DAS OBERSTE ZEICHEN

EINE WICHTIGE WARNUNG UND ZWECK DER ABHANDLUNG

Nicht jedermann wird fähig sein, all die Themen zu verstehen, die in diesem höchst bedeutsamen Buch diskutiert werden, aber gleicherweise wird niemand teilnahmlos bleiben. Wenn jemand einen Garten betritt, wird er herausfinden, dass seine Hände nicht alle dortigen Früchte erreichen können, aber die Menge, die in seinen Griff fällt, wird genug für ihn sein. Der Garten existiert nicht für ihn allein. Er existiert auch für jene, deren Arme länger sind.

Es gibt fünf Gründe,die das Verstehen dieses Buches schwierig machen.

Der erste Grund

Ich schrieb meine eigenen Beobachtungen nieder, nach meinem eigenen Verständnis, und ich schrieb sie für mich selbst. Ich habe nicht nach dem Verständnis und den Begriffen anderer geschrieben, wie es der Fall bei anderen Büchern ist.

Der zweite Grund

Da die Realität der göttlichen Einheit in diesem Buch dargelegt wird, und zwar in der umfassendsten Form und mittels der Manifestation des Obersten Namen, sind die diskutierten Themen extrem breit, extrem profund (tiefgründig) und zuweilen extrem lang. Nicht jedermann kann diese Themen alle auf einmal begreifen.

Der dritte Grund

Da jedes Thema eine grosse und ausgedehnte Wahrheit begründet, kann sich ein einzelner Satz zuweilen über eine ganze Seite oder mehr ausstrekken, damit nicht die fragliche Wahrheit zerhackt wird. Ein einzelner Beweis erfordert mehrere Voraussetzungen.

Der vierte Grund

Da die meisten der im Buch enthaltenen Themen zahlreiche Beweise und Zeugnisse haben, wird die Diskussion zuweilen weitschweifig, wenn mittels Darlegung zehn oder zwanzig Beweise in einem Beweis eingeschlossen werden. Begrenzte Gehirne können dies nicht begreifen.

Der fünfte Grund

Es ist wahr, dass ich die Manifestation der Lichter dieses Buches aus dem Glanzschimmer des Ramadan erhielt. Nichtsdestoweniger, wurde ich in vieler Hinsicht abgelenkt, und ich schrieb das Buch hastig zu einer Zeit, da mein Körper durch mehrere Krankheiten angeschlagen war, und ich konnte den ersten Entwurf nicht nachprüfen. Mehrnoch, ich fühlte, dass ich nicht mit eigenem Willen und Wollen schrieb, und es schien mir unangemessen, das Geschriebene nach eigenem Gutdünken umzuordnen oder zu korrigieren. Auch dies führte dazu, dass das Verstehen dieses Buches schwierig gemacht wurde. Zusätzlich kroch eine Zahl von Abschnitten auf Arabisch hinein, und der Erste Teil, völlig auf Arabisch, wurde vom Buch abgetrennt und zu einem eigenen Buch gemacht.

Trotz der Mängel und Schwierigkeiten, die aus diesen fünf Gründen entstehen, hat die Abhandlung solch eine Wichtigkeit, dass Imam Ali-Gott möge mit ihm zufrieden sein-auf wunderbare Weise ihre Verfertigung voraussah und ihr die Namen "Oberstes Zeichen " und "Stab des Moses" gab. Er schaute auf diesen Teil des Risale-i Nur mit besonderer Gunst und lenkte die Blicke der Menschen darauf.*

Das Oberste Zeichen ist eine wahre Darlegung des Obersten Verses, und es bildet zugleich den Siebten Strahl, der von Imam Ali als der Stab des Moses bezeichnet worden ist.

Diese Abhandlung besteht aus einer Einleitung und zwei Kapiteln. Die Einführung bringt vier wichtige Themen. Das Erste Kapitel enthält den arabischen Teil der Erläuterung des Obersten Verses. Und das Zweite Kapitel besteht aus der Übersetzung dieser Erläuterung zusammen mit den begleitenden Beweisen.

Zuviel wurde in der folgenden Einleitung erklärt, aber es war nicht meine Absicht, sie so zu verlängern. Die Tatsache, dass sie bis zu dieser Länge geschrieben wurde, zeigt ein bestehendes Bedürfnis an. In der Tat, einige Leute mögen sie trotz ihrer Länge als zu kurz betrachten.

Said Nursi

*Fussnote:(Hinweis:Alle Fussnoten sind von Nursi)

Die Ereignisse, die in Denizli stattfanden, bestätigen vollauf die Voraussage des Imam Ali hinsichtlich des Obersten Zeichen. Denn der heimliche Druck dieses Buches war die Ursache unserer Einkerkerung, und die Erhabenheit seiner heiligen und höchst machtvollen Wahrheit war die Hauptursache unseres Freispruches und unserer Freilassung. So machte Imam Ali seine wunderbare Prophezeihung manifest und bewies die Annahme des Gebets, das er unsertwegen sprach: "Durch das Oberste Zeichen rette mich vor dem plötzlichem tod!’’

 

EINLEITUNG

"Und die Dschinn und die Menschen habe ich nur dazu erschaffen, dass sie mir dienen."

Mit dieser grossen Ayet ist gemeint: Der Zweck und der Sinn des Menschen besteht darin, auf diese Welt geschickt zu werden, um den Schöpfer des Universums zu erkennen und an Ihn zu glauben und Ihn anzubeten. Die ursprüngliche Pflicht des Menschen und die ihm auferlegte Verpflichtung sind Gott zu erkennen und an Ihn zu glauben, Sein Wesen und Seine Einheit in Hingabe und mit Vernunft und sicherem Wissen zu billigen.

Für den Menschen, der von der Veranlagung her bleibendes Leben und unsterbliche Existenz begehrt, der unbegrenzte Hoffnungen und grenzenlose Kümmernisse hat, für ihn und sein ewiges Leben sind die Grundsätze und Schlüssel das An-Gott-Glauben und das Gott-Erkennen. Ausser dem, was zum Glauben und Gott-Erkennen dient, sind Sachen und Werke für den Menschen als niedrig zu betrachten und sogar in vielen Fällen wertlos.

Da diese Wahrheit mit festen Beweisen im Risale-i Nur (Abhandlung vom Licht) aufgezeigt worden ist, weisen wir die Darlegung dieses Themas jener Abhandlung zu. Und hier bringen wir innerhalb des Rahmens von vier Fragen nur die zwei Abgründe, welche die Gewissheit des Glaubens in diesem Zeitalter erschüttern und Unsicherheit herbeiführen.

Die Mittel zur Rettung aus dem ersten Abgrund sind diese zwei Fragen.

Die erste Frage

Wie in Einzelheiten im Dreizehnten Lichtstrahl des Einunddreissigsten Briefes bewiesen worden ist, hat in allgemeinen Fragen die Leugnung keinen Wert angesichts des Beweises, und sie ist extrem schwach. Ein Beispiel, welches das Sichten des werdenden Mondes zu Beginn des Edlen Ramadan betrifft: Wenn zwei gewöhnliche Menschen durch ihr Zeugnis beweisen, dass die Mondsichel aufgetaucht ist, und tausende von Vornehmen und Gelehrten leugnen das, indem sie sagen: "Wir haben den Mond nicht gesehen", ist ihre Verneinung wertlos und ohne Überzeugungskraft. Denn beim Beweis ist gegenseitige Stärkung, Hilft, Unterstützung und Gedankeneinheit vorhanden.

