Die falsch verstandene Religion

 AHMED HULUSI

 Übersetzung von Susanne Öz

 

VORWORT

 

Werte Freunde...

Nach dem was Allah mir, seinem demütigen Diener (Fakir) zu verstehen gegeben hat...

 

Wird unser heiliges Buch der Koran, der Rasul Allahs und der Islam heutzutage von der breiten Masse fehlinterpretiert.

Und diesen unseren Fehler bemerken wir nicht, da wir alle Themen isoliert behandeln und die gegebenen Tatsachen nicht systematisch im Verbund betrachten! ...

 

An diesem Punkt unterscheidet sich der Denker von anderen Menschen.

Für einen Denker gibt es kein isoliert betrachtbares Objekt! ...Es ist unerlässlich, dass ein Objekt im Zusammenhang mit den benachbarten Themen, mit denen es in Verbindung steht, zu untersuchen und zu bewerten.

 

 

SYSTEMATISCHES DENKEN

 

 

Werte Freunde...

Nach dem was Allah mir, seinem demütigen Diener (Fakir) zu verstehen gegeben hat...

 

Wird unser heiliges Buch der Koran, der Rasul Allahs und der Islam heutzutage von der breiten Masse fehlinterpretiert.

Und diesen unseren Fehler bemerken wir nicht, da wir alle Themen isoliert behandeln und die gegebenen Tatsachen nicht systematisch im Verbund betrachten! ...

 

An diesem Punkt unterscheidet sich der Denker von anderen Menschen.

Für einen Denker gibt es kein isoliert betachtbares Objekt! ...Es ist unerlässlich, dass ein Objekt im Zusammenhang mit den benachbarten Themen, mit denen es in Verbindung steht, zu untersuchen und zu bewerten.

Gleich einem Puzzle, bei dem nach dem Zusammenfügen der einzelnen Teile ein einziges Bild entsteht.

Für diejenigen, welche nicht zu den Denkern gehören, gleich mit welchem Titel sie sich schmücken, ist es das Wichtigste, die hundert oder tausend Einzelteile, welche das eine Bild zustande bringen, in einer Schachtel zu horten! Sie geben sich mit den kleinen Teilstücken zufrieden und es kommt vor, dass sie diejenigen, die von dem einem Bild sprechen, welches durch die Zusammensetzung der Teilstücke entsteht, der Ketzerei beschuldigen!

Die wenig Überlegenden, welche das unzusammenhängende Aneinanderreihen der verschiedenen Teilstücke falsch finden, beschuldigen unterdessen das Bild... sagen was für ein Unfug, das ergibt keinen Sinn, da sie das Puzzle was sie in Händen halten nicht auswerten können!

 

Die Religion spricht zwei Gruppen von Gläubigen an...

1.     Die begrenzt Verständigen, welche sich ohne zu verstehen aus Angst daran festklammern, in

      der Hoffnung errettet zu werden...

2.     Denkende Besitzer eines Gehirnes, welche die Religion durch Verstehen bewerten möchten...

 

Denkende Gehirne versuchen den Koran und den Rasul Allahs nicht unter den Aspekten der Zeit, in denen sie erschienen sind, sondern in der zeitlosen, kosmischen Dimension zu erfassen, welche nicht nur  unsere heutige Zeit anspricht, sondern noch in 1000 Jahren ihre Gültigkeit haben wird...

 

Sie verstehen ein Wort nicht förmlich oder nur gemäß dem Gebrauch in der Zeit, in dem es erschienen ist, sondern bewerten es so, wie es in allen Lebenslagen zu verstehen sein sollte...

 

Sie versuchen den „Geist“ des Koranverses oder des übermittelten Wortes zu ermitteln... Sie ermitteln, zu welchem Zweck, aus welchem Grund dieser Koranvers gekommen ist oder dieses Wort gesagt wurde...

Eben diese Untersuchungen führen die denkenden Gehirne zum „Geist“ des Korans und zur Wahrheit des Rasul`s...

Und infolge dessen...

Erfahren Sie die Wahrheit: „Die Religion aus Allahs Sicht ist der ISLAM!”

Möge uns Allah allen die Fähigkeit geben, die Religion aus Hu‘s Sicht, den ISLAM zu erfassen und uns selbst von unseren unproduktiven Bewertungen zu befreien.

 

AHMED HULUSI

6.4.1999

Raleigh, NC – USA

http://www.ahmedhulusi.com

http://www.allah-sufism-islam.com

                                                                                                           

 

 

WAS IST NUN RICHTIG?

 

Wenn auch das Ergebnis, welches sie ertragen müssen das gleiche sein wird, so ist es nicht das Gleiche, wenn ein Araber und ein Nichtaraber den Rasul Allahs und den Koran verleugnen.

Ein Araber kann das Wissen, welches ihm in seiner eigenen Sprache übermittelt wurde, aus seinem eigenen, begrenzten Beurteilungsvermögen heraus ablehnen.

Ein Nichtaraber indessen, welcher an dieses Wissen nur über die Übersetzung eines Anderen herankommt, kann die Auffassung des Übersetzers teilen oder zurückweisen...

Außerdem...

Wenn Sie die Klagen einiger Kolumnisten verschiedener Zeitungen in den letzten Tagen beachtet haben, werden Sie den Stand des Begriffsvermögens unseres Volkes ein wenig kennengelernt haben. Einige behaupten, dass 70% unseres Volkes begriffsstutzig sind, andere setzen diesen Wert noch höher an...

Wie verlässlich ist das „überlieferte Wissen in einer Population, deren Begriffsvermögen begrenzt oder nicht vorhanden ist, die nicht die Fähigkeit zu umfassendem, tiefen Denken besitzt, die mit der Mentalität des Auswendiglernens herangebildet wurde und in der es genügt, die Worte dieses oder jenes zu zitieren um als „Weiser“ oder „Gelehrter“ zu gelten?

Wie groß kann das „Wissen“ derjenigen sein, die, wenn es ihnen genehm ist, ihre Reden gemäß dem Fetwa (einem auf Auslegung beruhendem Urteil) von diesem oder jenem ausrichten und wenn sie keine Antwort finden, ihre Unbildung hinter dem Satz „das weis Allah“ zu verstecken suchen und denen die Fähigkeit zum systematischen Überlegen fehlt?

Inwieweit kann man mit der Wiederholung des Gestrigen, das Morgige ansprechen?

Die „muselmanische Religion“ offenbart sich heute als eine Wiederholung der alten Klischees,  mit dem Verständnis, durch Führungsgeschick „die Weisungen Gottes mit Gewalt zur Ausführung zu bringen“.

Im Volk bringt ein Sprecher dieses Verständnisses diese folgendermaßen zum Ausdruck:

„Ich habe eine militante Auffassung der Religion.“

Ein Islambasierend auf einer Reihe von Befehlen und Kommandos, Ach?

Wo bleibt da die Bestimmung: „Du sollst Übermitteln, du sollst keinen Zwang auf sie ausüben!“ ?

„Glaube“ Resultiert aus dem Ermessen des Schöpfers!

Die Angebote haben die Aufgabe, das was der Schöpfer zugeteilt hat, zur Erscheinung zu bringen!

Jeder wird in seinem Leben das er noch vor sich hat, bis in alle Ewigkeit, die Folgen seiner vorhergehenden Taten oder seines vorhergehenden Zustandes zu tragen haben!

 

Im System ist die unveränderliche und unumstößliche Ordnung des Schöpfers gültig!

Der Mensch erwirkt für das, was er unterlassen hat, egal aus welchem Grund oder unter welchem Vorwand, niemals eine Gegenleistung.

 

Wenn das so ist, dann müssen wir die „militante“ Einstellung in der Religion beiseite lassen und dringend den tiefen Sinn des Verständnisses von Allahs Rasul begreifen, welches besagt: „Zwingt nicht, übermittelt!“

 

Wir dürfen den Islam nicht aus der Sichtweise von Sekten oder Religionsgemeinschaften betrachten, sondern wir müssen den Blickwinkel suchen, der uns direkt das betrachten lässt, was uns der Rasul Allahs überbracht hat.

 

Wenn ein Mann hergeht und „Gott in Abrede stellt“ dann hat er damit recht! ...

 

Denn dieser Begriffsstutzige lehnt den Gott ab, den er sich selbst eingeredet hat! Das heutige Wissen hat ihn zu der Einsicht gebracht, dass es keinen „Gott“ gibt! ...Von dem, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, hat dieser Mann indessen keine Ahnung, so das man von ihm keine Zustimmung erwarten kann! Denn kein Mensch, der im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist, könnte den, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, in Abrede stellen!

 

Jemand geht her und stellt den „Propheten“ in Abrede! ... Das kann er tun! ...

 

Heute wird jedes denkende Gehirn, welches weder durch Auswendiglernen, Konvention oder irrige Annahme den „Propheten“ anerkennt, einen als „Postboten oder Botschafter“ definierten „Propheten“ ablehnen! ...

Welcher Unterschied besteht hier noch zu einem „galaktischen Botschafter?”

Wenn Du nicht erklären kannst, dass der Rasul Allahs nichts mit einem „Propheten“ des Typs „Postbote- Botschafter“ zu tun hat, oder wenn Du das selbst noch nicht erfasst haben solltest, was kannst Du dann von Deinem Gegenüber erwarten?

 

Als ich letzte Woche die Ansprache beim Freitagsgebet hörte, predigte der, welcher mit dem Titel „Imam“ versehen wurde, von:

„Allah und den Engeln im Himmel...“

Wenn die Religiösen Angelegenheiten von einem Regierungsbehörde geregelt werden, dann bekommt Allah und die Engel natürlich einen Sitz im Himmel! ...

 

Wenn die Sache erst mal so weit gekommen ist, dann werden sich die etwas intelligenteren Menschen, von diesem Unsinn abwenden und werden sich um einen anderen „Imam“ scharen, der mehr Wissen und Denken besitzt!

 

Der Grundfehler ist folgender:

Vorausgesetzt, das keine Religionsfeindlichkeit beabsichtigt ist...

 

Anstelle den Religionsunterricht zu verbieten, sollte man die Menschen über die Tatsachen und Wahrheit der Religion aufklären und sie so vor Fehlern (und Fehlinformationen) schützen.

Es lassen sich keine Probleme aus der Welt schaffen, indem man sagt, das ist „pfui- dreckig“, sondern, das macht dieses Problem erst recht zu einem Gordischen Knoten!

 

Wenn sie neben dem Anprangern der Fehler nicht gleichzeitig die Wahrheit und das Richtige offenbaren können, dann wird man mit Recht an ihren lauteren Absichten zweifeln, man wird sie für unredlich halten und das Wahre in ihren Reden wird dabei untergehen!

Wenn sie Fehler unterbinden wollen, dann eröffnen sie besser die Wahrheit, wenn ihre Wissenskraft dazu ausreicht, als den Fehler direkt zu verbieten!

Ansonsten wird man ihnen das Etikett eines „Faschisten mit demokratischem Anschein“ verpassen!

In den Augen der Denker und zumindest der einigermaßen Intelligenten, ist „Zwang“ nichts anderes als der Beweis für Primitivität, Unbildung und fehlendes Wissen!

 

Wenn sie nicht erklären können, dass jedes Teilchen der Schöpfung aus dem Wissen und der Kraft Allahs entstanden ist, und das der Grund für die Entfaltung des Wissens Allahs beim Menschen, dem laut Koran „Allah näher als seine Halsschlagader ist“, die Eigenschaften des Rasul Allahs sind...

Wenn Sie nicht verstanden haben, dass das was als Existenz der Engel bezeichnet wird, eine Dimension bildet, welche in Wahrheit aufgrund ihrer Eigenschaften des Wissens - und der Kraft Allahs, jedes Atom zustande bringt und so die Ursprüngliche Dimension alles Existierenden bildet...

Wenn sie noch nicht erkannt haben, dass der Koran, das zu lesende Buch oder auch „ümmül Kitap“- „die Mutter der Bücher“ genannt, eine Gebrauchsanweisung und ein Ratgeber für das Leben darstellt, zur Dechiffrierung des, von dem mit dem Namen Allah bezeichneten, erschaffenen System und seiner Ordnung dient; in dem sich Allah selbst bekannt macht und Lösungen zu Problemen bietet...

Dann könnte ihre Sache wahrhaftig schwer für Sie werden!

In diesem Falle werden Sie in der „moslemischen Religion“, in der Sie ihre Zuflucht suchen, auf verschiedene Ungereimtheiten und Probleme stoßen; entweder Sie werden aus Angst vor der“ Strafe und dem Feuer“ das Denken aufgeben und alles so annehmen wie man es Ihnen erzählt, oder aber Sie werden vielleicht gezwungen sein aus diesem Grunde alles abzulehnen!

 

Sollte aber diese Ablehnung nicht dazu führen, die Wirklichkeit zu erforschen, dann werden Sie unwiderruflich mit der Rechnung konfrontiert werden und die Ausrede, „das hat mir niemand gesagt“ wird nicht gültig sein! .

Sind Sie so blind, nicht zu erkennen, dass in der Natur des Schöpfers keinen Platz für Entschuldigungen gibt?

 

AHMED HÛLUSI

New Jersey - USA

 

 

 

Kapittel1

 

DIE RELIGION

 

 

„Der Beginn aller Wissenschaften ist das Wissen um ALLAH,

Das Wissen desjenigen, der Allah nicht kennt, ist vergebliche Mühe.“

A.H.

 

 

Wann willst Du Aufwachen?

 

Diese Schriften sind „die Stimme des Systems“...

 

Natürlich werden Personen, welche das System nicht „lesen“ können, sowie diejenigen, deren Gehirne durch ein Verständnis, basierend auf den unzureichenden Beurteilungen alter Zeiten blockiert sind, ihre Schwierigkeiten beim Verstehen einiger dieser Texte haben.

 

Außerdem habe ich schon an einigen Stellen betont, dass der größte Teil meiner Schreiben für die kommenden Generationen geschrieben wurde... die Hälfte, des von mir Geschriebenen, kommt den heute lebenden Menschen zu schwer und tiefgründig vor!

 

Ich kann den Gehirnen, welche von den Befehlen und Erlassen in einem ledergebundenen Buch sprechen, dass ein Gott, den sie sich in ihren Gedanken erdacht haben, durch einen „Postboten“ übermitteln ließ, nur den Vorschlag machen ruhig zu bleiben! ...

 

Was meinen Sie wollte der Rasul Allahs mit seiner Warnung sagen, dass.. „In den letzten Tagen dieser Welt unter den tausend Menschen die eine Moschee füllen nicht ein einziger Gläubiger zu finden sei?“

 

Ich erwarte sowieso nichts von denen, deren Handlungen auf Nachahmung basieren und ihr Leben mit Reden über den Sufismus „dieser sagte – und jener hat gesagt“ zubringen!

 

Es ist schon Jahre her, dass ich davon Abstand genommen habe in die „Arena des Sufismus“ zu treten, welche mit den folgenden Worten beschrieben wird:

 

„Wenn du nicht Gewillt bist deinen Kopf und dein Leben einzusetzen;

Dann halte dich fern, tritt nicht in die Arena!“

 

Denn ich habe gesehen, wie diejenigen, welche es wagten ihren Kopf hervorzustrecken, danach Hals über Kopf flüchteten, von ihrem Gott und seinem Postboten Beistand erwarteten und in Bräuchen und fadenscheinigen Regeln Stütze und Trost suchten!

 

„Ich habe so viele verwüstete Gärten gesehen!“

 

In dieser Zeit wurde mir klar, das dies nicht der Zeitpunkt dafür ist, mit heldenhaftem Auftreten über den Sufismus zu sprechen, sondern es vielmehr an der Zeit ist, den Glauben zu retten!

 

Die Engel im Himmel, der Teufel auf der Erde, an der Tür der Bote mit dem Buch in der Hand, geschickt von einem Gott in irgendeiner Ecke der Galaxie! ... Auf der einen Seite der Galaxie ist das Paradies und auf der anderen die Hölle!!!

 

Unter diesem Verständnis mutierte die „Religion Islam“ und wird als „moslemische Religion“ wahrgenommen und akzeptiert!

 

Die Religion ist zu einer Ware verkommen, die von der Autorität religiöser Männer vermarktet wird!

 

Religiöse Deklarationen (Fetwa) haben den gleichen Stellenwert erlangt wie Verse des Korans oder die Worte des Rasul Allahs und sind in die neue „moslemische Religion“ eingegangen!

 

Diejenigen, welche diese religiösen Deklarationen und die Ansichten ihrer Urheber nicht teilen, werden als Ungläubige (Kafir) oder Ketzer (Sindik) verschrien! Sie werden aus der „moslemischen Religion“ ausgestoßen... Elhamdulillahi!

 

Die führenden Personen im Sufismus werden regelrecht vergöttert, ihre Aussagen werden noch vor die Koranverse und die Aussprüche des Rasul Allahs gestellt!

 

Es hat sich ein neuer Religionsbegriff etabliert, welcher auf nachfolgendem Verständnis beruht: ...

„Mein Scheich ist größer als dein Scheich und schlägt den deinen“...

 

„Mein Orden (Tarikat) ist deinem Orden überlegen“...

 

„Meine Religion ist erhabener als deine Religion“...

 

„Meine Hosen(!) sind vorschriftsmäßiger als deine“...

 

Wer Informationen anhäuft spielt sich als Scheich (Oberhaupt eines Ordens) auf und die Umgebung beginnt ihn als „Besitzer des Wissens“(Irfan ehli) zu behandeln...

 

Die Vorbedingung der „moslemischen Religion“ ist entweder, das Tragen einer Pluderhose oder eines Schleiers!

 

Bei diesem neuen Religionsverständnis ist es nicht wichtig, was man glaubt oder warum man glaubt... Es genügt der breiten Masse der Anhängerschaft dieses neuen Religionsverständnisses, fünf mal am Tag vor Gott Gymnastikübungen abzuhalten, zu bestimmten Stunden ohne Nahrung zu bleiben, unter Beibehaltung von Tratsch, Klatsch und übler Nachrede und somit den Magen mit rohem Fleisch zu füllen, die alten, überflüssigen Gegenstände aus Haus und Geschäft zu verteilen, um von Gott noch mehr davon zu bekommen, und obendrein noch ein bisschen Tourismus in Mekka, zur Erbauung der Seele!

 

Wenn du dann noch Schulen errichtest und Schüler heranbildest um dieses Verständnis noch einer größeren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen, dann erhältst du einen Ehrenplatz im Volke!

 

Wie ist deine Nähe (Yakin) zu dem, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird?

 

Was ist ein Rasul Allahs, wie wird einer dazu; welche Aufgabe hat er? Was ist sein Unterschied zu einem Postboten oder Gesandten? ...

 

Warum ist der Glauben an die Engel so wichtig und warum wird in den Koranversen und in dem Gebet AMENTÜ direkt im Anschuss an den Glauben an Allah, von dem Glauben an die Engel gesprochen? Wo sind diese Engel? Was verlieren wir, wenn wir es nicht wissen und was bringt uns das Wissen darüber ein? ...

 

Was ist das „Buch?” Welches ist das Buch welches es für den Rasul Allahs zu „lesen“ galt? Warum ist es für jeden Menschen Pflicht zu „lesen?” ...

 

Was ist das Jenseits (Achiret), wo ist es? Wo und warum ist es?

 

Was bedeutet es, dass Gutes und Böses von Allah kommt? Und warum ist das so?

 

Was ist die Wiederbelebung (Baas) nach dem Schmecken des Todes (Mewt)?  Was bedeutet Bezeugen (Schehâdet)? Warum und wie bezeugt man? Warum ist die Bezeugung für den Menschen unbedingt notwendig?

 

Warum gibt es in der Religion Islam keinen Platz für Nachahmung?

 

Dieses sind die einfachsten Basisfragen, die man beantworten muss, um die Religion Islam anzunehmen.

Wenn Sie nicht in der Lage sind, diese zu beantworten, dann sollten sie sich mit der „moslemischen Religion“ trösten, verbringen Sie ihr Leben bis Sie von dieser Welt scheiden, indem Sie an den Propheten vom Typ Postbote- Gesandter und seinen Gott glauben!

 

Allah ist mein Zeuge (Esch Schehid)! Alles was ich in meinem Leben tun kann ist zu verstehen, das ich Dein „Diener“ bin und dass ich in jedem Augenblick danach trachte, Dir zu „dienen“...

 

Es ergibt sich als eine Notwendigkeit meiner Dienerschaft heraus, dass ich tue, was Du von mir wünschst, vorausbestimmt hast und mir erleichtert hast, durch deine Gnade.

 

Ich entspreche den Ansprüchen meiner Dienerschaft, indem ich als Dein Diener, den Du ganz nach Deinen Wünschen erschaffen hast, Deine Wünsche erfülle.

 

„Allah der Allwissende“ (Alim)... „Allah der Vertrauenswürdige“ (Wekiel)...“Allah mein Gebieter“ (Rabbim)!

 

„Fe eynema tuwellu fesemme wechullah!”

 

Allah, der Du jede, deiner Kreaturen in vollkommener Weise, am rechten Ort, zur rechten Zeit erschaffst und sie mit einem Sinn (Hikmet) erfüllst, auf das sie das von Dir gewünschte tun!

 

Man kann niemals Deine Geheimnisse (Hikmet) hinterfragen! Die Diener gehören Dir, der vorhandene Raum ist Dein, das Existierende ist Dein und die Weisheit (Hikmet) gehört Dir!

 

Fehler, Unvollkommenheit, Mängel und Irren liegt in meiner Person!

 

Güte, Wohltaten, Gaben und Beistand kommt von Dir!

 

Gib, dass wir die Religion Islam wahrnehmen und verstehen und sie Deinen Wünschen gemäß leben können; erleichtere uns das Teilen und bewahre uns davor, zu denen zu gehören, die das von Deinem Rasul Überbrachte, ablehnen...

 

Bewahre uns davor zu denen zu gehören, die eine Hinwendung zur Religion und deiner Wirklichkeit, als eine Investition für das ewige Leben ansehen und dabei ihre eigene Seele unterdrücken!

Allah, der Du über das ganze Universum erhaben bist, lasse uns umgehend begreifen, an was, und warum der Glaube (Iman) notwendig ist!

 

„Inne külle schey’in biyedillah!“

 

„La hawle wela kuwwete illa billah !”

 

* * *

 

 

 

 

 

 

Die Religion aus aktueller Sicht

 

Werter Freund;

 

In die diesem Kapitel wirst Du mit einigen neuen Ansichten konfrontiert werden. Es ist unser Wunsch, dass Du diese, so weit es Dir möglich ist, ohne Vorurteile überdenkst, sie erforschst, und darüber mit den Menschen deiner Umgebung diskutierend, die Wahrheit erkennst.

 

Das Weitere ist natürlich Deine Sache! .. Uns steht es nur zu, Deine Meinung zu respektieren.

 

Mein Freund,

nach den Untersuchungen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen des berühmten Neurophysiologen Karl PRIBRAM und des bekannten Physikers David BOHM, einem Schüler EINSTEINS, beide von der Universität Standfort USA, stellt das Universum in Wahrheit eine Einheit dar, deren Quantenstruktur halografische Eigenschaften besitzt.

 

In gleicher Weise stellt das Gehirn eine aus Schwingungen (Wellen) bestehende Einheit dar, die wie ein Hologramm funktioniert. Der Tod ist der Übergang und das Weiterleben des Bewusstseins, von einer halografischen Dimension, in eine andere halografische Dimension.

 

Das Gehirn verwandelt die aus der Nahrung gewonnene bioelektrische Energie in eine Art Strahlenenergie, mit deren Hilfe es den Astralleib oder Strahlenkörper bildet, der auch als Seele bezeichnet wird. Das Gehirn strahlt zur gleichen Zeit alle seine geistigen Funktionen in Form von Schwingungen (bedeutungsvolle Wellen) nach außen ab und speichert sie in den zu bildenden Astralleib.

 

Da jedes Gehirn sein eigenes „Strahlenabbild“ oder seine eigene Seele bildet, ist der Glaube an die Reinkarnation, die Rückkehr der Seele und ihr erneutes Leben in einem anderen Körper wirklichkeitsfremd und unmöglich. (Bei der Reinkarnation handelt es sich im Original um einen hinduistischen Glauben. (Dieses Thema werden wir später noch detaillierter behandeln.)

 

Im Koran, dem heiligen Buch des Islam wird in der Mü’minun Sure im 99-100. Vers, das Sterben als „den Tod schmecken“ beschrieben und gleichzeitig betont, dass es für denjenigen, der den Tod zu schmecken bekommen hat, keine erneute Rückkehr auf diese Welt gibt.

Kehren wir wieder zu unserem Thema des halografischen Kosmos zurück...

 

In Versuchen wurde bewiesen, dass die unteratomaren Teilchen wolkenförmige Bewegungen aufweisen.

BOHM machte eine interessante Feststellung, als er herausfand, dass die unteratomaren Teilchen miteinander in Verbindung stehen und diese Verbindungen von der gesamten Gruppe organisiert werden.

 

Das bedeutet, das die unteratomaren Teilchen nicht unabhängig sind, sondern von einer unsichtbaren Ordnung gelenkt werden.

 

Aufgrund dieser Untersuchungen kam BOHM zu dem Schluss, dass das Universum ein gigantisches Hologramm darstellt. Dem Grundsatz halografischen Strukturen entsprechend, ist jede Eigenart die in der gesamten Existenz vorhanden ist, auch im kleinsten Molekül vollständig enthalten. Alles bildet als eine Fortsetzung von allem eine Kontinuität; alle Dinge beinhaltet alle Eigenschaften aller anderen Dinge, und alles ist mit ihm identisch.

Das Vorhandene ist über den uns bekannten Begriff des „Universums“ hinaus eine nicht teilbare, nicht spaltbare und nicht aus Einzelteilen zusammengesetzte einheitliche Struktur!

 

BOHM bezeichnet seine Entdeckung, welche er als neue Dimension in der Erklärung der Quanten Physik ansieht, „Quanten Potential“. Demzufolge ist...

 

-        Jeder Platz in Raum ist identisch, da im Universum für die unteratomaren Teilchen kein fester Platz vorhanden ist und alle unteratomaren Teilchen untereinander in Beziehung stehen und zusammenwirken. Diese Eigenschaft nennt man „Raumlosigkeit“.

-        Aufgrund der halografischen Eigenarten gilt auch für das Wissen eine „Raumlosigkeit“ und das bedeutet, dass das Wissen ohne an einen festen Ort gebunden zu sein, überall gleichmäßig vorhanden ist und daraus Resultiert, dass das Wissen des gesamten Universums selbst im kleinsten Teilchen vorhanden ist.

 

All das führt zu der folgenden Tatsache, dass man demnach nicht von einem Gott reden kann der irgendwo im Universum an einem Ort existiert.

 

Dem Heiligen Koran, dem Buch des Islam zufolge heißt es: „ES GIBT KEINEN GOTT, EINZIG ALLAH EXISTIERT“ und dieser ALLAH ist „AHAD”! Das bedeutet, Allah ist solch ein Einzige, neben seiner Existenz nicht von der Existenz eines zweiten Wesens gesprochen werden kann, es kann auch nicht die Sprache davon sein, dass diese Einheit aus dem Zusammenschluss von Einzelteilen entstanden ist. Deshalb ist der Pantheismus nicht mit dem, was mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird, zu vereinen! ..

 

Alles, was unserer Wahrnehmung zufolge existiert, ist aus Hu’s Sein heraus vorhanden, allerdings ist Hu nicht die Summe alles Vorhandenen!

 

In Wahrheit existiert ausschließlich Hu! Die Dinge, welche den Begriff der Vielfalt im Universum bilden, sind lediglich eine Einbildung und Illusion, die sich aus dem Wahrnehmungsspektrum des Wahrnehmenden ergibt!

 

Die als grundlegende Realität vorhandene halografische Ganzheit, welche wir als Kosmos bezeichnen, erscheint aufgrund der unterschiedlichen Wahrnehmungsprogramme der verschiedenen Wahrnehmenden, differenziert.

 

In Wirklichkeit existiert ausschließlich Allah und neben Hu gibt es nichts!

 

Gemäß der Struktur der halografischen Quanten hat alles Bewusstsein, ist alles lebendig!

(Im Grunde besitzen die Begriffe lebendig und leblos wissenschaftlich gesehen, keinen Wert mehr.)

In der Ganzheit des Universums existieren sehr unterschiedliche bewusste Einheiten und Ebenen, welche von vielen unterschiedlichen Schwingungen gebildet werden. Wir Menschen bilden nur eine der Schichten, unter den unzähligen Ebenen in den unzähligen vorhandenen Dimensionen.

 

In der Ganzheit des Universums existieren sehr unterschiedliche, bewusste Einheiten und Ebenen, die von vielen verschiedenen Schwingungen gebildet werden. Das bewusste Wesen, welches man als Mensch bezeichnet, wird verschiedene Umformungen erfahrend, sein Leben in unterschiedlichen Dimensionen, bis in Ewigkeit fortsetzen.

 

Der letzte Rasul, Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, hat diese kosmische Gegebenheit, deren Erkenntnis ihm aus dem Wissen Allahs, der seine eigene Wirklichkeit darstellt, zuteil wurde, schon vor mehr als 1400 Jahren veröffentlicht, indem er mit Hilfe dieses Wissens das System „gelesen“(dechiffriert) hat. Er eröffnete den Menschen Allahs Einheit und forderte sie auf, von der Verehrung der Götter abzulassen, er teilte mit, dass die Menschen von der Dimension des materiellen Körpers in das Reich des seelischen Körpers übergehen und ihr Leben hier fortführen werden.

 

Daneben verkündete er den Menschen, dass sie sich auf das Leben in diese neue Dimension nur während ihrer Zeit in dieser Welt, durch verschiedene unbedingt notwendige Aktivitäten, welche auf  gegebenen Tatsachen beruhen, vorbereiten können.

 

Der Rasul brachte diese Warnungen im Namen Allahs hervor und hat so seine Aufgabe erfüllt. Seitdem hat niemand mehr die Befugnis, im Namen Allahs zu sprechen oder zu richten. Jeder kann im Rahmen seines Wissens über den Islam und Allah reden, aber niemals im Namen Allahs!

 

Die Vorschläge der Propheten (Nebi) richten sich an die Menschen, deren Leben nach dem Tode weitergehen wird und nicht an Länder und Regierungen!     

 

Im Leben nach dem Tode wird es keine Staaten geben, sondern die Menschen! Die Religion fordert, dass der Mensch sich selbst auf die Lebensumstände im Leben nach dem Tode vorbereitet!

 

Die Religion hat nichts mit der politischen Führung eines Landes zu tun; die Religion wendet sich an das Individuum, nicht an das Land.

 

Die Bezugsperson des einzelnen Individuums ist weder eine Person mit religiösem Titel oder Auszeichnung, noch irgendeine religiöse Organisationen, Vereinigungen oder Gemeinschaften, sondern der Rasul Hz. Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, persönlich, welcher ihm die Religion überbracht hat.

 

Dem Heiligen Koran zufolge gibt es im Islam keinen Zwang!

 

Es wurden den Menschen Vorschläge gemacht, die ihnen im Leben nach dem Tode Nutzen bringen werden. Wer möchte kann diese mit innerer Ruhe befolgen, oder aber auch mit Gleichgültigkeit ignorieren, die Konsequenzen, hat jeder im Leben nach dem Tode selbst zu tragen! Zwang ruft Scheinheiligkeit und Heuchelei hervor, welche im Islam verurteilt werden.

Die Vorschläge des Islams sind nicht in einem „Paketprogramm“ zusammengefasst!

 

Die Ansicht: „Entweder du befolgst alle Vorschläge oder gar keine“wird von der Religion des Islams nicht vertreten. Ein jeder befolgt so viel der Vorschläge, wie es in seiner Kraft steht; das ist sein Verdienst, die nicht befolgten sind seine Mängel.

 

In der Religion sind alle religiösen Handlungen, die gegen Entgelt gemacht werden ungültig! Alle Handlungen, die ohne Bezahlung nicht durchgeführt würden, werden des Geldes wegen gemacht und stellen somit niemals eine religiöse Andacht (Ibadet) dar.

Im Islam gibt es den Begriff und die Klasse der religiösen Autorität nicht!

