mir in diesem Leben Nutzen bringen...» (89-23/24)

« Wir haben Euch vor den Qualen und den Unbilden gewarnt, welche euch nahen!... An diesem Tage wird die Person mit den Resultaten ihrer Taten konfrontiert werden... diejenigen, die diese Tatsachen leugnen, werden folgendermaßen sprechen:

- - - - - - Ach wäre ich doch von Erde...» (78-40)

Da Du mit den Eigenschaften Allahs qualifiziert bist, mit den Bedeutungen seiner Namen ausgestattet bist, sollst Du dein als spezifisch gedachtes, „visuelles Ich“, Dein „mutmaßliches Ich“, dessen Vorhandensein Du voraussetzt, verlassen; Verbanne es aus deinem Bewusstsein, damit Du zu Deiner wahren Identität findest!...

Denn nur wenn Du Dein als Gegebenheit angesehenes „Ich“, welches Du durch die Schranken der Konventionen als vorhanden ansiehst, durch ein bestimmtes Wissen aufzuheben vermagst und Du Dich von der Verschleierung durch das „Ich“ befreien kannst, wirst Du Deine dahinter verborgene wahre Identität erlangen!...

Parallel zu dem Sinn dieser Mahnung an uns, von Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, sagen die Ewliyaullah:

„Hebe Dein dazwischenstehendes „Ich“ auf, damit Dein Schöpfer zutage treten kann!“

Eigentlich bildet diese Aussage nichts anderes als eine Erläuterung der Überlieferung « Wer sich selbst erkennt, erkennt seinen Herrn!»

Erinnern wir uns jetzt an das System, in dem wir uns befinden und an die Verbindung des Menschen zu diesem System...

Alles, was wir in dieser materiellen Welt sehen und kennen, ist an die Erdanziehungskraft, an die Anziehung ihres Magnetfeldes gebunden...

Wie in dem Satz «Wir haben alles aus Wasser erschaffen» beschrieben wird, sind alle Lebewesen, die auf der Welt zu finden sind, aus Wasser (H²O) erschaffen, auch der Mensch ist ein aus Wasser erschaffenes Wesen!...

Da der Mensch auf dieser Welt besteht und an die Erdanziehungskraft gebunden ist, ist auch sein Astral- oder Strahlenkörper, der aus halografischen Wellen gebildet wird und gemeinhin als Seele bezeichnet wird, an das magnetische Anziehungsfeld der Erde gebunden!...

Darüber hinaus gibt es im menschlichen Gehirn eine solche Eigenschaft, die , wenn sie zum Einsatz kommt, den Mensch dazu befähigt, die Schwerkraft der Erde und der Sonne zu durchbrechen, um in der Tiefe des Universums unzählige Sterne zu erreichen und um mit einem, dortigen Verhältnissen angepassten Körper das Paradiesleben zu erlangen.

Wenn in dem Gehirn einer Person diese Phase, welche „Antianziehungskraft-Wellen“ erzeugt, ihre Tätigkeit aufnimmt, erzeugt sie einen aus „NUR“= „Energie“ bestehenden Strahlenkörper, nämlich die Seele, und durch ihre Schnelligkeit, die im Zusammenhang mit der gespeicherten Energie steht, erlangt die Person dereinst ihre Rettung.

Wenn aber das Gehirn dieser Person keine „Antianziehungskraft-Wellen“ erzeugen kann, wird sie sich, da ihre Energie unzureichend ist, zunächst nicht von der Erdanziehungskraft lösen können und danach nicht von der kräftigen Anziehungskraft der Hölle retten können und wird so für Ewig in der Sonne gefangen sein!...

In einer späteren Phase wird die Sonne sowieso, die fünf Planeten ihrer Umlaufbahn, einschließlich des Mars „verschlucken”, um sich dann zusammenziehend in ein Neutronengestirn zu verwandeln...

Aus diesem Grunde wird es für diese, in der Sonne verbliebenen Wesen unmöglich sein, aus ihr zu entfliehen... Dieser Vorgang wird sehr viel ausführlicher in unserem Buch „Der Mensch und seine Geheimnisse“ beschrieben.(A.d.Ü. dieses Buch ist z.Z. nur in türkischer Sprache erschienen)

Die lebendigen Wesen, die auf der Sonne leben, die hier mit den Eigenschaften der Hölle beschrieben wird, werden in der Religion als „Zebani“ beschrieben, was in der islamischen Mythologie soviel wie Höllenwärter bedeutet, sie werden die Seelen der Verstorbenen, welche in ihre Hände fallen, erniedrigen und quälen...

So wie auf der Erde Menschen und im Kosmos Geister leben, so gibt es auf allen Sternen und Planeten Lebewesen!...

Aus diesem Grunde leben auch auf der Sonne die für sie charakteristische Lebewesen, die aus Strahlen bestehen. Diese werden im Koran „Zebani“ genannt und beschrieben...

So wie wir, die wir auf der Erde leben, alle wehrlosen Wesen, die uns in die Hände fallen, ganz nach unseren Wünschen beherrschen und mit ihnen machen, was wir wollen, so werden auch die Menschen, die in das Anziehungsfeld der Sonne geraten, von den dort lebenden Wesen, den Zebani beherrscht werden und ihrer Willkür ausgesetzt sein.

Die Seele oder das Halogramm des Strahlenkörpers wird, wenn er in das Anziehungsfeld der Sonne eintritt, unter der Einwirkung der hochgradigen Radiation deformiert, er schmilzt, zieht sich zusammen, verbrennt (!), aber er wird nicht vernichtet!... So wie zum Beispiel im Traum unser Körper zerquetscht wird oder schrumpft, zerbricht, verletzt und zerstückelt wird und wir am nächsten Tag von neuem unser Leben weiterleben...

So wird es auch in dem Hölle genannten Leben in der Sonne sein, der halografische Strahlenkörper wird zerstört, zerdrückt, gestreckt, in die Breite gezogen, plattgedrückt, gepeinigt oder verbrannt und nach all diesem nimmt er wieder seine alte Gestalt an... und dieser Ablauf wiederholt sich Mal um Mal und geht auf ewig so weiter...

« Von den Höllenfeuern werden ihre Leiber, ihre Haut Mal um Mal verbrannt, geröstet und danach wieder neu gebildet...» (4-56)

Der Sinn dieses angeführten Koranverses bestätigt das von uns geschilderte Geschehen. Eigentlich gibt es hier einen Punkt, der sehr genau verstanden werden sollte...

Die Sonne bildet in ihrer unteratomaren Dimension die Hölle!...

So wie wir einen biologischen, materiellen Körper der überatomaren Dimension besitzen und daneben auch noch der „Zwilling“ dieses Körpers in der Dimension der Mikrowellenatome besteht, so hat auch die Sonne einen „Mikrowellenzwilling“ in der unteratomaren Dimension und genau in dieser Dimension bildet sie die „Hölle“...

Und aus diesem Grunde können wir auch mit den Wahrnehmungsmöglichkeiten unseres jetzigen Körpers die Hölle nicht sehen!... Genau so, wie wir auch unsere Seelen, die Geister und Engel, die in der unteratomaren Dimension existieren, nicht sehen können!...

Demnach können Personen, welche aus dem Leben mit ihrem materiellen Körper in das Leben mit ihrem Astral- oder halografischen Strahlenkörper übergegangen sind, die Seelen sowie die, in ihrer Umgebung lebenden Geister und Engel wahrnehmen...

Und sie können sogar die Hölle und die darin lebenden Wesen betrachten, als wären diese gleich nebenan... Denn in der Wahrnehmung der Seelen existiert keine Entfernung. Eben auf diese Art betrachten die Personen, die den Tod gekostet haben, in der Welt des Grabes die Hölle...

Auch das Paradies, das sich auf den Sternen der Milchstraße befindet, ist nicht auf der sichtbaren, materiellen Seite vorhanden, sondern befindet sich in der unteratomaren Dimension, dem „Mikrowellenzwilling“ !

Allerdings werden wir, genau wie wir jetzt bedingt, durch die Wahrnehmungsmöglichkeit unseres materiellen Körpers unsere Umwelt als materielle Welt empfinden, die Dimension, in der wir uns dann befinden werden, obwohl wir sie im Moment als unteratomare Dimension bezeichnen, als materielle Umwelt empfinden.

Deshalb werden die halografischen Mikrowellenkörper oder Seelen, wenn sie zu den unzähligen Planeten gelangen, die Paradies genannt werden, mit den dort heimischen, unzähligen Wesen der gleichen Dimension Beziehung aufnehmen und sprechen können und durch ihre überragenden Kräfte werden sie dort die Möglichkeit haben, ganz nach ihren Wünschen frei zu verfügen!...

Sie werden, wenn man es so ausdrücken darf, auf diesen Planeten, zu denen sie gehen werden, wie die „Götter“ leben!... Denn sie sind von Allah als Statthalter auf Erden erschaffen worden und somit mit den zahllosen Eigenschaften Allahs ausgestattet und bedacht worden. Dem hingegen sind die Bewohner dieser Planeten nicht mit den, bei den Menschen als gebündelte Kraft vorhandenen Eigenschaften ausgestattet...

Aus diesem Grund werden diejenigen, die ins Paradies gelangen, mit solchen Dingen gesegnet, wie sie noch kein Auge gesehen, noch kein Ohr vernommen und keine Zunge gepriesen hat... Selbst unsere kühnsten Phantasien bleiben bei diesem Thema unzureichend...

Für die Personen, welche das Paradies erreichen, ist der Alterungsbegriff aufgehoben... Dort sind die Begriffe Großvater- Großmutter, Vater - Mutter, Geschwister, Kinder , Enkel gegenstandslos... Jeder hat das gleiche Alter...

In der Umgebung, in die wir gehen werden, werden diejenigen, welche den gleichen Stand des Wissens oder das gleiche Energieniveau haben, zusammen sein; diejenigen, die ein geringeres Niveau des Geistes oder eine geringere Energiestufe erreicht haben, werden in ihrer eigenen Umgebung leben...

Vielleicht wird einer, den Du auf dieser Welt sehr liebst, dem Du sehr nahe stehst, im Jenseits weit von Dir entfernt sein...

Es ist gleich, was du einen Tag zuvor erlebt hast... Was bedeutet für Dich das, was Du in der vergangenen Nacht geträumt hast, wenn Du am Morgen aufwachst und besonders, wenn noch einige Stunden darüber vergangen sind?...