Bei der Verneinung (Leugnung)-sei es einer oder seien es tausend-gibt es keinen Unterschied. Jede Person bleibt allein und isoliert. Denn wer bestätigt, schaut über sich hinaus und beurteilt die Sache, wie sie ist. Wenn so im von uns gegebenen Beispiel jemand sagt: "Der Mond ist am Himmel ", und sein Freund zeigt mit dem Finger auf den Mond, sind die beiden vereinigt und gestärkt.

Aber bei der Verneinung und Verleugnung betrachtet man die Sache nicht, wie sie ist, und man ist nicht fähig dazu. Denn es ist ein gutbekanntes Prinzip: "Eine Verneinung, die nichtpartikular und nicht auf einen bestimmten Ort gerichtet ist,kann nicht bewiesen werden."

Beispielsweise, wenn ich die Existenz eines Dinges in der Welt bestätige und du leugnest das, kann ich seine Existenz leicht mit einem einzigen Hinweis feststellen. Aber um deine Verneinung zu rechtfertigen, d.h. um die Nichtexistenz des Dinges festzustellen, musst du die gesamte Welt bis in die alle Details durchsuchen und zeigen und musst sogar alle Seiten der vergangenen Zeiten betrachten. Nur dann kannst du sagen: "Es existiert nicht, und es hat niemals existiert."

Da jene, die negieren und leugnen, die Sache nicht so betrachten, wie sie ist, sondern im Licht ihrer eigenen Egos, ihres eigenen Verstandes und ihrer eigenen Sicht beurteilen, können sie in keiner Weise einander stärken und unterstützen. Denn die Schleier und Gründe, die sie vom Sehen und Erkennen abhalten, sind verschiedenartig. Jeder kann sagen: "Ich sehe das nicht, daher existiert es nicht nach meiner Meinung und Vorstellung." Aber niemand kann sagen; "Es existiert nicht in Wirklichkeit." Wenn einer dies sagt-besonders in Glaubensfragen, die das ganze Universum berühren-ist es eine Lüge so riesig wie die Welt selbst, und wer sie ausspricht, wird unfähig sein, sowohl die Wahrheit zu sprechen wie sich korrigieren zu lassen.

Kurz, beim Beweis ist das Ergebnis eins und einzig und es herrscht Solidarität.

Aber dies ist bei Verneinung nicht eins, sondern verschiedenartig. Mannigfaltigkeit entsteht dadurch, weil jede Person für sich sagt: "Nach meiner Vorstellung”, und dies führt zur Mannigfaltigkeit der Ergebnisse. Von daher gibt es keine Solidarität.

Daher ist hinsichtlich der Wahrheit die Mannigfaltigkeit und offenkundige Mehrheit der Ungläubigen und Leugner, die sich dem Glauben widersetzen nicht von Bedeutung. Obwohl es für den Gläubigen keine Verzögerung der Gewissheit des Glaubens geben sollte, haben bei einer Zahl von unglücklichen Tölpeln in diesem Zeitalter die Verneinungen und Leugnungen der Philosophen Europas Zweifel ausgelöst und haben so ihre Sicherheit zerstört und ihre ewige Glückseligkeit ausgelöscht. Der Tod und das Kommen der für jedermann bestimmten Stunde, die dreissigtausend Menschen jeden Tag treffen, sind ihrer Bedeutung als Freilassung von dieser Welt beraubt und werden als ewige Vernichtung dargestellt. Das Grab mit seiner immer offenen Tür bedroht beständig den Leugner mit Vernichtung und vergiftet sein Leben mit der Bitterkeit der Sorgen. Würdige daher, welch grosser Segen der Glaube ist und dass er die eigentliche Essenz des Lebens ist.

Die zweite Frage

Bei einer zu diskutierenden Frage einer Wissenschaft oder eines Handwerks können die aussenstehenden Berufsfremden nicht autoritativ sprechen, wie gross, gelehrt und geschickt sie auch immer sein mögen. Ihre Entscheidungen werden nicht als Beweismittel akzeptiert. Sie werden nicht als Fachleute jener Wissenschaft betrachtet.

Beispielsweise hat das Gutachten eines berühmten Ingenieurs über die Diagnose und die Heilung einer Krankheit nicht den gleichen Wert wie jenes eines sehr unerfahrenen Arztes. Insbesondere, die Worte der Leugnung eines grossen Philosophen, der in die materielle Sphäre eingetaucht ist, der sich immer weiter vom Spirituellen entfernt und der immer roher und unempindlicher dem (geistigen) Licht gegenüber wird, dessen Verstand auf das beschränkt ist, was sein Auge schaut-die Worte solch eines Menschen sind der Erwägung unwürdig und wertlos hinsichtlich der spirituellen Angelegenheiten.

Über die heiligen und spirituellen Angelegenheiten hinsichtlich der göttlichen Einheit gibt es einen totalen Gleichklang unter den hunderttausenden Leuten der Wahrheit, so wie bei Scheych Geylani-möge sein Geheimnis geheiligt sein-der Gottes Obersten Thron sah, während er noch auf Erden war, der eine prachtvolle, hohe und spirituelle Persönlichkeit besass, der neunzig Jahre in fortschreitender spiritueller Arbeit verbrachte und dem die Wahrheiten des Glaubens in der indirekten Wahrnehmung, in der direkten Schau und sogar im direkten Erfühlen entschleiert wurden. Wenn dies der Fall ist, welchen Wert haben die Worte der Philosophen, die durch ihr Eingetauchtsein in die diffusesten Einzelheiten des materiellen Reiches und der winzigsten Aspekte der Mannigfaltigkeit betäubt und gewürgt werden? Werden ihre Leugnungen und Einwürfe nicht übertönt wie das Brummen einer Fliege durch das Brüllen des Donners?

Das Wesen des Unglaubens, der sich den Wahrheiten des Islam widersetzt und gegen sie kämpft, ist Leugnung, Ignoranz und Verneinung. Selbst wenn der Unglaube in der äusseren Form als Bestätigung und als Manifestation einer Sache irgendwie erscheinen mag, ist er in Wirklichkeit Negation (Verneinung) und Nichtsein. Dagegen ist der Glaube Erkenntnis und eine Manifestation des Seins; er ist Bestätigung und Urteil. Selbst ein verneinender Aspekt des Glaubens ist der Torflügel und der bedeckende Schleier zu einer positiven Wahrheit. Wenn die Ungläubigen, die gegen den Glauben kämpfen, mit grosser Mühe in der Form der Annahme und Bestätigung das Nichtsein zu beweisen und anzuerkennen versuchen, so kann diese Leugnung als eine Art falschen Wissens und fehlerhaften Urteils betrachtet werden. Es ist sehr leicht, nur Nichtexistenz anzunehmen, die Existenz zu leugnen und die Nichtexistenz zu bestätigen, jedoch ist dies totale Ignoranz und unwirksames und ungültiges Urteil.

Kurzgesagt: die Lehre des Unglaubens ist dann zweifach:

Die erste Lehre beachtet nicht die Wahrheiten des Islam. Diese ist für sich selbst eine falsche Bestätigung und eine falsche Vorstellung, eine fehlerhafte Annahme und ein tyrannisches Urteil. Diese Art des Unglaubens liegt nicht im Bereich unserer Diskussion. Sie hat nicht mit uns zu tun, und wir nicht mit ihr.

Die zweite Lehre opponiert gegen die Wahrheiten des Glaubens und kämpft gegen sie. Sie besteht wiederum aus zwei Varianten.