 

Zwischen die einzelne Person und den verkündenden Rasul kann sich niemand drängen, egal unter welchem religiösen Titel und unter welcher Bezeichnung! Niemand ist verpflichtet einer anderen Person zu folgen als dem Rasul.

 

Die Religion des Islam befindet sich nicht unter dem Monopol einer Person oder einer Organisation und ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Jede Person hat das Recht, die Religion Allahs, aus den ursprünglichen Quellen, dem Original entsprechend zu lernen und das gelernte soweit ihm möglich anzuwenden. Jeder Einzelne ist für eine eventuelle Falschinformation selbst verantwortlich und kann dies nicht als Entschuldigung vorbringen.

 

Die Handlungen, welche und vom Rasul unter dem Namen „Ibadet“ übermittelt wurden, basieren allesamt auf physikalischen und wissenschaftlichen Tatsachen. Sie zielen keinesfalls darauf ab, die Zuneigung eines irgendwo da oben, außerhalb von uns befindlichen Gottes zu erlangen. Allah, der das Universum aus dem Nichts heraus zum Sein gebracht hat, benötigt keine, unserer Handlungen. So wie die Aufnahme von Nahrung auf die Befriedigung körperlicher Bedürfnisse ausgerichtet ist, so hängen die „Ibadet“ genannten Handlungen mit deinen Bedürfnissen im Leben nach dem Tode zusammen. Sie sind auf die Kraft deines Gehirnes bezogen, mit deren Hilfe es Wissen und Energie in deiner Seele, welche einen Astralleib darstellt, speichert.

 

Alle ausgeführten religiösen Handlungen lassen sich in zwei Kategorien teilen, die mit physikalischem Nutzen und die mit mentalem Nutzen. Der Nutzen der physikalischen Seite unterstützt die geistigen Aktivitäten, erhöhen das Leistungsvermögen des Gehirns und kräftigen somit die Seele.

 

Die als „Sikir“ bekannte, ständige Wiederholung von Worten, führt durch die Erweiterung Deiner Gehirnkapazität dazu, dass Du die universalen Eigenheiten, welche als Namen Allahs bekannt sind und den halografischen Grundlagen gemäß auch in Deinem Wesenvorhanden sind, bemerkst. Sie erhöhen die Energie und verfügbare Kapazität des Gehirns.

Zum Beispiel erhöht die Wiederholung des Namen „Mürid“, welcher für die Eigenschaft des WillenAllahs steht, in einer bestimmten Anzahl täglich wiederholt, die Willenskraft der Person.

Wird der Name „Mürid“ zusammen mit dem Namen „Kuddüs“ rezitiert, dann hat das eine Befreiung von schlechten Angewohnheiten bei dieser Person zur Folge. Menschen deren Wesen hart, aufbrausend, kränkend, und schamlos ist, die nervös sind und Probleme mit ihrer Selbstkontrolle haben, werden durch die Wiederholung des Namen „Halîm“ in kurzer Zeit zu toleranten Menschen. Das geschieht alles durch die Programmierung der Hirnzellen, mittels der Frequenzen, welche dabei im Gehirn gebildet werden. Dieser Vorgang wurde wissenschaftlich erwiesen und in der bekannten wissenschaftlichen Zeitschrift „Scientific American“ im Dezember 1993 mit der Unterschrift von „John Hogan“ publiziert.

 

Je mehr sich die Gehirnkapazität eines Menschen steigert, um so besser versteht und erkennt er Allah, welcher die Wahrheit der Eigenschaften, die sich in ihm entfaltenden, darstellt.

 

Allah ist kein Gott fern von Dir, sondern der Name des erhabenen Wesens, welches den Kosmos und alles darin enthaltene, aus seinem eigenen Sein heraus, in seinem Bewusstsein mit seiner Kenntnis, vom „Nicht sein“ zum „Sein“ gebracht hat. Dem halografischen System und den Grundsätzen des Sufismus zufolge, existiert Hu, mit seinen Eigenschaften, seinen Namen und seinem Wesen in jedem Partikel vollständig.

 

In dem Ausmaß, in dem wir durch unser Tun auf diesem Weg, unsere verfügbare Gehirnkapazität erweitern, in dem Masse finden wir die Eigenschaften dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, in unserem Wesen, wir bemerken und nähern uns Hu.

* * *

Im Universum existieren zahllose Wellenlängen, zahllose Schichten und unzählbar viele Arten von Intelligenz. Einen Teil der Arten, die auf unserer Welt in einer Unterschicht leben, nennt man in der Religion Geister (Djin). Diese täuschen die Menschen, welche mit ihnen Verbindung aufnehmen und geben sich bei ihnen als Außerirdische, als Seelen von Verstorbenen oder als Seelen von Heiligen aus.

 

Ihre arglistigste Täuschung besteht darin, ihren Anhängern die indische Lehre der Reinkarnation, welche vom Islam strikt abgelehnt wird, annehmen zu lassen. Ihr ganzes Bestreben ist dahingehend, die Menschen in einem möglichst schwachen Astralleib, als eine schwache Seele, im Leben nach dem Tod in die Strahlendimension übergehen zu lassen, damit sie diese dann auch in dieser Dimension zu ihren Gefangenen machen können. Aus diesem Grunde verführen Sie die Menschen auch mit Ideen, welche sie von den Lehren des Korans entfernt.

 

Magie und Geisterbeschwörung sind allesamt Bemühungen außerhalb des Islams! ... Der Koran lehnt sie ab.

 

Der Rasul legte als erstes Grundprinzip des Islam folgendes fest:

 

Erwecken Sie Zuneigung keinen Widerwillen, erleichtern Sie, erschweren Sie nicht!

 

Die größten Feinde des Islam sind diejenigen, welche der Religion zugehörig erscheinen, die Konditionen für die Menschen so schwer wie möglich gestalten und diese somit vom Islam, Allah und dem Rasul entfernen. Diese werden im Leben nach dem Tod noch nicht einmal das Gesicht des Rasuls sehen können, geschweige denn ihm nahe kommen.

 

Der Islam, beruht insgesamt auf wissenschaftlichen Gegebenheiten. Durch die sozialen Konditionen in der Zeit seiner Verkündung, wurden viele Themen durch Gleichnisse und Metapher übermittelt, die nur schwer auf eine logische Basis gestellt werden können; aus diesem Grunde führt dies heutzutage oft zu einer ablehnenden Haltung. Untersucht man indessen die Themen ohne Vorurteile, von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus, dann wird schnell klar, dass der Islam Realitäten enthält, welche über die heutige Zeit hinaus noch in einigen Jahrhunderten Licht in die Wissenschaft bringen werden.

 

Es ist bedauerlich, dass einige Menschen mit nur oberflächlichem Interesse, anstatt die Gegebenheiten von der wissenschaftlichen oder intellektuellen Seite her zu beleuchten, mit Vorurteilen das Leben des Rasul und Nebi Allahs untersuchen, welches innerhalb der Grenzen von Tradition und Lebensumständen der damaligen Zeit verlief und so ihr Leben mit Klatsch und Tratsch vergeuden. Auf diese Weise bleibt es ihnen vorenthalten, die Gegebenheiten des Universums, auf die er hingewiesen hat zu erkennen und sie können auch seine umfassende Persönlichkeit nicht würdigen.

Für uns ist es das Wichtigste, die Ereignisse aufmerksam und realistisch zu bewerten!

 

Ist es uns eigentlich bewusst, welch eine große Reform es darstellte, dass der Koran die Anzahl der Ehefrauen auf vier begrenzte, wo es doch in der Zeit, bevor der Koran offenbart wurde, üblich war, dass ein Mann eine Vielzahl von Frauen wie Vieh kaufte und verkaufte und seinen Kindern als Erbe hinterließ?

 

Kann eine normal intelligent veranlagte Person jemanden als Frauenheld bezichtigen, der mit 25 Jahren eine 40 jährige verwitwete Frau heiratete und 25 Jahre lang ausschließlich mit ihr lebte und noch als 50 jähriger mit dieser 65-jährigen vorlieb nahm?

 

Wenn wir schon den Wert Hz. Mohammeds als Rasul, der uns Allah als den wahrhaftigen, ursprünglichen Kernpunkt des Seins verkündet hat, nicht zu beurteilen vermögen, dann sollten wir zumindest seine Erhabenheit als „Nebi“ erkennen, der er uns gesandt wurde um uns ein Wohlergehen im Ewigen Leben zu ermöglichen...  lassen wir deshalb den Tratsch und die Rederei darüber.

Lassen Sie uns die Tatsache erkennen, dass diese herausragende Persönlichkeit weder dazu gesandt wurde, eine Weltherrschaft zu gründen, noch eine religiöse Staatsmacht zu etablieren oder gar eine soziale oder wirtschaftliche Ordnung einzuführen, er wurde nicht entsandt um die Herrschaft der Menschen auf dieser Erde zu festigen!

 

Für ihn spielte die Farbe, Rasse und Sprache der Menschen keine Rolle. Für ihn war einzig und allein die Tatsache wichtig, dass den Menschen aufgrund ihrer Unwissenheit und Gedankenlosigkeit über die Tatsache des Lebens nach dem Tode, großer Schaden drohte.

 

Ja mein Freund...

 

Ein moderner Mensch, ist offen für Wissen und Neues, er liest und hört ohne Vorurteile zu, er scheut sich nicht davor seine Meinungen und Ideen zu diskutieren und bewertet alle Einzelheiten eines Themas in logischem Zusammenhang!

 

Die Religion Islam spricht in ihrer ursprünglichen Form, mit ihren Inhalten besonders den modernen, intellektuellen Menschen an. Demnach sollten Sie den Islam in diesen zeitgemäßen Büchern, die frei von materiellem Gewinndenken, von intellektuellen Denkern vorbereitet wurden, erforschen und beurteilen. In diesem Kapitel haben wir versucht, Ihnen die Lehren der Religion, basierend auf dem Koran und den Ansichten des Rasul Allah, in einer stark zusammengefassten Weise, nahezubringen.

Sie können diese Themen mit allen Details in unseren anderen Büchern finden, welche wir so ausführlich geschrieben haben, dass sie Antworten auf alle anfallenden Fragen enthalten.

 

Da wir nicht die Chance haben, ein zweites Mal auf diese Welt zu kommen, sind wir gezwungen, dieses Leben sehr gut zu nutzen! ..

 

Wir wünschen, dass wir morgen, angesichts einiger Tatsachen keine Reue über unser heutiges Leben, unser Tun und unsere Unterlassungen empfinden werden.

 

Möge Allah uns die Wahrheit über das Leben bewusst und verständlich machen.

 

Und möge Allah uns dieses erleichtern!

 

* * *

 

 

 

 

 

 

Kapitel 2

 

 

„ ALLAH“

 

 

„Ich habe versucht Allah zu erläutern;

aber sie haben ihre Götter einem Update unterzogen

und mit dem Namen Allah etikettiert!

Allah du bist Esch – Schehîd, der Bezeugende!“

A.H.

 

 

 

 

 

 

Sind Sie sich des Unterschiedes bewusst:

„ALLAH“ ist kein Gott im Jenseits!

 

 

Hz. Mohammed, der mit dem Heiligen Koran die Religion des Islam verkündet, lehnt den Begriff „Gott“ ab. Er betont ausdrücklich, dass es keinen Gott gibt, sondern dass alleinig ALLAH vorhanden ist! ... Sind wir uns dieser Tatsache bewusst?

 

In diesem Kapitel werden Sie erkennen, warum der vom Koran verkündete Begriff „Allah“, im höchsten Maße von dem Begriff „Gott“, welcher in allen anderen Religionen vorherrscht, unterscheidet...

 

* * *

 

Fast alle Menschen, vom primitivsten bis zum Gebildetsten haben in ihren Vorstellungen einen Gottesbegriff... ihm zürnen sie, ihn liebe sie und von Zeit zu Zeit verurteilen sie ihn sogar wegen seiner Fehler(!). Wir stellen ihn uns regelrecht, als einen strengen Sultan oder einen gütigen Großvater vor, der da oben am Himmel auf einem Stern oder irgendwo in einer Ecke, im freien Raum des Universums herrscht.

 

Die etwas weiter denkenden, die noch nie etwas von Allah gehört haben, betonen, dass es diesen Gott unserer Vorstellung nicht geben kann; sie sagen, wir glauben nicht an Gott und sie werden deshalb „Atheisten“ genannt, die nicht an Gott glaubenden...

 

Doch in Wahrheit haben weder die Atheisten, noch diejenigen, welche bedingungslos, ohne zu überlegen dem Glauben an einen Gott anhängen eine Vorstellung von „ALLAH“, wie ihn Hz. Mohammed erläutert.

 

Aus diesem Grunde halten sie auch die beiden Begriffe Gott und Allah für gleichbedeutend und glauben sogar, noch etwas gutes zu tun, wenn sie anstelle des Namen Allah, das Wort Gott benutzen...

 

Eigentlich ist das was sie tun richtig, denn sie sprechen ja von ihren „Göttern“ welche sie sich in ihrer Vorstellung gebildet haben und nicht von Allah und seiner Bedeutung...

 

Wir müssen mit Bestimmtheit wissen...

Der Rasul Allahs, Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm und der Heilige Koran betonen folgende wichtige Tatsache:

 

Es gibt im Jenseits oder außerhalb von dir keinen Gott, einzig Allah existiert!

 

Der folgende Koranvers zeigt unsere Unachtsamkeit gegenüber diesem Thema auf:

 

„Sie haben nicht versucht Allah in seiner Wirklichkeit zu erkennen...“(22-74)

 

Wir müssen erkennen, dass die Worte Gott, Herrgott, Gottvater in unserer Sprache, im englischen God, im französischen Dieu und im türkischen Tanri, İlah und Mabut alle Begriffe für eine anzubetende Existenz sind. Das heißt, dass die Menschen mit diesen Begriffen eine anzubetende Existenz im Jenseits bezeichnen! ...

 

Das Wort „Allah“ indessen, ist ein spezieller Eigenname eines Wesens! .. Um auf dieses Wesen hinzuweisen oder um Hu zu beschreiben, zählen wir entweder verschiedene Eigenschaften auf, oder weisen mit bestimmten Namen auf Hu‘s Eigenheiten hin. Alleine alle  diese Namen weisen nur auf verschiedene Eigenarten dieses Wesens hin, oder beschreiben Hu von Seiten dieser Eigenschaften...

 

Zum Beispiel nennt man meine Wenigkeit „Hulûsi“... dies ist einer meiner Namen. Sie können diesen Namen nicht in eine andere Sprache übersetzen... ob im Englische, Französischen oder Deutschen, es heißt immer Hulûsi.

 

Genauso ist der Name „ALLAH“ der Eigennamen eines speziellen Wesens und kann nicht durch einen anderen Namen ersetzt werden oder in ein anderes Wort gewandelt werden.

 

Im Grunde bilden, wie schon beschrieben, die oben genannten Worte „göttliche“ Bezeichnungen, das Wort „Allah“ indessen ist ein Eigenname, der für ein ganz bestimmtes Wesen steht. Aus diesem Grunde kann niemals ein Wort, das eine „göttliche Beschreibung“ darstellt, an die Stelle des Wortes Allah treten!

 

Diejenigen, welche anstelle dem Namen „Allah“ das Wort „Gott“ benutzen, tun dies entweder aus Unkenntnis oder Dummheit, oder weil sie wegen mangelndem Begriffsvermögen diese Besonderheit nicht verstehen können.

 

Wenn eine Person nun dieses Wesen, welches mit solch einem Eigennamen benannt ist und über jede Teilung (Cüz) erhaben ist, Allah nennt und sich im Zusammenhang mit diesem Begriff noch ein gesondertes Wesen vorstellt, egal unter welchem Namen oder unter welcher Bedeutung, so betreibt diese Person Vielgötterei, sie stellt Allah einen Teilhaber zur Seite; und hat die Wahrheit um Allah verschleiert und glaubt an einen „Gott“ ! Vor diesem Zustand wird mit folgendem Koranvers gewarnt:

 

„Schaffe dir neben Allah keinen Gott! ... Sonst wirst du erniedrigt und wirst alleine gelassen werden...“ (17-22)

 

Noch eine zweite Warnung zu diesem Thema:

 

„Rufe neben Allah keinen Gott an! ..“(28-88)

Allah ist das absolut, wirklich Vorhandene; wenn Du nun bei dem Namen „Allah“ in die Gedankenlosigkeit verfällst, Dir dieses Wesen als einen Gott im Jenseits vorzustellen, so verfällst Du in den Zustand, Dir einen Gott geschaffen zu haben! Wenn Du Dir Allah im Jenseits oder außerhalb von Dir vorstellst, dann hast Du dich schon unbemerkt von dem Begriff und der Bedeutung Allahs entfernt und befindest dich schon bei dem Begriff Gott.

 

Und so wirst Du dich vom Verständnis der „Einheit“ (Wachdet) welches vom Heiligen Koran vermittelt wird, selbst ausgeschlossen haben!

 

Und damit wirst Du deiner eigenen Seele, das größte Unrecht (zulüm) zugefügt haben!

 

Die Wirklichkeit, die von Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, in der Botschaft: „Es gibt keinen Gott, einzig Allah existiert (La ilahe illallah)“ verkündet wurde, ist im Kelime-i Tewhid, dem Bekenntnis zur Einheit formuliert worden.

 

Die Bedeutung der Worte „La ilahe illallah“ bilden das Fundament des Islams.

 

Was bedeutet „La ilahe illallah“ ?

 

Wenn man die Worte einfach übersetzt, bedeuten sie: „Es gibt keinen Gott, es gibt nur Allah“..

 

Wenn wir bei der Bedeutung der Worte verweilen, so bedeutet „La“ es gibt nicht, „ilahe“ bedeutet Gott, also ein anzubetendes Wesen, dann heißt „La ilahe“ also: „Es gibt keinen anzubetenden Gott.“

Nun müssen wir an diesem Punkt auf folgendes achten:

Das Kelime-i Tewhid beginnt mit den Worten „La ilahe“, hat also zu Beginn eine kategorische Aussage „Es gibt kein anzubetendes Wesen!“.

 

Direkt darauf bringt das Kelime-i Tewhid eine Erklärung... „Illa“ „nur“ „Allah“ ist vorhanden.

„Illa Allah“ bedeutet also „Einzig Allah“

 

Als erste Tatsache leitet sich aus der Bedeutung dieses Satzes „Es gibt keinen anzubetenden Gott“ ab. Ja hier steht ausdrücklich, dass es kein anzubetenden Gott gibt und dann heißt es „Illa Allah“.

Das Wörtchen „Illa“ bedeutet wie wir oben gesehen haben „nur“, kann aber wie wir in dieser Anwendung gesehen haben auch „einzig“ bedeuten. Wenn das Wort „illa“ im Zusammenhang mit „Allah“ gebraucht wird, dann müssen wir mit Bestimmtheit die Bedeutung „einzig“ wählen. Denn außer Allah existiert kein Wesen, mit dem man Allah vergleichend, oder in Beziehung beschreiben könnte! ... Dieses Thema haben wir noch ausführlicher in unserem Buch: „Was Hz. Mohammed las“ (A.d.Ü. dieses Buch ist z.Z. nur in türkischer Sprache erhältlich) erläutert.

Aus diesem Grund müssen wir das Wörtchen „Illa“ im Zusammenhang mit dem Namen „Allah“ immer mit dem Wort „einzig“ übersetzen.

Es kann also in der Übersetzung nicht heißen: „Es gibt keinen Gott, nur Allah“, sondern es heißt: „ Es gibt keinen Gott, einzig Allah“ denn erst so lässt sich das System der „Einheit“ (Wachdet), welches der Islam gebracht hat, erkennen.

 

In diesem Satz ist also die Bedeutung enthalten, „einzig Allah ist vorhanden und dieser Allah ist kein anzubetendes Wesen“... denn zu Beginn steht die unumstößliche Feststellung „La ilahe“ „es gibt keinen anzubetenden Gott”!

 

Demnach ist also Allah kein anzubetender Gott außerhalb der Menschen, kein ferner Gott im Jenseits, fern von allen existierenden Dingen, die wie wahrnehmen können!

 

Wenn wir genau verstehen, dass „Allah“ „Ahad“ ist, dann werden wir mit unsere Inneren Erkenntnis (Basiret) sehen, dass es bei Allah keine Dualität gibt, das Allah und das Universum keine zwei verschiedene Dinge darstellen können!

Es kann nicht sein, das es Allah gibt und daneben noch Universen vorhanden sind!

Mit anderen Worten, die Vorstellung, dass es die Welt, in der wir Leben und daneben Universen gibt und außerdem, gesondert, davon entfernt ein „Gott“ existiert ist unsinnig!

 

Hz. Mohammeds Allah ist kein Gott!

Hz. Mohammeds Allah ist „Ahad“ !

 

Hz. Mohammeds Allah besitzt unzählige Eigenschaften und Bedeutungen und befindet sich jeden Augenblick im Zustand der Betrachtung derselben!

 

Der Glauben an die „Einheit“ (Tewhid) im Islam, basiert auf dem, von Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, verkündetem Glaubenssystem, welches auf dem Grundsatz aufgebaut ist, dass es keinen anzubetenden Gott gibt, dass „Allah“ Ahad also einzig ist und es somit keinen Gott gibt, und dass die Menschen mit den Resultaten ihres lebenslangen Tun's konfrontiert werden!

Und so wird dann auch im Heiligen Koran in verschiedenen Versen folgendermaßen betont, dass der Mensch mit den Resultaten seines Tun und Handelns konfrontiert wird:

 

Und sie müssen wissen, dass es für den Menschen nichts gibt, außer dem Lohn für seine Taten   (53-39)

 

„Außer für das, was ihr getan habt, werdet ihr kein Entgelt sehen.“  (37-39)

 

„Ihr werdet den Lohn (Resultat)  für euer Tun erhalten.“  (36-54)

 

„Ein jeder wird gemäß seiner Taten eingestuft werden, damit ein jeder den gerechten Lohn für seine Handlungen erhält.“  (46-19)

 

„Ihr werdet Strafen erhalten, die euch große Qualen bereiten, jedoch werden diese als Konsequenz auf eure Taten auf euch zukommen!“   (37-39)

 

Wie aus den oben angeführten Koranversen zu ersehen ist, erwarten den Menschen die Resultate seiner Handlungen, deshalb sollte er als erstes unverzüglich in Erfahrung bringen, wie das Leben nach dem Tod aussieht und versuchen zu erfassen, wer oder was „Allah“ ist.

 

Die Antwort auf die Frage wer oder was „Allah“ ist, die man Hz. Mohammed stellte, wurde durch Allah selbst in der „Ihlas Sure“ im Koran beantwortet:

 

Sag, dass ALLAH AHAD ist,

dass ALLAH SAMED ist,

LEM YELID und LEM YUELID,

und LEM YEKÛN LEHU KÜFÜWEN AHAD ist!

 

Untersuchen wie erst einmal die einzelnen Worte dieser Sure, mit der Mohammeds Allah beschrieben wird... und überdenken wir dann die sich daraus ergebenden Resultate.

 

„ALLAH ist AHAD“ bedeutet, dass Allah einzig ist, eine grenzenlose, endlose, sich nicht in Teilchen oder Atome Aufspaltbahre Einheit bildet.

 

Überdenken wir diese Definition erst einmal gut! ...

 

„AHAD“ bedeutet eine, nicht in Teilchen oder Atome aufspaltbare Einheit; handelte es sich um eine begrenzte Einheit so würde das bedeuten, dass Hu ein Ende hat und irgendwo im Kosmos lokalisiert wäre (!), aber es handelt sich um eine end- und grenzenlose Einheit, die somit  lediglich und ausschließlich „Selbst“ existiert, Hu und nur Hu alleine existiert!

 

Die Behauptung, dass neben Allah noch andere Wesen bestehen lässt sich weder mit Verstand und Logik, noch mit Vernunft und Intelligenz vereinigen!

 

Lassen Sie uns überlegen...

 

Gesetzt der Fall, dass neben Allah noch ein weiteres Wesen besteht, wo sollte man die Grenze zwischen dem Geschöpf und Allah ziehen?

 

Entweder es besteht eine end- und grenzenlose Einheit  und kein weiteres Wesen!

Oder es gibt an einem fest umrissenen Ort, in einem begrenzten Universum oder außerhalb desselben einen lokalisierbaren Gott (!)...

 

Das Wichtigste ist es, hier die Begriffe Endlosigkeit und Grenzenlosigkeit. zu verstehen...

 

Wir müssen jetzt versuchen die Begriffe Endlosigkeit und Grenzenlosigkeit nicht als Breite, Höhe oder Tiefe zu verstehen, sondern vielmehr dimensional.

 

In Wirklichkeit ist die bestehende „Einheit“ unteilbar, ein end- und grenzenloses Ganzes! ..Hu ist AHAD! ...“Allah“ dem nichts entspricht, dem nichts gleicht, für den es kein Gegenstück gibt ist „AHAD“, außer Hu ist weder im Mikrokosmos noch im Makrokosmos irgend ein Wesen vorhanden.

 

Da wir an die, uns zur Verfügung stehenden physikalischen Wahrnehmungsmechanismen unserer Sinne gebunden sind, haben wir die fälschliche Auffassung, dass diese Einheit eine, aus vielen Einzelteilen gebildete Einheit ist. Denn unser Gehirn richtet seine Entscheidungen  nach seinen begrenzten Wahrnehmungsmechanismen!

 

Wenn unser Gehirn aber nicht an seine, mit fünf Sinnen äußerst begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten gebunden bliebe und die Eindrücke welche es in diesen Grenzen erfassen kann, nur als einen Ausschnitt oder als eine Auswahl der unzähligen, im Universum vorhandenen Wesen annehmen könnte...

 

Um danach in tiefe Überlegung über den wahrgenommenen Ausschnitt  zu versinken um festzustellen was noch alles vorhanden sein könnte... um hernach eine Reise durch die dimensionalen Schichtungen in die Tiefe der Strukturen anzutreten um endlich auf den Kern des Kosmos zu treffen... um dann feststellen zu können, dass sich das eigene „Ich“ sogar in diesem kosmischen Kern in „Nichts“ verwandelt...

 

Das ist der bedeutendste Punkt dieser Sache!

 

Der zweitwichtigste Aspekt der Sache ist folgender...

 

Mohammeds Allah ist Ahad, das heißt Hu ist end- und grenzenlos, lässt sich nicht in Atome aufteilen, umfasst alle Dimensionen! An welchem Punkt, in welcher Dimension, in welchen Grenzen soll folglich neben Hu’s Existenz ein zweites Wesen beginnen, in Hu’s Existenz eine Grenzlinie ziehen, um Raum für sich zu gewinnen?

 

Wo ist der Ort für das zweite Wesen, den Gott, der neben Allah, der Ahad ist, bestehen sollte?

 

Innerhalb von Allah oder außerhalb?

 

Wir sagten, dass Allah end- und grenzenlos ist...

 

Durch die End- und Grenzenlosigkeit „Allahs“ ist es auch unmöglich, dass ein zentraler Punkt besteht!

Damit man von einem Zentrum sprechen kann, müssen Grenzen vorhanden sein, in deren Mittelpunkt sich das Zentrum befindet. Aber Allah ist Grenzenlos, etwas was keine Grenzen hat, kann folglich auch keinen Mittelpunkt, kein Zentrum besitzen! ... Was kein Zentrum hat besitzt auch keinen Kernpunkt, kein Inneres und kein Äußeres!

 

In unserem Leben mit unseren fünf Sinnen und bei der Beurteilung der Materie mittels unserer Sinne hat ein Gegenstand ein Äußeres und ein Inneres, eine Außenseite und eine Innenseite! ...Dabei ist es unsinnig von einem Kernpunkt und einer Außenseite, von innen und außen zu reden, wenn eine Sache kein Zentrum besitzt!

 

In diesem Sinne betont auch ein Vers des Korans, diese Sache:

 

„Hu we’l ewwelü wel âhirü we zâhiru wel bâtin“

„Hu ist der Anfang und die Ewigkeit, das Erfassbare und das Verborgene“

 

Das bedeutet, alles was wir als Erfassbar und Verborgen, als Anfang und Ewigkeit kennen ist in Hu vereinigt! .. All diese Begriffe mit ihrer unterschiedlichen Bedeutung sind in Wirklichkeit eins. In Wahrheit gibt es hier also keinen Unterschied!

 

Du kannst Hu als das Erfassbare und als das Verborgene bezeichnen, was Du auch immer beschreibst, Du beschreibst immer Hu!

 

Der Unterschied zwischen Erfassbar und Verborgen ergibt sich aus der Wahrnehmungskapazität deiner fünf Sinne! Was Du mit deinen fünf Sinnen erfassen kannst, bezeichnest Du als Erfassbar, was Du nicht erfassen kannst, gilt als Verborgen!

 

Hättest Du aber sechs, sieben oder gar zwölf Sinne, so würde sich dein Begriff von Erfassbar und Verborgen ändern! Du müsstest dann die Dinge, die du als Verborgen bezeichnest, als Erfassbar einstufen und umgekehrt.

 

Aufgrund der Tatsache, dass Allah der end- und grenzenlose Eine ist, ist Hu erhaben und frei von Begriffen wie Erfassbar und Verborgen!

 

Wie könnten wir bei einem Wesen, dass über die Begriffe innen und außen, Erfassbar und Verborgen erhaben ist, dass keinen Mittelpunkt, keinen Anfang und kein Ende hat und frei von solchen Bedeutungen und Fakten ist, davon sprechen, dass dieses Wesen irgendwo endet, damit ab diesem Punkt von dem Beginn eines zweiten Wesens gesprochen werden kann?

 

Das ist mit Gewissheit unmöglich!

 

Aus diesen Gründen müssen wir erkennen, dass an jedem erdenkbaren, erträumbaren Punkt, einzig und ausschließlich Allah der Ahad ist, mit all seinen Eigenschaften und Eigentümlichkeiten, einzig „Selbst“ vorhanden ist!

 

Wer von einem zweiten Wesen außerhalb von Hu spricht, befindet sich in einem tiefen Irrtum, der durch das Unvermögen zu tiefem Nachdenken entsteht! ...Und dieser Umstand wird in der Religion mit dem Namen „Schirk“, Polytheismus oder Vielgötterei  benannt!

Da Allah Ahad ist kann nicht von einem zweiten Wesen neben Hu gesprochen werden! Ferner ist Hu nicht in Teile spaltbar und auf Hu lässt sich keine Zeitdimension beziehen!

 

 

 

 

„Allah ist SAMED“

 

Gehen wir bei der Untersuchung des Wortes SAMED in die Tiefe seines Sinnes, so werden sich, soweit wir wissen, folgende Bedeutung vor uns auftun: „Ohne Hohlräume, vollständig, lückenlos, nicht durchlöchert, undurchdringlich... es geht nichts hinein, es geht nichts hinaus! ... Massiv... So wie wir von reinem, massivem Gold reden, oder mit anderen Worten „lediglich, ausschließlich“ !

 

Wie wir sehen dienen alle diese Begriffe dazu, den Namen „Allah“ zu erläutern, zu beleuchten, und zu vervollständigen.

 

Wie ist dann in diesem Sinne, die Bedeutung von „LEM YELID“- „Hu hat nicht geboren“ zu verstehen?

 

Die erste Bedeutung, die wir hier ableiten können ist: Allah hat aus seinem eigenen Sein heraus, neben seinem Sein, kein zweites Wesen erschaffen! Oder mit anderen Worten, es existiert kein Zweites Wesen gesondert von Hu’s Existenz!

 

Denn Hu ist eine unteilbare, nicht in Fragmente zerteilbare Einheit, Hu ist Ahad!

 

1.Hu ist end- und grenzenlos, deshalb ist es unmöglich, dass Hu ein zweites Wesen innerhalb oder außerhalb seiner Existenz erschafft.

 

2.Da Allah Ahad ist, lässt Hu sich nicht in Teile oder Atome zerlegen und somit kann aus Hu heraus kein zweites Teil entstehen!

 

Aus diesen Gründen kann niemals die Rede von einer zweiten Existenz, einem zweiten Wesen sein, dass aus Allah heraus entstanden ist, selbst wenn es die gleichen Eigenschaften wie Hu aufweisen würde!