Das Gestern bleibt gestern und die Nacht bleibt in der Nacht!...

Gesetzt der Fall, du würdest im Gefängnis gefoltert und in der Nacht hättest du einen wunderschönen Traum; was bedeutet er, wenn du am Morgen wieder in der selben Umgebung erwachst?...

Genauso wird es sein, wenn Du deine Augen auf dieser Welt schließen wirst und sie in deiner neuen Umwelt wieder öffnest, dann wird Dir dein weltliches Leben, das Du kurz zuvor gelebt hast, als Traum erscheinen... Als wärest Du aus einem tiefen Schlaf erwacht, wird das auf der Welt erlebte, keinen Wert mehr für dich darstellen und Du wirst mit den Bedingungen deiner neuen Umwelt konfrontiert werden!...

Aus diesem Grunde sollte es Dein ganzes Streben sein, nicht nur für die Dinge zu arbeiten, die Du auf dieser Welt zurücklassen wirst, sondern in ausreichendem Maße für die Dinge zu sorgen, die Du für Dein Leben nach dem Tode benötigst...

Was Du auf dieser Welt auf „das Feld deiner Seele“ säst, wirst Du in dem Leben nach deinem Tode ernten können!

Wenn Du in deinem Leben auf dieser Welt die Fähigkeiten Allahs, die in der Anlage deines Gehirns vorhanden sind, nicht bemerkst und somit nicht benutzt, so wirst Du, nachdem Du den Tod gekostet hast, ganz bestimmt nicht wieder die Möglichkeit bekommen, diese Fähigkeiten zu entwickeln! Denn in vielen Versen des Korans wird darauf hingewiesen:

« Wenn dann ein jeder von Ihnen den Tod zu schmecken bekommt, werden sie sagen:

- Mein Herr, ach versetze mich in mein weltliches Leben zurück!... Damit ich mein vertanes Leben nutze, um es mit den Dingen zu bereichern, die mir in diesem Leben von Nutzen sein werden!...

- Nein!... Dies ist ganz und gar unmöglich!... Denn vor ihnen liegt das Leben im Reich von Berzah, das bis zum Auferstehungstag reichen wird, an dem sie neu verkörpert werden...» (23-99/100)

« Wenn du die Zeitspanne sehen könntest, die sie in der Hölle verbringen werden...

- Sie werden sagen:

- Ach könnten wir doch auf die Welt zurückkehren, wir würden zu Menschen, welche die Wahrheit, die uns von Allah übermittelt wurde, nicht mehr leugnen...

- Nein...! Denn die Dinge, die sie vorher ablehnten und zu verbergen suchten, liegen nun klar und offen vor ihnen... Denn selbst wenn sie auf die Erde zurückgeschickt würden, so würden sie wieder zu den verbotenen Dingen zurückkehren...

Denn es ist gewiss, dass diese ihre Wünsche verlogen sind...

Für sie gibt es kein anderes Leben, als das Leben, das sie auf der Welt geführt haben; sie sagten, wir werden danach nicht mehr in einem zweiten Leben weiterleben!...

Ach, könntest du sehen, wie sie dereinst vor ihrem Schöpfer stehen werden...

Wenn Hu sie fragen wird: War das (Leben nach dem Tod) nun Wirklichkeit oder nicht? ... Und sie werden antworten: Es sei bei unserem Herrn beschworen, dass es Wahrheit ist!.. Und Allah wird zu ihnen sagen: Ihr habt die Wahrheit verleugnet, deshalb sollt ihr Qualen erleiden!...» (6-27/30)

Ja, da wir gerade vom Tod reden, möchte ich das Thema, welches im allgemeinen vom Volk falsch verstanden wird, soweit es mir möglich ist, erläutern und erklären...

Was ist der Tod? ... Das wahre Gesicht des Todes.

Es ist bedauerlich, dass heute das Geschehnis des Todes nicht in einer, seiner Wirklichkeit angemessenen Art unbekannt ist und allgemein, der Tod als das Ende angesehen wird!...

Stellt doch der Tod nicht das Ende, sondern nichts anderes als den Übergang von der Welt der Materie in die immaterielle Welt dar.

Der Mensch verlässt bei dem Vorgang, der als Tod bezeichnet wird, seinen materiellen Körper und lebt mit seiner Seele, „einem halografischen Mikrowellenkörper“, in seinem Grab oder außerhalb des Grabes weiter!

Das bedeutet, dass der Tod den Übergang vom Leben mit einem materiellen Körper in ein Leben mit der Seele oder dem Astralleib darstellt.

Der Koran, welcher die Grundlage des islamischen Glaubens darstellt, beschreibt den Todesvorgang folgendermaßen:

« Jede menschliche Seele wird den Tod zuschmecken bekommen!...»

Das Ereignis des Todes bedeutet das Verlassen des biologischen Körpers der Materie und den Übergang der Seele in die Welt der Mikrowellen...

Da mit der Beendigung der Hirnfunktion die Sendung bioelektrischer Energie in den Körper endet, verliert der Körper seine elektromagnetische Anziehungskraft, mit dem er die Seele an sich selbst gebunden hat und so geht die Seele in eine vom Körper losgelöste Lebensform über. Eben dieser Vorgang wird als Tod bezeichnet.

Im Laufe des Lebens werden alle Aktivitäten des menschlichen Gehirns, ähnlich den mit Schall- und Bildwellen beladenen Fernsehwellen, in die Seele, das heißt in das Halogramm des Strahlenkörpers geladen. Aus diesem Grunde verspürt der Mensch beim Übergang in die Welt der Seele keine Veränderung seines Bewusstseins... Und die Person lebt in ihrer Seele, genau wie vordem in ihrem Körper weiter!...

Jedoch mit einem Unterschied... Obwohl sie in ihrem Körper vollkommen lebendig und bei Bewusstsein ist, kann sie ihren materiellen Körper nicht benutzen!... Ähnlich einer vollbewussten, lebendigen Person, deren körperliche Funktionen des Leibes versagen!... Sie kann alle Vorgänge, die sich rundherum ereignen, sehen, hören und wahrnehmen, aber sie kann mit den Außenstehenden keinen Kontakt aufnehmen!...

So beschreibt dann auch der große islamische Gelehrte Erzurumlu Ibrahim Hakki in seinem Werk „Marifetname“ den Vorgang des Todes mit den Worten Hazreti Mohammeds folgendermaßen:

« Der Meyyit (der Mensch, der den Tod zu schmecken bekommt) weiß, wer seinen Körper wäscht, wer ihm das Leichentuch anlegt, wer seinem Leichenzug folgt, wer ihn ins Grab hinablässt und wer ihm die islamischen Glaubensartikel vorträgt.»

Seine Bestimmung: « Neben dem Meyyit sollt ihr nicht lautes Wehklagen erheben und euch eure Haare raufen» rührt daher, dass der Verstorbene euch sieht und über euren Zustand Kummer verspürt.

Der als Tod bezeichnete Vorgang, bei dem der materielle Körper als nicht mehr funktionstüchtig empfunden wird und bei dem die Person „als Seele“ lebendig, mit vollem Verstand und vollem Bewusstsein im Grab die Ansprache von Außen vernimmt, wird uns am Besten im Zitatenbuch von Buhari veranschaulicht. Achten Sie vor allem auf folgendes Zitat des Rasul Allahs, das von Talha (r.a.)überliefert wird:

„Am Tage des Bedir Krieges befahl der Nebi, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, die Leichen von 24 Honoratioren aus Kureysch, zu sammeln und sie in einem verschmutzten Brunnenschacht, der Brunnen von Bedir zu versenken. Auf diese Weise sammelte sich in diesem Brunnen neuer Unrat an.

Es war die Angewohnheit des Rasul Allahs, wenn er einen Stamm besiegt hatte, drei Tage auf dessen Sammelplatz zu lagern.

Als der dritte Tag nach dem Bedir Krieg anbrach, befahl der Rasul Allahs, ihm sein Kamel zu bringen. Die Wegelast wurde aufgeladen und festgezurrt, dann setzte sich der Rasul Allahs in Bewegung. Seine Gefährten schlossen sich ihm an...

Unterdessen sprachen diese untereinander, wahrscheinlich geht der Rasul Allahs zu einem Wallfahrtsgebet.

Endlich hielt der Rasul Allahs an der Seite des Brunnens an, in den die Leichen der Getöteten versenkt waren und rief diese mit ihren und ihrer Väter Namen an:

„He, sowieso, Sohn des Sowieso, He, Ebâ Cehil, Sohn des Hisam, He Utbe, Sohn des Rebia... Wenn ihr Allah und seinem Rasul Glauben geschenkt hättet, wäret ihr jetzt voller Freude!... He ihr Geschöpfe!... Wir haben den Sieg, den uns unser Herr verheißen hat, wahrhaftig errungen! Habt ihr auch wirklich den Sieg erreicht, den euch euer Herr zugesagt hatte?...

Auf diese Ansprache hin fragte Ömer (r.a.):

Oh, Rasul Allahs, warum sprichst du zu diesen leblosen Leichen?..

Der Rasul Allahs, Friede sei mit ihm antwortete folgendes:

„Ich schwöre im Namen dessen, der Mohammeds Seele in Händen hält, ihr könnt das, was ich gesagt habe, nicht besser verstehen als jene!...“

Wie man hier sieht, stellt der heilige Rasul Allahs bei dieser Begebenheit, über die uns in Buhari berichtet wird, ein großes Missverständnis richtig, dass nämlich...

« Die Menschen tot in das Grab gelegt werden und erst später, am Auferstehungstag wieder lebendig werden»

Es gibt keine bessere Überlieferung, welche diese falsche Annahme widerlegen könnte.

« Die Menschen werden mit ihrer jetzigen Intelligenz und bei vollem Bewusstsein in das Grab gelegt und können die von außen an sie gerichteten Ansprachen genau so verstehen, als wenn sie draußen wären.»

Der dritte Kalif Osman bin Affan (r.a.) weinte, wenn er an einem Grab stand, so lange, bis sein Bart durchnässt war. Deshalb sagte man zu ihm:

- Du denkst an die Hölle und das Paradies und weinst nicht, aber vor dieser, der Grabangst weinst du...

Osman antwortete darauf:

- Vom Rasul Allahs hörte ich folgendes...