Die erste ist Nichtannahme. Sie besteht einfach darin, der Bekräftigung nicht zuzustimmen. Dies ist eine Form von Ignoranz und Unwissenheit; ein Urteil kann nicht gebildet werden; so etwas ist einfach. Das liegt auch nicht im Bereich unserer Diskussion.

Die zweite Variante ist die Annahme von Nichtexistenz. Das bedeutet, der Nichtexistenz mit eigenem Herzen zuzustimmen, und ein Urteil ist eingeschlossen. Dies ist ein Urteil und ein fester Glaube , mit ihrer Annahme. Daher muss er (der Unglaube)

wegen seiner Annahme die Leugnung beweisen. Diese Leugnung umfasst zwei Typen:

Der erste Typ sagt: "Ein gewisses Ding existiert nicht an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Richtung. " Diese Art der Leugnung kann bewiesen werden, und sie liegt auch ausserhalb unserer Diskussion.

Der zweite Typ besteht aus folgendem: Die den Glauben beinhaltenden, spirituellen, allgemeinen und umfassenden Angelegenheiten, die auf die Welt, das Universum, das Jenseits und die verschiedenen Zeitalter bezogen sind, werden negiert und geleugnet. Diese Art der Negation kann in keiner Form erhärtet werden, wie wir in der ersten Frage gezeigt haben; denn was benötigt wird, um solch Negationen zu erhärten, ist eine Schau, die alle Schöpfung umfasst, das Jenseits erblickt und jeden Aspekt der Zeit ohne Grenze beachtet.

Der zweite Abgrund und die Mittel, daraus zu fliehen, bestehen ebenfalls aus zwei Punkten:

Der erste Punkt: Intellekte, die scheuklappig werden durch Versinken in die Gottesleugnung und in Sünde oder in den materiellen Bereich, sind unfähig, erhabene Angelegenheiten zu begreifen, wenn sie mit Grossartigkeit, Pracht und Unendlichkeit konfrontiert werden. Daher brüsten sie sich mit der Erkenntnis, die sie haben; sie eilen zu Leugnung und Negation. Da sie die extrem riesigen, tiefgründigen und umfassenden Glaubensfragen innerhalb ihrer eingeengten und ausgetrockneten Intellekte, ihrer korrupten und geistig absterbenden Herzen nicht packen können, werfen sie sich in Unglaube und Irreleitung und Erstickung.

Wären sie fähig, auf die wahre Natur ihres Unglaubens aufmerksam zu schauen und auf das Wesen ihrer Irreleitung, würden sie sehen, dass, verglichen mit einem vernünftigen, ehrfürchtigen, passenden und tatsächlich notwendigen Erschrecken, das im Glauben da ist, ihr Unglaube mannigfaltige Absurdität und Unmöglichkeit verbirgt und enthält.

Das Risale-i Nur (Abhandlung vom Licht) hat diese Wahrheit durch hunderte Vergleiche bewiesen mit der gleichen Endgültigkeit wie "zwei und zwei vier ist".

Beispielsweise, wer nicht das notwendige Wesen, die Ewigkeit und die Umfassendheit der Attribute Gottes akzeptiert, weil sie Ehrfurcht erregen, kann ein Bekenntnis des Unglaubens formulieren, indem er dieses notwendige Sein, die Ewigkeit und die schöpferischen Attribute Gottes einer unbegrenzten Zahl von Geschöpfen, einer Unbegrenztheit von Atomen zuschreibt. Oder wie die törichten Sophisten kann er auf seine Intelligenz verzichten, in dem er sowohl sein eigenes Wesen wie das aller Geschöpfe leugnet.

All diese Wahrheiten des Glaubens und des Islam ziehen auf sich die Ehrfurcht, die durch deren Natur und Würde gestützt ist-und so befreien sie sich von den schrecklichen Absurditäten, dem erschreckenden Aberglauben und von der dunklen Ignoranz des Unglaubens, auf die sie stossen, und sie nehmen Platz in geistig-gesunden Herzen und rechtschaffenden Intellekten durch äusserste Zustimmung und Unterwerfung.

Die beständige Verkündigung dieser Ehrfurcht und Grösse im Aufruf zum Gebet, im Gebet selber und in den meisten Riten des Islam,

Allahu-akbar, Allahu-akbar, Allahu-akbar, Allahu-akbar*

die Verteidigung der Heiligen Tradition, dass "Ehrfurcht ist Mein Schild, und Pracht ist mein Gewand", und die Erklärung des Propheten-Friede und Segen sei auf ihm-sein höchst inspirierendes Kommunizieren mit Gott im 86. Teil des Jaushan al-Kabir (sprich: Dschevschen al-Kebir**): "O Du, ausser Deinem Reich existiert kein Reich. O Du, Dessen Lobpreis durch Deine Knechte nicht gezählt werden kann. O Du, Dessen Glorie durch Deine Geschöpfe nicht beschrieben werden kann. O Du, Dessen Vollkommenheit jenseits des Bereichs aller Vision ist. O Du, Dessen Attribute alle Schranken des Verstehens übersteigen. O Du, Dessen Grossartigkeit jenseits des Reichens allen Denkens ist. O Du, Dessen Qualitäten nichl passend beschrieben werden können. O Du, Dessen Dekret Deine Sklaven nicht abwenden können. O Du, Dessen Zeichen manifest sind-sei Du gerühmt, es gibt keinen Gott ausser Dir-Schutz, Schutz, befreie uns vom Feuer":

All diese zeigen, dass Ehrfurcht und Grösse ein notwendiger Schleier sind.

 

 

Fussnote *: Allahu-akbar: Allah ist gewaltig.

 

**Fussnote: Cevşen-ü! Kebir (sprich: Dschevschen-ü!-Kebir) ist ein Gebetsbuch, vom Autor Soid Nursi zusammengestellt und herausgegeben.

 

 

 

 

 

DAS OBERSTE ZEICHEN

(Beobachtungen eines Wanderers,der das Universum befragt,wer sein Schöpfer sei)

Im Namen Gottes, des Mitfühlenden, des Gnadenvollen. Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde und wer darinnen. Und kein Ding ist, das Ihn nicht lobpreist. Doch versteht ihr nicht ihre Lobpreisung. Siehe, Er ist milde und verzeihend.

Dieses zweite Kapitel kommentiert die obigen grossen Koranverse und bringt eine Übersetzung und Kurzfassung der Beweise und Zeugnisse des ersten übersprungenen arabischen Teils.

Da dieser erhabene Vers, wie viele andere Koranverse, zuerst die Himmel erwähnt jene prächtige Buchseite, die Gottes Einheit verkündet, auf die zu allen Zeiten mit Bewunderung und Freude geschaut wird-in seiner Verkündigung des Schöpfers dieses Kosmos, lasst uns ebenfalls mit der Erwähnung der Himmel beginnen.