 

Daraus ergibt sich...

 

„Allah“ ist weder von einem anderen Wesen geboren worden, dass heißt erschaffen worden, noch hat Hu aus seinem Wesen heraus ein zweites Wesen geboren oder erschaffen!

 

Hier gibt es noch ein Thema welches wir erläutern müssen...

 

Sehen wir nun nach der Bedeutung von „LEM YULED”. Es heiß „Hu hat nicht geboren“ und möchte uns darauf aufmerksam machen, dass Allah nicht von einem anderen Wesen geschaffen wurde!

 

Wie kann man denken, dass Allah von einem zweiten Wesen erschaffen wurde, wo doch Allah Ahad! Also, der end- und grenzenlose Einzige!

 

Um sich ein Wesen vorstellen zu können, dass Allah erschaffen haben könnte, müsste Allah in irgend einer Richtung oder Dimension eine Grenze aufweisen, hinter der dieses zweite Wesen existieren könnte!!! Und erst dann könnte dieses zweite Wesen Allah erschaffen haben!

 

Allah ist Ahad!

 

Ahad sein bedeutet end- und grenzenlos sein, nicht in Teile zerlegbar, nicht spaltbar...

 

Aus diesem Grunde kann nicht die Rede davon sein, dass Allah an einem Punkt aufhört und hinter diesem Punkt die Existenz eines zweiten Wesens beginnt.

 

So kann also niemals die Rede von einem zweiten Wesen sein, das Allah geboren hat, so etwas ist undenkbar! Das ist also kurzgefasst die Bedeutung von „LEM YULED“ soweit wir diese erfassen können...

 

* * *

 

Kommen wir jetzt zu der letzten Aussage der Ihlas Sure...

 

„LEM YEKÛN LEHU KÜFUWEN AHAD“

 

Es gibt nichts, was Hu entspricht, Hu gleicht oder gänzlich ähnlich ist, Hu ist einzig.“

 

Bringen wir uns folgenden Koranvers in Erinnerung:

 

„LEYSE KEMISLIHI SCHEY’A  (42-11) der besagt:

 

„Weder im Mikro noch im Makro Plan existiert etwas was Hu gleicht.“

 

Um zu verhindern, dass diejenigen, die mit diesem Thema nicht vertraut sind einen Denkfehler begehen, sollten wir hier kurz auch folgendes erläutern:

 

An einigen Stellen des Korans werden Ausdrücke wie „unser Gott“ (Ilah) und „euer Gott“ gebraucht; Allerdings wird gleich danach darauf hingewiesen, dass dieser Gott Allah ist.

 

Könnte man dann nicht behaupten, dass Allah ein Gott (Ilah) ist?

 

Nein so etwas kann niemals gemeint sein!

 

Dies sind Ausführungen welche für die Menschen gedacht sind, die einen Gott anbeten.

 

Es wird ihnen hier die Botschaft überbracht:

Das was ihr als Gott (Ilah) bezeichnet, als Herrgott anbetet gibt es nicht, in Wirklichkeit besteht einzig Allah! Das was als euer und unser Gott bezeichnet wird ist in Wahrheit das Gleiche und Eins... und das ist Allah, nichts anderes als Allah!

 

So liegt der Grund für all diese Beschreibungen darin, die Menschen von der Vorstellung eines bestimmten „Gottes“ zu befreien und ihnen „Allah“ begreiflich zu machen!

 

Sind wir jetzt einmal ganz ehrlich zu uns selbst...

 

Ist der „Gott“, den wir „Allah“ nennen und an den wir glauben oder nicht glauben identisch mit Mohammeds Allah?

 

Kann man die Bezeichnung  „Gott“ oder die Bedeutung von „Gott“ auf Mohammeds Allah übertragen? Ist das denkbar?

 

Zusammenfassend sollten wir folgendes wissen:

Im Heiligen Koran und mit dem Begriff „Allah“ so wie ihn Hz. Mohammed erläutert, wird nicht von einem außerhalb im Jenseits, außerhalb Deiner Person existierenden „Gott“ gesprochen, sondern es wird darauf hingewiesen, dass ausschließlich Hu als end- und grenzenlose „Einheit“ besteht.   

 

 

* * *

 

 

Es gibt keinen Gott, es gibt „ALLAH“

 

Im allgemeinen Verständnis ist das „Sikir“ wie wir hören, eine Rezitation der Namen des Gottes im Jenseits, damit sein Auge Gefallen an uns findet! ...

 

Ist das wirklich so?

 

Um die Wahrheit über dieses Thema begreifen zu können, müssen wir zuerst verstehen, wer oder was diese Existenz ist, an die hier gedacht wird...

 

Soll hier eines „Gottes“ gedacht (Sikir) werden oder „Allah“ gedacht werden? ... Natürlich werden hier die meisten Leser folgende Frage stellen:

„Welchen Unterschied gibt es da? Ob wir ihn nun Gott oder Allah nennen! Das ist doch alles das gleiche! Wir hier im Westen nennen ihn Gott! Gott ist groß! ...

 

Nein, Gott ist nicht groß! Es gibt keinen Gott! Ein Gottesbegriff ist unsinnig! ...

 

Wer sagt so etwas? ...

Die Religion des Islam und der Heilige Koran, der den Islam offenbart! Der Rasul Allahs, Mohammed Mustafa sagt dies!

 

Wir haben in den Büchern: „Die Geheimnisse des Menschen“ und „ Allah, wie ihn Hz. Mohammed erläutert“ vorrangig versucht, den äußerst wichtigen Unterschied zwischen den Begriffen „Gott“ und „Allah“ darzulegen, um die Religion des Islam, welche auf dem Begriff Allah basiert zu erklären!

 

Bevor jemand nicht den Unterschied in der Bedeutung, zwischen dem Begriff „Gott“ und dem Namen „ALLAH“ verstanden hat, kann er niemals verstehen, was der Islam ist und weshalb er offenbart wurde! Aus diesem Grund wird auch das Thema „Religion“ fehlinterpretiert!

Aus dem gleichen Grunde kann auch nicht verstanden werden, unter welcher Begründung, dem Menschen im Islam, die „Ibadet“ genannten Praktiken empfohlen werden!

 

So müssen wir erst einmal die Bedeutung dessen, was mit dem Wort „Gott“ bezeichnet wird und deren Unterschied zu der Bedeutung des Namen „Allah“ sehr gut verstehen!

 

Was sagt uns das Wort „Gott“? ...

Mit Gott ist ein Wesen gemeint, dass außerhalb von dir und mir, diese Schöpfung von außen geschaffen hat, uns aus der Ferne betrachtet, über uns richtet und uns entsprechend in die Hölle verbannt oder in das Paradies eingehen lässt!

 

 

Die Mehrheit der Menschen und die Theologen, welche sich Wort wörtlich an die Heiligen Schriften halten, sich an die vordergründige Bedeutung und die Gleichnisse klammern und sich den Themen auf dem Weg der Nachahmung nähern, glauben alle an einen Gott, den sie verteidigen und in dessen Namen sie bestrebt sind, die Menschen zu führen!

 

Intellektuelle und vernunftbetonte Menschen, die erkannt haben, dass so etwas nicht möglich ist, glauben nicht an einen Gott, darum verschließen sie auch ihre Ohren vor den Theologen!

 

Das, auf dem Begriff Allah basierende Religionsverständnis indessen, ist eine Realität, die von allen Meistern des Sufismus und den Ewliyâ genannten Heiligen, anerkannt wird! Es ist schade, dass nur so wenige Menschen diese Wahrheit erkannt haben!

 

Gemäß dem Heiligen Koran, der diese Wahrheit offenbart, hat Allah den Kosmos und alles als vorhanden Wahrnehmbare, aus seinem Wissen, seiner Allmacht erschaffen und mit den Eigenschaften seiner eigenen, schönen Namen (esma-ul husna) versehen.

 

Aus diesem Grunde stellt das, was wir Naturgesetze und Kosmische Ordnung nennen, in Wahrheit nichts anderes als „die Ordnung und das System Allahs“ dar! Aufgrund dieser Tatsache, muss der Mensch, anstelle einen Gott im Jenseits anzubeten, Allah, in seinem innersten Wesen erkennen; und er muss sich hernach seinem „Innersten“ zuwenden und nicht einen Gott im Jenseits anbeten!

 

Alle bisher dagewesenen Ewliyâ waren bestrebt, die Menschen zu einem, auf dem Begriff Allah basierenden, Verständnis der Religion zu führen, infolge dessen sich ein Zustand der Ehrfurcht einstellt. Die Religionsautoritäten und Theologen mit ihrem Glauben an einen Gott im Jenseits indessen, welche die Sache förmlich, mit Gleichnissen und Nacheiferung angehen, versetzen die Menschen in Angst und Schrecken vor ihrem Gott, um ihre Vorherrschaft über ihnen ausbauen zu können!

 

Der Koran und Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, sprechen nicht von einem Gott, der uns ständig von irgendwoher beobachtet, uns nach unserem Tun beurteilt und uns demnach in die Hölle wirft oder in sein Paradies einlässt!

 

Im Gegenteil, der Koran und der Rasul Allahs sprechen von Allah, der die Wahrheit unseres Seins darstellt und im innersten Wesen von uns allen zu finden ist!

 

Daraus erklärt sich auch, dass Jemand, der über einen Anderen schlecht spricht, ihn betrügt, oder ihm böses zufügt, ihn seiner Rechte beraubt, diese Handlungen tatsächlich alle gegen „Allah“ gerichtet hat, welcher seine Wahrheit bildet! ...

 

Aus diesem Grunde hat auch der Rasul Allahs betont:

 

Wer den Menschen nicht dankt, kann Allah nicht gedankt haben! ...

 

Das bedeutet, dass deine Bezugsperson nicht ein, von dir in der Ferne erdachterer Gott ist, sondern Allah, welcher im Wesen von allem was Du  erfassen kannst, vorhanden ist! ...Bevor Du das nicht bemerkt hast, kannst Du die Erhabenheit der Religion Islam nicht verstehen! ..

 

Kann man somit „Allah“ als einen männlichen Gott bezeichnen?

 

Das wird unser nächstes Thema sein!

 

 

 

 

 

 

Kann man „ALLAH“ Gott nennen?

 

Die Menge des ungebildeten Volkes, die kein Wissen auf diesem Gebiet hat und nur mit ungenauen, vom Hörensagen überlieferten Informationen über die Religion urteilen, glaubt, dass alle beide Worte die gleiche Bedeutung tragen und benutzen aus einer, vielleicht auch nationalistisch gefärbten Laune heraus, das Wort Gott, anstelle dem Namen Allah.

 

Im vorherigen Kapitel habe ich zu übermitteln versucht, dass der Begriff, der mit dem Wort Gott beschrieben wird und die Bedeutung des Namen Allah, zwei ganz voneinander unterschiedliche Bedeutungen tragen, zwei Worte mit unterschiedlichem Sinngehalt sind.

 

Lassen Sie uns das Thema, mit den Zeilen eines der wertvollsten Koran Interpreten der Türkei weiter ausführen...

Schauen wir, was der exzellenten Autoren Hamdi Yazir aus Elmali, in seiner, 1940 geschriebenen Koran Interpretation, welche vom Ministerium für religiöse Angelegenheiten herausgegeben wurde, zu diesem Thema sagt:

 

Egal, ob es sich nun um einen Eigennamen oder einen allgemeinen Namen handelt, die Allgewalt, die mit dem Namen Allah verbunden ist, wurde neben Allah keinem Gott zuteil!

So sind Worte wie zum Beispiel „Huda“ oder „Tanri“ keine Eigennamen wie „Allah“ und auch die Worte „Gott“(Ilah), „Herr“(Rab) und „Gottheit“(Mâbut) sind Worte mit einer allgemeinen Bedeutung.

 

So ist der Plural des arabischen Wortes „Ilâh“ „Âlihe“, der von „Rab“ „Erbâb“, die Mehrzahl des persischen „Hudâ“ „Hudâyan“, des türkischen „Tanri“ „Tanrilar“ und in unserer Sprache spricht man von „Göttern“ denn diese sind zu Recht oder unrecht verallgemeinert worden.

Dabei wurde noch nie von „Allah“ in der Mehrzahl gesprochen!

 

Sollten wir jemals so etwas hören, so ist dies auf die Dummheit oder Gedankenlosigkeit der sprechenden Person zurückzuführen.

 

Das Wort „Gott“ ist anders, man bezeichnet auch die Götzen der Heiden als „Gott“ oder „Götter“... Polytheisten beten eine Vielzahl von Göttern an und man spricht davon, das die Götter von diesen  so und die Götter von jenen  so sind...

 

Das zeigt, dass der allgemeine Name „Gott“ nicht gleichzusetzen ist, mit der Bedeutung des Eigennamen „Allah“  und einen allgemeinen Ausdruck darstellt...

Demzufolge lässt sich der Eigennamen „Allah“ nicht mit dem Wort „Gott“ übersetzen! ...

(Band 1 S.24/25)

* * *

 

Den Ausführungen, des besten, türkischen Autoren von Koran Interpretationen zufolge, kann man, wie wir oben gelesen haben, „Allah“ nicht „Gott“ nennen.

 

Hier müssen wir noch folgende wichtigen Unterschiede beachten:

 

Das Wort „Gott“ ist ein allgemein gebräuchlicher Ausdruck, „Allah“ hingen ist der Namen des einzigen Wesens, außer dem nichts und niemand, die absolute Existenz besitzt!

Das heißt, es handelt sich hier nicht nur um verschiedene Sprachen, oder die Aussprache der 

Worte, sondern es handelt sich um einen enormen Unterschied in der Bedeutung zwischen den Begriffen und dem Namen!

 

Eine Religion, deren Ansichten auf einem „Gottverständnis“ basieren, ist sinnlos und unhaltbar!

 

Der Islam ist die gültige Religion, welche auf der Bedeutung dessen beruht, worauf mit dem Namen Allah hingewiesen wird!

 

Die Bedeutung von „La ilâhe illallâh“ ist, „es gibt keinen Gott, einzig Allah ist vorhanden“, und um ernstlich Mohammedaner zu sein, muss man zuerst diesen Unterschied erkennen!

 

Denn wenn wir unser Verständnis, mit der Bedeutung des Wortes „Gott“ begrenzen, dann bringen wir uns selbst um die Erkenntnis, was mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird und infolge dessen wird sich uns das Geheimnis um das „Kalifat“ nicht eröffnen!

 

Gott“ ist ein anzubetendes Wesen, außerhalb von Dir...

 

„Allah“ ist die Wahrheit in Deinem Innersten, der Du dienst!

 

„Gott“ ist ein Schreckgespenst, vor dem man sich zu fürchten hat!

 

Allah“ ist für die Wissenden, aufgrund der Erkenntnis ihres Nichtseins neben der End- und Grenzenlosigkeit Hu’s,  die Quelle ihrer Ehrfurcht (Haschiyet)!

 

„Gott“ ist ein Herrscher und Richter im Jenseits, den sich die Unvollkommenen im Geiste vorstellen und an den sie glauben!

 

„Allah“ ist das Eine, absolute Wesen, welches die Welten aus seinem Sein heraus geschaffen hat, in jedem Teilchen mit Hu’s Eigenschaften Erfassbar ist und in keinerlei Form einen Teilhaber hat!

 

„Gott“ ist ein Ballon, der in jedem Zeitalter und in jeder Kultur, dem jeweiligen Verständnis der Menschen entsprechend, mit zahllosen Eigenschaften ausgeschmückt wird und alle Träume der Menschen in sich vereint.

 

„Allah“ indessen ist „Ahad“, „Samed“, „Lem yelid“ und „Lem yuled“ !

 

Wer hat demnach das Recht, im Namen Allahs und der Religion zu richten?

 

 

 

 

 

* * *

 

 

 

 

Der mit Krebs befallene „Gottesgedanke“

Allah“ hat mir die Wahrnehmung der Ursache, warum sich die heutigen Menschen so schwer tun, die so wichtige Tatsache, die ich ihnen zu vermitteln versuche, folgendermaßen eröffnet...

 

Der größte Teil der Menschen glaubt daran, dass alles im Bereich unserer Realität von einem Schöpfer erschaffen wurde und nennt diesen Schöpfer „Gott“.

 

Diesen Schöpfer, der ihrer Vorstellung nach außerhalb von Ihnen und seiner Schöpfung existiert, formen sie,  hinsichtlich seiner Qualitäten und seinem Ausmaß, nicht etwa aufgrund von Nachdenken und Nachforschung, sondern basierend auf dem von der Umgebung Gehörten, in ihren Köpfen zu einem Gott.

 

Danach geben sie dem Gott ihrer Vorstellung, jenachdem wo sie leben, den allgemein gebräuchlichen Namen, z.B. „Allah“ und stürzen sich mit ihren Vorstellungen ins Gespräch.

 

Und eben hier fängt das ganze Problem an!

 

Wenn Sie dieser Person, welche nicht verstanden hat, dass der Begriff „Gott“ nicht der Wirklichkeit und den Gegebenheiten entspricht, die Eigenschaften des absoluten, „Allah“ genannten Wesens vermitteln, dann projiziert und injiziert diese Person dieses Wissen auf den „Gott“ seiner Vorstellung und macht die Version ihres Gottes zu Allah!

 

Dabei müssten sie sich von ihrem Gottesbegriff befreien und „die absolute Realität, auf die mit dem Namen „Allah“ hingewiesen wird, erkennen!“

 

Eben durch dieses Injizieren der Eigenschaften „Allahs“ in den Gottesbegriff in unseren Köpfen entsteht eine Reaktion, die mit einem Krebsbefall des Gottesbegriffes zu vergleichen ist; der Begriff „Gott“ der mir den Eigenschaften „Allahs“ geimpft wurde, entwickelt und verbreitet sich von Tag zu Tag mehr!

 

Denn der „Gott“ unserer Vorstellung wandelt sich zunehmend in „Allah“, wird regelrecht „allahisiert“! So wie der Körper bei Krebsbefall seiner Zellen das Leben verliert, so macht der krebsbefallene Gottesbegriff die Wahrnehmung dessen, was mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird, unmöglich und macht das Ewige Leben dieser Person zunichte!

 

Wir sind genötigt, so schnell wie möglich zu begreifen, was der Begriff „Gott“ und „Gottheit“ meint und die denkenden Menschen unserer Umgebung darüber zu informieren!

 

Wenn wie wirklich das Wesen, welches mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird und welches Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, gestützt auf  den Heiligen Koran, erläutert hat, verstehen und begreifen wollen, dann müssen wir uns zuerst von dem Gedanken an die Existenz eines Gottes im Jenseits, irgendwo da oben, außerhalb von uns, befreien!

 

Wie können wir diese Reinigung unserer Gedanken erreichen?

 

Indem wir versuchen, die von „Allah“ geschaffene Welt in der wir leben, das Universum und das gültige System, welches alles umschließt zu „lesen“(dechiffrieren)!

 

Zuerst gilt es zu erkennen und zu begreifen, dass...

Alles was wir wahrnehmen können, entsteht aus Allahs Wissen, Wunsch und Allmacht!

Außerhalb Hu’s Wünschen, kann keiner irgend etwas wünschen! .. Allah ist Hakîm, Hu lässt jede Sache, jedes Ding mit einem Sinn (Hikmet) am rechten Ort und zur rechten Zeit entstehen, auch wenn wir diese oft als unangebracht und falsch empfinden!

 

Als nächstes müssen wir gut verstehen, was die Absicht Allahs ist!

 

Das Wesen, welches über das Universum herrscht und mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird, realisiert seine Wünsche jeden Augenblick unter dem Namen all seiner Geschöpfe und es besteht auch kein zweites Wesen, welches Hu’s handeln in Frage stellen könnte!

 

In dem, von Hu geschaffenem System, in der Grundordnung des Universums, ist es eines der ersten Grundgesetze, dass „der stärkere gewinnt“. Solange der Starke stark bleibt und nicht auf einen noch Stärkeren trifft, wird er gewinnen! .. Denn zu Allahs Eigenschaften zählt die „Allmacht“ (Kudret), nicht die Eigenschaft der Schwäche (Adjis).

 

Die Kraft eines jeden Wesens entspringt seinem Wissen. Jedes Wesen hat so viel Wissen wie es Verstand besitzt. Da jede Spezies eine bestimmte spezifische Kapazität des Verstandes besitzt, bezeichnen sich die unterschiedlichen Arten gegenseitig als „unverständig“!

 

Dabei hat „Allah“ zur Realisierung seiner Wünsche, jedes Einzelne (Wesen) gemäß dem Auftrag, für den Hu es erschaffen hat, mit den Mitteln zum Zweck ausgestattet und eben dies ist das, was man „Allahs“ Gerechtigkeit nennt! Darum gab es im Universum weder in der Vergangenheit, noch wird es in der Zukunft, im eigentlichen Sinne eine Ungerechtigkeit geben! Jedes Individuum bekommt zu jeder Zeit das, was ihm seinem Schöpfungszweck gemäß zusteht!

 

Darum müssen wir, wenn wir uns von dem Gottesbegriff, den wir uns in unserer Vorstellung geschaffen haben, befreien wollen und das Wesen, welches mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird erkennen möchten, versuchen, das System und die Welten, welche Hu durch seine Existenz zum Sein gebracht hat, zu „lesen“(dechiffrieren)! Der Weg des Kennenslernens führt als von den Geschöpfen zu ihrem Schöpfer!

Nur so öffnet sich für uns, der Weg zur Erkenntnis „Allahs”!

 

Ansonsten gehören wir zu denjenigen, welche in dem Koranvers beschrieben werden: „Hast du diejenigen gesehen, welche ihre eigenen Illusionen zu ihrem Gott erhoben haben?“ Und wir werden in diesem Sinne Leben und unsere Reise in die Ewigkeit antreten!

 

* * *

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn sich „Hu“ zu „Er“ verwandelt

 

In diesem Abschnitt möchte ich Sie auf einen signifikanten Fehler aufmerksam machen, der bei der Übersetzung des Korans und anderer religiöser Schriften ins Deutsche und ins Englische gemacht wird. Das Wort „Hu“ welches im Heiligen Koran benutzt wird, übersetzt man im Türkischen mit „O“

 

„O“ ist ein Pronomen, welches eine dritte Person bezeichnet, ohne dabei das Geschlecht zu bestimmen, egal ob männlich, weiblich, lebendig oder leblos.

Dabei besteht das Pendant zu „Hu“ und „O“ im Deutschen wie im Englischen jeweils aus drei einzelnen Worten. In der dritten Person benutzt man für das Männliche „er“ oder „he“, für das Weibliche „sie“ oder „she“ und für das Sächliche oder Neutrale „es“ oder „it“.

 

In unserer Sprache gibt es den falsch gebrauchten Begriff „Gottvater“, der aus dem Christentum stammt... für die Christen gibt es einen männlichen Gott im Himmel, den Vater von Jesus! In den bisherigen Kapiteln habe ich versucht zu erklären, dass das Wesen, welches mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird, kein „männlicher Gott im Jenseits“ ist!

 

Lassen Sie uns überdenken, versuchen Sie ihr eigenes, innerstes Selbst, welches Sie als „Ich“ bezeichnen zu ergründen..., wenden wir uns dem Kernpunkt der Materie zu. „Zoomen“ wir von  den Molekülen über die Atome, Neutronen über den Neutronenquark bis in die Quantum Dimension und zwingen wir uns selbst dazu, alles Erdenkliche in der Dimension der Teilchen oder Wellenlängen zu betrachten...  Dieses Zoomen durch die Dimensionen stellt eine wissenschaftliche „Miraj“ ( Auffahrt) dar.

 

Eben dieses arabische Wörtchen „Hu“ weist auf solch eine dimensionale Besonderheit im innersten des Wesens hin, ohne qualifizierende Adjektive und quantitative Beschränkung!

 

Denken Sie jetzt über die Bedeutung dessen nach, was ich Ihnen mitteilte und vergleichen Sie mit der Bedeutung des Wortes „er“ oder „he“ für die 3. Person Singular und stellen Sie sich vor, welche Begriffsverwirrung entsteht, wenn man die Bedeutung des Wörtchens „Hu“ auf die Wörtchen „er“ und „he“ überträgt!

 

In welchem Umfang kann es der Wirklichkeit entsprechen, wenn man den Punkt der Einheit in der Dimension des Universums, auf den mit dem Wörtchen „Hu“ hingewiesen wird, als einen geschlechtlich festgelegter Gott ansieht?

 

Wie kann man mit der Abstraktheit, der end- und grenzenlos beschriebenen und selbst darüber erhabenen Wahrheit, einen konkret beschriebenen, männlichen Gottvater in Einklang bringen?

 

Und dann sollten wir auch noch folgendes erkennen:

Das für uns unendlich erscheinende Universum, stellt einen Winkel „<“ dar, der in einem Moment von einem Punkt ausgehend entstanden ist! Einen von einem Punkt ausgehenden Winkel „<“in der Ebene der Unendlichkeit!

 

Das was als Universum oder als Universen im Universum beschrieben wird befindet sich alles in diesem Winkel „<“.

Der Winkel „<“ und der Punkt von dem er ausgeht, ist die Schöpfung eines Momentes, unter den Momenten Hu’s! Unter den unzähligen Punkten und den unzähligen Momenten, sind wir nur in einem, in einem Moment geschaffenen Punkt, in einem der Universen im Universum.

 

Das, was mit den Begriffen „Insan-i Kamil“ oder „Hakikat-i Muhammedi“ bezeichnet wird, ist das, aus solch einem Punkt entstandene Wesen!

 

Der Punkt indessen, ist ein genialer Einfall!

 

Hu ist der Schöpfer zahlloser Punkte; und die Punkte sind aus Hu’s Sicht geniale Einfälle. Hu lässt alles was er an einem Punkt seines Bewusstseins kreiert, aus dem Stoff seiner Träume entstehen!

Und der mit „Hu“ bezeichnete ist über all das, was hier erwähnt wurde erhaben (Gani).

 

Eben das ist die Wirklichkeit, auf die mit dem Wörtchen „Hu“ hingewiesen wird und die von allen Mohammedanern unbedingt bemerkt werden soll!

 

Wird also das Wörtchen „Hu“ in den Übersetzungen des Korans mit „Er“ übersetzt, so entsteht unweigerlich der Begriff eines männlichen Gottvaters, auf den die Eigenschaften von „Hu“ übertragen werden!

 

Es ist für die Menschen außerordentlich schwer, die Religion des Islams, aus Koran Übersetzungen oder Auslegungen zu verstehen, welche so zu verstehen sind, als wenn sie von einem Gottvater im Jenseits sprechen!

 

Wenn wir den Islam verstehen wollen und bewusst bezeugen möchten, dann müssen wir zuerst den Sinn, auf den solche Worte hinweisen gut verstehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                       Kapitel 3

 

 Der Tod

 

 

Diejenigen, welche Gott draußen, irgendwo da oben vermuten,

die glauben auch, dass die Seele von dem Gott da oben gesandt,

von außen in den Körper kommt!

 

Indessen haben diejenigen, die um Allah wissen wahrgenommen,

dass die Seele von „Haqq“ entsteht, welcher die innerste Wahrheit

des Gehirns bildet!

A.    H.

 

 

 

 

 

 

 

Wurden die Seelen vor Ewigkeiten erschaffen?

 

In diesem Abschnitt möchte ich auf einen gravierenden Fehler aufmerksam machen...

 

„Wurden die Seelen vor Ewigkeiten irgendwo im Himmel geschaffen um dann Stück für Stück auf die Erde gesendet zu werden? Ist es das, was die Religion vermittelt?

 

Mit Bestimmtheit, nein!

 

Die Seelen wurden nicht in der Vergangenheit, vor Ewigkeiten geschaffen und gelangen jetzt Stück für Stück auf die Erde in ihre Körper!

Ganz im Gegenteil, die Seele beginnt sich am 120. Tag der Entwicklung des Embryos in der Gebärmutter, aus der Allmacht (Kudret) Allahs im tiefsten Sein dieses Embryos, unter den Einwirkungen engelhafter Kräfte, im Gehirn dieses Wesens zu bilden!

 

Im 172. Vers der Arâf Sure im Koran steht folgende Erläuterung:

„Dein Schöpfer entnahm den Lenden der Söhne Adams ihren Samen und ließ sie gegen sich selbst bezeugen;

-        Bin ich nicht Euer Herr (elestü birabbiküm)...

-        Und Sie antworteten: Ja, wir bezeugen dies! (kalû belâ schehidna)...

Damit sie am Jüngsten Tage nicht sagen können, wir haben davon nicht gewusst! ..“

 

Da die eigentliche Bedeutung dieses Verses nicht erkannt wurde,, verfälschte man die Bedeutung dieses Verses und es kamen ganz unzutreffende Auslegungen zustande, die wiederum mit Gegenstandslosen Geschichten ausgeschmückt wurden und letztendlich zu der heute allgemein verbreiteten, falschen Auffassung führten!

 

Fassen wir hier kurz die heute allgemein vorherrschende, falsche Auffassung zusammen:

„ Allah hat an einem Ort alle Seelen der Menschen die auf diese Welt kommen werden, auf einmal erschaffen und diese dort gefragt: Bin ich nicht euer Herr?

Und die Seelen der Menschen sollen geantwortet haben: „Ja du bist unser Herr“...

Danach werden die Seelen Stück für Stück auf die Erde gesandt, damit sie in die Körper schlüpfen, welche sich in den Gebärmüttern ihrer Mütter entwickeln und später werden sie wieder herausfahren um an diesen Ort zurückzukehren...

Und manchen Personen zufolge, die weder tiefes Wissen noch ein umfassendes Denkvermögen und Wissen besitzen, werden sie zur Entwicklung und Reifung immer und immer wieder auf die Erde gesandt! Und diesen Vorgang der erneuten Rückkehr in einen Körper nennen sie „Reinkarnation!“

 

Basierend auf diesem falschen Verständnis hat man noch eine Geschichte mit dem Namen „elest bezmi“ erfunden...

Demzufolge sollen die Seelen, die sich in der Welt der Seelen kennen lernen und Umgang untereinander pflegen, sich auch auf dieser Welt kennen lernen und lieben. Diejenigen, welche sich dort nicht verstanden haben, werden auch hier gegenseitige Abneigung haben! 

 

Lassen Sie uns erst einmal die Tatsachen zusammenfassen und dann werde ich meine Beweise aufführen.

Allahualem, hier ist die Bedeutung, auf welche in dem Vers hingewiesen wird:

 

Gemäß der Bestimmung: ..„Allah hat die Menschen mit der natürlichen Veranlagung des Islam geschaffen“... besitzt jeder Mensch schon im Zustand des väterlichen Spermas die Programmierung für den Islam (fitrat) und kommt damit auf die Welt, um hier sie weiteren Entwicklungen zu durchlaufen!

 

Die Feststellung: ... „entnahm die Samen ihrer Lenden“ weist darauf hin, dass das Wissen, die Veranlagung für den Islam, auf dem Wege der genetischen Vererbung, schon im Sperma vorhanden ist!

 

Das bedeutet, dass schon in dem Moment, wo die Spermen aus den Lenden der Menschen entnommen werden, als Veranlagung das Programm für das „Wissen um seinen Herrn“ vorhanden ist.

 

Faktisch bildet der Embryo, der genetisch dieses Programm enthält, ab dem 120. Tag in der Gebärmutter, unter den Einflüssen engelhafter Kräfte, welche aus den Dimensionen seines innersten Seins heraus wirken, seine Seele, welche unter Einwirkung der von seinem Gehirn gebildeten Frequenzen entsteht und den Körper für das Leben nach seinem Tode bildet!

 

Und danach werden alle Ergebnisse seiner geistigen Tätigkeiten in der Seele, in Form von Wellen gespeichert! Das bedeutet: Die These,, dass eine bewusste Seele von außen her in den Körper gesandt wird, ist unhaltbar!

 

Überdenkt man diesen Koranvers, den man als Stütze für die These einer „Welt der Seelen“ und ein Bestehen der Seelen vor diesem Weltenleben, heranzieht, dann bemerkt man, dass von den Lenden der Söhne Adams die Rede ist... „Lenden“ haben nichts mit der Dimension der Seele, sondern mit unserem Dasein auf dieser Welt zu tun. Mit dem Ausdruck „Wasser der Lenden“ ist Samenflüssigkeit gemeint, es handelt sich um die Welt des Spermiums.