„ Ich habe noch keinen so schrecklichen Anblick gesehen wir das Grab!!“

Am Grab des Sa’d bin Muâz, welcher zu den erstzunennenden islamischen Märtyrern zählt und dessen Leichnam vom Rasul Allahs, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, bestattet wurde, sagte Hz. Mohammed:

„Diese auserwählte Kreatur, für die das Firmament erzitterte und sich die Pforten des Himmels öffneten und Tausende Engel auf die Erde herabstiegen, selbst diese Kreatur fühlte sich in ihrem Grab dermaßen bedrängt, dass sie fast mit den Knochen schlotterte! ...

Wenn es von den Qualen des Grabes und den Bedrängnissen nach dem Tode eine Rettung gäbe, so währe diese als erstes Sa’d zuteil geworden! ... Aufgrund des geistigen Grades, den er erreicht hatte, wurde er lediglich sofort von den Qualen erlöst, das ist alles! ...

Lassen Sie uns nachdenken... Wenn eine Person im Grab nicht „lebendig“, dass heißt bei Bewusstsein währe, könnte man dann überhaupt von solch einer Qual sprechen? ...

Hz. Mohammed wurde gefragt...

„Ja, Rasul Allahs, welcher der Gläubigen ist am intelligentesten und bewusstesten?

„- Derjenige, welcher sich am meisten daran erinnert, was mit dem Tod auf ihn zukommt und sich bestmöglich auf das Leben nach dem Tode vorbereitet... eben diese sind die Klügsten und Bewusstesten...“

In einer anderen Erklärung geruhte er wiederum folgendes zu sagen:

„ Der Bewussteste und am weitesten vorausblickende Mensch ist jener, der seine Selbst(Nefs) den Weisungen Allahs unterwirft und Handlungen verrichtet, die ihm nach dem Tode nutzen werden... Der Unfähige unterwirft sich seinen körperlichen Gelüsten, später erwartet er dann etwas von Allah!...“

Und wiederum ein Gefährte des Rasul Allahs Ibn-i Mes’ud berichtete folgendes über die Qualen des Grabes:

„-Ganz gewiss werden die Sünder im Grab Qualen erleiden. Sogar die Tiere werden ihre Schreie hören...“ so habe ich es vom Rasul Allahs, Friede sei mit ihm, verkündigen hören.

Ebu Said el Hudrî berichtete, dass der Rasul Allahs, Allah segne ihm und gebe ihm Heil, folgendes zu sagen geruhte:

„- Bis an den Auferstehungstag werden über den Leugner in seinem Grab 99 stechende und beißende Ungeheuer herfallen. Würde nur eines von diesen seinen Atem auf die Erdoberfläche blasen, so wurde keine Grünpflanze mehr grünen!...“

Ibn-i Ömer(r.a.) berichtet, dass der Rasul Allahs folgendes erzählte:

„- Wenn einer von euch stirbt, gleich ob er ins Paradies oder in die Hölle gehört, er bekommt morgens und abends seinen Aufenthaltsort gezeigt. Dies ist dein Platz. Bis zum Bâa’s des Auferstehungstages wirst du hier sein.“

Hier sollten wir auch auf folgendes hinweisen. In folgendem Satz, den wir in dem Gebet AMENTÜ sprechen, heißt es:

« Vel bâ’sü bâ’del MEVT»... es heißt nicht «Vel bâ’sü bâ’del Kiyamet»

Das besagt, dass das Ereignis, welches mit dem Wort Bâa’s bezeichnet wird und die Wiederbelebung des Menschen darstellt, nicht erst nach dem Auferstehungstag stattfindet, sondern unmittelbar, nachdem der Mensch den Tod erfahren hat, eintritt!...

Auf dieser Welt leben wir mit dem uns bekannten, materiellen Körper und mit dem vom materiellen Gehirn geschaffenen Körper der Seele.

Der große islamische Gelehrte und Mystiker Imam Gazali berichtet uns in seinem Werk „Esma’ül hüsna Scherhi“ über „El Bais“ folgendes:

„ Viele der Menschen ergehen sich in diesem Punkt einer irrigen Vorstellung... dieses versuchen sie auf verschiedene Arten zu erklären, sie sagen, dass der Tod ein nicht mehr Bestehen ist, dass der Körper, wenn der Bâa’s vorbei ist, neu belebt wird, genau wie bei der ersten Belebung...

Zum Ersten ist deren Vermutung, dass der Tod ein nicht mehr Existieren ist, falsch!... Selbst die Annahme, dass die zweite Wiederbelebung, wie die Erste sei, ist verkehrt!...

Es ist falsch zu glauben, dass der Tod ein nicht mehr existieren ist!... Denn das Grab ist entweder eine Gruft wie eine Feuergrube oder ein Garten gleich den Paradiesgärten...

Aber diejenigen, welche die innere Offenbarung erlangt haben, denen der eigentliche Sinn bewusst ist wissen, dass die Existenz der Menschen für die Ewigkeit gemacht ist... für diese wird es kein Ende geben...

Ja, manchmal wird der Kontakt zum Körper unterbrochen und man sagt, dass er verstorben sei... dann wiederum bekommt man seinen Körper zurück und es heißt, dass man auferstanden ist...

Diejenigen, welche glauben, dass die Auferstehung einer Wiedergeburt, gleich der ersten Geburt ist, die irren sich in dieser Annahme!... Denn die Auferstehung bedeutet eine, der ersten Belebung nicht gleichende, ganz neue Lebensform...

Eigentlich gibt es für den Menschen mehrere Wiederbelebungen, seine Neubelebung geschieht nicht nur zwei mal!..“

 

Wenn der Mensch den Tod zu schmecken bekommt, dann löst sich sein materieller Körper auf und er lebt mit seiner Seele wieder auferstanden bis zum Jüngsten-Tag.

Später am Auferstehungstag auch Kiyamet genannt, in der Phase, in der die Erde sich durch die Sonnenglut auflöst, wird der Mensch ähnlich seiner heutigen Charakteristik wiederbelebt!...

Und endlich, zum letzten Mal wird der Körper je nach der Umgebung, in die er kommt, neu gestaltet und belebt.

Werden wir im Grab unsere jetzige Intelligenz, unser Fühlen und unser Wahrnehmungsvermögen besitzen?

Dazu sagt Abdullah bin Ömer folgendes:...

Als sich Hz. Ömer mit dem Rasul darüber unterhielt, dass die beiden Engel Münkir und Nekir ins Grab kommen und Fragen stellen, fragte Hz. Ömer folgendes:

- Rasul Allahs sag, werden wir im Grab bei klarem Verstand sein?

- Ja!... Genau so wie heute!...

Was geschieht nun, wenn ein Mensch, der den Tod zu schmecken bekommt, mit vollem Bewusstsein und Verstand, lebendig aber mit einem Körper, dessen Lebensfunktionen erloschen sind, ins Grab gelegt wird?

Lassen Sie uns dies, aus dem Munde Enes(r.a.) hören:

Der Rasul Allahs, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, sagte folgendes:

- Der Mensch hört, wenn er in das Grab gelegt wurde, die Schritte der Menschen, die sich von seinem Grab entfernen... Wenn sie gegangen sind, erscheinen zwei Engel. die ihn aufsetzen und folgendes fragen:

- Was sagst du über den Menschen, der Mohammed genannt wird?...

Ist er ein Gläubiger, dann sagt er:

„Ich bezeuge, dass Mohammed ein Diener Allahs und dessen Rasul ist“...

Darauf sagt man ihm:

-Schau dir deinen Platz hier in der Hölle an!--- Allah hat ihn mit dem, im Paradies vertauscht... der Mensch sieht daraufhin sowohl seinen Platz in der Hölle, wie auch seinen Platz im Paradies, wo er hingehen wird...

Der Leugner oder sich zum Schein Muslim nennende sagt jedoch folgendes:

„Zu diesem Thema habe ich keine feste Vorstellung, außer dem, was die Menschen so erzählt haben!...

Und zu ihm wird folgendes gesagt:

- Du bist unwissend und hast Hu nicht erkannt!...

Daraufhin erhält er mit einem Knüppel einen solchen Schlag, dass seinen Aufschrei alle, außer den Menschen und Geistern hören können!...“

Wir wollen nun dieses Thema mit folgender Überlieferung beschließen:

« Diejenigen, die den Tod zu schmecken bekommen, werden durch das Weinen ihrer Angehörigen gequält.»

Zu diesem Thema können Sie in den entsprechenden Hadis Büchern viele Überlieferungen des Rasul Allahs lesen.

Die Schlussfolgerung ist diese:

Der Mensch stirbt nicht, er bekommt den Tod zu schmecken!...

Bei dem Vorgang des Schmecken des Todes verliert der Mensch die Gewalt über den materiellen Körper und lebt übergangslos in seiner Seele, die aus halografischen Strahlen besteht, weiter.

Aus diesem Umstand heraus ist jeder Mensch, der begraben wird, bei vollem Bewusstsein.

Bis zum Jüngsten-Tag lebt er bei klarem Bewusstsein weiter. Am Auferstehungstag bekommt er dann, gemäß der Voraussetzung dieses Tages einen neuen Körper.

 

Was geschieht nun, wenn man den Tod erfahren hat?

Lassen Sie uns dies kurz erklären...

Von dem Augenblick an, wo der Mensch den Tod zu schmecken bekommt, kann er noch für eine begrenzte, kurze Zeit die Welt ringsherum wahrnehmen... die Ereignisse in seiner Umgebung, die Gespräche, die Trauer, das Klagen und Schreien nimmt er genauso wahr, wie vordem in seinem biologischen Körper...

Zu diesem Zeitpunkt ist er wie ein Mensch, dessen körperliche Lebensfunktionen gelähmt sind... Er nimmt alle Geschehnisse in seiner Umgebung wahr, kann sich aber nicht äußern... Dann kommt der Augenblick, wo die Leichenwäsche vorgenommen wird...

Warum wird der Leichnam gewaschen?

Der verborgene Sinn der Leichenwäsche besteht, soweit wir wissen darin, dass der biologische Körper, in dem das zelluläre Leben noch nicht ganz erloschen ist, durch das Wasser mit Hilfe der Osmose eine bioelektrische Unterstützung erhält... Auf diese Art kann der Mensch noch für eine begrenzte Zeit, durch seinen Körper, wenn auch nur einseitig mit seiner Umgebung, in der er gelebt hat, Kontakt haben.

Die Zeitspanne vom Beginn des Todeserlebnisses, bis zum Auferstehungstag wird „Berzah Alemi“ genannt.