In der Tat, jeder Reisende, der zur Herberge und zum Reich dieser Welt kommt, öffnet seine Augen und wundert sich, wer der Meister dieser feinen Herberge sei, die einer höchst grosszügigen Festtafel ähnelt, einer höchst kunstreichen Ausstellung, einem höchst eindrucksvollen Lager und Exerzierplatz, einem höchst erstaunlichen und wundervollen Platz der Promenade und Show, einem höchst tiefgründigen und weisen Ort der Belehrung; wer der Besitzer dieser Herberge sei und wer der Autor dieses grossen Buches sei und wer der Alleinherrscher dieses prächtigen Reiches sei-das möchte er brennend wissen und erkennen. Es zeigt sich ihm zuerst das wunderschöne Gesicht der Himmel, beschriftet mit den goldenen Buchstaben der Sterne. Dieses Gesicht ruft ihm zu und spricht: "Schau auf mich, und ich werde dich zu dem geleiten, was du suchst. " Er schaut dann und sieht:

 

Ein Teil von hunderttausenden Sternen ist grösser als unsere Erde und wiederum ein Teil von denen siebzigmal schneller als eine Kanonenkugel, und ohne einen Stützpfeiler fallen sie nicht herab und werden festgehalten. Eine Fürstlichkeit lässt sie bewegen in Harmonie und Schnelligkeit, ohne dass sie miteinander zusammenstossen; sie lässt zahlreiche Lampen beständig brennen, ohne dass Ö1 benutzt wird; sie verteilt diese grossen Massen ohne jede Verwirrung und Unordnung und ohne jedes Geräusch; sie setzt Sonne und Mond an ihren Platz, um bei betreffenden Aufgaben zu wirken, ohne dass diese grossen Körper jemals rebellieren; sie verwaltet einen unheimlich grossen Raum, der zwischen zwei Polen von massloser Entfernung abgesteckt ist-all das existiert zur gleichen Zeit, mit der gleichen Stärke, in der gleichen Weise und Art, mit dem gleichen Schöpfungsstempel, ohne den geringsten Makel; sie führt zum unterwürfigen Gehorsam unter ihr Gesetz all die aggressiven Mächte, die in diesen Körpern sind; sie (die Fürstlichkeit) säubert und reinigt das Gesicht der Himmel, beseitigt allen Kehricht und Mül1 dieser riesengrossen Versammlung; sie lässt diese Körper manövrieren wie eine disziplinierte Armee; und dann lässt sie die Erde sich drehen und zeigt die Himmel jede Nacht und in jedem Jahr in verschiedenen Formen, wie eine Filmwand, die wahre und erdachte Szenen dem Publikum der Schöpfung zeigt-all dies Beschriebene ist Manifestation der Fürstlichkeit. Innerhalb dieser fürstlichen Aktivität gibt es eine Wahrheit, die aus "Unterwerfen, Verwalten, Drehen, Ordnen, Reinigen und Kommandieren"besteht. Diese Wahrheit mit ihrer Erhabenheit und Reichhaltigkeit gibt Zeugnis von der Notwendigen Existenz und Einheit des Schöpfers der Himmel und bezeugt für diese Existenz, dass sie offenkundiger als jene der Himmel ist. Daher wurde in der Ersten Stufe des Ersten (arabischen) Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendigen Wesen, Dessen Notwendige Existenz in der Einheit die Himme! und all ihr Inhalt bezeugen. Dieses Zeugnis ist die Erhabenheit der Reichhaltigkeit der Wahrheit des Unterwerfens, Verwaltens, Drehens, Ordnens, Reinigens und Kommandierens-eine Wahrheit, die in ihrer Riesigkeit und Vollkommenheit beobachtet werden kann."

Jener wunderbare Ort der Versammlung, bekannt als Weltraum oder Atmosphäre, beginnt donnerhaft diesem Wanderer zu verkünden, der als Gast auf die Welt kam:’’Schau aufmich! Durch mich kannst du entdecken und finden das Zie! deiner Suche, jenen, der dich hierher geschickt hat!" Der Wanderer schaut auf das herbe, aber gütige Gesicht der Atmosphäre und schaut auf die furchterregenden, aber frohe Botschaft bringenden Donnerschläge, und er nimmt das Folgende wahr: Die Wolken, aufgehängt zwischen Himmel und Erde, bewässern den Garten der Welt in der überlegensten und allgütigsten Weise, liefern den Einwohnern der Erde das Wasser des Lebens, mildern die natürliche Hitze des Lebens und eilen zu Hilfe, wo immer es erforderlich ist. Ausser dass diese oder andere Pflichten erfüllt werden, verstecken sich die riesigen Wolken, welche die Himmel füllen können, zuweilen selbst, indem sich ihre Gebilde zur Ruhe begeben, so dass keine Spur gesehen werden kann, genauso wie eine gut disziplinierte Armee entsprechend plötzlichen Befehlen ausrückt oder sich verbirgt. Dann, im gleichen Augenblick, da der "Befehl" gegeben wird, "Regen hinab zu schütten, versammeln sich die Wolken in einer Stunde oder vielmehr in wenigen Minuten. Sie füllen den Himmel und erwarten weitere Befehle von ihrem Kommandeur.

Danach schaut der Wanderer auf den Wind in der Atmosphäre und sieht, dass die Luft überlegen und grosszügig in solchen zahllosen Aufgaben angewandt wird, dass es ist, als ob jedes der unbelebten Moleküle dieser unbewussten Luft die Befehle hört und merkt, die vom Kommandeur des Gesamten Daseins kommen. Ohne einen einzigen davon zu vernachlässigen, vollführt sie (die Luft) die Befehle in geordneter Weise und durch die Kraft jenes Kommandeurs. Dadurch gibt sie Atem allen Lebewesen und gibt allen Dingen die Hitze, das Licht und die Elektrizität, welche sie benötigen, und leitet die Wellen und Töne, und sie hilft bei der Bestäubung der Pflanzen. All diese allgemeinen Funktionen und Dienste zeigen, dass sie (die Luft) durch eine unsichtbare Hand in der bewusstesten, überlegensten und höchst lebengebensten Weise angewandt wird.

Der Wanderer schaut dann auf den Regen und sieht, dass innerhalb dieser zarten, glitzernden, süssen Tropfen, herabgesandt aus einem verborgenen Gnadenschatz, viele barmherzige Gaben und Funktionen enthalten sind, dass es ist, als ob die Gnade selber Gestalt annimmt und aus dem göttlichen Schatz in der Form von Tropfen herausfliesst. Aus diesem Grunde wurde der Regen "Gnade"genannt.

Darauf schaut der Reisende auf das Blitzen und hört auf den Donner und sieht, dass beide bei wunderbaren und eigentümlichen Aufgaben angewandt werden.

Dann schaut er nach innen, prüft seinen Verstand und sagt: "Die unbelebte, leblose Wolke, die einer gekämmten Wolle ähnelt, hat natürlich kein Wissen von uns. Wenn sie zu unserer Hilfe kommt, ist es nicht, weil sie Mitleid mit uns hat. Sie kann nicht erscheinen und verschwinden, ohne Befehl zu erhalten. Vielmehr handelt sie in Einklang mit den Befehlen eines Höchst Machtvollen und Gnadenvollen Kommandeurs. Zuerst verschwindet sie, ohne eine Spur zu hinterlassen, dann taucht sie plötzlich wieder auf, um mit ihrer Arbeit zu beginnen. Durch den Befehl und die Macht eines Höchst Aktiven und Erhabenen und Höchst Grossartigen und Herrlichen Alleinherrschers füllt sie (die Wolke) von Zeit zu Zeit die Atmosphäre und entleert sie. Die Wolke beschriftet den Himmel mit Weisheit und tilgt am Schluss die Muster, und sie macht den Himmel zu einer Tafel des ,Auslöschens und des Erscheinens, zu einer Beschreibung des Sammelns und der Auferstehung. Durch das Planen eines Höchst Grosszügigen und Wohltätigen, eines Höchst Freigebigen, Gnadenvollen und Besorgten Herrn bespringt die Wolke den Wind und führt mit sich Schätze des Regen, jeder so schwer wie ein Berg, und sie eilt den bedürftigen Orten zu Hilfe. Es ist, als ob sie über sie in Mitleid weint, und mit ihren Tränen lässt sie die Blumen lächeln, mildert die Hitze der Sonne, besprüht die Gärten mit Wasser, und sie wäscht und reinigt das Gesicht der Erde."