 

Dieser falschen Annahme liegt der Fehler zugrunde, dass man das Wort Ewigkeit nicht in seiner Dimensionalen Bedeutung erfasst, sondern als eine lokalisierte Vergangenheit bewertet!

Weiterführendes Wissen zu diesem Thema finden Sie in dem Buch „Was Hz. Mohammed las“ (A.d.Ü. dieses Buch ist z.Z. nur in türkisch erhältlich)

Außerdem können Sie in der türkischen Koranauslegung des Hamdi Yazir aus Elmali, im 4. Band auf der 2324. Seite die Bestätigung für unser Schreiben finden.

Sie können auch die moderne Auslegung des Korans von Süleyman Ates, auf der 412. Seite des 3. Bandes zur Bestätigung heranziehen.

 

Imam Gazali schreibt in seinem Werk „Ravazatüt talibin“ zu diesem Thema folgendes:

„... denn auch die Seele des Rasul Allahs unseres Meisters war nicht erschaffen, bevor er von seiner Mutter auf die Welt gebracht wurde!“

 

Wenn die Seele also nicht von außen in den Körper gelangt, kann es da möglich sein, dass die Seele nach dem Tod in einen anderen Körper übergeht?

 

      * * *

 

 

 

 

 

 

Was ist der Tod?

Das innere Gesicht des Todes.

 

Es ist bedauerlich, dass das Geschehnis des Todes heutzutage in seiner Realität unbekannt ist und gemeinhin angenommen wird, dass der Tod ein „Ende“ darstellt!

 

Dabei ist doch der Tod kein Ende, sondern nichts anderes, als der Übergang von der materiellen Welt, in die Dimension der immateriellen Welt! ... Also eine Transformation!

 

Mit dem Ereignis des Todes verlässt der Mensch seinen materiellen Körper und lebt mit seinem, „Seele“ genannten, aus „halografischen Strahlen „ bestehenden Körper im Grab oder außerhalb des Grabes.

Das bedeutet, mit dem Tod endet das leben im materiellen Körper und geht im seelischen Körper, dem Astralleib weiter.

Im Heiligen Koran, der die Grundlagen des Islams verkündet, ist das Ereignis des Todes folgendermaßen beschrieben:

 

„Jede Seele wird den Tod schmecken!“

 

Das Ereignis des Todes bedeutet das Verlassen des biologischen, materiellen Körpers und der Übergang in ein Leben in der Dimensionen der Wellenfrequenzen in der Verkörperung der Seele...

Da mit der Funktionslosigkeit des Gehirns, die Ausstrahlung von bioelektrischer Energie in den Körper endet, verliert der Körper seine elektromagnetische Anziehungskraft, mit der er die Seele an sich bindet. Und so geht die Seele in eine, vom Körper losgelöste Lebensform über. Eben dieser Vorgang wird mit dem Wörtchen „Tod“ bezeichnet.

Da im Laufe des Lebens alle geistigen Aktivitäten eines Menschen vom Gehirn, gleich den, mit Bild- und Schallwellen beladenen Fernsehwellen, in der Seele, bzw. dem, aus halografischen Wellen bestehenden Astralleib, gespeichert werden, geht die Person, ohne eine Veränderung an sich Selbst zu verspüren, in die Dimension der Seele über. Und der Mensch lebt in seinem Astralleib, wie zuvor mit seinem materiellen Körper weiter!

 

Allerdings besteht ein Unterschied... ,obwohl der Mensch in seinem Körper ganz lebendig und bei Bewusstsein ist, kann er den materiellen Körper nicht mehr benutzen. Wie eine lebendige Person, die bei vollem Bewusstsein in einem Körper steckt, der sich dauerhaft in einem vegetativen Status befindet! Diese kann zwar alles, was in ihrer Umgebung vor sich geht wahrnehmen, aber selbst keinen Kontakt zur Umwelt aufnehmen!

 

So beschreibt dann auch der große islamische Gelehrte Ibrahim Hakki aus Erzurum, in seinem Werk „Marifetnameaus dem Munde des Hz. Mohammed, das Ereignis des Todes folgendermaßen:

„Der Verschiedene, also der Mensch, der den Tod zu schmecken bekommen hat, weiß, wer seinen Körper wäscht, wer ihm das Leichentuch anlegt, wer hinter seinem Trauerzug hergeht, wer ihn in das Grab hinablässt und wer ihm die islamischen Glaubensartikel vorspricht.

 

* * *

 

Die Ermahnung, dass wir  neben dem Verstorbenen kein lautes Wehklagen erheben sollen und uns nicht die Haare raufen sollen, weil wir ihn damit quälen, Resultiert ebenfalls aus der Tatsache, dass der Verschiedene uns sieht und über unseren Zustand Kummer verspürt.

 

Der, als Tod beschriebene Zustand, bei dem die Person den materiellen Körper nicht mehr benutzen kann und in dem die Person als Seele lebendig, bei vollem Bewusstsein und Verstand im Grab die Ansprache von außen wahrnehmen kann, wird uns am besten in einem Hadis des Rasul Allahs, das im „Buhari“ genannten Zitatenbuch geschrieben steht, veranschaulicht:

 

Von Talha ra. Wurde überliefert:

Am Tage der Schlacht von Bedir befahl der Nebi, Friede sei mit ihm, die 24 Leichen vom Volksstamm der Kuraischiten aufzusammeln und in einem verschmutzten Brunnen, unter den Brunnen von Bedir zu versenken. Auf diese Weise sammelte sich in diesem verschmutzten Brunnen neuer Unrat an.

Es war die Angewohnheit des Nebis, nach dem Sieg über einen Volksstamm, drei Tage lang auf dessen Sammelplatz zu lagern. Am dritten Tag nach der Schlacht von Bedir, befahl der Nebi Allahs sein Kamel zu bringen. Die Weglast wurde ihm aufgeladen und festgezurrt. Dann setzte sich der Nebi Allahs in Bewegung. Seine Gefährten folgten ihm nach.

 

Unterdessen sprachen diese untereinander: Wahrscheinlich verfolgt unser Nebi einen Zweck.

Endlich hielt der Rasul Allahs an der Seite des Brunnens, in den die Getöteten versenkt worden waren, an und sprach diese mit ihren Namen und den Namen ihrer Väter an:

 

Oh Ebâ Cehil Sohn des Hisam, oh Utbe, Sohn des Rebîha, oh Soundso, Sohn des Soundso...“Wenn ihr Allah und seinen Nebi gefolgt wäret, würdet ihr euch jetzt freuen? ..

Oh ihr Getöteten! ... Wir haben den Sieg, den uns Allah voraussagte, wirklich gefunden. Habt ihr auch den Sieg gefunden, den euer Herr euch verheißen hat?

 

Auf diese Ansprache hin, fragte Ömer r.a.:

 

Oh Nebi Allahs, warum sprichst du zu den leblosen Leichen? Der Rasul, Friede sei mit ihm, antwortete folgendermaßen:

„Ich schwöre im Namen dessen, der Mohammeds Seele in Händen hält, ihr könnt das, was ich sage, nicht besser hören als jene!“

 

Wie zu sehen ist, korrigiert der Rasul Allahs, Friede sei mit ihm, in dieser Begebenheit, die von Buhari überliefert ist, ein großes Missverständnis.

 

Es gibt wohl keine treffenderes Hadis welches folgende falsche Annahme berichtigen könnte:

„Die Menschen werden tot in das Grab gelegt und später am Auferstehungstag werden sie wieder lebendig.“

 

Die Menschen werden mit ihrer jetzigen Intelligenz und mit vollem Bewusstsein ins Grab gelegt und können die von Außen an sie gerichtete Ansprache so gut verstehen, als wenn sie draußen wären.

 

Wenn der 3. Kalif Osman bin Affan r.a. an einem Grab stand, weinte er so lange, bis sein Bart völlig durchnässt war. Aus diesem Grunde fragte  man ihn:

Du denkst an das Paradies und an die Hölle und weinst nicht dabei, warum weinst du aus Angst vor dem Grab?“

 

Osman antwortete:

 

-        Ich hörte vom Rasul Allahs folgendes: Es ist gewiss, dass das Grab die erste Station des Jenseits ist! ...Wenn man von dort erlöst wird, dann wird man auch leicht von den anderen Stationen erlöst. Wenn eine Person nicht von hier erlöst wird, dann werden die nachfolgenden Stationen noch viel schlimmer werden! ..

-         

Später fuhr Osman r.a. folgendermaßen fort: Unser Prophet pflegte folgendes zu sagen:

„Ich habe noch keinen Anblick gesehen, der fürchterlicher als das Grab ist!“...

 

Am Grab des Sa’d bin Muâz, der zu den ersten islamischen Märtyrern zählt und dessen Leichnam vom Rasul Allahs, Friede sei mit ihm, selbst in das Grab gelegt wurde, sagte der Rasul Allahs:

- Selbst diese auserwählte Kreatur, für die das Firmament erzitterte, sich die Pforten des Himmels öffneten und Tausende Engel auf die Erde herabstiegen,  fühlt sich in ihrem Grab dermaßen bedrängt, dass seine Knochen fast klapperten! Wenn es von den Qualen des Grabes und den Bedrängnissen nach dem Tod eine Rettung gäbe, so wäre sie als erstes Sa’d zuteil geworden! ... Dieser wurde aufgrund seines geistigen Grades sofort von diesen Qualen erlöst; das ist alles! ..“

 

Lassen Sie uns jetzt gemeinsam überlegen... könnte man überhaupt von solchen Qualen sprechen, wenn die Personen nicht „lebendig“, dass heißt bei „vollem Bewusstsein“ im Grab lägen? ...

 

Man fragte den Rasul Allahs, welche unter den Gläubigen sind die intelligentesten und bewusstesten?

- Diejenigen, die sich am öftesten daran erinnert, was im Leben nach dem Tod auf sie zukommt und sich bestmöglich darauf vorbereiten sind die Intelligentesten und Bewusstesten...“

 

In einer anderen Ansprache sagte er folgendes:

 

Der bewussteste und am meisten voraussehende Mensch ist derjenige, der sein „Selbst“ den Regeln Allahs unterwirft und dessen Tun ihm Vorteile im Leben nach dem Tode bringen wird... der Schwache indessen unterwirft sich den Trieben seines Körpers und seiner Instinkte und erwartet hernach die Gunst Allahs! ..

 

Von Ibni Masud, einem der Gefährten (ashab) des Rasul Allahs wird uns hinsichtlich der Qualen im Grab folgendes überliefert:

 

„So wie ich vom Rasul Allahs, Friede sei mit ihm, gehört habe, werden die Sündigen ganz bestimmt die Qualen des Grabes erleiden. Sogar die Tiere können ihre Schreie hören...“

 

Ebu Said el Hudrî berichtet, dass der Rasul Allahs, Friede sei mit ihm, folgendes sagte:

 

Über die Ungläubigen werden in ihrem Grab, bis zum Auferstehungstag 99 stechende und beißende Ungeheuer herfallen. Würde eines davon seinen Atem auf die Erde blasen, so würde kein grüner Halm mehr sprießen!“

 

Ibn-i Ömer r.a. berichtet... der Rasul Allahs sagte:

 

„ Wenn einer von euch stirbt, gleich ob er für das Paradies oder für die Hölle bestimmt ist, wird ihm  jeden Tag, morgens und abends sein zukünftiger Platz gezeigt. Dies ist dein Platz, hier wirst du bis zur Wiederbelebung (Baas) am Auferstehungstag bleiben.“

 

Hier möchte ich die Aufmerksamkeit auf ein Detail lenken. Schauen Sie sich folgenden Satz an, den wir im Gebet Amentü sprechen...

 

„Wel ba’sü ba’del MEWT“...

 

Geben Sie acht, es heißt nicht..

 

„Wel ba’sü ba’del KIYÂMET (Auferstehungstag)“

 

Das Ereignis, dass hier mit dem Wort „Baas“ bezeichnet wird, findet nicht erst nach dem Auferstehungstag, sondern auch schon nach dem Schmecken des Todes statt!

 

Auf dieser Erde leben wir mit dem uns wohlbekannten materiellen Körper und gleichzeitig, mit dem vom Gehirn gebildeten Astralleib, der Seele.

 

Lassen Sie uns schauen, was der große Gelehrte des Islams und Mystiker, Imam Gazali in seinem Werk „Esmâ’ül hüsna scherhi“ parallel zu dem Thema über den Namen „El- Bâis“ schreibt:

Viele Menschen geben sich bei diesem Thema falschen Vorstellungen hin... und diese versuchen sie auf vielerlei Arten zu erklären... sie sagen; der Tod bedeutet nicht mehr zu existieren, Bâs bedeutet, eine erneute Wiederbelebung nach dem Aufhören der Existenz, genau wie das Lebendigwerden bei der ersten Entstehung des Lebens...

 

Zuerst einmal ist deren Annahme, dass der Tod ein nicht mehr existieren sei, falsch! Genau so wie ihre Vermutung, dass die zweite Wiederbelebung der Ersten gleicht ist.

 

Es ist unsinnig zu glauben, dass der Tod ein nicht mehr existieren bedeutet! ...Denn das Grab ist entweder eine Höllengrube oder ein Paradiesgarten...

 

Die Meister der geistigen Weitsichtigkeit, denen der tiefe Sinn bekannt ist, weisen auf die Tatsache hin, dass der Mensch für die Ewigkeit geschaffen ist. Er wird nie aufhören zu existieren!

Natürlich gibt es Zeiten, in denen der Kontakt zu seinem Körper abbricht, wenn man davon spricht, dass er verstorben sei... und dann wird ihm sein Körper wieder zurückgegeben und es heißt, er ist wieder ins Leben zurückgekehrt...

 

Diejenigen, welche vermuten, dass die Rückkehr ins Leben eine zweite Geburt, gleich der ersten Geburt ist, täuschen sich! ...Denn diese „Auferstehung“ bedeutet eine ganz andere Art der Erschaffung, die sich von der ersten Erschaffung unterscheidet...

 

Um die Wahrheit zu sagen, der Mensch erlebt eine Reihe von Wiederbelebungen, seine Wiederkehr ins Leben ist nicht auf zwei Male begrenzt...“

 

* * *

 

Mit dem Schmecken des Todes löst sich der materielle Körper auf und unser Leben geht wiederbelebt mit der Seele, die sich vom Körper trennt, im Grab bis zum Auferstehungstag weiter.

 

Dann findet in der Periode, in der die Erde, durch die Strahlung der Sonne Vernichtet wird, eine Neubelebung im Sinne der heutigen Charakteristik statt!

 

Und letztendlich werden all diese Körper gemäß der Umgebung in die gehen werden, in einer erneuten Belebung neu geformt...

 

Werden wir im Grab unsere jetzige Intelligenz, unsere jetzigen Mechanismen für die Wahrnehmung und Bewertung haben? ...

 

Zu diesem Thema berichtet Abdullah bin Ömer...

 

Als sich Hz. Ömer und der Rasul Allahs darüber unterhielten, dass die beiden Engel Münkir und Nekir ins Grab kommen und Fragen stellen, fragte Hz. Ömer folgendes:

 

-        Werden wir (im Grab) bei vollem Verstand sein, O Rasul Allah?

-        Ja... genauso wie am heutigen Tag! ...

 

Was passiert nun, wenn eine Person, die den Tod geschmeckt hat, bei vollem Verstand und Bewusstsein, lebendig, aber mit einem nicht mehr funktionierenden Körper ins Grab gelegt wird?

Hören wir uns dies aus dem Mund von Enes r.a. an...

 

Der Rasul Allah, Friede sei mit ihm, sagte:

 

-        Nachdem der Mensch ins Grab gelegt wurde, hört er die Fußschritte derer, die sich von seinem Grab entfernen... Während diese sich entfernen, erscheinen zwei Engel im Grab, die ihn aufsetzen und fragen:

-        Was sagst du über den Mann der Mohammed genannt wird? ...

 

Ist er ein Gläubiger, so wird er sagen:

 

-        Ich bezeuge, dass Mohammed Diener und Rasul Allahs ist..

 

Nach dieser Antwort sagt man ihm:

 

-        Schau auf deinen Platz in der Hölle! ... Allah hat diesen Platz mit einem Platz im Paradies getauscht..

 

Daraufhin sieht dieser sowohl seinen Platz in der Hölle, wie auch der Platz, den er im Paradies einnehmen wird...

 

Ist er aber ein Ungläubiger, oder einer, der zum Schein Gläubig ist, so wird er folgendes antworten:

-        Ich weiß nur, was die Leute so erzählen, zu diesem Thema habe ich keine feste Meinung...

Und zu ihm wird gesagt:

 

-        Du hast ihn weder erkannt noch bist du ihm gefolgt!

 

Darauf bekommt er solch einen Schlag mit einem Knüppel, dass sein Schrei von allen gehört wird, außer von den Menschen und Geistern! ...

 

Lassen Sie uns zum Schluss das Thema mit folgendem Hadis beschließen:

 

„Die Person, welche den Tod zu schmecken bekommt, wird durch das Weinen seiner Angehörigen gequält.“

 

Zu diesem Thema existieren noch eine Reihe von Aussagen des Rasul Allah, die in den einschlägigen Hadis Büchern nachgelesen werden können.

 

Zusammenfassend können wir sagen:

 

Der Mensch stirbt nicht, er bekommt den Tod zu schmecken! Er wechselt seine Lebensdimension! ..

 

Unter dem Vorgang, den Tod zu Schmecken versteht man, dass der Mensch die Herrschaft über den materiellen Körper verliert und in dem „Seele“ genannten Astralleib, der aus halografischen Wellen besteht, sein Leben ohne Unterbrechung weiter lebt.

 

Aus diesem Grunde ist jeder Mensch, der ins Grab gelegt wird bei Bewusstsein und vollem Verstand!

 

Und er wird bewusst weiterleben bis zum Auferstehungstag, an dem er den Gegebenheiten des Tages entsprechend einen neuen Körper erhält.

 

* * *

 

Was geschieht nun, nachdem man den Tod geschmeckt hat?

 

In dem Augenblick, in dem der Mensch den Tod zu schmecken bekommt, kann er noch für eine Weile seine Umwelt wahrnehmen... Er nimmt die Vorgänge in seiner Umgebung, die Gespräche, die Trauer und das Wehgeschrei wahr als lebte er in seinem biologischen Körper...

 

In diesem Zustand gleicht er einem Menschen, dessen körperliche Funktionen gelähmt sind... Er kann zwar alle Wahrnehmen was um ihn herum geschieht, kann aber mit seiner Umgebung keine kommunikative Verbindung aufnehmen...

 

Und dann ist auch schon der Zeitpunkt für die Leichenwäsche gekommen...

 

Warum wird der Leichnam gewaschen?

 

Soweit wir wissen, liegt der tiefe Sinn der Leichenwäsche darin, dass die Zellaktivität des biologischen Körpers noch weiter besteht und durch das Wasser, auf dem Weg der Osmose, eine bioelektrische Unterstützung erhält. Auf diese Weise kann die Person, durch ihren biologischen Körper, noch für eine kurze Zeit, mit der Welt in der sie gelebt hat eine, wenn auch einseitige Verbindung, aufrechterhalten.

 

Die Lebensdimension, welche mit dem Vorgang „den Tod zu schmecken“ beginnt und bis zum Auferstehungstag fortdauert wird  Welt des „Berzah“ genannt...

 

Das Leben, welches nach dem Tod beginnt, wird in drei Abschnitte unterteilt:

A-    das Leben im Grab (Kabir)...

B-   das Leben in der Welt des Grabes...

C-   das Leben in der Welt von Berzah...

 

A- das Leben im Grab... dieser Abschnitt beginnt mit dem „Schmecken des Todes“, nach der Umformung in den seelischen Körper, der aus halografischen Wellen besteht und dauert so lange fort, wie die materielle Wahrnehmung im Grab anhält...

 

In diesem Abschnitt hält die Wahrnehmung des Geschehens rundherum, sowohl vor der Beerdigung wie auch hernach im Grab an...

 

Dieser Zustand ist beispielsweise mit unserem Zustand zu vergleichen, wenn wir im Bett liegen und kurz vor dem Einschlafen sind...

 

So wie der Mensch, der sich ins Bett gelegt hat und am einschlafen ist, seine Umgebung noch wahrnimmt, die Weichheit oder die Härte des Bettes fühlt; genauso nimmt der Mensch der ins Grab gelegt wird, in der ersten Phase, alles was in seiner Umgebung und im Grab vor sich geht wahr...

So wie der Mensch, der sich zum Schlafen hingelegt hat, im ersten Halbschlaf, sowohl seine Umgebung wahrnimmt, wie auch erste traumähnliche Wahrnehmungen hat, so nimmt die Person im Grab sowohl das Materielle innerhalb und außerhalb des Grabes wahr und beginnt gleichzeitig langsam aber sicher in seine Welt des Grabes überzugehen...

 

In diesem Zeitabschnitt kommen dann die beiden Engel, von denen im Islam die Rede ist und stellen die Fragen: Wer ist dein Herr, wer ist dein Nebi, welches ist dein Buch? ...

 

Achtung!

 

Im Grab werden niemals Fragen nach der Konfession oder Sektenzugehörigkeit gefragt!

Hier werden niemals Fragen, über deine Konfession oder deinen Sektenführer gestellt! ..

 

Diejenigen, welche behaupten, dass im Grab derartige Fragen gestellt werden, haben keine Ahnung von unserer Religion! Weder im Koran, noch in den Hadis genannten Überlieferungen des Rasul Allahs wird von Fragen nach der Konfession oder nach einer Sektenzugehörigkeit berichtet!

 

Konfessionen und Sekten haben sich erst gebildet, nachdem Hz Mohammed, Friede sei mit ihm, in das Reich von Berzah eingegangen ist. Folglich spielen diese auch im Reich von Berzah keine Rolle! ..

 

Und nach dieser  Befragung geht die Person nun entweder in seine Welt des Grabes oder in die Welt von Berzah über...

Was ist der Unterschied zwischen der Welt des Grabes und der Welt von Berzah?

 

B- „das Leben in der Welt des Grabes“...

 

Diese Welt gleicht einer Traumwelt, allerdings weiß der Träumende nicht, dass es sich um einen Traum handelt und nimmt ihn wahr, als wenn er auf der Welt leben würde.

Die Person nimmt das Leben in seiner Welt des Grabes genauso wahr, wie er vorher das Leben in der irdischen Dimension wahrgenommen hat... und diese Wahrnehmung ist entweder in der Form von friedvollen und angenehmen Träumen vom Paradies, die auch „Grabparadies“ genannt werden oder äußert sich in grauenvollen, quälenden Alpträumen über die Hölle, was dann „Grabhölle“ genannt wird. Diese Phase dauert bis zum Auferstehungstag an und bildet das Leben für die Person in ihrem Grab, in „der Welt des Grabes“.

 

In nachfolgendem Hâdis-i Scherife weist der Rasul Allahs auf diesen Zustand hin:

„Das Grab einer Person ist entweder ein Garten unter den Paradiesgärten oder eine Feuergrube der Hölle“

Daneben gibt es auch noch „das Leben im Reich von Berzah“...

 

C- „das Leben im Reich von Berzah“...

 

Dies ist eine Dimension des Lebens, die Märtyrern (Schehid), die ihr Leben auf dem Weg für Allah gelassen haben (Fiysebilillah), denen, die Allah nahe stehen (Evliyaullah) von denen man sagt, dass sie „gestorben sind, bevor sie sterben“, Rasuls und Nebis vorbehalten ist. Sie sind hier von den Beschränkungen „des Lebens im Grab“ befreit und können sich mit ihrem „seelischen Körper“ frei bewegen.

 

Märtyrer, Freunde Allahs (Evliyaullah) und Nebis können sich im Reich von Berzah frei bewegen und reisen und können gemäß ihrem Status untereinander Verbindung aufnehmen.

 

Außerdem besteht im Reich von Berzah eine Hierarchie, mit der die dort Lebenden geleitet werden.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Buch „Die Geheimnisse des Menschen“ (A.d.Ü. dieses Buch ist zur Zeit nur in türkischer Sprache erhältlich) im Kapitel „Ricali Gayb “ (spirituelle Meister des Unsichtbaren)..

 

Diejenigen unter den Evliyaullah, welche schon im Erdenleben den Zustand des „Fetih“ erlangt haben, können Verbindung mit den Menschen auf der Erde aufnehmen. Die Evliyaullah indessen, die zwar den Zustand eines „Keschif“ erlangt haben, ohne den Zustand des „Fetih“ zu erlangen, können keinen direkten Kontakt mit den Menschen aufnehmen, obwohl sie alle Freiheiten des Reiches von Berzah genießen.

 

Weitere, ausführlichere Informationen zu den Themen „Keschif“ und „Fetih“ finden Sie in dem Buch „Gebet und Sikir“...

 

Nachdem der Mensch den Tod zu schmecken bekommen hat, lebt er entweder in seiner Welt des Grabes oder gemäß seines Ranges im Reich von Berzah weiter.

 

Das ist also das Leben, das einen jeden von uns erwartet!

 

Wer es wünscht, kann diese Themen aus den entsprechenden Quellen erforschen und so den Wahrheitsgehalt dessen, was wir geschrieben haben, überprüfen.

 

* * *

 

 

Werden wir in einem neuen Körper auf diese Welt zurückkommen?

 

Man versucht heutzutage, die Tausende Jahre alte indische Philosophie der Reinkarnation, den endlosen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, als eine neue Erkenntnis anzupreisen. Diese Anschauung, auch unter dem Namen „Tenasuh“ bekannt meint, dass die Seelen, nachdem sie den Tod geschmeckt haben und sich vom biologischen Körper getrennt haben nach einer Weile wieder zurückkehren, um in einen neuen biologischen Körper zu schlüpfen.

 

Darüber hinaus versucht man diese Idee, basierend auf einer willkürlichen Auslegung einiger Koranverse, nicht nur so erscheinen zu lassen, als wenn diese von der Religion des Islams hingenommen würde, sondern stellt sie regelrecht als eine Tatsache des Islams dar!

 

Es ist eine unverrückbare Tatsache, dass das Leben nach dem Ereignis des Todes, in einem veränderten Körper weitergeht! Wenn schon die ganze wissenschaftliche Welt mit Bestimmtheit festgestellt hat, das prinzipiell „nichts was vorhanden ist, in eine Nichtexistenz übergehen kann“, dann kann auch nicht die Rede davon sein, dass unser Bewusstsein, unsere Seele aufhört zu existieren! ..

 

Dies ist der offene Beweis dafür, dass die Seele, das Bewusstsein des Menschen niemals aufhört zu existieren, sondern direkt anschließend an das Geschehnis des Todes, ohne Unterbrechung weiter besteht.

 

Da das menschliche Bewusstsein, die Seele, das „Selbst“ mit dem biologischen Körper zusammen entsteht und mit ihm zusammen lebt und da die Seele, da sie ja nun einmal besteht, niemals aufhört zu existieren, ist es folglich mit Bestimmtheit wahr, dass diese Seele nach dem Ereignis des Todes, in einer neuen Daseinsform, entsprechend der Umgebung, in der sie sich befindet, ihr Leben weiterführen wird.

 

Bezogen auf die Tatsache, dass über der physikalischen Dimension, die Dimension von Wellen und Frequenzen existiert und dass das menschliche Gehirn bioelektrische Energie in einen, aus „Mikro Wellen“ bestehendes Gebilde umwandelt, lässt sich vorhersagen, dass der Mensch im Leben nach dem Tode in einem, aus „Mikro Frequenzen“ bestehenden Körper, in der „Mikro Wellen“ Dimension weiterleben wird...

 

Es steht mit Gewissheit fest, dass jedes menschliche Wesen, in der physikalischen Welt, das heißt in der überatomaren Dimension, mit seinem biologischen Körper existiert und die, in seinem Gehirn, aus bioelektrischer Energie entspringende, geistige Funktionen, in ein, aus „Mikro Wellen“ bestehendes Gebilde umwandelt. Ist es da möglich, dass der Mensch nach seinem Tod, das heißt nach seinem Übergang in die „Mikro Wellen“ Dimension, wieder auf die Erde zurückkehrt?

 

Die Reinkarnation, also die Lehre von einer Rückkehr auf die Erde, in einem neuen Körper nach dem Verlassen dieser Welt, kann nur von solchen Menschen angenommen werden, die das Lebenssystem, welches der Islam verkündet und das „Allah Verständnis“ im Islam und die sich daraus ergebenden, natürlichen Konsequenzen nicht bemerkt und erkannt haben und sich der Sache oberflächlich, von einem Gottesbegriff ausgehend, nähern!

 

Die haltlose Ansicht, dass die Seelen wieder in einen materiellen Körper zurückkehren, ist eine Illusion derjenigen, die den Unterschied zwischen einem Gott und Allah, wie ihn der Islam und der Heilige Koran offenbart, nicht begriffen haben und folglich weder Wissen über den Begriff „Allah“ , noch über die Funktion des universalen Systems, welches im Inhalt dieses Begriffs verwurzelt ist, haben.

 

Warum das so ist, versuchen wir  Ihnen in diesem Kapitel zu erklären...

 

Zuerst müssen wie einmal wissen, dass die Seelen der Menschen nicht alle auf einmal, irgendwann in der Vergangenheit, zu irgendeiner Zeit von einem Gott da oben, geschaffen wurden, um dann Stück für Stück auf die Erde gesandt zu werden! ..

 

Es gibt weder einen Gott, der irgendwo da oben wohnt, noch gibt es wartende Menschenseelen, die auf ihre Reihe warten, um von dort oben auf die Welt gesandt zu werden!

 

Aus diesem Grunde kann niemals die Rede davon sein, dass die Seelen von außen kommend, in einen Körper schlüpfen! ..

 

In Wahrheit existieren  zwei Dimensionen, welche wir wahrnehmen können... die Eine ist die überatomare Stufe, die wir als materielle Welt bezeichnen und die Andere ist die unteratomare Stufe, die wir als „Mikro Wellen“ Dimension, oder in bezug auf die körperliche Beschaffenheit der dort Lebenden, als Welt der Seelen, bezeichnen.

 

Im Universum ist alles in Bewegung, ausgehend von der Stufe der reinen Energie des Bewusstseins, geht die Bewegung in die Dimension der Mikro Wellen und Frequenzen um dann in die überatomare Dimension der materiellen Welt zu wechseln, um später dann wieder in die unteratomare Stufe der Frequenzen zurück zu kehren.

 

Da der physische Mechanismus des Körpers in der überatomaren Dimension, nach der ersten Entwicklung von Hirnsubstanz damit beginnt, die individuelle menschliche Persönlichkeit und das Bewusstsein in den Astralleib, der die Seele bildet zu transferieren und zu speichern, so lebt der Betreffende Mensch, nachdem das Leben seines biologischen Körpers beendet ist, in dem von der Seele gebildeten Körper weiter.

 

Jeder Mensch, dass heißt jeder Körper und jedes Gehirn bildet sein eigenes, aus Mikro Wellen bestehendes Ebenbild, mit dem er sein Leben fortsetzen wird.

 

Die eigentliche Aufgabe des Gehirns besteht darin, den Mikro Wellen Körper , für das ewige Leben zu bilden und das Bewusstsein und alle geistigen Funktionen darin abzuspeichern.

Jede Seele, dass heißt, jeder Mikro Wellen Körper kann nur vom eigenen Gehirn gebildet und programmiert werden... aus diesem Grunde ist es ganz und gar unmöglich, das die Seelen von neuem auf diese Welt kommen um ihr Leben in einem neuen Biologischen Körper fortzusetzen. Im Leben ist ein stetiges Fortschreiten, eine Rückkehr ist niemals möglich!

 

In vielen Suren des Korans wird daher betont, dass nach dem Tode eine Rückkehr auf diese Welt, egal in welcher Form, unmöglich ist. Auch Hz. Mohammed hat zu diesem Thema Erläuterungen gemacht.