Das Leben, welches nach dem Tod beginnt, wird in drei Abschnitte aufgeteilt:

A- das Leben im Grab

B- das Leben in der Welt des Grabes

C- das Leben im Reich von Berzah

A- Das Leben im Grab... beginnt mit dem „Schmecken“ des Todes eines Menschen und dem darauffolgenden Übergang in das seelische Leben in einem halografischen Mikrowellen Körper und dauert so lange an, wie die materielle Wahrnehmungskapazität im Grab noch vorhanden ist...

Sowohl vor dem Begräbnis, als auch nach dem Begräbnis besteht die Wahrnehmung aller Ereignisse in der Umwelt weiter...

Als Beispiel für diesen Zustand könnte auf dieser Welt der Zustand dienen, in dem wir uns befinden, wenn wir im Bett liegen und am Einschlafen sind...

So wie der Mensch, der sich ins Bett gelegt hat und gerade am Einschlafen ist, noch alle Vorgänge in seiner Umgebung wahrnimmt und spürt, ob das Bett hart oder weich ist, nimmt der Mensch, der ins Grab gelegt wird, in der ersten Zeit die Umgebung in seinem Grab wahr und kann alles beobachten...

So kann ein Mensch, der ins Bett geht und sich zum Schlafen hinlegt, im Halbschlaf sowohl seine Umgebung wahrnehmen und gleichzeitig traumähnliche Wahrnehmungen haben. Ebenso nimmt die bestattete Person, sowohl die Vorgänge außerhalb, wie auch innerhalb seines Grabes wahr und sie beginnt ganz allmählich in die eigene Welt des Grabes überzugehen.

Eben zu diesem Zeitpunkt kommen die fragenden Engel, von denen in der islamischen Religion gesprochen wird, und fragen.... Wer ist dein Herr?... Wer ist dein Nebi und welches ist dein Buch ?...

Achtung!... Im Grab wird niemals gefragt, welches ist deine Konfession oder welchem Orden gehörst du an!... Hier wird niemals von der Konfessionsangehörigkeit oder Ordensmitgliedschaft eines Menschen gesprochen!...

Diejenigen, welche behaupten, dass dem Menschen im Grab zu diesem Thema Fragen gestellt werden, kennt unseren Religion nicht!... Denn weder im Koran noch in den Büchern der Überlieferung mit den Zitaten des Rasul Allahs steht, dass dem Verstorbenen im Grab Fragen nach seiner Konfession oder nach seinem Orden gestellt werden!...

Konfessionen und Orden haben sich erst, nachdem Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, ins Reich von Berzah eingegangen ist, gebildet; folglich spielen sie im Reich von Berzah keine Rolle!

Ja und nach dieser Befragung geht die Seele entweder in die Welt des Grabes oder in das Reich von Berzah ein...

Was ist der Unterschied zwischen der Welt des Grabes und dem Reich von Berzah?

 

B- Das Leben in der Welt des Grabes...

Diese Welt gleicht einer Traumwelt, nur weiß der Betreffende nicht, dass er träumt und erlebt seine Umgebung, als wenn er auf der Erde lebte... So wie er das Erdenleben als wahres Leben empfunden hat, so empfindet er das Leben beim Übergang in die Welt des Grabes auch als wirkliches Leben... Dieses Leben ist entweder in der Art und Weise die „Grabparadies“ genannt wird möglich und äußert sich in angenehmen und reizvollen Träumen, oder es stellt sich als „Grabhölle“ dar und bringt dem Betreffenden im höchsten Maße grauenvolle und quälende Alpträume. Dieser Zustand hält bis an den Jüngsten-Tag an...

Dies ist das Leben des Bestatteten in der Welt des Grabes...

In einem Hâdis-i Scherifiye“ beschreibt der Prophet diesen Zustand folgendermaßen:

„ Das Grab ist für die Person entweder ein Garten von den Paradiesgärten oder eine Höllengrube“

Daneben gibt es noch das Leben im Reich von Berzah...

 

C- Das Leben im Reich von Berzah...

ist eine Lebensart, die „FISEBILILLAH“ Märtyrern auf dem Wege Allahs, sowie „EVLIYAULLÂH“, die gestorben sind, bevor sie sterben und Nebi, von den Bedrängnissen der Welt des Grabes befreit und ihren Seelen ein Leben ermöglicht, in dem sie sich frei bewegen können...

Im Leben des Reiches von Berzah können sich Nebi, Evliyaullah und Märtyrer frei bewegen und wandeln und ihrem Rang entsprechend untereinander Kontakt aufnehmen...

Außerdem gibt es im Reich von Berzah so etwas wie eine Hierarchie, mit der die dort befindlichen geleitet werden...

In unserem Buch „Der Mensch und seine Geheimnisse“ wird dieses Thema im Abschnitt „RICALI GAYB-GAYB ERLER“ ausführlich behandelt.(A.d.Ü. dieses Buch ist bisher nur in türkischer Sprache erschienen)...

Diejenigen unter den Ewliya, welche sich im Reich von Berzah befinden und in ihrem weltlichen Leben den Stand des „Fetih“ erlangten, können Verbindung zu den Menschen auf der Erde aufnehmen... Hingegen können die Ewliya, welche nur den Grad des „Keschif“ erreicht haben, alle Freiheiten des Reiches von Berzah genießen, aber keine direkte Verbindung zur Welt aufnehmen...

Ausführlicher wird das Thema „Keschif“ und „Fetih“ in unserem Buch „Gebete und Sikir“ behandelt.

Der Mensch lebt, nachdem er den Tod gekostet hat, entweder in seiner Welt des Grabes oder entsprechend seinem Rang, den er erreicht hat, im Reich von Berzah weiter.

Solch ein Leben erwartet also einen jeden von uns!...

Wer möchte, kann dieses Thema in der einschlägigen Literatur nachlesen und den Wahrheitsgehalt unserer Aussagen überprüfen.

Die religiösen Handlungen sind für die eigene Person

Wenn Sie das, was wir bisher geschrieben haben, verstehen,... beantworten Sie sich bitte selbst diese Frage: Inwieweit bin ich auf diese Lebenswirklichkeit vorbereitet?...

Wie sieht es aus, war Ihre Antwort befriedigend? ...

Wenn die Antwort, die Sie sich gegeben haben, nicht zufriedenstellend war, bedeutet das, dass Sie sich noch nicht in der notwendigen Art und Weise auf das Leben nach dem Tode vorbereitet haben!...

Wenn das so ist, dann werden Sie mit der Vorbereitung an einer Stelle beginnen müssen...

Sie werden einen Teil Ihrer Zeit für Aktivitäten abzweigen müssen, die als „Ibadet“ bezeichnet werden.

Wir sprachen schon davon, dass alle, Ibadet genannten religiösen Handlungen, insgesamt mit der Bioenergie und dem biochemischen Aufbau des Gehirns in Zusammenhang stehen...

Wie man weiß, dient ein Teil dieser Handlungen der Erzeugung bioelektrischer Energie, die der Körper benötigt... Diese Energie wird von Seiten des Gehirns benutzt und als Wissen und Energie in den halografischen Strahlenkörper geladen... Eben aus diesem Grunde kann es, nachdem der Tod geschmeckt wurde und das Gehirn seine Funktion aufgibt und außer Betrieb ist, im Leben nach dem Tod keine religiösen Handlungen mehr geben!... Deshalb verlieren die Auflagen des Scheriats, dem islamischen Religionsrechten, im Leben nach dem Tod ihre Gültigkeit!... Denn. diese Angebote und Vorschläge gelten für das weltliche Leben und sind allesamt auf die bioelektrische und biochemische Struktur des Gehirns ausgerichtet...

 

Hier gibt es noch einen wichtigen Punkt, den wir bedenken müssen...

Die islamische Religion ist vor allem dazu verkündet worden, dass die Menschen Allah erkennen und so weit wie möglich verstehen können, darüber hinaus ist sie auch in der Absicht offenbart worden, die Menschen durch die Verrichtung der, unter dem Namen Ibadet zusammengefassten, religiösen Handlungen, sich auf das Leben nach dem Tode vorzubereiten...

Der Rasul Allahs empfahl den Menschen ein Leben nach den Regeln des Islams und betonte gleichzeitig, dass ein Nichtbeachten dieser Regeln in einem bestimmten Verhältnis Schaden über die Person bringen werde...

Allerdings steht nirgendwo eine Bestimmung, dass die Person wegen der Regierungsform des Landes, in dem sie lebt, zur Rechnung gebeten würde...

Der islamische Glaube einer Person ist nicht an das Staatsregime seines Landes gebunden!...Wenn dies nämlich so wäre, dann gäbe es, da es auf dieser Welt kein islamisches Regime gibt, folglich keinen, der sich Muslim nennen könnte...

Das Hadis:« Nach mir soll das Kalifat noch 30 Jahre andauern» will gut bedacht sein...

Außerdem... darf man nicht vergessen, dass die Religion das Individuum anspricht und es im Leben nach dem Tod keinen Staat, sondern die Person gibt...

Die Menschen sind dazu verpflichtet, den Islam so gut sie können zu verstehen, ihn zu leben und anderen in einer, ihnen verständlichen Form zu empfehlen...

Dies müssen wir mit Bestimmtheit wissen, ein jeder wird die Resultate seiner Hände Arbeit ertragen müssen...

 

Auch dieses sollten wir noch einmal mit Nachdruck betonen... alle unter dem Namen „Ibadet“ ausgeführten Aktivitäten zielen darauf hin, die notwendige Energie für die Seele der Person im Leben nach dem Tode zu schaffen.

Hier wollen wir eine Parenthese öffnen, um die als „Ibadet“ bezeichneten Aktivitäten näher zu beschreiben...

A- Aktivitäten, die verhindern sollen, dass der Mensch sich selbst ausschließlich als körperliches Wesen betrachtet und nur für die Bedürfnisse des Körpers lebt.

B-  Aktivitäten, die daraufhin ausgelegt sind, auf dem effektivsten Wege bioelektrische Energie im Gehirn zu erzeugen

C-  Aktivitäten, die darauf gerichtet sind, dass das Gehirn die vorhandene bioelektrische Energie in Mikrowellenenergie umwandelt, um sie in dem Seele genannten, halografischen Strahlenkörper zu speichern.