Dieser sich wundernde Wanderer sagt dann zu seinem eigenen Verstand:"Diese hunderttausende von weisen, gnadenvollen und geschickten Aufgaben und Werken der Grosszügigkeit und Gnade, die aus dem Schleier und aus der äusseren Gestalt dieser unbelebten, leblosen, unbewussten, fliegenden, unstabilen, stürmischen, ziellos wandernden und unbeständigen Luft kommen, zeigen klar, dass dieser fleissige Wind, dieser unermüdliche Diener, niemals aus sich selbst handelt, sondern vielmehr in Einklang mit den Befehlen des Höchst Mächtigen,Allwissenden, Allweisen und Grosszügigen Befehlshabers. Es ist, als ob jeder Partikel sich jeder einzelnen Aufgabe bewusst ist, wie ein Soldat jeden Befehl seines Kommandeurs hört und merkt, denn er hört und gehorcht jedem göttlichen Befehl, der durch die Luft fährt. Sie (die Luft) hilft allen Tieren zu atmen und zu leben, alle Pflanzen zu bestäuben und wachsen zu lassen, und sie hegt alle Angelegenheiten, die für deren Überleben notwendig sind. Die Luft dirigiert und verwaltet die Wolken, ermöglicht das Fahren der Segelschiffe, ermöglicht die Übertragung von Tönen und Wellen, besonders mittels des drahtlosen Telefons, Telegrafs und Radios, wie auch zahlreiche andere allgemeine Funktionen. Nun, diese Luftteilchen, jedes zusammengesetzt aus zwei solch einfachen Elementen, wie Stickstoff und Sauerstoff, existieren in hunderttausend verschiedenen Formen über den gesamten Globus. Ich folgere daher, dass sie durch eine Verborgene Hand in der äussersten Ordentlichkeit angewandt und ans Werk gesetzt werden.

Wie der Vers klar macht:

Wechsel der Winde und der Wolken, die fronen müssen dem Himmel und der Erde. "

Der, welcher die Winde regelt in zahllosen göttlichen Aufgaben und der, welcher die Wolken benutzt in zahllosen allgütigen Aufgaben, und der, welcher die Luft in dieser Weise erschuf-solch einer kann nur der Besitzer der Absoluten Existenz sein, der mit Macht Ausgestattete über alle Dinge und Wisser aller Dinge, kann nur der gigantische und allgütige Herrgott sein." Dies ist die Schlussfolgerung, die unser Reisende nun zieht.

Dann schaut er auf den Regen und sieht, dass darin Wohltaten enthalten sind, so zahlreich wie die Regentropfen, und Beispiele der vorsorgenden Weisheit, so übervoll wie dessen Partikelchen. Jene süssen, zarten und gesegneten Tropfen sind darüberhinaus in solch wunderschönen und geordneten Weise geschaffen, dass insbesondere der in der Sommerzeit geschickte Hagel, entsandt und fallengelassen wird mit solch einer Balance und Regelmässigkeit, dass selbst starke Winde, welche grosse Gegenstände zum Zusammenbrechen veranlassen, seine (des Hagels) Ruhe und Ordnung nicht zerstören können. Die Hagelkörner kollidieren nicht miteinander oder vermischen sich, so dass sie schädliche Wassermassen werden. Wasser, zusammengesetzt aus zwei einfachen Elementen wie Wasserstoff und Sauerstoff, wird bei hunderttausend von anderen lebenswichtigen, zweckhaften Aufgaben und Geschicklichkeiten verwendet, besonders bei belebten Wesen, obgleich es selber unbelebt und unbewusst ist. Der Regen ist verkörperte Gnade, und er kann nur hergestellt werden im unsichtbaren Schatz des Mitfühlenden und Gnadenvollen Einen. Sein Abstieg auf die Erde ist wie ein Kommentar des Verses:

"Und Er ist es, der den Regen hinabsendet, nachdem sie verzweifelten. Und er breitet aus seine Barmherzigkeit. "

Der Reisende hört dann auf den Donner und beobachtet das Blitzen. Er versteht, dass diese zwei wunderbaren himmlischen Ereignisse wie eine materielle Demonstration folgender Verse sind:

"Der Donner lobp,reist Ihn. "

"Der Glanz seines Blitzes raubt fast die Blicke. "

Sie verkünden auch das Kommen des Regens und geben so frohe Botschaft den Bedürftigen.

Ja, dieses plötzliche Aussprechen eines wunderbaren Klanges durch die Himmel; das Füllen des finsteren Himmels mit dem Aufleuchten und Feuer des Blitzes; das Erleuchten der Wolken, die Bergen von Baumwolle oder Röhren ähneln, die bersten mit Wasser und Hagel und Schnee-diese und ähnliche Phänomene sind wie ein Schlag auf den Kopf des achtlosen Menschen, dessen Blick auf das Weltleben gerichtet ist. Sie sagen ihm:

"Heb hoch deinen Kopf, schau auf die wunderbaren Taten des höchst aktiven und mächtigen Wesens, das sich bekannt machen will. In der gleichen Weise wie du nicht einfach deinem Gutdünken überlassen bist, so sind auch diese Phänomene und Geschehnisse nicht ihrem Gutdünken überlassen, sondern haben einen Meister und einen Zweck. Jedes von ihnen muss eine bestimmte Aufgabe erfüllen, und jedes wird durch einen Höchst Weisen Anordner dirigiert. "

Der sich wundernde Wanderer hört dann das erhabene und offenkundige Zeugnis für die Wahrheit, das besteht aus dem Dirigieren der Wolken, aus der Verteilung der Winde, dem Fallen des Regens und der Verwaltung der verschiedenen Himmelsereignisse, und er sagt: "Ich glaube an Gott." Was in der Zweiten Stufe des Ersten Teils ausgesagt wird, drückt die Beobachtungen des Wanderers hinsichtlich Weltraum und Himmeln aus :

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendigen Wesen, Dessen Notwendige Existenz in der Einheit die Himmel und all deren Inhalte bezeugen, durch das Zeugnis der Erhabenheit der Reichhaltigkeit der Wahrheit von Unterwerfen, Verwalten, Drehen, Ordnen, Reinigen und Kommandieren-eine Wahrheit, die in ihrer Riesigkeit und Vollkommenheit beobachtet wird. "

Danach spricht der Erdball zum nachdenklichen Wanderer, der sich jetzt an seine erwägende Reise gewöhnt hat:

"Warum wanderst du durch die Himmel, durch den Weltraum und das Firmament? Komm, ich lasse dich wissen, was du suchst. Schau auf die Funktionen, die ich ausführe und lies meine Seiten!" Er schaut und sieht, dass der Erdball wie ein ekstatischer Mevlevi Derwisch mit seiner zweifachen Drehung rund auf dem Feld der Obersten Versammlung der Auferstehung einen Kreis ausfindig macht, der die Abfolge der Tage, Jahre und Jahreszeiten bestimmt. Der Erdball ist wie ein grossartiges göttliches Schiff, beladen mit hunderttausenden verschiedenen Formen der Nahrung und Ausrüstung, die für alle Lebewesen gebraucht werden, und er gleitet mit äusserstem Gleichgewicht im Ozean des Weltraums und umkreist die Sonne.