 

Die Weisen (Veli) und Sufis des Islams, denen die Geheimnisse dieses Themas vertraut sind, haben ihre Meinung auch in diesem Sinne kundgetan, indem sie sagten: „ dass die Seelen der Menschen nicht vor der Erschaffung ihrer Körper vorhanden sind, sondern erst nach der Erschaffung des Körpers gebildet werden.“

 

So hat dann auch der größt islamische Gelehrte und Weise Imam Gazali, der vor rund 900 Jahren lebte, die Sophistik, dass die Seele vor den Körpern erschaffen wurden, abgelehnt und in seinem Buch „Ravzatüt Talibin“ folgendes geschrieben:

 

Derjenige, welcher die Handlungen Allahs kennt und weiß, wie er die Sterne mittels der Engel am Firmament bewegt und die lebendigen Wesen und Pflanzen auf dieser Welt erschafft, der weiß auch, dass die Nutznießung dieser Welt durch Adam, der Nutznießung des Universums durch den Schöpfer gleicht und der versteht auch die Bedeutung der Aussage des Rasul Allahs, dass Allah Adam zu seinem Ebenbild erschaffen hat!

 

Wenn man nun sagt, dass die Seelen mit den Körpern entstehen, was bedeutet dann die Aussage des Rasul Allahs: „Von der Schöpfung her bin ich der Erste der Nebi, unter den Nebi bin ich der letzte! ... Als ich Nebi war, befand sich Adam in einem Zustand zwischen Wasser und Lehm!“ ?

 

In Wirklichkeit ist keine der beiden Aussagen ein Indiz dafür, dass die Seelen vor den Körpern erschaffen wurden! ...

In den offenkundigen Sinn der Aussage: „von der Erschaffung her bin ich der Erste, der Nebi”,könnte man die Annnahme, dass dieser, noch vor der Erschaffung seines Körpers vorhanden war, hineininterpretieren. Der hintergründige Inhalt dieser Aussage ist indessen deutlich zu erkennen. Es wäre auch eine willkürliche Auslegung möglich, aber auch diese brächte keinen sicheren Beweiß, vielmehr dient das Offenkundige zur Entscheidung über eine willkürliche Auslegung.

 

Ähnlich ist es auch mit der Auslegung folgender Worte: „Allah, der Allmächtige, erschuf die Seelen zweitausend Jahre vor den Körpern“, hier sind mit dem Wort Seelen, die Seelen der Engel gemeint! Unter dem Wort Körper hat man sich das Firmament, die Himmel (Kürsi), das Universum, die Gesamtheit der Sterne, Luft, Wasser, Erde, also die Körper der Universen vorzustellen.

 

„Kommen wir wieder zu der Aussage: „Ich bin von der Erschaffung her, der erste der Nebi“ hier wird das Wort „Erschaffung“ (Halk) in der Bedeutung von „Wertschätzung“ gebraucht und es ist  nicht als „Schöpfung“ zu verstehen!

 

Denn der Rasul Allahs, Friede sei mit ihm war, bevor er von seiner Mutter zur Welt gebracht wurde, weder erschaffen noch vorhanden. Hinsichtlich seiner Ziele und Vollkommenheit war er in der Wertschätzung der Erste, in bezug auf sein Leben war er der Letzte. Denn Allah der Allmächtige legt seine Wünsche und Absichten gemäß seinem Ratschluss (ilim), erst einmal im „Lehvi mahfuz“, dem Buch der Beschlüsse Allahs, fest.

 

Gazali beschließt seine Worte folgendermaßen: Wenn du bis hierher, das Bestehen von zwei Formen des Seins erfasst hast, dann verstehst du auch, das die Aussage, dass die Person des Nebi vor der Person des Adam kommt, nicht mit dem sichtbaren Leben verbunden ist, sondern die Reihenfolge der Wertschätzung meint.“

 

Ja, viele Gelehrte und Evliaullah, wie Imam Gazali und Abdulkadir Geylani, welche die Wahrheit erkannt haben, lehnen die Annahme, dass die Seelen vor den Körpern erschaffen wurden ab und streichen hervor, dass die Seele mit dem Körper und durch den Körper erschaffen wird.

 

Weiteres Wissen zu diesem Thema können Sie in unserem Buch „Seele, Mensch, Geister“ finden. (A.d.Ü. dieses Buch ist z.Z. nur in türkischer Sprache erhältlich)

 

Lassen Sie mich kurz resümieren... das, als Seele bezeichnete Gefüge ist ein Mikro Wellen Körper auf halografischer Basis, der sich im Mutterleib ab dem 120. Tag der Schwangerschaft bildet und wird vom Gehirn des Menschen gebildet. Jedes Gehirn bildet auf dieser Welt seine eigene Seele, einem Mikro Wellen Körper. Nachdem das Gehirn seine Funktion aufgegeben hat, lebt der Mensch mit eben diesem Mikro Wellen Körper, auch Astralleib genannt fort, von einer Rückkehr auf diese Welt kann keine Rede sein.

 

Die Mystiker, welche die These vertreten, dass der Mensch in einem neuen Körper wieder auf die Welt zurückkehrt, bewerten außerdem einige Verse des Korans falsch.

 

Die richtigen Auslegungen dieser Koranferse, welche diese als Beweise anführen, sind folgende:

 

1.     Wie kann es möglich sein, dass ihr die Existenz Allahs verdeckt? ... Als ihr tot wart, hat er eich zum Leben erweckt... später wird er euch erneut töten und wieder beleben und schließlich werdet ihr zu ihm zurückkehren... (2-28)

2.     Die Nacht lässt du auf den Tag folgen und den Tag auf die Nacht… Aus dem Toten lässt du Leben entstehen und aus dem Leben den Tod...  und du gibst wem du willst, ohne Maße... (3-27)

3.     (Der Nebi Noah sagte in einer Rede an sein Volk) Allah hat euch wie Pflanzen aus der Erde sprießen lassen... Später wird er euch wieder dahin zurückverwandeln, um euch zu einem späteren Zeitpunkt wieder entstehen zu lassen... Allah hat die Erde einem Teppich gleich vor euch ausgebreitet, damit ihr auf ihren breiten Wegen reisen und wandeln könnt...  (71-17/18/19/20)

 

Dies sind einige Auslegungen von Koranversen, welche von den Anhängern des Glaubens an die Reinkarnation dazu verwendet werden, Mitglieder der Islamischen Gemeinde auf ihre Seite zu ziehen. Wenn wir diese Koranverse erläutern, wird schnell klar, welche große Anstrengungen sie zur Verfälschung der Aussage dieser Verse aufgewendet haben.

Die Bedeutung des 1. Verses:

Wie kann es möglich sein, dass ihr die Existenz Allahs verdeckt? ... Ihr Menschen, wie ist es möglich, dass ihr nicht an Allah glaubt und versucht, die Wahrheit seine Existenz zu verbergen? ... Hat er euch nicht als ihr noch nicht vorhanden, also tot wart, das Leben gegeben, noch bevor ihr einen Körper hattet und materiell vorhanden wart?

Später wird er euch wieder töten, das heißt, er wird die Verbindung zu eurem Körper trennen, euch von der Materie loslösen und euren Körper wieder zu Erde verwandeln, welch ja ihr Ursprung ist.

Er wird euch erneut, in der Dimension der Seele zum Leben bringen... und endlich werdet ihr zu ihm zurückkehren, dass heißt ihr werdet euch, ohne Rückkehr von der materiellen Dimension verabschieden und werdet mit Allah, der eure Wahrheit bildet vereint.

 

Wie man sieht, kann man, wenn man diesen Vers genau durchleuchtet, nirgendwo einen Anhalt dafür finden, dass der Mensch bis zur Erlangung der Vollkommenheit immer und immer wieder in einem neuen Körper auf diese Welt zurückkehren wird.

 

Zu der Bedeutung des 2. Verses ist zu sagen:

Die Nacht lässt du auf den Tag folgen bedeutet, dass sich die Nacht in den Tag verwandelt und den Tag in die Nacht besagt, dass er den Tag in die Nacht übergehen lässt... das heißt, nichts bleibt so wie es ist, du verwandelst alles ins Gegenteil.

Aus dem Toten lässt du Leben entstehen, will darauf hinweisen, dass er noch nicht materiell Vorhandnes in Materielles verwandelt, in Fleisch und Knochen gekleidet auf dieser Welt  zum sein bringt...  dass er aus einem toten, unbewussten Wesen ein lebendiges, gefühlvolles und beseeltes Wesen macht. ... und aus dem Leben Tod... bedeutet, dass er aus einem bewussten, lebendigen Wesen, ein totes Bewusstsein macht.

... du gibst wem du willst ohne Maße...

 

Wie man sieht, wird in diesem Vers nirgendwo von einer wiederholten Rückkehr des Menschen auf diese Erde, bis zu seiner Vervollkommnung gesprochen, es ist nicht einmal eine Andeutung darauf zu finden!

Aber welche andere Wahl haben diese, von den Geistern (Djin) verführten Menschen, als diese Koranverse mit einer, nach ihrer Logik verfälschten Interpretation, als Beweise für ihre Ansichten anzuführen?

 

Nimmt man diese Personen einmal genau unter die Lupe, dann stellt sich schnell heraus, dass sie weder vom Islam, noch vom Koran irgendeine Ahnung haben.

 

Kommen wir zu der Bedeutung des 3. Verses:

 

Allah hat euch wie Pflanzen aus der Erde sprießen lassen... bedeutet, Allah hat euren Uhrahnen und ersten Menschen auf dieser Erde aus Erde erschaffen, er hat die kleinsten Teile des Körpers, die Zellen aus einer Reihe von Elementen erschaffen, deren Ursprung die Erde ist...

Später wird er euch wieder dahin zurückverwandeln...  bedeutet, dass er die Verbindung zwischen euch und eurem Körper unterbricht, euch von der Bindung an euren Körper löst und euer Körper wird wieder zu Erde, aus der er eigentlich entstanden ist...

Um euch zu einem späteren Zeitpunkt wieder entstehen zu lassen...  er wird eich aus der Welt des Grabes durch eine Auferstehung am Jüngsten Tage wieder entstehen lassen.

Allah hat die Erde einem Teppich gleich vor euch ausgebreitet,...  bedeutet, dass die Welt in einem Zustand geschaffen wurde, die euch ein Leben mit eurem physikalischen Körper darauf ermöglicht

damit ihr auf ihren breiten Wegen reisen und wandeln könnt... bedeutet, damit ihr auf dieser Welt an dem Ort eurer Wahl reisen und leben könnt...

 

Hier möchten wir noch auf eine weitere Bedeutung zweier Worte hinweisen...

 

In der Terminologie der Sufis, ist das Wort Erde, das Synonym für den menschlichen Verstand. Betrachtet man die obenstehenden Verse unter diesem Aspekt, dann tut sich folgende Bedeutung auf:  Allah hat euch euren Verstand als ein weites Feld, gleich einem Teppich gegeben, damit ihr auf den mannigfaltigen Gedankengängen, auf den Wegen eurer Gedanken  wandeln könnt...

Das bedeutet, dass der Mensch ein Wesen ist, welches sich auf verschiedenen Wegen bewegen kann. Allah hat uns dafür den Koran gegeben, in dem er den, zu begehenden Weg, als „sirat-i mustakim“ beschrieben hat.

Ich weiß nicht, ob ich ihnen wenigstens zum Teil erklären konnte, auf welch wackligem Fundament die von den Geistern (Djin) geblendeten Anhänger der Reinkarnation, versuchen ihre Lehren durch die Religion des Islams zu unterstützen...

 

Richten wir nun unsere Aufmerksamkeit auf folgenden Koranvers, der betont, dass der Mensch welcher den Tod zu schmecken bekommt und dessen Verbindung zu seinem biologischen Körper unterbrochen wird, nicht wieder auf diese Erde zurückkehren wird:

 

„Ein jeder, den der Tod ereilt sagt, mein Herr, lasse mich in das irdische Leben zurückkehren, damit ich die Dinge tue, die ich zu tun versäumt habe...

Das ist mit Gewissheit nicht möglich! Sie werden bis zum Baas, (der Versammlung aller Menschen am Auferstehungstag) in der Welt von Berzah bleiben.“     (23-99/100)

 

Der Rasul Allahs sagte: „Es gibt niemanden, der nach dem Tod zurückkommen wird.“

[ Hak Dini Band.6 S.4197]

In der 6. Sure des Korans, im 128. Vers wird darauf hingewiesen, dass die Menschen bewusst oder unbewusst unter dem Einfluss der Geister (Djin) stehen:

 

„ Oh du Volk der Geister, ihr habt die Mehrheit der Menschen unter euren Einfluss gebracht...! 

Im Koran gibt es eine Sure und viele Verse, welche die Geister betreffen! Wer ihre Existenz leugnet, gehört zu denen, welche die Wahrheit verleugnen. In der Fortsetzung des oben genannten Verses heißt es:

 

„Die Menschen jedoch, welche sich diese (Geister) zu Freunden gemacht haben, sagen: Unser Herr, wir haben voneinander profitiert und sind nun an der uns vorbestimmten Zeit angelangt... Allah gebietet: Euer Platz ist das Feuer für alle Ewigkeit, außer denen, welche Allah wünscht, werden alle in Ewigkeit dort verweilen..“              

 

Selbst der Iblis oder Satan genannte Teufel zählt zu den Geistern. Dies geht aus dem 50. Vers der KEHF Sure hervor:

„... nur Satan warf sich nicht vor ihm ( Adam) nieder, weil er von dem Geschlecht der Geister ist!“

 

Der größte Wunsch der Geister ist es, die Menschen in ihrem Glauben auf Irrwege zu führen und sie den Koran, wenigstens zu Teil, ablehnen zu lassen. Aus diesem Grunde geben sie ihnen Inspirationen, welche sie weg vom Islam, hin zu den Irrwegen der Indischen Religionen führt.

Sie bringen die Menschen vom Glauben an Allah ab und führen sie zu dem Glauben an Götter, indem sie ihnen Fehlinformationen eingeben, welche konträr sind, zum Glauben an die Einheit (Tewhid)...

 

Damit sich die Menschen vor den Versuchungen der Geister, welche die größten Unruhestifter für das Menschengeschlecht darstellen, schützen können, müssen sie diese erst einmal die Geister gut kennen lernen! Denn im Koran findet sich an zahllosen Stellen die Warnung, dass der Satan zu den Geistern zählt!

 

Im Koran werden die Geister als „rauchloses Feuer“ also „Mikro Wellen“ oder „die Poren durchdringendes, vergiftendes Feuer”, sie haben also eine Strahlenförmige Substanz.

 

Die Einflüsse, welche sie auf uns ausüben werden ähnlich der Telepathie von unseren Gehirnen dechiffriert, aus diesem Grunde können wir auch nicht bemerken, woher diese Beeinflussungen kommen.

 

Abschließend sollten wir folgendes feststellen:

Diejenigen, die glauben mir Geistern zu reden, die von den Geistern geschädigt werden, die Anhänger der Reinkarnation sind, diejenigen welche denken, dass sie von den Geistern verwunschen sind oder sich verschiedenen Zwängen ausgesetzt fühlen sollten folgende Koranverse Auswendiglernen und 200 bis 300 mal an Tag lesen, sie werden in kürzester Zeit großen Nutzen davon haben...

 

Das Gebet, welches in der Sad Sure im 41. Vers und in der Müminun Sure Vers 98/99 steht ist folgendes:

 

„RABBI INNIE MESSENIEESCH SCHEYTANU BINUSBIN WE ASAB. RABBI EUSÜ BIKE MIN HEMESATISCH SCHEYÂTIENI WE EUSÜ BIKE RABBI EN YACHDURUN. WE HIFSAN MIN KÜLLI SCHEYTANIN MÂRID.”

 

 

 

 

 

Kapitel 4

 

 

 

“ ISLAM”

 

 

“ISLAM” ist die Religion aus

der Sicht Allahs.

 

( aus dem Koran) 

 

 

 

Versuchen Sie nicht den moslemischen Glauben, sondern den Islam zu verstehen!

 

 

Es gibt heutzutage Gelehrte und Intellektuelle auf dieser Welt und solche, die sich dafür halten! Es gibt Schäfer und Schafe, die gehütet werden wollen! ... und

 

Es gibt den Islam und den moslemischen Glauben!

 

Ein Gelehrter ist einer, der die Wahrheit aus einer objektiven Untersuchung, die sich an die Quellen hält, herausfindet! ...Diejenigen, die sich für Gelehrte halten, sind darauf bedacht, so weit wie sie es verstehen, von den Gelehrten zu profitieren; sie verkaufen ihr Wissen an die Umgebung und versuchen den Lohn dafür einzuheimsen!

          

Es gibt Intellektuelle auf dieser Welt... Sie haben sich auf bestimmten Ebenen aus ihrem Kokon befreit und versuchen, ihr Leben mit Verstand und wissenschaftlichen Gedanken eine Richtung zu geben! ...

Und... es gibt diejenigen, die sich für intellektuell halten... sie finden die Ansichten und Lebensweise der Intellektuellen toll, sie kopieren diese, indem sie sich wie diese kleiden, sich wie diese benehmen, so wie diese essen und trinken und sich bemühen so wie diese zu sprechen! ...

 

Diejenigen, die sich nur für Gelehrte und Intellektuelle halten, sind wie Zirkone, welche für die Bewohner der Armenviertel wie Brillanten glitzern! Ihr Glitzern bezaubert die Armen! .. Aber sie können den Unterschied zwischen einem Zirkon und einem Brillanten sowieso nicht erkennen, sie haben ja noch keine gesehen! Deshalb streben sie nach Zirkonen! ... Und sie sind bereit, viel dafür zu geben, um wie diese zu sein. Aber sie können noch nicht einmal eine Kopie dieser werden!

 

Es gibt Menschen, die das Führen dank ihrer angeborenen Fähigkeiten und ihres Geschicks lieben ... Sie versuchen, die Menschen gemäß ihrer moralischen und materiellen Interessen zu beherrschen und zu leiten !.. Das Bilden und Beherrschen von Gruppen, das Aufstellen von Gesetzen und das Erteilen von Verboten dient dazu, ihre im Unterbewusstsein vorhandenen militanten Wünsche zu befriedigen! ... Und es gibt diejenigen, die in ihrem Innersten Gefallen daran finden, zu dienen und unterdrückt zu werden, sie finden darin ihren Halt und ihre Sicherheit. Sie versuchen so, ihre eigene Unfähigkeit zu verdecken, und empfinden dabei Behagen!

 

Das ist auf der ganzen Welt  und auch in der Türkei so!

 

Dabei hat Allah den Menschen als das ehrenvollste Geschöpf erschaffen und ihn als seinen Statthalter auf Erden eingesetzt ! Aber wen interessiert das?

 

Ja und dann diskutieren die Möchtegerngelehrten und - Intellektuellen miteinander über den moslemischen Glauben, der unter den „Geführten“ von Mund zu Mund weitergegeben wird und der von vielen Aspekten her, dem Verstand, der Logik und der Wissenschaft widerspricht. Sie betonen die Rückständigkeit der Menschen, welche dem moslemischen Glauben angehören, im Vergleich mit den anderen Völkern der Erde und glauben so, die islamische Religion zu kritisieren! ...

 

Und da sie noch nicht einmal bemerken, dass sie nur Pseudo- Gelehrte und Pseudo- Intellektuelle sind, wissen sie auch nicht, dass man das Thema der Religion nicht diskutieren kann, wenn man nicht einmal den großen Unterschied zwischen dem moslemischen Glauben und der islamischen Religion bemerkt hat!

 

Die Meinungen und Ansichten derer, die Führungswillen und Sucht nach Macht verspüren, haben den Wert von Zirkonen, werden aber als die Grundgedanken des Systems der islamischen Religion bewertet, und da sie das Original, mit dem Wert von Brillanten nicht kennen, lassen sie es einfach links liegen...

Die bedauernswerten Unwissenden, was sollen sie auch tun? ... Ihre einzige Quelle sind die Phrasen, welche die „Führer“ und die „Geführten“ auf den Lippen haben!

 

Die Personen, mit ihrem beschränkten Verstand, die glauben, dass das Lesen von „Mevlid“ eine verdienstvolle religiöse Handlung darstellt, die ihre „Kandilgecesi“ oder „Öllampen - Nächte“ feiern, die es als erste Pflicht der Moslems ansehen, dass die Frauen ihren Kopf bedecken, die glauben, dass Gebet und Fasten dazu angeboten wurde, um den Gott  „der Göktürken“ im Himmel gewogen zu stimmen, sie sehen den moslemischen Glauben als islamische Religion an und bewerten sie auch so!

 

Sie können nicht verstehen, dass das Mevlid ein Gedicht von Süleyman Celebi ist und nichts mit den Ibadet genannten religiösen Handlungen gemein hat, die uns der Koran unterbreitet! Sie bemerken nicht, dass es nichts mit der Religion zu tun hat, wenn man für die Toten Öllampen oder Kerzen aufstellt und entzündet, sondern, dass das Wort Kandil, die wertvollen Stunden der Miraj, Beraat und Kadir Nacht beschreibt. Sie haben sogar noch nie etwas davon gehört, dass es kein Zuckerfest und kein Schlachtfest gibt! Sie haben nicht mitbekommen, dass es ein Fest des Fastenbrechens und der Almosen ist und dass es sich um das Hadsch oder Wallfahrtsfest handelt! Sie haben nicht verstanden, dass die im heiligen Koran vorgeschlagenen religiösen Handlungen wie Gebet, Fasten und Wallfahrt nicht dazu gedacht sind, das Wohlwollen eines Gottes im Himmel zu erwecken, sondern dazu unterbreitet wurden um, ihre eigene Zukunft zu retten!

 

Der Islam ist das zeitlich unbegrenzte und universell gültige System und die Ordnung gemäß Allahs Willen! ... Der Koran verkündet, dass der Islam der Ursprung und das Original ist und sich mit der Zeit nicht verändert!

 

Der moslemische Glauben stellt die eigene Auslegung der Menschen über den Islam dar und ist mit der persönlichen Kapazität, den Bedingungen, den Sitten und Gebräuchen der Umgebung und den Direktiven der Führenden begrenzt!

 

Verstehen Sie endlich, dass die Auslegung für die islamische Religion nicht verbindlich sein kann! Versuchen Sie das Original zu ergründen! ...

 

Verlassen Sie das Moslemische und halten Sie sich an den Islam! ...

 

 

Der Unterschied zwischen dem moslemischen Glauben und der islamischen Religion

 

Liegt es daran, dass wir heute die türkische Sprache nicht gut verstehen oder daran, dass wir manche Gegebenheiten bedingungslos, ohne zu überlegen annehmen und deren Ursprung nicht untersuchen, dass uns der so wichtige Unterschied zwischen dem moslemischen Glauben und der islamischen Religion nicht auffällt und wir deshalb einem sehr großen Irrtum verfallen? ... Dabei handelt es sich um zwei ganz unterschiedliche Begriffe! ...

 

Der vorrangige Grund meiner Schriften besteht darin, auf zwei sehr wichtige Gegebenheiten aufmerksam zu machen!

1. - Den sehr wichtigen Unterschied in der Bedeutung zwischen dem Begriff „Gott“ und „Allah“ ...

2. - Den grundlegenden Unterschied zwischen dem „moslemischen Glauben“ und der „islamischen Religion“ ...

 

Die erste Gegebenheit habe ich schon in den vorhergehenden Büchern erklärt... diejenigen, welche das Thema detaillierter erfahren möchten, können im Buch „Allah wie ihn der Prophet Mohammed erläutert“ nachlesen. Dieses Buch ist auch in englischer, deutscher, französischer und russischer Sprache erschienen.

 

Lassen Sie uns zu dem wichtigen Unterschied  zwischen dem moslemischen Glauben und dem Islam kommen...

 

Die islamische Religion stellt das zeitlich unbegrenzte und universell gültige System und Ordnung nach Allahs Willen dar! ...

Allah hat dieses sein zeitlich und räumlich unbegrenzt gültiges System durch die Sprache des Propheten den Menschen übermittelt...

 

Es war die Absicht, die Menschen darauf hinzuweisen, dass neben ihren täglichen Sorgen und Wünschen eine von Ewigkeit zu Ewigkeit gültige Wahrheit existiert,  ihnen Allah, der ihre Wirklichkeit darstellt näher zu bringen und um sicher zu stellen, dass sie durch die Eigenschaften Allahs, die bei ihnen zutage treten, ihre eigene Zukunft, das Ewige Leben selber vorbereiten.

 

Man nennt diejenigen Moslem, welche das vom Prophet Verkündete, ihrem eigenen Verständnis entsprechend, befolgen.

 

Der moslemische Glaube umfasst die Lehren des Propheten Mohammed, soweit sie von den Menschen verstanden wurden und deren Auslegung, die allgemein gebilligt wird! Das gilt für alle Moslems.

 

Wir alle, stellen gemäß unseren Wahrnehmungen, unserer Kultur, unserer Umwelt, unseren Fähigkeiten und unserer Veranlagung, ferner beeinflusst durch die Erziehung und  Wertschätzung unseres sozialen Umfeldes, in dem wir aufgewachsen sind, persönliche Auslegungen über die Religion an und diese bilden dann den moslemischen Glauben.

 

Der Islam ist visuell, das heißt relativ, für den Wahrnehmenden nicht veränderlich! Er ist absolut und kategorisch unveränderbar! .. Der heilige Koran umschreibt das System und die Ordnung auch als „Sünnetullah“, was von Allah festgelegte Ordnung bedeutet...

 

Ein jeder, welchen Rang er auch einnimmt, begreift nur so viel von dem System, wie er wahrnehmen kann! ...

 

Alles, von der Entstehung und dem Bestehen des galaktischen Systems bis zu dem Bewusstsein an der Basis der genetischen Einheiten, alles ist in diesem System enthalten und erfüllt seine Aufgabe! ..

 

Für die Verständigen, bildet der Mensch kein isoliertes, abgesprengtes Glied der Kette, die sich von den Genen bis zum Universum erstreckt! ... Soweit ihnen ihre die Weitsicht des eröffnet! ... Für Personen, die sich aus dem materialistischen Denken befreit haben und ein wissenschaftliches Grundverständnis besitzen!

 

Aber was nutzt es, die größte Mehrheit der Moslems  wachsen im moslemischen Glauben auf und merken nicht, dass außerhalb ihres Kokons noch eine islamische Religion existiert! ...

 

Und nachher fragt man sich...

 

- Wenn der Koran ein solch erhabenes Buch darstellt, warum bilden dann die Moslems die zurückgebliebensten Volksgruppen dieser Welt?

 

Wohin will man auch kommen, mit diesem moslemischen Religionsverständnis, das anstelle die islamische Religion zu beinhalten, vom Inhalt her überaus eingeschränkt ist und sich zu einem Kokon entwickelt hat; sich zu einer förmlichen Anbetungsreligion gewandelt hat, die ihre ganze Zuversicht auf einen Himmelsgott lenkt!

 

Wohin kann man schon kommen, wenn man anstelle Allahs Bücher, unzählige abergläubige Überlieferungen, Sophismen, Ungereimtheiten und Geschichten, die nur im entferntesten etwas mit der Religion zu tun haben, als Grundlage der Religion annimmt?

 

Nur durch das Lesen der Bücher eines Wegführers, vielleicht sogar ohne es zu verstehen und durch das Wiederholen des Inhaltes, kann man den Kokon des moslemischen Glaubens nicht durchbrechen und niemals zur islamischen Religion finden! ..

 

Sie müssen sich jedermanns Meinung anhören und das Ergebnis aus Ihrem eigenen Verständnis heraus bilden, denn Sie werden alleine, Ihre Rechnung begleichend, in die Ewigkeit eingehen!

 

Diejenigen, welche nur die Bücher ihres eigenen Weges zum Lesen freigeben und die Bücher der Anderen verbieten, sind die Wegelagerer des Islam, selbst wenn sie nach moslemischen Würdenträgern aussehen!

 

Um zu der Wahrheit zu gelangen, müssen Sie die Bücher von Imam Gazali, Schah Naksibendi, Abdulkadir Geylani, Hacı Bektasi Veli, Mevlana und Saidi Nursi und anderen religiösen Führern, bewusst und lesen und überdenken, Sie müssen sich ganz genau ansehen, wie diese den Islam verstanden haben und danach können Sie sich Ihre eigene Meinung selbst bilden, um vor dem Nachahmen, dem Gehütet werden loszukommen und die islamische Religion kennen zulernen !..

 

Für die Menschen insgesamt und die Moslems insbesondere, gibt es keinen anderen Rettungsweg als den, den Islam aus einem vom Materialistischen gereinigten Blickwinkel aus, neu zu bewerten!

 

 

 

Kapitel5

 

 „Rasul“

 

 „Es ist ein Rasul zu euch gekommen,

aus eurer Mitte,

der wahrlich Heilig (Aziz) ist.“

 (aus dem Koran)

 

 

UNIVERSEL

Ohne zu denken, kann man nicht verstehen...

Dass die Religion des Islam universal gültig ist!

 

Der Islam ist keine Erläuterung des Systems, der den Angehörigen eines bestimmten Volksstamm, in einer, ihrem Verständnis ansprechenden,  verständlichen Form gesendet wurde, um ihnen den Weg zu weisen!

 

Der Islam ist auch keine Religion, die ausschließlich für die Araber, die Persern, Türken, Malaysiern oder andere Volksgruppe gesendet wurde!

 

Der Islam ist der Name für das System und die Ordnung, welche von Allah geschaffen wurde!

 

In dem Umfang, in dem die Menschen das System und seinen Mechanismus verstehen, haben sie die Möglichkeit, ihr irdisches Leben und ihr Leben nach dem Tode in Ruhe und Wohlergehen zu leben.

 

Diejenigen, welche sich dem Islam mit rassistischen, überlieferten, kulturellen und vergleichenden Wertvorstellungen nähern, können niemals die universalen Gegebenheiten erfassen, die im Original überliefert werden!

 

In dem heutigen Begriffschaos ist die islamische Religion, hinter dem Urteilsvermögen und der Wertschätzung der Menschen, welche aus Nachahmung, weit entfernt von tiefem Überlegen und Hinterfragung, basiert, fast nicht mehr zu erkennen.

 

Man sagt zwar beim Daherreden, dass der Islam universal gültig ist! ...

 

Allerdings wird bei fast allen Äußerungen von Meinungen, diese Wahrheit, ohne das wir es bemerken, in Abrede gestellt!

 

Was bedeutet universale Religion?

 

Es bedeutet eine Religion die, Türken, Araber, Amerikaner, Mexikaner, Eskimos, Japaner, Chinesen, kurzum alle Völker in gleicher Weise anspricht, und allen zum Wohle dient!

Die nicht unter dem Einfluss von Brauch, Sitte und Tradition der Türken steht!

Die nicht unter dem Einfluss von Brauch,  Sitte und Tradition der Araber steht!

Die nicht unter dem Einfluss von Brauch, Sitte und Tradition des fernen Ostens und der Eskimos steht!

Es ist das Religionsverständnis, welches auf den universalen Gegebenheiten und auf dem universalen System basiert!

 

Da der Rasul Allahs, Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, aus dem arabischen Volke und dem Geschlecht Hz. Abrahams entstammt, hat man bei dem Verständnis der Religion, die er überbracht hat, einen sehr großen Fehler gemacht und ihn dem Arabischen Volk zugeordnet. Man hat die Religion mit den Sitten, Bräuchen und Gewohnheiten des arabischen Volkes vermischt und versucht, sie in diesem Zustand der universalen Bevölkerung einzuimpfen!

 

Die Menschen werden unter dem Namen des Islams, zu einem moslemischen Glauben eingeladen, der vermischt ist mit den Sitten, Bräuchen und Gewohnheiten der Araber. Und das führt dazu, dass die islamische Religion, von den, von außen schauenden Völker, als eine arabische Religion bewertet wird!

 

Die Religion des Islams, das universale System und seine Funktion wurde vom Rasul Allahs, der gesamten Menschheit kundgetan. Es ist seine Verkündung an alle Menschen, ohne Ausnahme, dass wer sein Leben gemäß dieser Gegebenheiten einrichtet, zu ewiger Ruhe und Frieden finden wird!

 

Moses, Friede sei mit ihm, war der Rasul und Nebi für das Jüdische Volk; er wurde zu einem Stamm gesandt!