D-  Aktivitäten, die dazu dienen sollen, sich mit dem kosmischen Wissen zu identifizieren, was in der Mystik kurzgefasst als „Sich mit den Eigenarten Allahs zu charakterisieren“ oder „Sich mit Allah verbinden“, oder als „zu Allah gelangen“ beschrieben wird.

Wie Sie sehen, stehen alle diese Aktivitäten, die wir hier unter vier Hauptpunkten zusammenzufassen versuchten und kurz Ibadet genannt werden, alle mit dem Gehirn in Verbindung.

Das Gehirn nimmt die benötigte Bioenergie, verwandelt sie in Mikrowellen Energie und speichert sie in die Seele. Gleichzeitig strahlt es Wellen, die bestimmte Informationen enthalten, entsprechend seiner Energie in die Atmosphäre ab.

Wenn sich unter der Geburt im Gehirn noch eine zusätzliche Phase geöffnet hat, so lädt das Gehirn zu seiner erzeugten Mikrowellen Energie auch noch antimagnetische Energie, welche eine Art halografischen Strahlenkörper bildet, der mit antimagnetischen Wellen beladen ist. Der Strahlenkörper, welcher diese antimagnetische Energie gespeichert hat, kann sich am Auferstehungstag aus dem magnetischen Anziehungsfeld der Erde und der Sonne retten und die unzähligen Sterne der Galaxie erreichen.

Sollte aber das Gehirn keine antimagnetischen Wellen in den Seele genannten halografischen Mikrowellenkörper speichern können, so wird sich die Seele nicht aus der Erdanziehungskraft oder dem Magnetfeld der Sonne befreien können und bleibt auf ewig zusammen mit der Erde in der Sonne eingeschlossen.

« In Allahs System gibt es niemals Veränderungen.» (35-43)...

Dieser Koranvers zeigt deutlich, dass dieses Gesetz ohne Ausnahme für alle Menschen gilt. Darum muss man sich folgendes bewusst machen...

Dieses System wurde vor Milliarden von Jahren geschaffen und ist in Betrieb!...

Unter diesen Umständen hat der Mensch zwei Möglichkeiten...

Entweder richtet er sich nach dem System und nutzt sein Leben auf dieser Welt, um nach den Bestimmungen des Systems Aktivitäten zu entwickeln, die ihm im zukünftigen Leben nutzbringend sein werden...

Oder aber er beschließt sein Leben auf dieser Welt, ohne einen Gedanken an das System oder die Zukunft zu verschwenden und lebt ausschließlich mit Aktivitäten, die auf seine körperlichen Bedürfnisse hin ausgerichtet sind!

Die Personen, welche das Geheimnis „des Vorbereitungssystems auf das Leben nach dem Tod“, welches als Religion bezeichnet wird, nicht verstanden haben, verbinden diese Religion ihrer Fehlinterpretation zufolge mit einer „Gesellschaftsordnung“... Und das zieht natürlich letztendlich sogar eine Verbindung mit einem Staatsregime nach sich!...

Wobei doch, wie wir nochmals betonen möchten, alle die Ibadet genannten Handlungen der Religion nicht mit den weltlichen Regierungen in Verbindung stehen, sondern als Notwendigkeit für das Leben nach dem Tode den Menschen mitgeteilt wurden.

Dies sind die Themen, welche uns Hazreti Mohammed sein ganzes Leben hindurch klar und deutlich zu vermitteln versuchte:

A- Allah ist kein anzubetender Gott und es ist undenkbar, dass man Allah anbetet!

B-  Alle Handlungen, die ein Mensch verrichtet oder verrichten wird, sind keine Anbetung, sondern stellen seine „Dienen“ dar... Dies ist zwangsläufig so!...

C-  Alle Ibadet genannten Aktivitäten einer Person sind nicht dazu gedacht, einen imaginären Gott im Himmel günstig zu stimmen, sondern sie haben etwas mit der eigenen Zukunft zu tun und sind darauf gerichtet, Verdienste für das Ewige Leben zu erlangen...

D-  Damit die Person ihren eigenen Ursprung, ihr Original, ihre eigene Wirklichkeit, nämlich Allah erkennen kann, muss sie sich von der irrigen Annahme, der Vorstellung ihres „Ich’s“ befreien und muss „sterben, bevor sie stirbt!“... Ansonsten geht sie mit „einem verschleierten Bewusstsein“ in die immaterielle Welt ein und kann sich aus den vorher aufgeführten Gründen nie wieder von diesem „verschleierten Bewusstsein“ befreien!

Eben diese vier Hauptpunkte haben wir in unseren vorhergehenden Büchern und auch in diesem Buch aus verschiedenen Perspektiven heraus zu erklären versucht.

Wir müssen mit Bestimmtheit verstehen und glauben, dass Allah, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert und der durch ihn offenbarte Islam, weit von dem religiösen Verständnis entfernt ist, das sich bis zum heutigen Tage im Volk oder in religiösen Kreisen, durch Vermischung von Geschichten und abergläubischen Überlieferungen entstanden ist...

Und das tatsächliche „Verständnis Allahs“ wird erst in zukünftigen Generationen besser verstanden werden...

Zusammenfassend wird eine kurze Untersuchung der Quellen, sei Sie noch so klein und eine darauf aufbauende Überlegung Ihnen beweisen, dass das was wir Ihnen mitteilten der Wahrheit entspricht!.

 

Warum Sikir?

Ja, die Religion ist nicht für die irdische Herrschaft, sondern für die Herrschaft nach dem Tode oder mit den Worten Hazreti Jesus gesagt: „um das Königreich des Himmels“ zu erreichen, verkündigt worden... Und das ist wiederum nur dadurch möglich, dass die Person ihre eigene Wirklichkeit erfasst...

Auf welche Weise kann man die notwendigen Kenntnisse erwerben? ...

Natürlich durch das Gehirn! ...

Unser Gewinn steigt in dem Ausmaß, in dem sich die Kapazität und das Niveau, mit dem wir unser Gehirn benutzen und ausnutzen können, ansteigt!...

In diesem Verhältnis steigt unsere Fähigkeit, weitreichend zu denken, in diesem Verhältnis erlangen wir einen objektiven Blickwinkel, in diesem Verhältnis wird unsere Seele gestärkt und in diesem Verhältnis erlangen wir die Gelegenheit, Allah noch besser zu kennen.

Soweit so gut, aber wie erwirken wir diese Entwicklung unseres Gehirns?...

So wie es in unserem Buch „Gebet und Sikir“ ausführlich beschrieben ist, durch die „Sikir“ genannte Aktivität der Rezitation!..

Ja, die Rezitation bildet den Schlüssel zum Erfolg!...

Da ich das System dieses Themas in unserem Buch „Der Mensch und seine Geheimnisse“ sehr ausführlich beschrieben habe, wollen wir dieses Thema hier nur kurz erklären...

Als Erstes versteht man unter Sikir das wiederholte Aufsagen von bestimmten Namen Allahs oder von bestimmten Gebeten...

Die zweite Bedeutung des Sikir ist Erinnerung, Gedenken und in einem bestimmten Zustand verweilen.

In einer noch höheren Dimension versteht man unter dem Sikir, das Befassen mit einem bestimmten Thema, welches einen tiefen und umfassenden Gedankengang nach sich zieht.

Hier sind einige Mahnungen aus dem Heiligen Koran über die Wichtigkeit des Sikir...

« Oh, ihr Gläubigen, lasst nicht zu, dass euer Vermögen oder eure Kinder euch von dem Sikir Allahs abhalten!... Aus diesem Grunde werden diejenigen, welche das Sikir von Allahs Namen vernachlässigen, zu den Benachteiligten gehören!... (63-9)

« Du hast Dies und ihre Väter mit so vielen Wohltaten überhäuft, dass sie darüber von der tiefen Bedeutung deiner Verse abgelenkt wurden... und schließlich haben sie auch das Sikir vergessen!... Sie sind zu einer Volksgruppe geworden, der das Verderben vorbestimmt ist!...» (25-18)

« Wer vor dem Sikir des Allmächtigen die Augen verschließt und den Kopf abwendet, den werden wir dem Teufel(den Geistern) übergeben... Dieser wird fortan sein Freund sein!... Die Teufel und Geister werden ihn von der Wahrheit abbringen... Diese aber glauben immer noch, dass sie auf dem rechten Wege sind!...» (43-36/37)

« Die Teufel (die Geister) haben jene in ihren Bann gezogen und ließen sie sogar das Sikir Allahs (Namen) vergessen!... Diese sind den Teufeln (Geistern) unterworfen!... Diejenigen, welche sich aber dem Teufel anschließen, sind die Verlierer in Person!» (58-19)

Am Sikir mangelt es im allgemeinen allen von uns... Gehirne, welche der Kraft des Sikir entbehren müssen, öffnen sich mit Leichtigkeit für die Einflüsse der Geister...

Der Zustand des Menschen, der mit den Worten „dem Teufel unterworfen sein“ beschrieben wird, erreicht weitaus größere Dimensionen, als man gemeinhin annimmt...

Im Koran wird es folgendermaßen betont, dass ein Großteil der Menschen unter dem Einfluss der Geister steht:

« Oh ihr vom Geschlecht der Geister, ihr habt den größten Teil der Menschen unter euren Einfluss gebracht!...» (6-128)

Der einzige Abwehrmechanismus des Menschen gegen die Geister, die sich heutzutage als Außerirdische dem Menschen präsentieren und gemeinhin als Weltraumgeschöpfe angesehen werden, ist das Sikir!...

Der Koran lehrt uns folgende Gebete, welche als Sikir gegen diese schützen:

Rabbi inni messeniyesch scheytanu binusbin we azab, Rabbi euzü bike min   hemezatisch scheyatiyni we euzü bike Rabbi en yahdurun. We hifsan min külli scheytanin marid. (Sad: 41Mü’minun: 97-98,Saffat:7)

Die Zigarette ist heutzutage eine der beliebtesten Nahrungsmittel der Geister, die deshalb auch nicht von der Seite der Raucher weichen; der einzige Weg, um sich selbst vor ihnen zu schützen, ist Sikir und das Gebet...

Auf diese Weise bildet die Person in ihrem Gehirn einen ein Mikrowellen Schutzschild und kann auf diese Weise die Impulse, die von den Geistern an sein Gehirn gesendet werden, abschwächen oder total unterbinden.

Denn ein Nutzen des Sikir ist es auch, dass sich gemäß des rezitierten Themas, ein vom menschlichen Gehirn ausgestrahlter Schutzmantel um die Person bildet !