Er schaut dann auf die Seiten der Erde und sieht, dass jede Seite eines jeden Kapitels den Herrn der Erde in tausend Versen verkündet. Er ist unfähig, das Ganze davon zu lesen, und er schaut auf die Seite, die von der Schöpfung und der Entfaltung der Lebewesen im Frühling handelt, und er beobachtet folgendes:

Die Formen der zahllosen Mitglieder von hunderttausenden Arten kommen hervor, in der äussersten Präzision, aus einem einfachen Material und werden dann in der gnadenvollsten Weise genährt. Dann werden in wunderhafter Art einigen Samen Flügel gegeben; sie fliegen davon und werden so zerstreut. Sie werden höchst wirksam verteilt, höchst sorgfältig gefüttert und genährt. Zahllose geschmackvolle und köstliche Futterformen, mit höchst gnädiger und zarter Gestalt, werden aus dem Nichts und trockenem Lehm hervorgebracht und aus knochenharten Wurzeln, Samen und Flüssigkeitstropfen, die sich wenig voneinander unterscheiden. Jedem Frühling werden hunderttausende Arten von Nahrung und Ausrüstung aufgeladen, wie auf einen Eisenbahnwagen, und werden in äusserster Ordentlichkeit zu den Lebewesen hingeschickt. Gott schenkt den Babys Fertignahrung und süsse Milch aus den Mutterbrüsten. Und diese zeigen einen Allbarmherzigen und Gnadenvollen Gott, der Liebevoll, Zubereitend, Gnädig und Wohltätig ist.

Kurzgesagt, die Seite des Frühlingslebens entfaltet hunderttausende Beispiele und Proben der Obersten Versammlung und ist eine fühlbare Demonstration dieses Verses:

"Drum schau auf die Spuren der Barmherzigkeit Gottes, wie er die Erde nach ihrem Tode lebendig macht; siehe, das ist wahrlich der Lebendigmacher der Toten, und er hat Macht über alle Dinge."

Umgekehrt, von diesem Vers kann man sagen, dass er in wunderbarer Weise die Bedeutungen der Seite ausdrückt, die der Frühling ist. Der Wanderer versteht so, dass die Erde auf all ihren Seiten in einer ihrer Grösse angemessenen Weise verkündet:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. "

Der Wanderer schaute das kurze Zeugnis des einen der zwanzig Aspekte einer einzigen Seite der mehr als zwanzig Seiten des Erdballs, und diese Bedeutung ausdrückend, wurde bei der Dritten Stufe des Ersten Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendigen Wesen, Dessen Notwendige Existenz in Einheit die Erde mit allem, was in ihr und auf ihr ist, bezeugt, durch den Beweis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Unterwerfens, Verteilens, Nährens, Öffnens, der Samenausbreitung, des Schutzes, der Verwaltung, des Geben-Gebens allen Lebewesen, des Mitleids und der Gnade, universal und allgemein-eine Wahrheit, die in ihrer Riesigkeit und Vollkommenheit beobachtet werden kann. "

Der nachdenkliche Wanderer las dann jede Seite des Kosmos, und indem er das tat, wurde sein Glaube, jener Schlüssel zum Glück, gestärkt. Seine Gnosis, jener Schlüssel zum spirituellen Fortschritt, wuchs. Sein Glaube an Gott, die Quelle und Grundlage aller Vollkommenheit, entwickelte sich um einen Grad mehr. Seine Freude und seine Vergnüglichkeit vermehrten sich und weckten seinen Eifer. Und während er auf die vollkommenen und überzeugenden Lektionen hörte, die vom Himmel, vom Weltraum und von der Erde gegeben werden, schrie er nach mehr.

Dann hörte er die stürmischen Anrufungen Gottes, die vom Tumult der Meere und der grossen Flüsse gemacht werden, und er lauschte ihren traurigen, dennoch angenehmen Klängen. Durch Aussehen und Klang sagten sie zu ihm: "Schau auf uns, lies auch unsere Zeichen!"

Unser Wanderer schaute und sah das folgende: Die Meere wogen beständig und lebhaft, verschlingen und überrollen, denn sie wollen durch ihre eigentliche Natur erobern. Sie umgeben die Erde, und zusammen mit der Erde drehen sie sich extrem schnell in einem Kreis von fünfundzwanzigtausend Jahren (Fusswanderung) in einem einzigen Jahr. Aber die Meere zerstreuen sich nicht, überfliessen nicht und überrollen nicht das anschliessende Land. Sie bewegen sich und stehen doch still, und sie sind behütet durch Befehl und Macht eines höchst mächtigen und grossartigen Wesens.

Der Wanderer schaute auf die Tiefen des Meeres, und er sah, dass es ausser den schönsten, gutgeschmückten und geordneten Juwelen tausende verschiedene Tierarten gibt. Sie werden erhalten und geordnet, zum Leben und Sterben gebracht, in so disziplinierter Art-und dabei kommt ihre Nahrung vom blossen Sand und Salzwasser. Und so beweist das Meer unwiderstehlich die Existenz eines Machtvollen und Glorreichen, eines Gnadenvollen und Wunderschönen Wesens, das die Meerestiefen verwaltet und Leben gibt.

Der Wanderer schaut dann auf die Flüsse. Die ihnen innewohnenden Wohltaten, die von ihnen durchgeschleusten Wassermengen, ihre beständige Wiederauffüllung sind durch solche Weisheit und Gnade inspiriert, wie um indiskutierbar zu beweisen, dass alle Flüsse, Quellen, Ströme und grossen Wasserwege hervorfliessen aus dem Gnadenschatz des Mitfühlenden Einen, des Herrn der Pracht und Grosszügigkeit. Sie sind tatsächlich erhalten und gehandhabt in so aussergewöhnlicher Weise, dass man sagt: "Vier Flüsse entströmen dem Paradies. " Denn sie entstehen durch übernatürliche Verursachung und entströmen dem Schatz eines überirdischen Paradieses aus dem Überfluss einer ungesehenen und unerschöpflichen Quelle.

Beispielsweise, der gesegnete Nil, der das sandige Ägypten in ein Paradies verwandelt, fliesst aus dem Mondgebirge im Süden, ohne je erschöpft zu werden, als sei er ein kleines Meer. Würde das Wasser, das den Fluss in sechs Monaten herabfliesst, zu einem Berg zusammengesammelt und dann eingefroren, wäre es riesiger als jenes Gebirge. Aber der Platz im Gebirge, wo das Wasser gelagert und gespeichert wird, ist weniger als ein Sechstel der Wassermasse. Was das Wasser, das den Fluss wieder auffüllt, anbelangt, so ist der Regen, der das Reservoir des Flusses betritt, sehr knapp in dieser dörrend-heissen Region und wird schnell von dem durstigen Boden verschlungen. Daher ist er unfähig, das Gleichgewicht des Flusses aufrechtzuerhalten. So entstand die Überlieferung, dass der gesegnete Nil in wunderhafter Art in Umgehung der Naturgesetze dem unsichtbaren Paradies entspringt. Diese Überlieferung hat tiefgründige Bedeutung und drückt eine wunderbare Wahrheit aus.

Der Wanderer sieht dann ein tausendstel Teil der Wahrheiten und Bekräftigungen, die in den Ozeanen und Flüssen enthalten sind. Die Meere verkünden einmütig mit einer Kraft, die zu ihrer Ausdehnung in Verhältnis ist: "Es gibt keinen Gott ausser Ihm. " Und sie bringen als Beweise für ihr Zeugnis alle Geschöpfe, die in ihnen wohnen. Dies nimmt unser Wanderer wahr.