 

Der universale Mensch Mohammed, Friede sei mit ihm, indessen wurde nicht zu einem Volksstamm, sondern als Rasul Allahs zu der gesamten Menschheit gesandt und er hat allen das universale System und seine Ordnung erläutert, das von dem, mit dem Namen Allah bezeichneten geschaffen ist!

 

Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, ist ein „universaler Rasul“! Er fordert die Menschen auf, die universalen Gegebenheiten zu sehen! ... Er fordert nicht dazu auf, die arabischen Sitten, Bräuche und Traditionen zu übernehmen!

 

Die arabischen Sitten, Bräuche und Traditionen interessieren nur die Araber, egal, ob sie falsch oder richtig sind, sie sind für den universalen Menschen nicht bindend!

 

Auch die türkischen Sitten, Bräuche und Traditionen betreffen nur die Türken, ob richtig oder falsch, sie sind nicht bindend für den universalen Mensch!

 

Die Sitten, Bräuche und Traditionen des Fernen Ostens, der Eskimos und der Nachkommen der Inkas sind nur für die betreffenden Völker selbst bindend und betreffen den universalen Menschen nicht! ...

 

Die Religion des universalen Menschen ist die universale Religion, der Islam!

 

Der universale Mensch wird die universale Religion Islam nicht durch lokale und äußerliche Werte oder Ansichten verschleiern oder degenerieren, er wird die Religion niemals erniedrigen, selbst wenn er ihre inneren Werte nicht erkannt hat!

 

Alle Menschen sind unumgänglich an das, in der universal gültigen Religion beschriebene System und seinen Mechanismus gebunden, darüber hinaus müssen alle Menschen die Zeche für ihre unterlassenen, notwendigen Handlungen, im Masse ihrer Versäumnisse begleichen!

 

Die moslemische Religion indessen, welche von den verschiedenen Völkern mit ihren Sitten, Bräuchen und Traditionen vermischt wurde und dann als unverfälschte, reine Religion angepriesen wird, zeigt gegenüber der universalen islamischen Religion an vielen Stellen Differenzen, findet daher keine universale Anerkennung und wird abgelehnt!

 

Der Grund dafür, dass das „Moslemtum“, welches mit rassistischen und nationalen Eigenschaften vermischt und etikettiert mit dem Namen der „universalen islamischen Religion“ sich aufdrängend, von der Mehrheit der Weltbevölkerung keine Anerkennung fand und findet, liegt daran, dass der Islam in diese, vorherrschende „nationale Religion“ verwandelt wurde und solchermaßen präsentiert wird. Die Menschen werden unter dem Namen des Islams, zu einem arabischen Moslemtum eingeladen! Als Resultat davon bekriegen sie sich ständig untereinander! Das ist eine große Unverantwortlichkeit!

 

Es ist für Menschen, welche die Universalität noch nicht erlangt haben, äußerst schwierig, den universalen Rasul Allahs, Mohammed Mustafa zu beurteilen und zu bewerten! ... Das gleiche gilt selbstverständlich auch für das Erkennen der universalen Religion!

 

Die universalen Menschen, die dieses begreifen können, binden sich, obwohl sie alle Sitten, Bräuche und Traditionen rücksichtsvoll Respektieren, niemals an diese territorialen und relativierenden Werte und unterwerfen sich ihnen nicht, genau so wie es Celâleddin Rûmi, Schemsi Tebrizi, Yunus Emre und Haci Bektas Veli getan haben!

 

Der Rasul Allahs und universale Mensch Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm,...die universalen, Veli genannten „Freunde Allahs“... die universalen Menschen... das universale Buch mit seiner universalen Botschaft, voll von universalen Geheimnissen... und seine „Leser“ ...

 

Die Religionen von Rassen und Völkern... die nationalen Propheten... die imitierenden Angehörigen (Mukalit) dieser Religionen... die nationalen Heiligen, mit ihren regionalen Meistern (Kutup), Gaws (Helfern) und Mahdis (Erlösern).

 

Verzerrte Übersetzungen des Korans...

Ein totemistischches oder auf einem Himmelsgott basierendes Religionsverständnis, welches auf Koranübersetzungen basiert, in denen von Göttern und Propheten, von einem männlichen Gott (er) berichtet wird!

Und all das wird in einem Korb gesammelt und mit dem Etikett Islam versehen, ausgestellt!

 

Um den, von Allahs universalem Rasul, Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, verkündeten  Islam, in dem die universalen Gegebenheiten erläutert werden und das universale Buch, den Heiligen Koran, lesen zu können, muss man erst einmal erkennen, was universal sein bedeutet, wie man Universalität erlangt und muss dieses gut verarbeiten, erst danach kann man, aus dieser Sicht heraus, das heilige Buch betrachten!

 

Die Sunna des Rasul Allahs, Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, sind nicht die arabischen Sitten und Gebräuche, sondern stellen Allahs Sunna dar.  Man muss begreifen und verarbeiten, was Allahs Sunna ist.

 

Es ist unerlässlich, den Rasul Allahs, Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, zu „Lesen“(IKRA)!

 

Erst dann kann man verstehen, was die universale Religion, der Islam ist...

Danach kann man die erkannte Wahrheit entweder bezeugen oder ablehnen!

 

„ Elhamdülillah, ich bin ein Muslim!“...

„Inschallah, bist du ein Muslim!!“

 

Wenn dieses Bekenntnis aber nur ein nachgesprochenes Wort ist, dann gleicht der Zustand des Sprechenden einem Menschen, der sagt, „ich kann schwimmen“, obwohl er in seinem ganzen Leben noch kein Meer gesehen hat und er offenbart mit diesen Worten seine eigene Realität!

 

Es ist eine wichtige Frage, was es für einen Menschen bringt, wenn er in seinem, von lokalen und relativierenden Wertvorstellungen abhängigen und blockierten Gehirn, bestimmte Worte speichert und diese wiederholt.

 

Ein Mensch, der nicht weiß, was Universalität ist, für den ist es unmöglich, die universale Religion, den universalen Rasul Allahs oder den universalen Menschen zu begreifen!

Dabei lädt doch der universale Rasul Allahs, Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, die Menschen dazu ein, die universale Religion, den Islam zu bezeugen und seine Auswirkungen zu leben!

 

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, uns so schnell wie möglich von den nationalitätsgebundenen Religionsverständnissen zu befreien und Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, nicht als einen Angehörigen des arabischen Volkes, sondern in seiner Eigenschaft als universaler Rasul Allahs zu „lesen“ (IKRA), damit wir endlich einige Gegebenheiten zu sehen beginnen und die universale Religion, den Islam begreifen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Rasul Allahs „Lesen“

 

Es ist gewiss sehr, sehr wichtig, den Heiligen Koran zu „lesen“...

 

Denken Sie eigentlich, dass es nicht genauso wichtig ist, den Rasul Allahs zu „lesen“ der uns mit dem Heiligen Koran konfrontiert hat? ...

 

Wie und wieweit können wir das Buch welches er uns offenbart hat „lesen”, ohne vorher den Rasul Allahsgelesen“ zu haben?

 

Im allgemeinen haben die Menschen und Muslime keine Sorgen bezüglich dem „Lesen“ des Rasul Allahs!

 

In den Augen der engstirnigen Mehrheit...

 

Erscheint Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, als wäre er der, auf dieser Erde auserwählte Postbote Gottes, welcher seinen Sitz auf dem Stern Sirius hat und der ihn damit beauftragt hat, seine Anweisungen zu überbringen!

 

Es sieht so aus, als wäre er ein Bediensteter eines Übermittlungsbüros, der damit beauftragt ist, die Erlasse, die Gott so wie sie ihm in den Sinn kommen, durch einen Übermittlungsdienst, Gabriel genannt, ihm zukommen lässt, an die Menschen zu überbringen!

 

Der dort oben verfasst einen Erlass, der Postbote hat ihn zuzustellen und wir, seine Diener haben ihn zu befolgen! Und diejenigen, welche die Gesetze von dem dort oben nicht befolgen, werden laut dem Erlass von dem dort oben, „das Morden solcher ist gesetzlich“ ,von seinen Dienern, die päpstlicher als der Papst sind, geschlagen, getötet und gemordet! Heiraten, Verurteilen, Morden, alles im Namen von dem dort oben!

 

Kurzum ein Prophet, der einen Schatten oder einen Sprachrohr des Gottes dort oben, auf dieser Erde ist!

Und die Mehrheit der Menschen, welche die Wahrheit nur Vermuten können und aus Angst dem Propheten folgen!

 

Sie müssen dem Propheten folgen, damit sie in Zukunft weniger bestraft werden, damit sie von der Hölle errettet werden, auf das sie in Vergnügen und Wohlergehen im Paradiese leben werden, in alle Ewigkeit!!!

 

Gleich denen, die in Erwartung einer Möhre und aus Angst vor dem Stock laufen...

 

Auf der einen Seite, versucht man, das Befohlene, zwischen Angst und Hoffnung, so gut es geht zu befolgen und auf der anderen Seite versucht man unter dem Vorwand, der da oben sieht’s schon nicht, oder kümmert sich nicht drum, die Verbote soweit wie möglich zu umgehen und berauscht sich an dem Ergebnis.

Bei diesen gibt es kein tiefes Überlegen, keine Nachforschung, kein Hinterfragen! Ihnen gehen niemals die Worte wie - wieso – warum durch den Kopf! So wurde es befohlen, also wird es so ausgeführt! Bist du nicht folgsam dann kommst du in die Hölle und bist du folgsam kommst du in den Himmel!!!

 

Vergessen Sie die Antworten, sie stellen noch nicht mal Fragen wie: „Warum Hölle?“ „Was für ein Paradies?“! ... Der Prophet hat die Anweisungen so von Gott da oben empfangen und sie als sein Sprachrohr an uns weitergegeben! Vergesse getrost alles andere!

 

Er hat das Gebet (Namas) befohlen und wie du siehst werfe ich mich fünf mal am Tag nieder und stehe wieder auf! ... Warum ich das mache? Das ist doch nicht wichtig, wichtig ist nur, den Bewegungsablauf richtig nachzuvollziehen und die Worte, deren Bedeutung ich übrigens nicht kenne, richtig aufzusagen! ... Und nachdem ich die Gebete von dem da oben schon richtig einhalte, wird er mich bestimmt ins Paradies stecken!

 

Ich leide auch, den Geboten zufolge, einen Monat Hunger im Jahr. So wie der Schöpfer des Universums seinen Nutzen aus meinem Hungern zieht, so wird er mir im Gegenzug ganz bestimmt einen Platz im Paradies geben!... Ich höre auf den Propheten und befolge seine Erlasse, warum sollte er mich nicht ins Paradies stecken? ...

Außerdem gebe ich so viel Geld für Land und Steine aus, erbaue Schulen und Moscheen im Namen der Religion und schmücke seine Häuser wie Paläste aus, warum sollte er mir im Paradies keinen Lustschlösschen geben? Was kümmert es mich, wenn die Menschen nicht wissen, was ihre Religion ist, wenn das Religionsverständnis nicht mehr Zeitgemäß ist und wenn sie ohne Bezahlung nicht an Informationen über die Religion herankommen!

 

Was kümmert es mich, wenn Tausende Menschen an der Schwelle des Verhungerns dahinvegetieren, soll er sich doch so wie er sie geschaffen hat, darum kümmern!  Was kümmern mich Millionen von Menschen, ich habe eine Schule für 50 bis 100 Kinder gebaut, ich sorge für ihre Unterrichtung! Dafür verwende ich Hunderte von Millionen, das reicht!

 

Ganz bestimmt wird er mir im Gegenzug dafür siebzig schöne Huri und siebzig Lustschlösser geben!

 

Und noch viele derartige Ansichten, basierend auf der Annahme eines Gottes im Himmel und seinen Propheten vom Typ Postbote, Sprachrohr ergeben im Endeffekt solch ein muslimisches Verständnis!

Ein, auf Angst und Unwissenheit gegründetes, sich dem Propheten Unterwerfen!

 

So sieht das Gott – Religion – und Prophetenverständnis und der darauf gegründete Lebensstil der Engstirnigen und Stumpfsinnigen aus...

 

Und dann gibt es diejenigen, die mit ihrem Verstand dem Rasul Allahs folgen! ...

 

Unter den Zeitgenossen und Gefährten Hz. Mohammeds, Friede sei mit ihm, nannten ihn einige „Oh Nebi Allah“ und manche „Oh Rasul Allah“! ...

 

Niemand hat ihn je mit „Oh Prophet“ angeredet! Auch im Heiligen Koran stößt man nirgends auf das Wort Prophet! ...

Was ist „Nübüwwet“ (die Qualifikation ein Nebi zu sein)? Welche Funktion hat es? Warum ist er ein Nebi? Wie wird man ein Nebi? Wie bildet sich „Nübüwwet“ bei einer Person? Worauf begründet sich „Nübüwwet“?  Warum wurde Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, die Fähigkeit eines Nebi zuteil?

 

Warum wurde im Heiligen Koran für diese Persönlichkeit nicht das Wort Prophet benutzt? Warum benutzte man speziell auf bestimmte Begriffe hinweisend, das Wort Nebi, in Bezug auf  die Qualifikation Nübüwwet, und warum gebrauchte man für andere Definitionen den Hinweis auf „Risâlet“ und erwähnt ihn, in seiner Eigenschaft als „Rasul“ und hat die beiden Begriffe strikt voneinander getrennt?

 

Was bedeutet „Risâlet“? Welche Bedeutung hat es? Von welcher Seite her ist eine Person Rasul? Wie wird man Rasul? Wie äußert sich „Risâlet“ bei einem Menschen? Woraus entsteht „Risâlet”? Wie und von welchem Aspekt her wurde Hz. Mohammed zu Allahs Rasul?

 

Warum wird im 54 Vers der Meryem (Maria) Sure im Koran einzeln  darauf hingewiesen, das Ismail, Friede sei mit ihm, obwohl er kein Buch oder keine Schrift überbracht hat, sowohl Nebi wie auch Rasul ist, wo doch betont wird, dass nur die Überbringer von Büchern Rasul genannt werden?   

 

Ohne folgendes zu realisieren...

 

Ohne zu verstehen, worauf uns Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, mit der Verkündung dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, hinweisen wollte...

 

Ohne zu begreifen was es heißt, ein „Weli“ dessen zu sein, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird...

 

Ohne bewertet zu haben, dass im Koran an sehr vielen Stellen das Wort „Semâ“ nicht für „Himmel”, sondern vielmehr in der Bedeutung einer „Dimension“ gebraucht wurde...

 

Bevor man nicht verstanden hat, dass die „Nâzil“ genannte Handlung nicht vom Himmel auf die Erde hinunter gerichtet ist, sondern eine Strömung aus dem Innersten einer Person, von seiner Wirklichkeit zu seinem Bewusstsein hin, darstellt...

 

Bevor man nicht fühlt, dass die „Urûc“ genannte Bewegung eine gedankliche Hinwendung, ein gedankliches Aufsteigen vom Bewusstsein hin zu der Wahrheit des Seins ist...

 

Wie kann man eine Persönlichkeit, die all dieses gelebt hat und infolge davon, als Rasul Allahs allen Menschen die notwendige Verkündung kundgetan hat, um ihnen das Erlangen des ewigen Wohlergehens zu ermöglichen, als Propheten bezeichnen, ihn zu einem „Postboten oder Sprachrohr Gottes“ degradieren?

 

Kommen Sie zur Vernunft! ...

 

Ziehen Sie sich alleine in eine Ecke zurück und beginnen Sie systematisch zu denken!

 

Wie kann es möglich sein, dass man sich den, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, und dieses Weltall, welches Milliarden Galaxien in sich vereint, aus einem Punkt erschaffen hat, in dessen Bewusstsein Zahllose dieser Punkte existieren und der mit jedem Punkt, in jedem Augenblick zahllose Galaxien erschafft, als einen, auf dem Stern Sirius residierenden Gott vorstellen und annehmen, dass Hu als Vermittler einen Propheten vom Typ eines Postboten oder eines Sprachrohres bedarf?

 

Wenn Sie immer noch so denken, dann wünsche ich ihnen in ihrem Kokon alles gute!

 

Wenn Sie aber sagen, dass kann nicht sein, so etwas zu denken ist für mich nicht mehr möglich...

 

Dann müssen Sie, alle bis heute angesammelten Wertvorstellungen bei Seite lassend, das Buch „Mohammed Mustafa, Rasul und Nebi Allahs“, welches es zu „lesen“ gilt und das noch immer ungelesen im Bücherbord wartet, in die Hand nehmen! (An alle die schwer von Begriff sind: Ich spreche nicht von einem Buch mit Seiten und Kapiteln auf Papier gedruckt!)

 

Beginnen Sie ihre Arbeit, indem Sie versuchen, die Lebensabschnitte und das Gedankensystem dessen zu „lesen“, der mit seiner Intelligenz und seiner Berufung „Kalif“ auf Erden zu sein, in der Stadt Mekka, auf dieser Erde, welche doch nur ein Satellit unter den hundert Milliarden Sternen unserer Galaxie ist, welche der, mit dem Namen Allah bezeichnete aus einem Punkt entstehen ließ; ein Punkt unter den unzähligen Punkten die Hu in jedem Augenblick entstehen lässt.

 

Versuchen Sie zu verstehen, wie es für einen Verstand möglich war, welcher von der Veranlagung (Fitrat) her, im Voraus zum „Kalifen“ bestimmt war, der mit den genetischen daten eines „Hanefiten“ geschaffen wurde und der in seinem innersten seines Bewusstseins, das genetische Erbe trug, mit seiner Axt (?) die Vergötterung von Engelskräften in den Sternen zu zerschlagen und den toten Vogel mit der Allmacht Allahs wieder zum Leben zu erwecken,  die Realität des ihn umgebenden Lebens und seine eigene Realität, solange er in dieser physischen Welt weilte, klar zu beurteilen!

 

Diese beispiellose Bewusstsein! ...

 

Diese großartige Identität! ...

 

Welch einzigartige, revolutionäre Persönlichkeit! ...

 

Hat er die Berufung zum Propheten von dem auf Sirius oder Beta Nova residierenden Gott erhalten?

Oder?

War er der Rasul und Nebi dessen, auf den mit dem Namen Allah hingewiesen wird?

 

War er der, Erlasse überbringende Statthalter auf Erden, für einen Himmelsgott, war er dessen  Feldherr, Briefbote und Sprachrohr?

 

Oder...

 

War er ein Rasul, der Allah als Realität seines ureigensten Wesens, auf dem Wege der Offenbarung erkannt hat und durch den Transfer dieses Wissens in diese, unsere Dimension, das Ziel verfolgt hat, den Menschen den, mit dem Namen Allah bezeichneten, zu verkündigen, damit sie ihr Leben den Erfordernissen anpassen und seine Vorschläge befolgen?

 

Oder war er der Nebi Allahs, der den Menschen eine bestimmte irdische Perspektive und bestimmte Arten von Aktivitäten vorschlug, durch die sich die Menschen selbst vor endlosen Qualen schützen, und ewiges Glück erreichen können?

 

Überlegen Sie einmal ernsthaft, glauben Sie dem Propheten Gottes namens Hz. Mohammed, oder glauben Sie Mohammed Mustafa, Friede sei mit ihm, dem Rasul und Nebi dessen, auf den mit dem Namen Allah hingewiesen wird?

 

Sollten Sie dem Zweiten glauben... dann sollten Sie einmal überlegen welche Unterschiede, abgesehen von den unterschiedlichen Namen und dahergeredeten Phrasen, zu dem Ersten bestehen. Suchen Sie diese heraus und schieben Sie diese beiseite!

 

Zuallererst müssen wir diese Aspekte richtig verstanden haben, erst dann können wir beginnen, das Buch des Mohammed Mustafa, den Rasul und Nebi dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, zu „lesen”!

 

Bereiten wir uns auf das „Lesen“ vor, indem wir untersuchen, in welcher Art uns Weise diese Person, verschiedene Umstände beurteilte, welchen Blickwinkel er hatte, in welcher Art er die Lösung für Probleme bei Allah gesucht hat, wie er durch Manipulierung von Ereignissen die Lösung für Probleme herbei führte und was die Notwendigkeit bedeutet, dass die Menschen um Umstände und Probleme beurteilen zu können, diese aus der Sicht Allahs heraus betrachten müssen...

 

Dabei müssen wir mir Bestimmtheit wissen, das

 

Wenn wir in diesem und in dem darauffolgenden Leben Wohlergehen anstreben, dann haben wir keine andere Wahl, als dem Nebi Allahs nachzufolgen, und wollen wir zum Innersten Kern dessen vordringen, auf welchen mit dem Namen Allah hingewiesen wird, welcher unsere Wirklichkeit bildet, dann müssen wir dem Rasul Allahs nachfolgen!

 

Möge Allah uns diese Wahrheit zu erkennen und zu verstehen geben, und uns die Auswirkungen erleichtern und verarbeiten lassen!

 

 

* * *

 

 

 

 

 

PROPHET (!?)

 

Sind wir gewillt, den Heiligen Koran zu verstehen?

Wenn wir den Heiligen Koran richtig verstehen und bewerten möchten, dann sind wir zuallererst verpflichtet, die dort gebrauchten Worte, so wie sie benutzt werden zu verwenden und an den betreffenden Stellen das Originalwort einzusetzen.

Wenn Sie Übersetzungen oder Auslegungen des Korans lesen, müssen Sie bitte zu allererst

auf folgendes achten...

 

Wenn Sie in der Koranauslegung die Sie lesen, das Wort „Gott“ anstelle dem Namen „Allah“, welcher in der Originalfassung benutzt wird, lesen, wenn die in der Originalversion benutzten Worte „Nebi“ und „Rasul“ mit dem Wort „Prophet“ übersetzt wurden, dann müssen Sie mit Bestimmtheit wissen, dass diese Auslegung des Korans ganz bestimmt nicht dazu geeignet ist,  Ihnen die Realitäten  und Geheimnisse, auf die im Koran hingewiesen wird, zu vermitteln!

 

Mit solch einer Übersetzung des Korans, wird es Ihnen niemals gelingen, die Botschaften, die und Hz. Mohammed Mustafa übermittelte, zu verstehen. Wer auch immer diese Übersetzung geschrieben hat, er hat von diesem Buch noch nichts verstanden, so dass aus dieser Übersetzung nichts Gutes herauskommen kann!

 

In verschiedenen unserer herausgegebenen Büchern, haben wir dargelegt, dass die Bedeutung des Wortes „Gott“, nichts mit der Bedeutung des Namen „Allah“ zu tun hat, und dass das Wort „Gott“ bei den Menschen die Imagination eines „Gottes im Himmel“ hervorruft.

 

Heute möchte ich Sie auf einen Fehler aufmerksam machen,, der entsteht, wenn man in der Koranübersetzung das Wort „Prophet“ verwendet...

 

Wir müssen mit Bestimmtheit wissen, dass jedes Wort, welches im Koran verwendet wird, ganz speziell, wegen seiner umfassenden und tiefe Bedeutung  ausgesucht ist.

 

Das Wort „Prophet“ stammt im Original aus dem Griechischen und bedeutet Verkünder oder Deuter des göttlichen Willens, die Vorhersage zukünftigen Geschehens ist ein Teilaspekt seiner Aufgabe, er entspricht einem Stellvertreter und Auftragsgebundenen. Das Türkische Pendant zu „Prophet“ ist „Peygamber“, es stammt aus dem Persischen und ist ein sehr altes Wort, welches im Zusammenhang mit einem Gott benutzt wird. Diese Worte werden im Deutschen und Persischen für die Übersetzung der im Koran gebrauchten Worte „Nebi“ und „Rasul“ verwendet. Sie werden im Sinne eines Stellvertreters oder Botschafter Gottes verwand.

Das Wort „Prophet“ steht für einen Botschafter eines Gottes oder einer göttlichen Kraft im Universum und man könnte ihn auch als einen Postboten Gottes bezeichnen.

 

Dabei bildet doch der Eine, welcher mit dem Namen „Allah“ bezeichnet wird, mit seinen Namen (esma) und seinen Attributen (sifat), die Wirklichkeit, das Original, einer jeden Struktur, egal, ob wir diese wahrnehmen können oder nicht und es ist unmöglich in Erwägung zu ziehen, Hu’s Wesen mit Grenzen einzuschränken!

 

Das bedeutet...

Wer auch immer Allah erkannt hat, der hat die Erkenntnis nicht von Außen, sondern aus der Wahrheit in seinem tiefsten Inneren empfangen und er weiß, dass die, mit einem Namen benannten Wesen eine visuelle und nominelle Illusion sind, die aus Nichts bestehen. Das einzige was vorhanden ist, ist der Eine, welcher mit dem Namen Allah bezeichnet wird!

 

Demnach müssen wir erkennen, dass der mit dem Namen Allah bezeichnete, welcher in allen Dimensionen mit seinen Namen und Attributen zu Tage tritt, aber darüber hinaus, frei und unabhängig von all diesem, also darüber erhaben (Gani) ist, auch die Wahrheit (Hakikat) eines jeden „Nebi“,  „Rasul“ und „Weli“ bildet.

 

Die (Nebi, Rasul, Weli), deren Namen also auf ihre Eigenschaften hinweist, bringen ihre eigene Wahrheit(Hakikat) zur Sprache, welche sie durch den geistigen Stand den sie erreicht haben, dimensional in ihrem eigenen Sein erkannt haben. Es handelt sich bei ihnen als nicht um einen Postboten (Sprachrohr) von irgendwem in der Ferne, sondern sie bringen ihre ureigenste Wirklichkeit (Hakikat) zum Ausdruck!

 

Sowohl „Nebi“ wie auch „Rasul“ haben ihren geistigen Rang, aufgrund des „Welayet“, welches die Erscheinungsform der Höchsten Vollendung, von einem der Namen Allahs, nämlich „El Weli“ bildet, erhalten.

 

Diese hohe Persönlichkeiten, die in ihrem irdischen Leben sowohl die Aufgabe des „Nübüwwet“ als auch die Aufgabe des „Risâlet“ erfüllen, erlangte diese Stufen der höchsten Vollendung ihrer Weisheit (Kemalat) aus der Bedeutung des Namens „El Weli“ und auch im Leben nach dem Tod behalten Sie den geistigen Stand des „Risâlet“ bei, welcher in dem  „Welayet“ involviert ist...

 

Der Name „Nebi“ ist keiner der Namen dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, sein Namen „El Weli“ indessen ist unvergänglich (Baki).

 

Nübüwwet“ ist eine Funktion, die nur für das irdische Leben Gültigkeit hat.

 

Risâlet“ hingegen ist eine Funktion, die sowohl im Leben auf dieser Erde, wie auch im Leben nach dem Tode ihre Gültigkeit hat.

 

Die Existenz eines jeden „Nebi“, „Rasul“ und „Weli“ geht aus der Wahrheit (Hakikat) des „Welayet“ hervor!

 

Jeder „Nebi“ ist von seiner äußerlichen Existenz her ein „Nebi“, von seinen inneren Werten her, ist er aber gleichzeitig ein „Weli“.

 

Im Hinblick auf ihre inneren Werte waren alle „Rasul“ der Vergangenheit „Weli“, unerheblich, ob sie gleichzeitig als „Nebi“ auftraten oder nicht.

Alle „Weli“ erlangen ihre hohe Stufe der geistigen Vollkommenheit aus dem „Welayet“...

 

Die Aufgabe des „Nübüwwet“ bezieht sich ausschließlich auf das irdische Leben und die Aufgabe des „Nebi“ endet mit dem Eintritt in das Leben im Jenseits (Ahiret).

 

Die Aufgabe des „Nübüwwet“ endete mit dem „Hatemin Nebi“, dem letzten Nebi Mohammed Mustafa und bis ans Ende dieser Welt wird kein anderer Nebi mehr kommen.

 

Einige „Nebi“ waren gleichzeitig „Rasul“... ein „Rasul“, der die Aufgabe des „Risâlet“ vertritt, führt seine Aufgabe bis zum Jüngsten Tag fort.

 

Die Aufgabe eines „Nebi“ ist zeitlich begrenzt, die Aufgabe des „Rasul“ hingegen, ist ein persönliches Amt, das auch mit dem Scheiden von dieser Welt nicht zu Ende geht, denn es gibt keine zeitliche Begrenzung für das „sich selbst Kennen“, aus diesem Grunde geht dieses Amt bis in alle Ewigkeit weiter. Aus diesem Grunde bezeugen wir auch im „Kelime-i Schehâdet”, welches als Bekenntnis und Bezeugung des Islam gilt, dass Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm, Rasul ist, denn dies ist seine ewig dauernde Funktion. Hinter dem „Abduhu“ wird deshalb nicht „Nebiyyihu“ genannt, sondern „Rasuluhu“!

 

Risâlet“ und „Nübüwwet“ stellen die obersten Ränge des „Welayet“ dar... ähnlich den Rängen von Generälen in der Rangordnung des Militärs.

 

Die Aufgabe des „Nübüwwet“ besteht darin, dem Volk die Erfordernisse des Lebens, welche sie zur Glückseligkeit im Ewigen leben führen, zu verkünden und sie dazu einzuladen, ihr Leben gemäß dieser Erfordernisse einzurichten.

 

Die Aufgabe des „Risâlet“ ist es, den Menschen in der Umgebung ihre eigene Wahrheit(Hakikat) zu verkünden, damit sie dementsprechend leben und die Übermittlung der notwendigen Handlungen und Lebensweise, sowie das Geleit auf diesem Wege.

 

Ulül- âzam“ ist der Titel, den diejenigen Persönlichkeiten tragen, die sowohl die Pflichten des „Nübüwwet“ tragen, als auch das Amt des „Risâlet“ ausführen.

 

Welayet“  bedeutet die eigene Wirklichkeit (Hakikat) zu erkennen und entsprechend zu leben!

 

Im Heiligen Koran wird die Bezeichnung „Nebi“ an solchen Stellen gebraucht, welche die Menschen im Zusammenhang mit den Aufgaben des „Nübüwwet“ betreffen.

 

An Stellen, die nicht auf das Volk, also nach außen gereichtet sind, sondern sich darauf beziehen, sich selbst und Allah zu erkennen, also in den Wirkungsbereich des „Risâlet“ fallen, wird der Begriff „Rasul“ benutzt.

 

Und wo immer man die Aufmerksamkeit auf die betreffende Stufe der geistigen Vollkommenheit, im Zusammenhang mit dem Leben eines Individuums, lenken möchte, wird das Wort „Weli“ gebraucht.

 

Das Bedeutet, dass auf den Zustand der Personen, welche den geistigen Grad der Vollkommenheit, auf der Basis ihrer Wahrheit erlangt haben und gleichzeitig eine nach außen gerichtete Aufgabe erfüllen, mit den Worten „Nübüwwet“ und „Risâlet“ hingewiesen wird. Sie werden generell gesondert von den „Weli“, welche den Stand der geistigen Vollkommenheit für sich, das heißt nach innen gerichtet leben, in einer eigenen Kategorie genannt.

 

Liest man die betreffenden Suren im Koran im Sinne dieser Definitionen noch einmal, so tun sich vor einem ganz neue Dimensionen der Bedeutung auf.

Anders ausgedrückt... die „Ewliyâ“ welche das Scheriat gebracht haben werden „Nebi“ genannt und diejenigen, die kein Scheriat brachten, sondern die Menschen dazu eingeladen haben, gemäß ihrer Wahrheit (Hakikat) zu leben, werden „Rasul“ genannt und diejenigen, welchen keine dieser Aufgaben zuteil wurden nennt man „Weli“.

 

Das „Welayet“ ist kein Sultanat, das vom Vater auf den Sohn übertragen wird, es ist ein Rasultat der Erfahrung, dass der Einzige, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, die eigene Wirklichkeit bildet.

 

Die Manifestierung der Wahrheit, auf die sich der Rang der Vollkommenheit des „Welayet“ stützt, wird bei einem „Nebi“ oder „Rasul“ durch ein „Herabkommen“ von Wissen offenbar, was als Offenbarung (Wahiy) bezeichnet wird. Das hervortreten des Wissens bei einem „Weli“ geschieht durch „Urudsch“ ein „von innen Aufsteigen“ welches als Inspiration (ilham) bezeichnet wird.