Ja, es sollte ein spezielles Ziel des Menschen sein, seine Gehirnkapazität durch das Sikir zu erweitern und dadurch sowohl sich selbst, als auch seine Umgebung besser kennenzulernen... Denn in Ihrem Gehirn sind solch übermächtige Kräfte vorhanden, die Sie sich niemals erträumen können, wir müssen sie nur zu nutzen wissen!...

Denn nur auf diese Art kann der Mensch verstehen, wie sein Wesen gestaltet ist, nach welchem System es funktioniert, welche Eigenschaften in seinem Wesen verborgen sind und wie er diese Eigenarten nutzbringend gebrauchen kann, durch die notwendigen Rezitationen kann er dieses erreichen...

Der „Schleier“ der Konventionen

Wir sollten folgendes wissen:

Das größte Hindernis, welches uns gleich einem Schleier von all unseren Zielen zurückhält, ist die Bindung an die Konventionen!...

Durch die Konventionen verfallen wir in einen Zustand, der dem des Menschen gleicht, der seine Brille auf die Stirn hochgeschoben hat und sein Leben damit verschwendet, seine Brille zu suchen!...

Ja, wir müssen uns bewusst werden, dass die Person Allah nicht wahrnehmen kann, solange sie sich nicht von den übernommenen Konventionen und den, sich aus diesen übernommenen Überlieferungen ergebenden Wertschätzungen, sowie von den, sich aus diesen Wertschätzungen ergebenden Gefühlen befreien kann!

Solange die Person das nicht verwirklicht hat, kann sie ihr „Ich“, ihre Wirklichkeit nicht erfassen und Allah, wie ihn Hazreti Mohammed erläutert, nicht erkennen!...

Auf diese Art wird sie ein Leben lang „Allah“ sagen und bei dem Namen an einen Gott denken, den sie sich gemäß diverser Überlieferungen in ihrem Kopf erdacht hat und vertut somit ihr Leben!...

Die Person, welche Allah, wie Hazreti Mohammed ihn erläutert hat, nicht verstanden hat, wird den Gott, den sie gemäß ihrer Instinkte und Konventionen in ihrem Kopf ersonnen hat, weiterhin Allah nennen und dies wird ihr nichts einbringen... denn...

« Vielgötterei (Schirk) ist zweifellos die größte Grausamkeit!...»

Wenn ein Mensch Allah, wie Hazreti Mohammed ihn erläutert , nicht verstehen und begreifen kann, so wird ihm die Erfahrung des ursprünglichen Bewusstseins, ein Hineinsteigern in die Dimension des kosmischen Bewusstseins und eine Beurteilung der tatsächlichen Werte des Universums für immer verwehrt sein!...

Denn durch den imaginären Gott, den er sich in seinem Kopf geschaffen hat, ist es ihm unmöglich, seinen Kokon zu verlassen und die Wahrheit zu sehen.

Die Befreiung des Menschen aus dem Kokon, den er mit und aus den Konventionen um sich herum gesponnen hat, ist nur dann möglich, wenn das Wissen über die Wahrheit an ihn herangetragen wird und er über diese Wahrheiten tief nachdenkt, um daraufhin danach zu leben!

So wissen wir doch alle, dass die Gesellschaft im allgemeinen nicht in der Lage ist, die Kraft der tiefen Überlegung zu gebrauchen; da sie zum größten Teil zum Auswendiglernen erzogen ist und es darum nicht liebt, über tiefgreifende Themen nachzudenken...

Aus diesem Grunde richtet die Gesellschaft auch ihre Verhaltensweisen nach ihrer Umgebung, das heißt, nach „jedermann“ aus! ...

Was ein Jedermann tut, das wird kopiert und nachgemacht!...

Es ist fast so, als bete man den Götzen „Jedermann“ an!...

Die Person beginnt schon in jungen Jahren zu denken, dass die Erwachsenen alles richtig machen; und sie nimmt deren konventionellen Überlieferungen an und beginnt sie anzuwenden... Auf diese Art übernimmt der Mensch die Wertschätzungen von Anderen und macht sie sich als unanfechtbare Wahrheit zu eigen!...

Durch diese, auf dem Wege der Konventionalisierung angeeigneten Werte und Verhaltensweisen verstrickt sich die Person ganz und gar in Vorstellungen, die im Wiederspruch mit der Wirklichkeit stehen.

Infolgedessen beginnt der Mensch, der in seinem, aus den Fäden seiner Fiktionen gesponnenen Kokon, eingesperrt ist, folgendermaßen zu denken:

„ Warum sollte ich mein ganzes Leben mit der Anbetung Gottes zubringen... Irgendwann tue ich bestimmt etwas Gutes, und Gott wird mir gnädig sein und mich sowieso erretten!...»

Dies sind Vermutungen (Zan), die nicht auf der Wirklichkeit basieren und durch die übernommenen, konventionellen Werte zustande kommen...

Der Heilige Koran warnt jedoch vor den qualvollen Folgen, die ein Festhalten an konventionellen Überlieferungen und Vermutungen(Zan), welche der Wahrheit nicht entsprechen, nach sich ziehen werden:

« Diese sind höchstens an ihre Vermutungen (Zan) und die Befriedigung ihres Ego’s gebunden... Dabei haben wir ihnen doch die Wahrheit mitgeteilt!...» (53-23)

« Diese sind ausschließlich ihrer eigenen Vermutungen verbunden... Diese Vermutungen besitzt aber keine Gültigkeit!...» ( 53-28)

« Eben diese Vermutungen, die ihr euch ersonnen habt, haben euch ins Verderben geführt!... Und ihr gehört zu den Verlierern!... (41-23)

Aus diesem Grund kann uns nichts so sehr schaden, wie diese, nicht der Wahrheit entsprechenden, urteilslos übernommenen Konventionen uns schaden!

Und so machen wir uns unter der, von unserer Umwelt geprägten Annahme, dass wir nur aus Fleisch und Blut bestehen und der Vorstellung eines Gottes im Himmel, auf den Weg, mit unseren körperlichen Wesen den Gott im Himmel anzubeten!...

Diesem Gott zürnen wir, diesen Gott verurteilen wir, diesen Gott kritisieren wir und oftmals beschuldigen wir diesen Gott, zur falschen Zeit, die falschen Dinge zu tun...

Wir bemerken dabei gar nicht, dass es im Himmel gar keinen solchen Gott geben kann!...

Wir beachten die Warnung Hazreti Mohammeds, dass es im Himmel keinen solchen Gott gibt, überhaupt nicht...

Und deshalb fahren wir fort, sehr große Fehler zu begehen, die wir später gewiss nicht wieder wettmachen können...

Doch wenn wir wenigstens so denken könnten...

Was ist der Platz, den ein Mensch auf der Erde einnimmt?...

Stellen wir uns den Platz vor, den ein einziger Mensch auf der Erdoberfläche einnimmt... und gäbe es einen Gott, der so groß wie diese Welt wäre; inwieweit fällt der Platz dieses Menschen ins Gewicht?...

Danach stellen Sie sich die Sonne vor, die 1313000 mal größer als die Erde ist. Wie nimmt sich neben ihr die Größe der Erde aus?...

Was ist die Größe eines Menschen neben der Sonne, die 1313000 mal größer ist als die Erde?... Es ist in etwa das Verhältnis eines Zellchromosomen zum menschlichen Körper!...

Oder, was ist die Sonne im Vergleich mit der Galaxie, die alleine 400 Milliarden Sonnen enthält?

Und wenn diese Galaxie, die mit ihren 400 Milliarden Sonnen unvorstellbar groß ist, ein Gott wäre, was wäre die Sonne im Vergleich zu seiner Größe?...

Und lassen Sie uns überlegen, was wäre, wenn die Sonne diesen Gott anbeten, ihn loben und preisen würde; was wäre wenn sie ihn ablehnen, ihm zürnen, ihn verfluchen würde?!!!...

Ja, und was wäre dann neben diesem, in der Größe einer Galaxie erdachten Gott, der Platz eines Menschen?...

Überdenken Sie dieses wahrhaftig einmal!...

Wenn wir diese Angelegenheit wirklich begriffen haben, dann werden wir feststellen, dass die vom Islam vorgeschlagenen, Ibadet genannten Handlungen nicht dazu gedacht sein können, einen Gott da draußen anzubeten oder die Gewogenheit dieses Gottes zu erlangen!...

So haben wir es eigentlich auch von den Alten gehört:

«Allah bedarf deiner Ibadet genannten Aktivitäten nicht!... Du musst diese für dich selbst, für deine eigene Zukunft verrichten!...»

 

Ja, Allah braucht dein Ibadet nicht, du brauchst es selber!...

Denn wenn wir diesen Aktivitäten des Ibadet nicht genug Wert beimessen, bestrafen wir unser eigenes „Selbst“ (Nefs), indem wir ihm das Erlangen von unzähligen Besonderheiten und Kräften versagen.

Es hängt von deinen eigenen Handlungen ab, ob du die wahre Gestalt deines „Selbst“ und die darin enthaltenen, unzähligen Eigenschaften erkennen kannst und ob du deine Seele ins Paradies geleitest!...

Diese Handlungen musst du für dich selbst zu deinem eigenen Nutzen ausführen...

Wenn du diese Handlungen nicht ausführst, wirst du das Wesen sein, dem du schadest!... Denn außerhalb von dir, im Jenseits existiert kein Gott!... Und du sollst diese Handlungen ja nicht zu „seinem“ Gefallen tun.

Hier müssen wir folgendes genau beachten:

Wenn du sagst und verstehst, dass es im Jenseits keinen Gott gibt und deshalb das Beten aufgibst, stehst du vor einem großen Verlust!...

Denn deine Gebete und Ibadet genannten Aktivitäten haben in Wirklichkeit einen sehr großen Nutzen für deine Zukunft. Sie dürfen nicht vernachlässigt werden!...

Hier verstehst du etwas falsch... du vermutest, dass die Ibadet genannten Handlungen dazu dienen, diesem Gott zu gefallen zu sein... Dabei sind diese Handlungen nicht für einen Gott außerhalb von dir, im Jenseits bestimmt, sondern ganz allein auf deine Zukunft ausgerichtet! ...

Die Handlungen sind das Spiegelbild der Person

Wir müssen mit Bestimmtheit wissen...

Allah hat weder einen Bedarf an deinem Ibadet, noch bedarf Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, dass du ihm glaubst!...