Das Zeugnis der Meere und Flüsse wurde ausgedrückt und übermittelt, und es wurde in der Vierten Stufe des Ersten Teils gesagt: "Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendig Existierenden. Und auf die Notwendigkeit Dessen Existenz in der Einheit zeigen all die Meere und Flüsse, mit dem was sie enthalten, durch das Zeugnis der Grossartigkeit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Unterwerfens, Bewahrens und des Deponierens, riesiggross und geordnet. "

Dann wird der Wanderer auf seiner meditativen Reise durch die Berge und Ebenen aufgefordert."Lies auch unsere Seiten ", sagen sie. Er schaut, und er sieht, dass die allgemeine Funktion und Pflicht der Berge von solcher Pracht und Weisheit ist, dass sie den Verstand betäubten. Beispielsweise, aus der Erde tauchen die Berge durch Befehl ihres Herrn auf, und dadurch lindern sie den Aufruhr, den Zorn und die Wut, die aus den Unruhen innerhalb der Erde kommen. Wenn die Berge sich aufrichten, beginnt die Erde zu atmen. Sie wird von schädlichen Erschütterungen und Aufständen befreit, und die Ruhe der Lebewesen wird nicht länger gestört, wenn sie ihre Pflicht der Rotation verfolgt. In der gleichen Weise, da Masten auf den Schiffen aufgerichtet werden, um sie vor Turbulenz zu bewahren, so ebenfalls werden die schatzvollen Berge auf dem Deck des Schiffes aufgerichtet, das die Erde ist, wie es angezeigt wird durch die Verse des Koran in wunderhafter Darlegung wie solcherart:

 

"Und die Berge zu pflöcken "

"Und warfen in sie festgegründeten Berge "

"Und die Berge gründete er fest"

 

Beispielsweise auch: In den Bergen werden dann gelagert, aufbewahrt und geordnet alle Arten von Quellen, Wassern, Mineralien und andere Materialien und Arzneien, die von den Lebewesen gebraucht werden, und zwar in solch weiser, geschickter, grosszügiger und vorausschauender Art, dass sie die Existenz der Lagerhäuser und Supermärkte und Diener des Einen der Unbegrenzten Macht und der Unbegrenzten Weisheit beweisen. Und so hat der Wanderer verstanden.

Der Wanderer sieht und er sagt: "Ich glaube an Gott. " Er sieht die Weisheit und die Aufgaben der Ebenen und der Berge. Aber diese Aufgaben sind so gross wie die Berge. Er vergleicht die anderen mit der ganzen Weisheit der Berge und Ebenen. Insbesondere wegen ihrer vorausschauenden Lagerstätten bezeugen und offenbaren sie die Einheit Gottes-eine Verkündigung so machtvoll und kräftig wie die Berge und so riesig und ausgedehnt wie die Ebenen. So versteht er und dann sagt er: "Ich glaube an Gott. "

Diese Bedeutung ausdrückend wurde in der Fünften Stufe des Ersten Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. Und auf die Notwendigkeit Dessen Existenz zeigen all die Berge und Ebenen, zusammen mit dem, was in ihnen und auf ihnen ist, durch das Zeugnis der Grossartigkeit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Erhaltens, Verwaltens, des Ausstreuens und Verteilens des Samen, fürstlich, riesig, universell, diszipliniert, geordnet und perfekt. "

Während der Reisende in seinem Verstand durch die Berge und Ebenen wanderte, wurde das Tor des Reiches der Bäume und der Pflanzen ihm geöffnet. Er wurde von innen aufgefordert: "Komm!" Sie sagten: "Inspiziere unser Reich und lies unsere Beschriftungen. "Er trat ein und sah, dass eine prächtige und gut geschmückte Versammlung für die Verkündigung der Macht und der Einheit Gottes, ein Kreis, Ihn anzurufen und Ihm Dank anzubieten, aufgetreten war. Gerade von der Erscheinung aller Bäume und Pflanzen verstand er, dass ihre verschiedenen Arten einmütig verkünden: "Es gibt keinen Gott ausser Gott. " Denn er gewahrte drei grosse und allgemeine Wahrheiten, die anzeigen und beweisen, dass alle fruchtgebenden Bäume und Pflanzen mit der Zunge ihrer symmetrischen und beredsamen Blätter, durch die Plauderei ihrer bezaubernden und prunkvollen Blüten, durch die Worte ihrer gutgeordneten und gutredenden Früchte Gottes Ruhm bezeugen und Zeugnis davon geben, dass"Ausser Gott kein Gott existiert."

Die erste dieser Wahrheiten: In der gleichen Weise, da in jeder einzelnen Pflanze und in jedem einzelnen Baum eine überlegte Wohltätigkeit und Grosszügigkeit in deutlichster Form zu sehen ist, wie auch eine zweckhafte Freisinnigkeit und Freigebigkeit, so kann dies bei der Gesamtheit der Bäume und Pflanzen auch gesehen werden, so klar-glänzend wie Sonnenlicht.

Die zweite Wahrheit: Das weise und zweckhafte Anders-Sein und Unterscheiden der verschiedenen Pflanzenarten kann in keiner Weise dem Zufall zugeschrieben werden, noch die überlegte und gnadenvolle Schmückung und Illustration, die ihnen innewohnt-all dies kann so klar wie Tageslicht in den unbegrenzten Spielarten und Arten gesehen werden. Sie zeigen, dass sie das Werk und der Druck eines All-Weisen Machers sind.

Die dritte Wahrheit: All die zahllosen Mitglieder, die unterschiedlichen hunderttausend Gestaltungen, die ganz besonders mit äusserster Ordnung, Gleichgewichtigkeit und Schönheit ausgestattet sind, entfalten und erblühen aus zweihunderttausend Arten von gut-definierten und begrenzten, einfachen und festen Samen und Körner identisch miteinander oder fast so-ihr Hervorbrechen aus diesen Samen in gesonderter und getrennter Form, mit äusserster Gleichgewichtigkeit, Vitalität und weiser Zweckhaftigkeit ohne den geringsten Fehler oder Irrtum, ist eine Wahrheit, brillanter als die Sonne. Die Beweise für diese Wahrheit sind zo zahlreich wie die Blumen, Früchte und Blätter, die im Frühling hervorbrechen. So sagt der Wanderer: "Preis sei Gott für den Segen des Glaubens. "

Diese Wahrheiten und das ihnen gegebene Zeugnis ausdrückend, sagten wir in der Sechsten Stufe des Ersten Teils: "Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf die Notwendigkeit Dessen Existenz in Einheit zeigt der Konsens all der Arten der Bäume und Pflanzen, die beschäftigt sind mit dem Rühmen Gottes und die sprechen mit den beredsamen und gutgeordneten Worten ihrer Blätter, mit ihren prunkvollen und hübschen Blüten, mit ihren gutgeordneten und gutsprechenden Früchten, durch das Zeugnis der Reichhaltigkeit der Wahrheit der Ausstattung, Wohltätigkeit und der gastfreundlichen Gottesgaben, getan in zweckhafter Gnade, und durch das Zeugnis der Wahrheit des Andersseins, des Schmucks und der Verzierung, getan mit Wille und Weisheit. Deutlich auch ist der Hinweis, der durch die Wahrheit gegeben wird. dass sich all ihre symmetrischen, geschmückten, gesonderten, mannigfaltigen und unbegrenzten Formen aus Samen und Körnern entfalten, die einander ähneln und sich annähern und die begrenzt und beschränkt sind. "