 

Bei der Verwendung des Wortes „Prophet“ werden all diese Tatsachen, auf die wir hingewiesen haben, verdeckt, gleichzeitig bleiben selbst dem Kompetenten viele Geheimnisse verborgen!

 

Man kann das Pflichtgebet (Salat) nicht mit einer Übersetzung aus dem Heiligen Koran durchführen!

 

Man kann den Heiligen Koran nicht übersetzen!

 

Der Heilige Koran wurde den Menschen überbracht, damit sie ihn verstehen und damit sie das Erforderliche leben. Jeder kann unter dem Zusatz: „Soviel ich aus dem Heiligen Koran verstanden habe...“ sein Verständnis äußern... egal unter welcher Bezeichnung er dies tut...

 

Die „Götter“ mögen „groß“ sein...

Allah“ ist „ekber“!

 

Dies ist die Wahrheit, die uns unsere innere Entdeckung (Keschif) vermittelt hat... die Wahrheit weiß allein Allah!

 

Wes Selâm...

 

 

 

 

 

 

* * *

 

 

 

Kapitel 6

 

 

 

„DER KORAN“

 

 

Wahrlich, wir haben in diesem Koran , den Menschen alle Arten von Gleichnissen gegeben, damit sie daraus ihre Lehren ziehen sollen.

 (Koran  39/27)

 

 

Wahrlich, wir haben dies im Koran auf alle möglichen Arten dargelegt, damit sie die Lehre annehmen...

 (Koran 17/41)

 

Wahrlich, wir haben den Menschen im Koran vielfältige Beispiele gezeigt und eröffnet. Aber die Menschen lieben es am meisten darüber zu debattieren.

(Koran 18/54)

 

 

 

 

 

Der Geist des Korans

 

In letzter Zeit wird mir immer öfter eine kritische Frage, über den Islam, der uns vom Rasul Allahs, Hz. Mohammed. Friede sei mit ihm, verkündet wurde, gestellt, die aus dem Unvermögen mancher Menschen Rasultiert, den Geist des Heiligen Korans zu „lesen”.

 

Diese kritische Frage ist folgende:

 

Hz. Mohammed wurde vor ungefähr 1400 Jahren als Prophet zu einer etwa 500 Menschen zählenden Volksgruppe gesandt, deren Mehrheit ein sehr primitives Verständnis besaß.

Sie töteten  ihre weiblichen Neugeborenen, indem man sie lebendig im Sand vergrub, damit sie ihnen später keine Schande brachten. Sie handelten in unbegrenztem Umfang mit Frauen. Die Frauen wurden von der Gesellschaft nicht als Menschen angesehen und besaßen keinerlei Rechte, aus diesem Grunde wurden die Fragen und Probleme natürlich auf der Verstandesebene dieser Volksgruppe behandelt und die Lösungen dieser Fragen und Probleme waren maßgebend für die Gestaltung des Korans. Wenn aber Hz. Mohammed nicht in diesem Gebiet, sondern an den Poolen zur Welt gekommen wäre, dann wäre das Buch, welches er als Prophet  überbrachte gemäß den Fragen und Problemen, die sich aus den Lebensumständen, Sitten und Gebräuchen der Eskimos ergeben, gestaltet worden...

 

Sollen in diesem Fall, da ja laut der Aussage des Buches kein neuer Prophet und kein neues Buch mehr folgen sollen, die Menschen nach den Regeln, die für eine Volksgruppe, deren primitives Verständnis ausreichend bekannt ist, geschaffen wurden, regiert werden? Lassen wir das Heute, diese Regeln, dieses Buch, welche eine Ansprache an weit zurückliegende Generationen darstellt, hatte doch schon gestern keine Gültigkeit mehr. Wie können Regeln, die vor mehreren Jahrhunderten, nach dem damaligen Verständnis geschaffen wurden, die unzähligen Völker, die überall auf dieser Erde leben, ansprechen? Will der Koran die Menschen auf die Stufe von vor 1400 Jahren zurückführen um sie so ins Paradies zu schicken?

 

Ja, das ist die Frage, welche die modernen Atheisten, ihrem Verständnis gemäß, welches auf ihrem Wissen basiert, stellen!

Ob richtig oder falsch, dem Verständnis meiner Wenigkeit entsprechend, ist folgendes die Antwort auf diese Frage...

 

Für diejenigen, welche den Geist des Buches verstanden haben und auch für diejenigen, sie sich denen nachahmend anschließen, ist der Heilige Koran, solange die Menschheit besteht, ein Buch, das Informationen enthält, welche die Menschen erleuchten und sie zu ewigem Wohlehrgehen führen!

 

Außerdem eröffnet der Koran in den meisten Teilen Informationen und Gegebenheiten des Lebens, welche den Personen bis in alle Ewigkeit, sogar in der Dimension der Hölle und des Paradieses von Nutzen sein werden und teilt den Menschen mit, wer oder was der, mit dem Namen Allah bezeichnete ist, der ja ihre Wirklichkeit( Hakikat) darstellt!

 

In meinen früheren Veröffentlichungen habe ich betont, dass ein Teil der Informationen im Koran aus der „Nübüwwet“ genannten Stufe des vollkommenen geistigen Wissens stammt, ein anderer Teil wiederum der Stufe des „Risâlet“ entspringt. Die dem „Risâlet“ entspringenden Informationen behalten ihre Aktualität bis in alle Ewigkeit und sind darauf gerichtet, neue Entwicklungsprozesse beim Menschen hervorzurufen.

 

So wie die „Ihlas“ und „Fatiha“ Suren, die der „Risâlet“ genannten Stufe des vollkommenen Wissens, entspringen.

 

Die Regeln, welche der Stufe des „Nübüwwet“ entspringen und auf das Verhalten der Menschen im Gemeinschaftsleben gerichtete Themen wie Heirat, Erbschaft, Zeugenaussage und Vergeltung behandeln, behalten ihre Gültigkeit, solange wie der Mensch auf dieser Erde lebt, mit dem Tod werden sie von der Tagesordnung des Menschen gestrichen.

 

Lassen Sie uns jetzt und hier, den „Geist des Korans“ erkennen und verstehen...

 

Handelt es sich bei dem Koran um ein überliefertes Buch, welches die Absicht verfolgt, die Menschen zu einem primitiven Leben wie vor Hunderten von Jahren zurückzuführen und sie auf ein rückständiges Leben festlegen und fixieren möchte?

 

Oder... möchte der Koran die Menschen auf das Zukünftige vorbereiten, ihnen die Wege zur Vervollkommnung und Weiterentwicklung aufzeigen und sie dazu auffordern, sich dem Vollkommensten zuzuwenden?

 

Hz. Ali, der wie ich meine, in der ersten Linie zu den Personen gehört, die dieses erhabene Buch am besten verstanden haben, sagte in diesem Sinne:

„Erzieht eure Kinder nicht für die Epoche in der ihr lebt, sondern erzieht sie für die Zeit in der sie leben werden!“

 

Diese hohe Persönlichkeit mit ihrer zukunftsorientierten Lebensweise und ihren Ansichten, die ihrer Zeit weit voraus waren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend mit Hz. Mohammed und von diesem wurde ihm auch der „Geist des Korans“ vermittelt.

 

Sieht man sich die Regeln an, die aus der Quelle des „Nübüwwet“ stammend, die Menschheit umgeben, dann sind sie fast alle darauf gerichtet, den Frauen, welche in der damaligen Zeit und auch davor schon, nicht einmal als Menschen betrachtet und als Sex- Ware gehandelt wurden, zu den Frauenrechten zu verhelfen!

 

Es wurde verboten, die Frauen als Handelsware anzusehen und sicherte ihnen bestimmte Rechte als Ehefrau zu. Als ihre Stimme in der Gemeinschaft nichts galt, gab man ihnen das Recht als Zeuge aufzutreten und man räumte ihnen das Recht ein, einen Anteil an der Erbschaft zu erhalten!

 

Versuchen Sie jetzt bitte mit Verständnis und Weitblick zu verstehen und folgende Gegebenheit zu realisieren:

 

Der Koran hat von seinem „Geist“ her Regeln und Gesetze gebracht, die darauf abzielen Ungerechtigkeiten zu beheben, die Menschen zu zukunftsorientierten Bewertungen zu motivieren, sie davon abzuhalten, sich am Althergebrachten festzuhalten und eine rückschreitende Entwicklung zu machen!

 

Außerdem möchte ich, meiner eigenen Meinung nach, die zwar niemanden bindet, aber wie ich glaube zu einem realistischeren Verständnis des Korans führt, folgendes betonen...

 

Als der Koran diese Richtlinien gab, wurde nicht gesagt, dass man diese Rechte nicht noch verbessern und keine Gleichberechtigung anstreben soll, es hieß nicht, bleiben sie auf diesem Stand stehen und entwickeln sie sich nicht weiter, lasst die Frauen als Menschen zweiter Klasse bestehen, entwickelt euch nicht weiter!

 

Es war ein großer Schritt, von dem Recht unzählige Frauen zu nehmen, die Zahl der Frauen auf vier zu beschränken und es wurde eine Empfehlung gemacht, dass es noch viel besser ist, nur mit einer Ehefrau zu leben und dies wurde auch als anzustrebendes Ziel angegeben...

 

Als man das „Zekat“ als „Minimum Recht der Menschen“ proklamierte, wurde von den Verdiensten gesprochen, wenn man das Vorhandene unter dem Namen „Sadaka“ soweit wie möglich mit den Menschen teilt.

 

Das bedeutet, die Rechte, die der Frau gegeben wurden sind nicht die äußerste Grenze, ihr letztes Recht. Das System basiert im Rahmen der Weiterentwicklung von Gesellschaft, Mann und Frau und auf der fortschreitenden Entwicklung der Gesetze...

 

Wenn der Frau, die überhaupt keine Stimmrechte hatte, das Recht zugestanden wurde, als eine von zwei Frauen als Zeuge aufzutreten, so soll das nicht heißen, dass das ewig so bleiben soll, ich meine viel mehr, es wurde darauf hingewiesen, dass die Frauen im Rahmen ihrer Weiterentwicklung die gleichen Rechte wie die Männer erhalten können! Von dem Zustand eines Menschen, der nicht das Recht zur Äußerung besitzt, wenigstens die Möglichkeit zu erhalten, mit einer zweiten Frau zusammen als Zeugin aufzutreten...

 

Wenn eine Gemeinschaft einer Frau erlaubt, zusammen mit einem Mann, alleine als Zeuge aufzutreten, dann ist das keinesfalls gegen den „Geist des Korans“, meiner Meinung nach ist es sogar noch besser!

 

Wenn eine Frau, die in der damaligen Zeit keinen Anteil am Erbe hatte, wenigstens das Recht bekommen hat, halb soviel wie ein Mann zu erben, dann soll das nicht heißen, dass man ihr auf gar keinen Fall mehr geben soll! ... Im Gegenteil, dem Geist des Korans entsprechend, ist es ein Zeichen für die Weiterentwicklung der Gesellschaft, wenn man die Teile einer Erbschaft gleich verteilt!

 

Der Koran hat mit seinen Bestimmungen eine untere Grenze geschaffen, die nicht zu unterschreiten ist. Aber meiner Ansicht nach, hat der Geist des Korans eine fortschrittliche Entwicklung nicht begrenzt!

 

Aus diesem Grunde ist es nicht mehr notwendig, dass nach dem Koran, der keinerlei Grenzen für eine fortschreitende Entwicklung gesetzt hat und der solch eine zukunftsorientierte Auffassung vertritt, dass noch einmal ein neues Buch kommt und so ist Hz. Mohammed, Friede sei mit ihm „Hatemin Nebi“ der letzte Nebi Allahs!

 

Der Koran, der auf dem Wege des „Risâlet“ das System von der Seite der Lebensumstände nach dem Tode und die Möglichkeiten, Allah zu erkennen, beschrieben hat, verbesserte auf dem Wege des „Nübüwwet“ die Menschenrechte, so gut wie es zu der damaligen Zeit ging. Er hat die Menschenrechte weiterentwickelt und als eine untere Basisgrenze aufgezeigt. Aber er hat es nicht verboten, diese Grenze mit der Zeit durch Weiterentwicklung zu überschreiten!

 

Das ist das Grundprinzip vom „Geist des Korans“ soweit ich ihn verstanden habe. Dieser sorgt dafür, dass dieses Heilige Buch bis in alle Ewigkeit seine Aktualität behält und somit das Erscheinen eines weiteren Buches unnötig macht! ...

 

 

 

* * *

 

 

Den Koran lesen

 

Da das, was ich unter der Überschrift „Der Geist des Korans“ von einigen „schwer Begreifenden“ , falsch interpretiert wird, sehe ich mich gezwungen, das Thema noch einmal aufzugreifen.

 

Heutzutage glaubt man den Koran zu lesen, wenn man die, in arabischen Buchstaben geschriebenen Worte, selbst wenn man deren Bedeutung nicht kennt, liest... Andere wiederum bezeichnen das Lesen einer Auslegung oder Übersetzung als „Koran lesen“. Dabei sind beide Tätigkeiten nur eine Vorstufe zum „Lesen des Korans“.

 

Meiner Meinung nach kann man derartige Lesungen nicht als „Koran lesen“ bezeichnen! ...

 

Demgegenüber... kann man genauso wie man davon spricht, das System zu „lesen“, davon reden, den Koran zu „lesen“.

 

Erinnern Sie sich an die Erläuterung über „IKRA“ = „Lesen“ in unserem Buch, „Was Hz. Mohammed gelesen hat“... obwohl dem Hz. Rasul kein geschriebener Text gegeben wurde, forderte man ihn auf, „Lies“ = „IKRA“... Was sollte er „lesen“, wenn er keinen geschriebenen Text in Händen hielt?

 

Wie soll man also das „Lesen“ des Korans verstehen?

 

Das „Lesen“ des Korans wird durch das Erkennen des „Geistes des Korans“ möglich!

 

Was bedeutet „den Geist des Korans“ zu erkennen?

 

Mit welcher Absicht wurde den Menschen der Heilige Koran offenbart?

 

Welchen Nutzen sollen die Menschen aus der Offenbarung des Heiligen  Korans ziehen?

 

Auf was für ein Leben soll der Heilige Koran die Menschen vorbereiten?

 

Welche menschlichen Eigenschaften sollen den Menschen durch die Offenbarung des Korans vermittelt werden?

 

Wurde der Heilige Koran offenbart, um die Menschen auf eine bestimmte Lebensart festzulegen, zu fixieren um ihnen die Wege zu Weiterentwicklung zu verschließen?

 

Oder wurde er zu dem Zweck offenbart, ihnen die Rechte die ihnen nicht bewusst waren oder aus den Händen genommen wurden, zurück zu erlangen und ihnen die Wege aufzuzeigen, wie man Mann und Frau, nebeneinander die Besonderheiten „Kalif“ zu sein, leben kann?

 

Sind die, im Heiligen Koran offenbarten Suren dergestalt, dass sie die Menschen dazu auffordern, ihre gegenseitigen Rechte achtend, zukunftsorientiert zu leben, oder sind sie dazu gekommen, um die Menschen in die Vergangenheit zurückzuführen?

Wenn wir eben diese Fragen richtig beantworten, dann haben wir damit begonnen, „den Geist des Korans“ zu verstehen. Dadurch öffnet sich für uns Tür und Tor zum „Lesen“ des Heiligen Korans!

 

Mit unserem falschen Verständnis haben wir den Koran Blockiert, ihn in Ketten gelegt und verschlossen, haben ihn zum heiligen Buch längst vergangener Epochen gemacht!

 

Dabei hat der Heilige Koran von seinem Geist und seinem Ziel her solche Eigenschaften, die, solange die Menschheit besteht, diese erleuchten und ihnen den Weg weisen können!

Der Koran ist ein zeitloses Buch!

 

Begrenzt man den Koran mit den Stufen der Entwicklung, welche er bei den Völkern, denen er offenbart wurde, bewirkt hat und sagt, das, was er der Menschheit gebracht hat ist dort beendet worden, deshalb handelt es sich um ein Buch dieser vergangenen Epoche, dann tut man dem Koran großes Unrecht an und es handelt sich hier um eine Reaktion, die aus dem Unvermögen Rasultiert, den „Geist“ des Korans zu erkennen und den Heiligen Koran zu „lesen“!

 

Wenn es im Koran beim Thema „Zekat“ heißt, gebt ein Vierzigstel, dann ist damit nicht verboten worden ein Zwanzigstel zu geben! Es handelt sich hier um den Mindestbetrag. Als die Frauen überhaupt kein Erbschaftsrecht besaßen, hat er ihnen als Mindestbetrag einen halben Anteil zugesichert... Wenn du der Frau aber eine Gleichheit von 1 zu 1 zugestehst, dann überwirft sich das ganz bestimmt nicht mit dem „Geist“ des Korans. Der Koran verwehrt dies nicht, im Gegenteil, es ist ganz im Sinne des Korans!

 

Man kann also die Rechte, die der Koran einräumt als ein Minimum, als untere, nicht zu unterschreitende Grenze ansehen, es gibt weder einen klaren Koranvers noch eine Anweisung von Allahs Rasul, das diese Rechte nicht erweitert werden dürfen!

 

Da wir den „Geist“ des Korans nicht erfasst haben, können wie den Koran nicht „lesen“ , folglich halten wir uns an den Wortlaut der Verse und können so die Botschaft, die er uns übermitteln will nicht verstehen!

 

Und dann, nachdem wir den Koran durch unser Unverständnis blockiert haben, gehen wir hin und behaupten auch noch, der Koran wende sich nicht an unsere Zeit!

 

Wenn die Menschen es aus irgendeinem Grunde für nötig halten, ein Gesetz zu erlassen, dann bildet dieser Grund den „Geist“ des Gesetzes! Gemäß diesem Geist, dieser Geisteshaltung wird ein geeigneter Wortlaut gefunden, dieser wird formuliert und es kommt ein neuer Gesetzparagraph zustande.

 

Wenn ein Richter nun dieses Gesetz anwenden möchte, dann muss er zwischen dem Vorfall und dem Blickwinkel aus dem dieser Vorfall betrachtet wird und dem Grund, der als Basis zur Entstehung dieses Gesetzes führte, eine Verbindung schaffen um eine Beurteilung des Vorfalls zu ermöglichen!

 

Genauso muss man, um den Heiligen Koran „lesen“ zu können erst danach schauen, aus welchem Grund, mit welcher Absicht der Vers offenbart wurde, was Mann oder Frau durch ihn erlangen sollen und dementsprechend eine Beurteilung vornehmen!

 

Wenn man den „Geist“ des Heiligen Korans, welcher auf dieser Welt die größten Umstürze in der Geschichte der Menschheit hervorgerufen hat, nicht erkennen kann und sich an dessen Wortlaut klammernd, behauptet: „das ist alles, was die Menschheit dem Koran verdankt, mehr gibt er nicht her, alles andere verbietet er”, dann ist das die größte Gedankenlosigkeit und Ungerechtigkeit, die man begehen kann!

 

Wenn man den Anschein erwecken möchte, dass der Islam die Sklaverei befürwortet, dann kann man dies nur als „Verkennung der Tatsachen, als Hinterhältigkeit bezeichnen, denn der Koran propagierte in einer Gesellschaft, in der die Sklaverei etabliert war, die Entlassung eines Sklaven aus der Sklaverei als größte aller religiösen Handlungen (Ibadet) mit der Absicht, die Sklaverei abzuschaffen!

 

Es ist eine sehr große Unterstellung und Ungerechtigkeit und ein offenen Bekenntnis dazu, dass man den „Geist“ des Korans nicht erfasst hat, wenn man den Islam als eine gewalttätige und Unterdrückende Religion beschreibt, wo es doch in dieser Religion heißt, dass man nirgendwo Gewalt anwenden darf, außer bei der Vermeidung von Übergriffen auf die Rechte der Menschen und wo dem Rasul Allahs in einem Vers mitgeteilt wird: „ Du bist nicht da um über diesen Gewalt anzuwenden... “ !

 

Nur in den Prinzipien des Islam ist die Demokratie in ihrer umfassensten Art enthalten, denn im Heiligen Koran ist bei keinem Thema von Druck oder Zwang auf die Menschen die Rede!

 

Der Heilige Koran unterbreitet den Menschen die notwendigen Ansichten und Vorstellungen, sowie die zu verrichtenden Handlungen, damit sie ihre Zukunft in Ruhe und Wohlergehen begehen können. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass es später keine Möglichkeit mehr geben wird, Unterlassenes nachzuholen. Wer die Vorschläge befolgt, wird Nutzen daraus ziehen, diejenigen, welche die Vorschläge ignorieren, werden Angesichts der Konsequenzen, mit denen sie konfrontiert werden große Reue empfinden!

Gemäß dem „Geist“ des Korans, haben von diesem Punkt an weder Personen noch irgendeine Staatsmacht die Autorisation dazu, irgendjemanden zur Ausübung dieser Vorschläge zu zwingen!

 

Denn jeder muss mit seinem eigenen Verstand und seiner Logik diese Vorschläge bewerten, danach die Dinge die er wünscht, ohne Druck und Zwang von irgendeiner Seite ausführen und die Folgen davon leben!

 

Die falschen Überzeugungen der Sorglosen und Unwissenden, die sie aufgrund ihres Unvermögens, den „Geist“ des Korans zu „lesen“, erworben haben, sind für die Religion des Islams nicht bindend!

 

Es gibt keine Ausrede dafür, wenn diejenigen, welche den Heiligen Koran nicht „lesen“ können, falschen Auslegungen anhängen und ihnen so, der Islam und der Koran versagt bleiben! Ein jeder ist in bezug auf seine eigene Zukunft dazu verpflichtet,, den Koran zu „lesen“ und die islamische Religion Selbst zu lernen! Später wir angesichts der Fehler, die Ausrede, dass die Muslime in meiner Umgebung das so gehandhabt haben, niemals angenommen werden!

 

Es ist die Pflicht (Farz) eines jeden, die Religion aus dem Koran zu erlernen und nicht von den Muslimen abschauend! Wer das nicht tut, muss die Konsequenzen in der Zukunft tragen!

 

Daraus müssen wir die Erkenntnis ziehen, dass...

 

Es die lohnenste Tätigkeit, die ein Mensch für sich selbst tun kann ist, den Heiligen Koran, der offenbart wurde um zu enthüllen, dass Mann und Frau, kurzum alle Gläubigen als „Kalif“ erschaffen wurden und auf die Auswirkung dieses Umstandes hinweist, der über die Konditionen im Leben nach dem Tode informiert und die Wege aufzeigt um die Schönheiten im Leben nach dem Tode zu erfahren, zu „lesen“ und zu bewerten...

 

Wer möchte, tut dies und erntet die Früchte davon, wer möchte, nimmt dies alles nicht wichtig und wird die Auswirkungen im Leben nach dem Tode auf sich nehmen!

 

Weder der, auf den mit dem Namen Allah hingewiesen wird, noch sein Rasul Mohammed Mustafa bedürfen unseres Glaubens oder der Handlungen, die wir gemäß unserem Glauben ausführen, das alles wurde im Zusammenhang mit der persönlichen Zukunft jeder einzelnen Person vorgeschlagen...

 

Wie glücklich sind diejenigen, welche der Heiligen Koran „lesen“ und die Auswirkungen davon erleben dürfen!

 

 

 

 

 

 

Kapitel 7

 

 

 „ DER GLAUBE“

 

 

 

Die Araber der Wüste sagten „wir sind gläubig“...

Sag zu ihnen: „Ihr seid nicht gläubig...

Ihr verrichtet nur die Handlungen Gläubiger!“

In ihrem Bewusstsein ist noch kein Glaube!

Wenn ihr Allah und seinem Rasul folgt,

so wird nichts was ihr tut vergeblich sein!

 

Aus dem Koran (Al Hudschurat 14/15)

 

 

 

 

 

 

Wodurch kann man aus der Hölle entkommen?

 

 

Während meines dreimonatigen London Aufenthaltes im vergangenen Sommer 1996  habe ich in den zweistündigen, freitäglichen Radio Live-Sendungen sehr viel über dieses Thema gesprochen; dabei habe ich die eingehenden Fragen, soweit mein Wissen ausreicht, zu beantworten versucht...

 

Unter den eingehenden Fragen waren zwei besonders interessante...

Die erste Frage lautete:

- Warum wird ein Teil der Menschen auf ewig in der Hölle bleiben und kann nicht von dort heraus ins Paradies gelangen?

 

Die zweite Frage lautete:

- All wir Mohammedaner sprechen von der Existenz Allahs! ... Gibt es in der Geschichte der Menschheit niemanden, der Allah gesehen hat, damit wir ihm glauben?

 

Zunächst möchte ich folgende Tatsache betonen...

 

Ausnahmslos alle Menschen werden von dem „Mahscher“ genannten Versammlungsplatz des Auferstehungstages in die Hölle genannte Umgebung kommen... danach werden die Gläubigen von dort freikommen und in das Paradies gelangen; die Ungläubigen jedoch, werden für alle Ewigkeit in der Hölle verbleiben!

 

Das bedeutet, dass die Errettung aus der Hölle und der Übergang ins Paradies nicht an das Tun und die Aktivitäten der Person gebunden sind, sondern ganz auf das Thema des Glaubens bezogen ist! Die Verweildauer in der Hölle und der Stand, den die Person im Paradies erlangt, sind insgesamt an die Handlungen und Taten gebunden, die der Mensch auf dieser Welt ausgeführt hat!

 

Warum ist der Zugang zum Paradies an den Glauben gebunden? Das möchte ich versuchen zu erklären...

 

Es gibt eine Reihe von Lähmungserscheinungen, die ausschließlich psychischer Art sind! Obwohl am Körper kein pathologisches Problem besteht, bildet sich die Person ein, dass sie gelähmt ist und nie wieder laufen werden kann; sie wird im Rollstuhl ihre Hölle erleben!..

 

Die Menschen, welche wir Hypochonder nennen, können ihr Denkvermögen nicht genügend verwenden, da sie es unter den Einfluss ihrer Einbildung stellen; sie können verschiedene Veranlagungen nicht gebrauchen und so nicht aus der Hölle entkommen, die ihr Leben in ein einziges Leiden verwandelt!

 

So wie wir es in unserem Buch „Verstand und Glauben“ (A.d.Ü.dieses Buch ist nur in türkischer Sprache erhältlich) ausführlich beschrieben haben, kann der Mensch die Einbildungskraft, welche sein Leben in eine Hölle, verwandelt, nicht mit dem Verstand besiegen! ...

 

Die menschliche Kraft, welche die Einbildungskraft, das heißt die Besonderheit, das nicht Vorhandene als vorhanden und das Vorhandene als nicht vorhanden anzusehen, zu überwinden vermag, ist nicht der Verstand, sondern die Kraft des Glaubens! ... Die Einbildungskraft, die mit Leichtigkeit den Verstand und die damit verbundene Denkfähigkeit beherrscht, kapituliert immer vor der Glaubenskraft, welche die Handlungen auf direktem Wege beeinflusst. Aus diesem Grunde wurde den Verständigen das Angebot gemacht, die Religion zu verstehen und vorgeschlagen, den Weg glaubend weiterzugehen!

 

Sowohl die Hölle auf Erden  während des Lebens, als auch die Hölle im Leben nach dem Tod eines Menschen ist ein Rasultat aus der Vorherrschaft seiner Einbildungskraft! ... Diesen Zustand zu beenden ist ausschließlich mit der Kraft des Glaubens möglich! .. Wenn die Person, die, obwohl sie keinen physischen Schaden aufweist, sich selbst als gelähmt ansieht, eine Person findet, der sie Glauben schenkt, so wird sie laufen können! ...

 

Der Hypochonder, der die Person oder das Wissen, dem er Glauben schenken kann, gefunden hat, dessen Leiden findet ein Ende! ... Im engsten Sinne des Wortes bringt „der Glaube an Allah“ die Person bei Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert wird, durch das Vertrauen darauf, dass die Eigenschaften Allahs, welche in ihr selbst vorhanden sind, ihr bei dieser Sache behilflich sein werden und der Glaube, dass sie sich selbst aus dieser Lage befreien kann, zum Erfolg!

Die Person findet durch diesen Glauben die Kraft, sich selbst aus den Gegebenheiten der Hölle zu befreien! .. Selbst wenn der Glauben nur so groß wie ein winziges Teilchen ist!

 

Aber wenn die Person keinen solchen Glauben besitzt und sich aus den, ihr bekannten Kräften bestehend ansieht, wenn sie „Allah“ nicht verstanden hat und nicht glaubt, so wird sie, da ihr die in ihrem innersten Wesen enthaltenen Kräfte Allahs versagt bleiben, auf ewig in der Hölle gefangen bleiben!

 

Da sie nicht glaubt, kann ihr auch in dieser Sache niemand, egal wer es auch sei, zur Hilfe kommen! So wie die Person, deren Verstand unter der Herrschaft der Einbildungskraft steht, glaubt, niemals wieder laufen zu können!

 

Das bedeutet, diejenigen, welche sich nicht aus dem Einfluss der Einbildungskraft befreien konnten und ohne Glauben gelebt haben, sind dazu verurteil, auf ewig in der Hölle zu bleiben!

 

* * *

 

Kommen wir zu der Antwort der zweiten Frage...

 

Die Logik,welcher dieser Fragesteller folgte, war folgende:...

 

Was man nicht mit den Augen sehen kann, existiert nicht!!!...

Und da das Objekt „Allah“ nicht mit den Augen zu sehen ist, existiert es folglich nicht! ... Wenn wir das Innere der materiellen Welt eröffnen und Allah nicht sehen können, dann gibt es Allah nicht und wir können sein Vorhandensein nicht annehmen! ...

 

Da es keine Möglichkeit gab, diese Frage, die zum Ende des Radioprogramms gestellt wurde, ausführlich zu beantworten, habe ich mit dieser Gegenfrage geantwortet:

 

- Sie sagen, da Sie in der materiellen Welt Allah nicht sehen können, nehmen Sie an, dass Hu nicht existiert! ... Folgen wir einmal Ihrer Logik...

 

Wenn man durch eine Operation das Gehirn eröffnet, kann man die Sache, die wir als Verstand bezeichnen, nicht sehen! ...  Wenn man den Verstand nicht sehen kann, sollen wir dann daraus schließen, dass Sie eine verstandlose Person sind ?...

 

Das Telefon wurde aufgehängt! ...

Der Fehler der fragenden Person war folgender...

 

In seiner Gedankenwelt, die aus diversen falschen Vorstellungen und Wissen gebildet wird, setzt er das Vorhandensein eines Gottes im Jenseits voraus; und er hat diesen Gott mit dem Namen „Allah“, den die Mohammedaner benutzen, etikettiert! ...

 

Wie so viele, die behaupten, dass sie Mohammedaner sind, war auch er nicht über das Wesen informiert, welches im Heiligen Koran unter dem Namen „Allah“ beschrieben wird. Kurzum er nennt den Gott, den er sich in seinen Gedanken erdacht hat und vorstellt „Allah”; dann stellt er fest, dass es so etwas Sinnloses gar nicht geben kann und behauptet, dass Allah nicht existiert! Also, er verleugnet nicht das Wesen, von dem er ja gar nichts weiß, sondern er verleugnet den Gott, dessen Vorhandensein er voraussetzt!

 

Und es muss mit Bedauern gesagt werden, dass die Nichtmohammedaner oder diejenigen, welche sich selbst als Mohammedaner bezeichnen, aber den, mit dem Namen „Allah“ bezeichneten kritisieren, alle ausschließlich die Fiktion der göttlichen Besonderheiten, die sie sich in ihren eigenen Gedanken vorstellen, zur Sprache bringen!

 

Das was jedoch, mit dem Namen Allah bezeichnet wird, ist erhaben über solche primitiven Definitionen!

 

* * *

 

 

 

 

Ist Wissen über den Glauben, Glauben?

 

 

In unserem Leben nimmt das Thema Religion einen recht großen Platz ein...

 

Viele von uns, bekennen ihren Glauben und lassen nichts auf ihn kommen, selbst wenn sie diesen Glauben nicht praktizieren...

 

Das ist schön und gut, aber kann man durch das Bekennen „ich bin Mohammedaner“ Mohammedaner werden?