Dies wollen wir mit einem Beispiel verdeutlichen...

Du bist mit einem Passagierschiff unterwegs...

Du hast dich mit dem Kapitän gut angefreundet... Aber während der Reise kollidiert das Schiff mit einem Eisberg und gerät in Seenot. Der Kapitän annonciert daraufhin folgendes:

- Unser Schiff ist am Sinken!... Besorgen Sie sich alle dringend eine Schwimmweste oder einen Rettungsring!

Ein Teil der Passagiere befolgt sofort die Anweisung und versorgt sich mit Schwimmwesten oder Rettungsringen.

Einer aber meint:

- Ich vertraue dem Kapitän, ich liebe ihn!...Aber er sucht nicht nach einer Schwimmweste und nimmt auch keinen Rettungsring.

Da geht das Schiff mit allem unter und dieser Passagier findet sich im Wasser wieder!.. Er ist am Ertrinken... Er taucht unter und kommt wieder an die Oberfläche des Wassers!... Dabei ruft er dem Meer zu:

- He Meer, du sollst mich nicht ertränken!... Ich habe dem Kapitän vertraut und an ihn geglaubt und ich liebe ihn sehr!...

Das Meer antwortet:

Hier hat dir der Glaube an den Kapitän nicht geholfen, wenn du seine Anweisungen befolgt hättest, hätte es dir geholfen. Der Glauben an den Kapitän hätte dir an Bord des Schiffes genutzt...

Hier ist der Ort, wo du die Resultate für deine Handlungen erhältst, hier wird nicht darüber diskutiert, ob du an den Kapitän geglaubt hast oder nicht!...

Wenn du wirklich an den Kapitän geglaubt hättest, ihn geliebt hättest, hättest du auf dem Schiff seine Anweisungen befolgt und befändest dich nicht in dieser Lage!...

Die Menschen unserer Tage sagen leider auch mit großer Unwissenheit:

« Ich glaube an Allah und seinen Propheten»... Aber sie verrichten keine diesbezüglichen Handlungen!...

Sie finden es noch nicht einmal nötig, dieses Thema zu untersuchen!... Dabei wird von ihnen nicht das Bekenntnis erwartet:« Ich glaube»!...

Weder Allah, noch sein Rasul bedarf dieses Glaubens!...

Aber für die Menschen besteht eine unbedingte Notwendigkeit, verschiedene Handlungen gemäß den Weisungen des Rasul Allahs durchzuführen, damit sie bestimmte Energien und Kräfte entwickeln und sammeln können...

Damit sie sich in der Umgebung, in die sie kommen werden, durch die Eigenschaften und Kräfte, welche sie erlangt haben, selbst vor bestimmten Qualen und Peinigungen schützen können!...

Denn wenn du bestimmte Handlungen tust, weil du dem Rasul Allahs Glauben geschenkt hast und dich an den Weg gehalten hast, den er gewiesen hat und du bei dir selbst durch diese Handlungen, diese Kräfte mobilisierst, dann kannst du dich selbst vor dem Ort, der Hölle genannt wird, beschützen!

Aber wie sehr du auch beteuern magst, dass du glaubst, wenn du den Weg trotzdem nicht beschreitest, den dir der Rasul Allahs zeigt und keine der erforderlichen Handlungen tust, dann wirst du dich selbst, da du die notwendigen Handlungen nicht tust, in die Hölle befördern, da dir die zur Rettung notwendigen Kräfte und Besonderheiten fehlen!...

« Für jeden gibt es eine Grad gemäß seiner Handlungen. Es wird keinem Unrecht widerfahren, jeder erhält den Gegenwert seiner Handlungen!» (46-19)

 

« Dies ist der Lohn für deine Handlungen. Allah ist gegenüber seinen Geschöpfen nicht ungerecht!»

(20-10)

 

Demnach solltest du deinen Verstand zusammennehmen, dich nicht selbst benachteiligen, und den Schatz, der dir mit deinem Gehirn gegeben ist, deine Energie, dein Leben nicht mit Dingen vergeuden, die du, wenn du den Tod zu schmecken bekommst, auf dieser Erde zurücklassen musst und dir in der Umgebung, in die du gehen wirst, nichts nutzen werden!...

Der Koranvers... « Es ist ohne Zweifel, dass Allah die Vergeuder nicht liebt» meint nicht diejenigen, die 3-4 Mark verplempern!... Er meint diejenigen, welche ihr Selbst (Nefs) vergeuden!

Es wird gesagt, dass du die „göttlichen“ Eigenschaften und Kräfte, welche aufgrund deines „Stattaltertums“ in deiner Seele, in deinem Selbst enthalten sind, nicht durch unsachgemäßen Gebrauch „vergeuden“ sollst.

So sind auch die im Koran an mehreren Stellen vorhandenen Bekenntnisse verschiedener Propheten in dieser Art zu verstehen:

«Ich habe gegen meine Seele gesündigt» und sollen folgendes aussagen:

« Ich habe die in meinem Selbst enthaltenen Besonderheiten als Statthalter Allahs nicht gründlich erkannt und habe deshalb mein eigenes „Selbst“ benachteiligt!»

Was passiert schon, wenn du die Dinge, die du sowieso auf der Erde zurücklassen wirst, eine Weile bevor du gehst, verschwendest oder nicht verschwendest? !...

Aber wenn du die Dinge, die in der Ewigkeit für dich von Nöten sind und die du niemals wieder ersetzen kannst, verschwendest, dann benachteiligst du dich in einem solchen Ausmaß selbst, dass die unermesslich große Reue, welche dies auslösen wird, hier niemals beschrieben werden kann.

Wenn du dein Selbst, was dir im Jenseits geradezu „göttliche“ Kräfte und Leben verleihen wird, nicht gründlich erkennst, so wird dir das nicht endenden Schaden zufügen.

 

Die Tatsachen des Jenseits unterscheiden sich grundlegend von den weltlichen Gegebenheiten!...

Um den Unterschied im Zeitbegriff zu demonstrieren, wollen wir ein einfaches Beispiel aufführen...

Eine Umdrehung um die eigene Achse der Sonne dauert 255 Millionen Jahre!... Können wir uns vorstellen, was das bedeutet?...

In der Lebensdimension nach dem Tode dauert ein Tag 1000 Erdenjahre, der Koran beschreibt dies folgendermaßen:

« Ein Tag deines Herrn ist gleich tausend solcher Jahre, wie ihr sie zählt.» (22-47)

 

« Sie werden untereinander sagen, dass sie höchstens 10 Tage in ihrem Grab gelegen haben.» (20-103)

 

Aber vielleicht wird alleine das bewusste Leben im Grab Millionen und Abermillionen von Jahren andauern. Der Weg über die Brücke zum Paradies wird alleine 3000 Jahre andauern!...wie Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, berichtet.

3000 Jahre, von denen 1 Tag so lange wie 1000 Erdenjahre sind!...

Ja, der Weg auf der Brücke ins Paradies, den die frei gewordenen Seelen am Auferstehungstag beginnen, um sich vor der Anziehungskraft der Sonne befreiend, ins Paradies zu gelangen, wird eine solch lange Zeit andauern!... Diese 3000 Jahre welche Dimension!... Und unsere Zeitrechnung wird ganz aufgehoben werden!...

 

Wie viel Zeit wird noch bis zum Jüngsten-Tag vergehen? Wie viele Jahrmillionen oder Jahrmilliarden wird das bewusste Leben derjenigen, die den Tod geschmeckt haben, im Grab andauern?...

Wie viele Jahrmilliarden wird es dauern, bis die Erde durch die Hitze der Hölle schmilzt und flach wie ein Tablett wird?...

Und wie viele hundert Millionen Jahre wird die Flucht der darauf versammelten Menschen über die Brücke ins Paradies dauern?...

Und endlich, wie viele Millionen und Abermillionen von Jahren wird das Ewige Leben umschließen?...

Überlegen Sie, alle diese Phasen müssen wir alleine durchleben.

Eine Zeitspanne, die Milliarden von Jahren erreichen wird, werden wir lebendig und vollbewusst im Grab gefangen sein, Sie werden beobachten können, wie die Tiere ihren Körper auffressen...

Außerdem werden Sie den schmerzlichen Verlust all jener Dinge erleben, die Ihnen auf der Erde lieb und teuer waren... und dies ist eine Qual, die bis zum Jüngsten-Tag andauern wird!...

Und Sie werden schon vorher mit ansehen, was am Jüngsten-Tag auf Sie zukommen wird!...

Das ist nur die Seite, die Sie im Grab erwartet... Auf die darauffolgenden Stufen möchte ich hier nicht eingehen. Derjenige, welcher den Wunsch verspürt, sich über die nachfolgenden Abschnitte zu informieren, können in den verschiedenen Hadis Büchern mehr darüber erfahren.

Das bedeutet, der Mensch bereitet durch seine Handlungen auf dieser Welt, seine Geschicke der Zukunft vor!...

Entweder wir halten uns diese Tatsache vor Augen und richten unser weltliches Leben bewusst danach ein, indem wir unser Gedankensystem und unser Leben danach richten oder wir lassen dies alles links liegen und vergeuden unser Leben mit den Freuden und Schmerzen dieser Welt...

Und dieses Letztere kann nur den einen Grund haben, nämlich, dass wir Allah, so wie ihn Hazreti Mohammed verkündet hat, nicht verstanden haben.

Wenn wir uns aber aufrichtig auf das Leben nach dem Tod vorbereiten wollen, dann müssen wir die Sache bei Allah beginnen und vor allem lernen, was der Begriff Allah meint!... Der allgemein verbreitete Zustand, den imaginären Gott seiner Vorstellung Allah zu nennen, ist das Fundament, der Auslöser aller falschen Handlungen ist.

« Hast du diejenigen gesehen, die ihr Traumbild zu ihrem Gott erkoren haben!...» (25-43)

Wenn ein durch Nachahmung angenommener Gott den Grundstein zu unserem Religionsverständnis bildet, so führt das zumeist zu Auflehnung oder Ablehnung und den Verfall in eine falsche Religionshaltung und im Endeffekt geben wir einfach alles auf.

Doch wenn wir die Bedeutung der Einheit Allahs verstehen können, begreifen, dass es keinen Gott im Himmel gibt und einsehen, dass ein jeder den Lohn für seine Handlungen erhält, dann wird sich unweigerlich unser ganzes Leben ändern!...