 

Machen einen die Worte „ich ein Gläubiger“ zu einem Gläubigen? ...

 

Lassen Sie uns zunächst bei folgender Sache verweilen...

Was bedeute die Worte „Ich bin ein Gläubiger“? ... Warum gebrauchen wir diese Worte? ... Was müssen wir wissen, wenn wir diese Worte benutzen und was müssen wir darunter verstehen, wenn diese Worte gesagt werden? ...

 

Zuallererst müssen wir wissen, dass der Glaube „Fitri“, eine angeborene Fähigkeit ist! .. Diese Fähigkeit kann nicht nachträglich erworben werden! ... Diese Fähigkeit kann sich erst spät herausstellen, aber nicht später erwerben lassen! ...

 

Was bedeutet es, dass der Glaube eines Menschen zutage tritt?

 

Als Glauben bezeichnet man, wenn der Mensch durch weitblickende Überlegung feststellt, dass es über sein illusionäres persönliches Bewusstsein hinaus, eine einzige, alleinige Macht gibt, die alles nach ihrem eigenen Willen und Wünschen formt...

 

„Der Glauben“ bewirkt die Errettung aus der Dimension der Hölle und den Übergang in die Dimension des Paradieses. “Der Islam“, indessen bewirkt eine schnellstmögliche Befreiung aus der verbrennenden Dimension der Hölle und bewirkt, wenn der Übergang in die Dimension des Paradieses gelingt, ein hochrangiges Leben im Paradies! ...

Der Glauben an das was uns die Nebi und Rasul Allahs überbracht haben, wird ebenfalls von diesem eben beschriebenen Glauben umfasst und stellt die Offenbarung des Systems des „Einen“ durch die Dimension von Boten dar.

 

Selbst ein Eingeborener in Zentralafrika, der noch nie etwas von Nebi und Rasul gehört hat, kann, durch die erste Möglichkeit des Glaubens, die wir schildern, wenn sie bei ihm zutage tritt, die Dimension des Paradieses erlangen...

 

Dahingegen leben viele Personen, die in einer mohammedanischen Umgebung ihr Leben beim Gebet verbringen, wegen der fehlenden Veranlagung zum Glauben, in einem „imitierenden Glauben“ und laufen folglich Gefahr, als Ungläubige in das Leben nach dem Tode eingehen...

 

Lassen Sie uns zuerst ein wenig bei der ersten Möglichkeit des Glaubens verweilen...

 

Der Gläubige wird durch die Hölle gehen aber nicht brennen! .. Der Vorgang des „Brennens“ und das müssen wir mit Bestimmtheit wissen, Rasultiert ausschließlich aus dem „ungläubig sein”! ... Unter „Brennen“ versteht man einen Zustand, der dichpeinigt, quält, dich fast umkommen lässt, der dich das Leben hassen lässt, kurz ein Zustand, in dem du dich befindest und aus dem du befreit werden möchtest!

 

Unter dem hervortretenden Licht(nur) des Glaubens, kann der Einsichtige realisieren und erleben, dass alles nach der Verfügung(takdir) des „Einzigen“, aus dessen Wünschen, Willen und Schöpfung entsteht und dass es keine Alternative zu dem Gegebenen gibt, dass der Weg vorgeschrieben ist! ... Und mit diesem Glauben wird er im Endeffekt, selbst wenn er weder einen Nebi noch einen Rasul gesehen oder noch nie von einem Nebi oder Rasul gehört hat, zu den Individuen der paradiesischen Dimension zählen!

 

Das wörtliche Bekenntnis, „Ich bin ein Gläubiger“ ist unwichtig, erst wenn der „Zustand“ dies zum Ausdruck bringt, stellt sich der erwünschte Erfolg ein!

 

Es hat keinen Wert zu beteuern „ ich bin ein Gläubiger“, wenn die Handlungen dies nicht zum Ausdruck bringen!

 

Wie wir auch in anderen Veröffentlichungen schon hervorgehoben haben, handelt es sich bei dem Wort „Allah“ um einen Namen und hier ist es besonders wichtig, zu verstehen, auf welche Bedeutung und Begriffe dieser Name hinweist...

 

Es ist wichtig, dass wir uns die Frage stellen, woran und wie wir glauben! Deshalb müssen wir uns darüber klar werden, was wir unter dem Wort „Glauben“ zu verstehen haben...

 

Zum einen umfasst der „Glaube“ die gesamte Menschheit... zum zweiten umfasst der „Glaube all diejenigen, welche den Rasul und Nebi Allahs glauben...

 

Glauben kann bei einer Person in der veranlagten Form(Fitri) zutage treten, in welcher er neben der gesamten Menschheit, das System in groben Zügen erfassen lässt, das ebnet dieser Person den Weg, durch lange Läuterungen im Endeffekt die Dimension des Paradieses zu erreichen, selbst wenn er keine Ahnung von dem Rasul Allahs hat!

 

Kommen wir zu der Seite des „Glaubens“ welche bei denen, die einen Nebi oder Rasul anerkennen zutage tritt...

Genaugenommen stellt der Glaube an Nebi und Rasul eine Abart des „imitierenden Glaubens“ dar!

Denn solange der Glaube an das, was der Rasul offenbart hat, denjenigen, auf den mit dem Namen Allah hingewiesen wird, gemäß dem „Geheimnis des Buchstaben „B“, nicht einschließt, handelt es sich um „imitierenden Glauben“(iman-i taklid)!

 

Die Verwandlung des „imitierenden Glaubens“, durch Bewertung und Verinnerlichung(Tahkik), in einen unerschütterlichen, an Gewissheit grenzenden Glauben(Ikân), ist nur durch die Erkenntnis und das Leben des Geheimnisses des Buchstaben „B“ möglich!

 

Der Umstand, auf den wir uns hier konzentrieren müssen, ist folgender...

 

Das Wissen über den Glauben ist nicht ausreichend. Es ist eine Tatsache, dass ein Computer, der mit dem gesamten Wissen über den Glauben gefüttert wurde, die Dimension des Paradieses niemals erreichen wird...

 

Sie können unendlich viel Wissen über den Glauben in einem PC speichern, dieser PC wird jederzeit dazu bereit sein, dieses Wissen in Schrift und Ton wiederzugeben... Aber er ist niemals ein gläubiger Mensch! ...

 

Kehren wir nun zurück zu der Frage, warum der Glauben notwendig ist und schauen wir uns kurz folgendes an...

 

Etwas weiter oben haben wir gesagt, dass Glauben ein Akzeptieren bedeutet, dass wir in einer, von einem einzigen Schöpfer erwünschten, Abfolge von Ereignissen leben...

 

Demnach... kann der Mensch in seinem Leben nichts als falsch, deplaziert oder in seiner Art und Weise unpassend Bezeichnetes mehr sehen! Denn dieser „Eine“, „Einzige“ ist der, welcher alles nach seinen Vorstellungen zustande bringt und hernach das Hervorgebrachte seinem Wunsch entsprechend betrachtet! ...

 

Infolge dieses Verständnisses, ist der Mensch dann mit allem einverstanden, so dass es für ihn fortan kein „Brennen“, keine Dimension der „Hölle“ mehr gibt...

Das Feuer der Hölle wird ihm zurufen: „ O du Gläubiger, bewege dich schnell über mich hinweg, denn der Glanz (Nur) deines Glaubens lässt mein Feuer Verlöschen!“ ... Denn der Glanz(Nur), welcher alles Feuer der Hölle zum erlöschen bringt, ist der Glanz(Nur) des Glaubens!

 

Hier müssen wir folgendes beachten...

 

Es ist nicht das Wissen über den Glauben, welches das Feuer zum Erlöschen bringt, sondern der gelebte Glauben!

 

Unter einer gläubigen Lebensweise, oder dem gelebten Glauben versteht man, dass die Person, ihr Denken in der Richtung der Wahrheit des Glaubens ausrichtet und die Ereignisse, sowie ihr Leben vom Ganz des Glaubens (Nur) erleuchtet, bewertet...

 

Entweder beurteilt die Person alle Ereignisse und ihr Leben im Lichte des Glaubens und erlangt dadurch die spirituelle Stufe des „Radiye“ und lebt zumindest als gläubige Person auf dieser Stufe... oder aber sie wird in dem Feuer, welches aus dem Unzureichenden Glauben herrührt brennen, solange bis sie am Ende gegen das Feuer gefeit ist!

 

Das Wissen über den Glauben ist noch lange kein Glaube!

 

Denn die Lebensweise, die vom „Glauben“ hervorgerufen wird, erwirkt...

a), dass der Mensch aufhört zu brennen und in der Dimension des Paradieses zu leben beginnt...

 

b) die Erkenntnis dessen, der mit dem Namen Allah bezeichnet wird, in jedem Partikel des Vorhandenen und dadurch tut sich eine unbeschreibliche Dimension vor ihm auf, die noch über der Dimension des Paradieses liegt!

 

Wissen über den Glauben indessen gleicht einer Ladung wissenschaftlicher Bücher auf dem Rücken eines Esels! ...  Der Mensch trägt dieses Wissen sowohl in seinem Gehirn, wie auch auf seiner Zunge, „brennt“ aber gleichzeitig bei allen Ereignissen weiter bis an sein Lebensende! ... Warum ist dies so geworden, ach wäre dies doch nicht eingetreten... mit solchen Beschuldigungen und Fragen wird er in den Flammen seiner Gefühle brennen!

 

Das Ziel der Vermittlung von Wissen über den Glauben ist es, dieses zu verstehen und zu leben und nicht, es in seinem Kopf und Bewusstsein mit sich herumzutragen!

 

Wenn Sie das Wissen über den Glauben mit sich herumschleppend leben, dann wird ihr „Brennen“ solange Sie leben nicht aufhören; Sie werden brennend die Dimensionen wechseln und ihr Leben bis in alle Ewigkeit brennend fortführen... und solange der „Glaube“ nicht bei ihnen zu Tragen kommt, wird das so weitergehen!

 

Wenn Sie Glauben haben, dann ist der Umstand, dass Sie aufgehört haben zu „brennen“ ein sicheres Zeichen dafür, sie werden dann in ihrem Leben, überhaupt kein Wesen aus irgend einem Grunde „beschuldigen“! ... Sie werden von nun an ihrer Erkenntnis entsprechend leben und werden ihren Weg in der Dimension des Paradieses weitergehen...

 

Wenn ihnen darüber hinaus das Geheimnis des Buchstaben „B“ offenbar wurde und sie die Rasultate daraus zu leben beginnen, dann können Sie nur noch folgendes sagen:

 

„Der Betrachtende und der Betrachtete sind eins geworden!“

 

*  *  *

 

 

 

 

 

 

WARUM GLAUBEN?

 

Was bedeutet „für Allah“ = „Fiesebilillah”?

 

Es ist der Weg, das in deinem Innersten enthaltene zu fühlen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu leben!

 

Das bedeutet, mit den Charaktereigenschaften Allahs zu leben und aus der Sicht und Bewertungsweise Allahs heraus, alles, das Nahe und das Ferne, kurzum die ganze Schöpfung zu beurteilen!

 

Es bedeutet, dein ganzes Wesen dafür einzusetzen, deine Nächsten Allah nahezubringen, auf dass Allahs Wohlwollen (Riza) bei ihnen zutage tritt!

 

„Zusammen sein für Allah“ bedeutet eine „Einheit“ welche das gleiche Ziel verfolgt!

 

Bemerkt ein Mensch, den in seinem innersten Selbst vorhandenen Allah nicht und ist sich den daraus Rasultierenden Konsequenzen nicht bewusst, dann bedeutet dies, dass er „Allahs Zorn“(gazab) anheim gefallen ist!

 

Ein Offenes Zeichen dafür, dass man mit Allahs „Zorn gestraft“ ist, bildet der Umstand, dass man Allahs Strafe erst in ferner Zukunft, in Form von Feuer und Qualen erwartet und dabei ganz übersieht, dass einen schon jetzt der „Zorn Allahs“ umfängt!

 

Eine Person, die mit „Allahs Zorn“ gestraft ist, hat Allah in ihrem innersten Selbst nicht erkannt und kann die daraus Rasultierenden Ergebnisse immer noch nicht leben! Und das nicht Erkennen dieses Zustandes ist ein weiterer Beweis für das „Gestraft sein“ mit Allahs Zorn!

 

* * *

 

Wir haben in unseren früheren Veröffentlichungen dieses Thema mit großem Nachdruck behandelt...

 

Da es das wichtigste Thema im Leben eines Menschen darstellt, wollen wir uns auch jetzt diesem Thema zuwenden, indem ich es, soweit es mir offenbar wurde, erörtern möchte...

 

Entweder ist der Glaube bei einer Person zutage getreten und sie lebt mit den darausRasultierenden Ansichten, soweit es in ihrer Möglichkeit liegt, dann wird sie als „Said“ = „glückliche Person“ bezeichnet, denn die letzte Station ihres ewigen Lebens wird die Dimension des Paradieses sein! ...

 

Oder aber die Person hat in ihrer Veranlagung keinen Glauben, lebt unter den darausRasultierenden Gesichtspunkten und legt gemäss ihrer Anschauung, Handlungen und Benehmen an den Tag, aus diesem Grunde wird sie „Schaki“ = „unglückliche Person“ genannt, denn die letzte Station ihres ewigen Lebens wird die Dimension der Hölle sein und sie wird ihr Leben „Brennend“ weiterführen!

 

Der in der Veranlagung einer Person verankerte Glauben, wird früher oder später dazu führen, dass sie erkennt, dass Allah der Ursprung aller Ereignisse und Handlungen ist, dass Allah ganz nach seinem Wunsch über alle „Partikel“ seines Eigentums verfügt und durch diese Einsicht findet das „Brennen“ dieser Person ein Ende! Erinnern wir uns hier an den Spruch: „Die Herzen finden Erfüllung bei dem Gedanken an Allah und werden ruhig!“

 

Glaube oder Unglaube Rasultiert aus der Entfaltung eines bestimmten Bewertungszentrums im Gehirn...

 

Meiner Ansicht nach könnte man auch von dem Vorhandensein eines glaubensspezifischenGens sprechen! ... Wenn ein Gehirn die Ereignisse im Licht des Glaubens beurteilt, dann wird die Bewertung anders ausfallen, als die Bewertung eines Menschen, dem das Licht desGlaubens versagt bleibt!

 

Wir können von Außen nicht erkennen, ob eine Person dieses Gen trägt oder nicht! Einzig ihre Handlungsweise kann für den Augenblick eine teilweise Beurteilung zulassen...

 

Wir können allerdings aus der Bewertung der Handlungen kein endgültiges Urteil darüber abgeben, ob eine Person nun gläubig oder ungläubig ist, selbst wenn wir sagen, diese Handlung entstand unter dem Glanz (Nur) des Glaubens, oder diese Rasultiert aus dem Unglauben, so können wir nicht wissen, unter welcher Einsicht oder Wahrnehmung er in Zukunft seine Dimension wechseln wird

 

Im Allgemeinen verspricht eine auf Unglauben basierende Lebensweise keine guten Aussichten für die Zukunft!

 

Selbst bei einem, der gläubig lebt, kann man vor der Beendigung seines hiesigen Lebens nicht wissen, zu welcher Kategorie er zählt!

 

Eine Warnung zu diesem Thema des Rasul Allahs, lautete soweit ich mich erinnern kann in der Zusammenfassung folgendermaßen:

 

Zu einer Person, von der bekannt ist, das sie im Krieg auf dem Wege Allahs gefallen ist, wird folgendes gesagt: Weil du im Kampf deine Stärke und Fähigkeiten zum Zwecke der Würdigung durch andere Menschen eingesetzt hast bist du gefallen, deshalb bist du kein Märtyrer (Schehid)... dein Platz ist die Hölle!

 

Zu einer Person, die im großen Umfang Zekat und Sadaka verteilt hat, wird gesagt: Da du in der Absicht, die Anerkennung der Menschen zu finden handeltest, weil du ihnen nichts abschlagen konntest um sie nicht zu Kränken, ihr Wohlwollen erhoffend, dein Hab und Gut verteilt hast, wird dein Tun nicht gebilligt und die Engel werden ihn in die Hölle werfen...

 

Zu einem Weisen(Meister) wird gesagt: Du hast dein Wissen an die Menschen weitergegeben, damit sie deine Bildung anerkennen, sie dir dienen und damit du dein Auskommen hast. Dein Tun ist nicht gültig, dein Platz ist die Hölle...“

 

Beleuchten wir das Thema nun von dieser Seite...

 

Nur wenn das gesamte Handeln eine Person „für Allah“ (Fiesebilillah) ist, das heißt ohne von der Umgebung, von seinen Nächsten einen Vorteil zu erwarten, ausschließlich um das, bei ihm Vorhandene mit den Anderen zu teilen, dann wird er die Früchte davon ernten können!

 

Alles außerhalb dieses Verhaltens sind Rasultate einer ungläubigen Lebensansicht und werden als „Schirk“ (Allah Partner zur Seite stellen) bezeichnet!

 

 

 

 

* * *

 

 

Wenn wir nicht von Allahs Zorn(Gazap) umfangen sind, dann müssen wir mit unserem eigenen Gewissen unsere Absichten, unser Leben und die sicht, aus der wir unsere Umgebung betrachten, im Bezug auf unser Wissen in Frage stellen, selbst wenn wir unsere Absichten nur durch eine nadelöhrgroße Öffnung betrachten können!

 

Geben wir heute schon Rechenschaft über uns selbst ab, warten wir nicht bis morgen! ...

 

Schauen wir in den Spiegel! ...

 

Lassen Sie uns folgende Warnung ernst nehmen...

„Ihr seid für eure Gedanken verantwortlich!“

                                                                                                 (Bakara 284)

 

Für Allah offen, korrekt und ehrlich sein?

 

Soll man für materielle oder Geistige Vorteile (unter dem Vorwand die Herzen nichtverletzen zu wollen) die Fehler zudecken, damit die Bequemlichkeit dieses Tages nicht verloren geht?

 

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir all das, was wir heute in Händen halten, morgen sowieso verlieren werden! ...

 

Lohnt es sich unser ewiges Leben in eine Hölle zu verwandeln, für die drei Tage andauernden Vorteile?!

 

Besonders wenn wir im Hinblick auf die Vorteile dieses Tages, unser Wissen über die Wirklichkeit verschweigen und die Augen verschließen, obwohl wir sehen, dass unser Nächster den falschen Weg beschreitet?

 

Sind wir wirklich stark genug, die Verantwortung dafür zu tragen?

                                    

Ganz besonders, wenn wir die Wahrheit, die uns bekannt ist nicht mit der Person teilen, die wir zu lieben vorgeben, sondern mit ansehen, wie sich die Gangrän immer weiter vorfrisst, nur um unsere Ruhe zu haben und um unsere Vorteile zu wahren; wie wird eigentlich die Rechnung aussehen, die wir wegen dieser Ungerechtigkeit präsentiert bekommen werden?               

 

Ja, der Glaube bewirkt beim Menschen ein Leben „für Allah“ (Fiesebilillah)... Er bewirkt, dass man den Verlust allen weltlichen Reichtums ins Auge fasst! ... Er bewirkt, dass man alles zur Verfügung stehende benutzt, um die, die man wirklich liebt, vor dem verbrennenden Feuer in der Zukunft zu bewahren!

 

Der Glaube bewirkt, dass man mit seinem Besitz, mit seinem Leben und mit seinem Wissen, alles nur irgend mögliche unternimmt, um die, die man liebt vor dem sturz ins Feuer zu bewaren!

 

Wenn bei einem Menschen keinen Glanz (Nur) des Glaubens vorhanden ist, dann lebt er nur dafür, seine Tage angenehm zu gestalten! ... Er denkt nicht an die Konditionen des Lebens nach dem Tode, denkt nicht daran was ihn erwarten wird! ...

 

Sein Ziel ist es, nur noch mehr zu verdienen und noch komfortabeler zu leben... Er opfert sogar seine Nächsten auf diesem Weg! ... Selbst seine nächsten Verwandten, die im Sumpf dieser Welt zu versinken drohen, bedenkt er höchstens mit einem Fußtritt, er verschließt die Augen davor, dass diese ihre Gehirne nur für diese Welt nutzen, ohne Vorsorge für die Ewigkeit zu treffen! ...

 

Wir denken gar nicht daran, dass jeder Mensch in seinem Leben den Verführungen des „Dedjal“ (Antichrist) ausgesetzt ist! Wir erwarten alle, dass der auf dem rechten Auge blinde Dedjal vor dem Ende dieser Welt erscheint! ...

 

Wir bemerken noch nicht einmal, das mit Dedjal (Antichrist) die Welt gemeint ist, welche den Mensch von „Allah“ und einem Leben als „Kalif“ abhält, es ist uns nicht bewusst, dass der Gebrauch des Gehirns für die Freuden dieser Welt, die Entscheidung für das Paradies des Dedjal bedeutet, dass die Vorbereitung auf das Leben nach dem Tode, das Leben für Allah (Fiesebilillah) und die Ergründung des Geheimnisses um das „Kalifat“ gleichzusetzen ist mit einem Sprung in die Hölle des Dedjal!...

 

Denn wir befassen uns mit diesem Thema nur als Hobby, wir gebrauchen es als Vorwand, um unser Gewissen zu beruhigen, wir betrügen uns selbst aufs Vortrefflichste, indem wir uns ein paar Stunden in der Woche mit diesem Thema beschäftigen! ...

 

* * *[SÖ1] 

 

Der Glauben bestimmt den Blickwinkel einer Person. Dieser Blickwinkel bewirkt eine Wertschätzung von Ereignissen und der Umgebung. Gemäß dieser Wertschätzung bringt die Person Handlungen zustande. Du wirst automatisch die Ergebnisse deiner Handlungen und Taten leben! ...

 

Auch die Ungläubigkeit ist so! Der Mensch macht seine Bewertungen aus diesem Blickwinkel und bringt gemäß dieser Bewertungen ein Verhalten hervor und wird im Endeffekt die Ergebnisse dieses Handelns leben! ...

 

Erinnern wir uns an folgende Warnung des Rasul Allahs...

 

„Allah hat eine Volksgruppe für das Paradies geschaffen...

Allah hat eine Volksgruppe für die Hölle erschaffen...

Der Schreibstift ist ausgetrocknet... jeder wird das, was ihm leichtfällt, mit Erfolg verrichten! ...

 

Demnach müssen wir folgende Gegebenheiten gut erkennen, meine Freunde...

 

Alle Objekte des Glaubens, die außerhalb des Glaubens an Allah, so wie er vom Rasul Allas verkündet wurde, liegen, sind Handlungen, die sich zwangsweise aus dem Glauben an das ewige Leben ergeben... die Personen, welche diese hervorbringen sagen: „eslemna“ = „wir tun die Handlungen von Muslimen“... aber der Mahnung des Korans zufolge, haben sie bisher noch keinen Glauben! ...

 

Diejenigen, welche durch das Geheimnis des “B” Glauben an Allah besitzen und die erforderlichen Handlungen des „Fiesebilillah“ als eine natürliche Konsequenz des „Kalif seins“ hervorbringen und das Leben aus diesem Blickwinkel heraus beurteilen, sind die Gläubigen Menschen die bekennen: „wir glauben“. Diese haben untereinander, entsprechend ihrer Einsicht verschiedene Einstufungen, wovon die unterste „Mutmainne“ genannt wird! ...

 

Ein jeder geht seinen weg, seiner Bestimmung und Veranlagung entsprechend mit festem Schritt... aber unter uns sind auch solche, die ihrer Veranlagung entsprechend Disteln sähen und glauben Rosen ernten zu können, und es gibt die, welche Rosen sähen und auch Rosen erwarten! ...

Und nicht zu vergessen die Dummen und Begriffsstutzigen, welche Disteln sähen und glauben Rosen Samen zu verstreuen und obwohl man sie darauf Aufmerksam gemacht hat, ignorierend ihr Tun fortsetzen!...

 

Im System und in der Ordnung Allahs gibt es keinen Platz für Ausreden und Entschuldigungen! ... Jeder wird mit den Rasultaten seines Blickwinkels und den Handlungen die sich daraus ergeben, automatisch konfrontiert!

 

Wenn wir schwarzsehend über die Zukunft grübeln, dann wird sie uns morgen verbrennen!

 

Diejenigen, welche egal unter welchem Vorwand die Fürbitte (Schefâat) nicht zu schätzen wissen, haben auch kein Recht darauf, ein Rasultat zu erwarten!

 

* * *

 

 

 

 

EINE LETZTE HOFFNUNG

 

Es gibt noch eine Hoffnung...

 

Das alles, was ich bis heute geschrieben und erklärt habe eine Lüge ist!

 

Das ich mit das alles nur ausgedacht habe!

 

Das ich meine Träume vermarkte!

 

Das ich nur über die Spekulationen die mir durch den Kopf gehen, geschrieben habe!

 

Es müsste doch einen Gott geben, der am Himmel auf einem Stern wohnend, die Menschen auf der Erde beobachtet...

 

Der nicht wissen sollte, was in dir vorgeht!

 

Er müsste von der Sorte sein, die so einfältig ist, dass man ihn leicht mit schönen Worten einlullen und unter seinen Einfluss bringen kann!

 

Er müsste bei Bedarf bestechlich sein!

 

Man müsste ihm einen Scheck oder ein paar langbeinige Blondinen schicken können um ihn so auf den richtigen Weg zu bringen!

 

Wenn du dieses Scheiben als ein Türke liest, dann muss es sich um einen türkischen Gott handeln, wenn du ein Araber bist, dann sollte es ein Arabischer Gott sein und bist du Europäer, dann sollte es sich schon um einen europäischen Gott handeln!

 

Dein Religionsverständnis sollte auch die Religion aus seiner Sicht sein!

 

Er müsste auf irgendeine Art herum zu kriegen sein, um sich einen Platz im Paradies zu sichern!

 

Es dürfte am Sarg eines Verstorbenen nicht die Rede auf die „Lauterkeit der verstorbenen Person“ kommen! Etikette, Titel, Abstammung, Uniformen müssten Bedeutung haben und die Menschen müssten mit ihrem Ansehen, ihrem Reichtum, ihrer Autorität und in ihren weltlichen Gewändern zu ihm geschickt werden!

 

Das ist eben eine Hoffnung! ...

 

Das ist die Hoffnung derer, die mit ihrer Schlauheit leben!

 

Das ist die Hoffnung derer, die unvermögend sind zu „lesen“, die des „Lesens“ nicht mächtig sind, die sich mit Klatsch und Tratsch begnügen, die ein Mitglied der Herde sind...

 

Und wenn es so währe...?

 

Aber wenn es doch nicht so ist...!?

 

Oh ihr, die ihr von den Veröffentlichungen des Ahmed Hulûsi erreicht wurdet...

 

Wenn das, was Ahmed Hulûsi mit seiner Unterschrift versehen, geschrieben und gesagt hat, wirklich ist... die Realität darstellt?

Wenn das, was Ahmed Hulûsi „gelesen“ und weitergegeben hat, richtig ist, wenn seine Eröffnungen wahr und wortwörtlich zutreffend sind, was soll dann werden?

 

Wenn ein Tag kommt, an dem uns Reichtum und Nachkommen nichts mehr nützen?

 

Wenn in einer Zeit nach dem Tode der Tag kommen sollte, wo: „Vater und Mutter vor ihren Kindern und Mann und Frau voreinander flüchten und sich gegenseitig verfluchen!“

 

Wenn es da oben wirklich keinen Gott gibt, der dich beobachtet, und dem du deine Ausreden vorlegen kannst?

 

Und wenn du wirklich alle Möglichkeiten, das Vergangene nachzuholen, mit dem Eintritt ins Leben nach dem Tode verlierst, so wie es Ahmed Hulûsi geschrieben hat?

 

Wenn es wirklich Allah ist, der in jeder Zelle deines Wesens mit seinen Eigenschaften (Esma) vorhanden ist und dich geschaffen hat?

 

Wenn du jeden Augenblick Rechenschaft über dein Tun abgibst und im darauffolgenden Augenblick das Rasultat erlebst? Wenn das die Ursache für deine Unaufmerksamkeit und deine verschleierte Sicht ist!

 

Und wenn all die Gunst und der Segen, der in deine Hände fällt, während du dich, ohne genug zu bekommen, deinen körperlichen Freuden hingibst, alles „Mekr“ eine Täuschung darstellt?

 

Und was ist, wenn Ahmed Hulûsi gar kein Unruhestifter, nicht undankbar, rachsüchtig, unmoralisch und unredlich ist und das System, welches er erläutert wirklich existent ist?

 

Wenn jeder wirklich nur für das belohnt wird, was er von dem, auf dieser Welt gelernten in die Tat umsetzen kann?

 

Was ist, wenn der Ausdruck in dem Gebet, welches der Rasul Allahs empfohlen hat, nach jedem Gebetsruf zu sprechen, wirklich so wichtig ist:

 

„Oh Allah, dessen Einladung vollständig ist und welcher der Herr über das erfüllte(ikame) Gebet ist...?

 

Was ist eine vollständige Einladung?

 

Was bedeutet ein erfülltes Salât(Pflichtgebet)?

 

Was bedeutet es, dass Allah Herr ist über alle beide?

(Dieses Gebet finden Sie in dem Buch „Gebet und Sikir“)

 

Welche Erwartung hat man an uns?

 

Warum wird Hz.Abraham, Friede sei mit ihm, am Tag der Auferstehung der Längste sein und als Führer der Müezzine erscheinen?

 

Wenn die Engel einem Menschen nicht von Außen erscheinen, sondern sich ihm aus seiner inneren Dimension offenbaren und wenn wir keinem Gott gegenüberstehen, dem wir da oben unsere Ausreden vorlegen können, was wird dann auf uns zukommen?

 

Was, wenn „Rububiyet“ (die Herrschaft Allahs), wirklich Herr über das Reich des Handelns (Efal) ist?

 

Was, wenn die Handlungen aus der Komposition der Eigenschaften Allahs (Esma), dem wahren Handelnden, also von deinem Herrn (Rab) ausgehen...

 

Warum ist es so wichtig, die Komposition der Eigenschaften (Namen) Allahs, welche deine Wirklichkeit darstellen, zu kennen und zu leben?

 

Wenn die Komposition seiner Eigenschaften, als dein Herr (Rab), jeden Augenblick, gleich einem Buchhalter deine Abrechnung macht, ohne dass du etwas davon ahnst, bei wem willst du morgen Zuflucht suchen?

 

Es ist schwer mein Freund, sehr schwer!

 

Die Fähigkeit des Glaubens ist sogar an den Verstand gebunden! ... Und wenn dein Verstand nicht dazu ausreicht?

 

Ich möchte nicht zusehen, wenn du sagst: „Wir sind durch unser weltliches Leben gegangen und haben uns selbst nur mit erlogenem und falschem Gerede betrogen... Jetzt bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als die Konsequenzen zu tragen!“

 

Ich möchte nicht dabei sein, wenn du bekennest: „Ich habe mich von Geld und Gut, Kindern und Familie, mit dem vergänglichen Vergnügen der Welt ablenken lassen und habe deshalb nicht auf diese Dinge gehört!“

 

Ich möchte heute nicht der Bekannte und Freund derjenigen sein, die morgen reumütig und verzweifelt sein werden!

 

Mein Herz hält das nicht aus, schon heute zu sehen, was jene morgen erwartet!

 

Wie gesagt, es gibt da eine Hoffnung!

 

Ach, wenn ich mich doch geirrt hätte!

 

Wenn doch die Bücher die ich geschrieben habe und die Kassetten, die ich gefüllt habe, doch allesamt ein Erzeugnis meiner Fantasie wären!

Und wenn doch die Menschen, die nicht darauf geachtet haben, was ich ihnen erzählt habe, im Leben nach dem Tode nicht von Reue befallen würden!

 

Ich bin müde mein Freund! ...

Ich bin deprimiert mein Freund! ...

Ich bin traurig mein Freund! ...

 

Für dich...

Für alle meine Lieben...

Für alle die mich lieben oder auch ablehnen...

 

Für all diejenigen, welche das, was seit Jahrhunderten gesagt und geschrieben wurde ignorieren!

 

Ahmed Hulûsi

 

 

 

 

 

Übersetzt von

Susanne Öz

Antalya, Februar 2000