Bevor ich nun dieses Buch beschließe, in dem ich von der Einheit Allahs und den daraus resultierenden Ergebnissen berichtet habe, möchte ich kurz noch ein Thema anschneiden...

 

Die Einheit des Körpers oder das Wahrnehmen(Schuhud) der Einheit

Wenn das Thema auf die Einheit des Körpers (Wahdet-i Wücud) oder das Wahrnehmen der Einheit(Wahdet-i Schuhud) kommt, haben sich die islamischen Gelehrten von Zeit zu Zeit auf große Diskussionen eingelassen...

Alle Heiligen sind sich beim Thema der Einheit Allahs einig...

Sogar Ubeydullah Ahrar vom Orden der Nakschibendi sagte:

« Das Ziel der Mystik ist die Erörterung des Körpers» und meinte damit, dass alle Aktivitäten der Mystik darauf hinausgehen, die Einheit Allahs zu begreifen.

Die Annahme, dass es zwei unterschiedliche Wege gibt, diese Einheit zu erkennen, hat leider zu einer Spaltung der Unsachkundigen dieses Themas geführt; und auch die Ewliya genannten Sachkundigen beurteilen dieses Thema gemäß dem Rang und dem Zustand, den sie erreicht haben.

Das von Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, zum Thema der Einheit Allahs verkündete Wissen breitete sich wellenförmig von Hz. Ali und Hz. Ebu Bekir an die nachfolgenden „Ewliyaullah“ aus und wurde schließlich von Imam GAZALI und Muhyiddin A’rabî als Verständnis der Einheit unter „der Einheit des Körpers“(Wahdet-i Wücud) schematisiert...

Allerdings führte mit der Zeit, verschiedentlich falsches Verstehen zu Fehlinterpretationen „der Einheit“ z.B. in dieser Form...

« Das Vorhandene ist Allah; Allah ist die Summe aller Existenzen, die du sehen kannst»

...und bildet damit eine weit von der Wahrheit entfernte Auslegung!...

 

Daraufhin wurde das Thema, 1000 Jahre nach der Hedschra des Rasul Allahs, von Ahmed Faruk Serhendi neu aufgegriffen und die Wahrheit der „Einheit des Körpers“ (Wahdet-i Wücud) von dem materiellen Aspekt «alles Existierende ist Allah» befreit und zu folgender Aussage geformt:

« Es existiert ausschließlich Allah, alles andere ist höchstens sein Schatten», nichts besitzt einen eigenen, speziellen Körper...

Wenn man dies noch etwas offener auslegen will...

Die Ansicht, der „Einheit Allahs“, welche gemäß dem Heiligen Koran und unzähligen Überlieferungen (Hadis) vertreten wird, besagt, dass alles, was existiert in Wahrheit nichts anderes als die Gestalt des Einzigen, Wahrhaftigen (Hak) ist!...

Es gibt überhaupt nur eine Existenz!...

Allerdings bringt diese eine Existenz, jeden Augenblick eine neue Realität der äußere Gestalt verbunden mit einer neuen Erscheinungsform seiner Besonderheiten hervor.

In der Welt der Wesen regiert ein einziges Wissen, ein einziger Wille, eine einzige Allmacht und eine einzige Existenz!...

Es gibt keine zwei Existenzen in Form des Wesens Allahs und daneben die Existenz des Universums!...

Der Grund für die Annahme der Vielfalt liegt darin, dass alle geistigen Wesen so erschaffen sind, dass ihnen „ihr Selbst“ verschleiert ist, damit sie ihren Schöpfungsauftrag erfüllen können!...

Wäre bei den geistigen Wesen keine derartige Verschleierung vorhanden, dann wäre sich jedes intelligente Wesen seines eigenen „Seins“ seines Kernpunktes bewusst und es hätten sich viele Existenzen der vielfältigen Ansicht und der Lebensvielfalt nicht bilden können.

Nachdem die „Einheit des Körpers“ über Jahrhunderte hinweg eine derartige Wahrheit darstellte, interpretierte Anfang des 1000.Jahres der Hedschra Ahmet Faruk Serhendi, der unter dem Namen Imam-i Rabbanî bekannt ist, dieses Thema neu...

Es gibt eine einzige Existenz, allerdings... ist die Existenz, die wir sehen und kennen, ein Schatten (Zill) !...

Mit dem Wort „ZILL“, was Serhendi hier benutzt, möchte er eigentlich ausdrücken, dass die sichtbare Existenz im Bezug zur eigentlichen Existenz nur Schatten und Phantasie sind...

Die eigentliche Existenz (Zat) ist frei und erhaben über eine Verkörperung!...

So haben wir vorhin bei der Erläuterung der IHLAS Sure betont, dass Allah Ahad ist, von seiner Existenz her einzig ist, so dass eine Überlegung darüber unnötig ist!...

Aus diesem Grunde warnte auch Hazreti Mohammed, Friede sei mit ihm, die Fachkundigen dieses Themas folgendermaßen:

„Denkt nicht über das Wesen Allahs nach!“...

Wir sollten diese Weisung nicht falsch verstehen! ... Er meint damit, man kann darüber nachdenken, aber ihr sollt es nicht tun!...

Solche Überlegungen sind undenkbar!...

Derartigen Überlegungen werden gewiss ihr Ziel verfehlen und uns im Endeffekt an einem falschen Punkt führen!... Deshalb warnt er uns davor, unsere Zeit mit solch unmöglichen Überlegungen zu verschwenden!

Warum diese Überlegung nicht möglich ist, können wir sehr vereinfacht mit einem Beispiel erklären...

Sie besitzen sehr viele Eigenschaften, die man mit verschiedenen Namen benennt... Von wem gehören diese Eigenschaften?...Natürlich Ihnen!... Gut, und wer sind Sie?... Ein lebendiges, bewusstes, denkendes Wesen, welches seine Wünsche in Tatkraft umsetzt, also aus dem Gedanken heraus zur Handlung schreitet!... Auch gut, und wer ist Besitzer dieser Eigenschaften?... Sie werden mit „Ich“ antworten... Aber was ist das „Ich“?...

Eben an diesem Punkt müssen Sie zurückkehren, ob Sie wollen oder nicht!... So wie ein Gegenstand, der an einem Gummiband befestigt ist, der,wenn man ihn wegschleudert, sich zunächst, soweit die Elastizität des Bandes es zulässt, entfernt, um dann an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren.

So müssen Sie nach dem „Ich“, welches Sie mit verschiedenen Eigenschaften beschreiben, wieder zu dem Ursprung dieser Eigenschaften zurückkehren. Denn immer wenn Sie die Existenz, die Sie mit „Ich“ bezeichnen zu beschreiben beginnen, müssen Sie diese mit immer neuen Eigenarten oder Merkmalen beschreiben und dieser Zustand wird in der Sprache der Mystik als Rückkehr von dem Grad der Existenz zu dem Grad der Eigenschaften bezeichnet.

Darum ist es unmöglich, über das Wesen Allahs nachzudenken!

Aus diesem Grunde bezeugt Allah, der Ahad ist, die Tatsache, dass außer Hu kein Wesen existiert, selbst...

« Schehidallahu enne Hu lâ ilâhe illâ Hu...» (3-18)

« Allah selbst bezeugt, dass es keinen Gott gibt, ausschließlich „HU“ existiert!» (3-18)

 

« Vel melâiketu ve ulûl ilim»

« Und die Engel und alle Vernunft bezeugen dies!»

Hier ist ein Punkt, den wir ganz besonders betonen möchten! ...

Es ist ein vollkommen falscher Weg, zuerst die Wesen, die Existenz, das Weltall, die Kosmen zu erforschen, um daraufhin Allah erkennen zu können!...

Dieser Weg „vom Geschöpf zum Schöpfer“, wie die Alten sagten, ist ein überaus langer und verschlungener Weg, der gefährlich ist und einem Labyrinth gleicht!... Wer sich auf diesen Weg wagt, kann sich kaum mehr daraus befreien!

Die Worte Allahs haben kein Ende!... Die mit den Namen Allahs beschriebenen Eigenschaften sind endlos!...

Die Schöpfungen, welche sich aus der Betrachtung dieser Eigenschaften entwickeln, sind unendlich!...

Als Folgerung ergibt sich daraus, dass die Welten kein Ende haben!...

Die Annahme eines Endes der Welten ist eine relative Entscheidung der Existenz!...

Das Wissen von „Zahir“ und „Batin“ reichen nicht aus, diese Wahrheit zu erfassen und sie zu leben...

Das Wissen welches auf unseren fünf Sinnen beruht und „Zahir Wissen“ genannt wird, auch die Onomantie zählt zu diesem Wissen und das Wissen „Batin Wissen“, das eine Wissenschaft jenseits unserer fünf Sinne ist, auch gefühlsmäßige Wahrnehmung und Verbindung zur geistigen Welt zählen zu dieser Sparte, reichen nicht aus, um die Wahrheit zu leben und Allah zu erkennen!...

Die Wahrheit zu leben ist nur durch das Bewusstsein Allahs- „Ilmi ledün“ möglich!...

Denn die Verifikation „der Eigenschaften Allahs“ ist nur mit dem Bewusstsein Allahs möglich!...

Wenn wir dieses mit der Sprache der Mystik ausdrücken wollen:

Das Hauptziel ist die eigene Erkenntnis, in der Dimension der Namen, in der Dimension der Eigenschaften und in der Dimension der Existenz und dies ist nur möglich, wenn man den Zielpunkt kennt und vor Augen hat und dementsprechend lebt.

Deshalb besteht das erste Ziel darin, zu erfahren, was Allah ist und dieses auch zu verstehen!...

Der Weg wird außerordentlich abgekürzt, wenn man ihn bei Allah beginnt, mit Allah begeht und sich zu Allah führen lässt!...

Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass es nicht unser Hauptziel ist, durch die Erkenntnis der Welten Allah zu erreichen, sondern durch die Erkenntnis Allahs die Welten zu betrachten!

Sonst werden wir unser ganzes Leben in den Welten zubringen und am Ende die Hindernisse nicht bewältigen können und als „Verschleierte“ aus diesem Weltenleben scheiden!...

Möge es uns durch Allahs Führung beschieden sein, stets im Nachdenken zu leben, uns aus den Vermutungen zu befreien, die Wahrheit zu erfassen und die Wirklichkeit Allahs und seine Eigenschaften zu realisieren.

 

AHMED HULUSI

14.Sept. 1989

ANTALYA