Der Wanderer schreitet fort auf seiner meditativen Reise mit gesteigertem Eifer ,und mit Pinem Blumenstrauss von Gnosis und Glauben, und dieser ist wiederum wie ein Frühling, gesammelt im Garten des Frühlings. Da öffnet sich vor seinem die Wahrheit erfassenden Intellekt, vor seiner erkennenden Vernunft das Tor zum Reich der Tiere und Vögel. Mit hunderttausenden verschiedenen Stimmen und Zungen wurde er eingeladen einzutreten. Er trat ein und sah, dass all die Tiere und Vögel in ihren unterschiedlichen Arten, Gruppen und Klassen still und laut verkündeten: "Es gibt keinen Gott ausser Gott. " Und so verwandelten sie das Gesicht der Erde in einen riesigen Platz der Anrufung, in eine ausgedehnte Versammlung für die Verkündigung des Ruhmes Gottes. Er sah, dass jede davon wie eine Gott gewidmete Ode ist, wie ein Wort, das Gottes Ruhm verkündet, wie ein Buchstabe, der Gottes Mitleid anzeigt; und jede davon beschreibt den Macher und entbietet Ihm Dank und Lobrede. Es war, als ob die Sinne, Glieder und Instrumente dieser Tiere und Vögel geordnete und ausgewogene Worte wären oder vollkommene und disziplinierte Ausdrücke. Er beobachtete drei grosse und umfassende Wahrheiten, die in entschiedener Form ihre Danksagung dem Schöpfer und Erhalter und Fürsorger und ihre Bezeugung Seiner Einheit anzeigen.

Die erste Wahrheit: Ihre weise Erschaffung ist aus dem Nichts hervorgebracht worden in einer Weise, dass sie keineswegs dem Zufall zugeschrieben werden kann oder einer blinden Kraft oder der unbelebten Natur. Sie werden geistreich aufgefordert, ins Dasein zu treten. Sie werden in zweckhafter und kundiger Art erschaffen und hervorgebracht. Ihre neiebung und Beseelung stellt sich dar in einer Weise, die einen zwanzigfachen Beweis der Erkenntnis, der Weisheit und des Wollens liefert-all dies ist eine Wahrheit, die Zeugnis gibt für die notwendige Existenz des Ewig-Lebenden und Sich-SelbstErhaltenden, für dessen sieben Attribute und dessen Einheit-und dieses Zeugnis wird durch die Zahl aller beseelten Lebewesen wiederholt.

Die zweite Wahrheit: Die zahllosen Wesen sind hinsichtlich der Gesichtszüge, der schmuckhaften Form, der zahlenmässigen Quantität und der verzierten Gestalt verschieden. Daraus erscheint eine starke Wahrheit, so gesondert und verziert und illustriert: Diese umfassende Tat, die auf jeder Seite tausende Wunder und Zwecke zeigt, kann nur vom Machthaber über alle Dinge, vom Kundigen aller Dinge erschaffen sein-eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Die dritte Wahrheit: Zahllose Geschöpfe entfalten sich in hunderttausend verschiedenen Gestalten und Formen, und jedes davon ist ein Wunder der Weisheit. Sie entstehen aus Eiern und Eierchen sowie Sperma genannten Wassertropfen, die identisch miteinander sind oder sich wenig voneinander unterscheiden oder sich ähneln, und die begrenzt und beschränkt in ihrer Zahl sind-und all dies entsteht in einer höchst geordneten, symmetrischen und makellosen Form. Diese Entfaltung und Entstehung ist so eine brillante Wahrheit, die mit Beweisen und Zeugnissen beleuchet wird, so zahlreich wie die Tiere selber.

Durch den Konsens dieser drei Wahrheiten sind alle Tierarten insgesamt beschäftigt, um zu bezeugen, dass es ausser Ihm (Gott) keinen Gott gibt. Es ist, als ob die gesamte Erde wie ein grosser Mensch sagen würde, dass es keinen Gott ausser Ihm (Gott) gibt, und die Erde spricht in einer Weise, die zu ihrer Riesigkeit passt, und sie übermittelt ihr Zeugnis dem Himmelsvolk. Der Wanderer hat in diesem Sinne gesehen, verstanden und eine richtige Lehre daraus gezogen. Diese Wahrheiten ausdrückend sagten wir in der Siebten Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit zeigt der Konsens aller Tiere und Vögel, die Gott preisen und Ihn bezeugen mit den Worten ihrer Sinne, ihrer Fähigkeiten und der ihnen eigentümlichen Triebe, mit Worten gut ausgewogen, geordnet und beredsam; durch das Zeugnis der Grossartigkeit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Werdenlassens, des Machens und des Erschaffens, entsprechend des Wollens, für die Wahrheit des Andersseins und der Zierde gemäss des Zweckes, und für die Wahrheit des Ordnens und des Schmückens gemäss der Weisheit. Deutlich auch ist der Hinweis; der durch die Wahrheit gegeben wird, in dem sich all ihre geordneten, gesonderten. mannigfaltigen und unbegrenzten Formen entfalten, aus identischen oder ähnlichen Eiern und Spermatropfen, die begrenzt und beschränkt sind."

Dieser nachsinnende Wanderer möchte weiterschreiten in den unbegrenzten Graden und im unendlichen Geschmack und im göttlichen Licht der Erkenntnis. Deshalb wollte er die Welt der Menschen, das Reich der Menschheit betreten. Zuerst luden ihn die Gottesgesandten, diese Anführer der Menschheit, ein, und er trat ein. Er schaute zunächst auf die Haltestelle der vergangenen Zeit, und er sah, dass all die Gottesgesandten-Friede sei auf ihnen-die leuchtendste und vollkommenste Menschenart, im Chor rezitierten: "Kein Gott ausser Ihm. " Und sie waren im Gottesgedenken. Mit der Kraft ihrer glänzenden, wohlbezeugten und zahllosen Wunder verkündeten sie Gottes Einheit. Und um den Menschen vom tierischen Zustand zum engelhaften Grad voranzubringen, belehrten sie die Menschen und luden sie ein, an Gott zu glauben. Er kniete sich nieder in der Schule des Lichts, und er achtete auf die Lektion:

Er sah, dass in der Hand eines jeden dieser Lehrer-die erhabensten und berühmtesten aller gefeierten Meister der Menschheit-zahlreiche Wunder waren, die ihnen vom Schöpfer Allen Seins als Zeichen der Bestätigung ihrer Mission gegeben worden waren. Weiterhin, eine grosse Gruppe von Menschen, eine ganze Gemeinschaft, bekräftigte ihre Verkündigungen und kam durch ihre Hände zum Glauben. Dieser Wahrheit wurde zugestimmt und beigepflichtet durch jene hunderttausende ernsthafter und wahrhafter Individuen, einmütig und in voller Übereinstimmung, und daher muss sie fest und definitiv sein. Er verstand auch, dass die Leute der Irreleitung, die eine Wahrheit ablehnen, die von so vielen wahrhaftigen Zeugen mit ihren Wundern attestiert und bekräftigt ist, einen höchst schweren Irrtum begehen, ein Verbrechen in der Tat, und dass sie daher die schwerste Strafe verdienen. Er erkannte, dass umgekehrt jene, die der Wahrheit zustimmen und an sie glauben, die Wahrhaftigsten und Rechtschaffensten sind. Und ein grosser Grad der Heiligkeit wurde ihm offenkundig.

Ja, die unbegrenzten Wunder, mit denen Gott die Gottesgesandten ausstattete-Friede sei auf ihnen-sind jedes für sich eine Bestätigung ihrer Mission. Die vielen himmlischen Schläge, ihren Widersachern versetzt, sind jeder für sich wie ein Beweis ihrer Wahrhaftigkeit. Ihre individuellen Vollkommenheiten, jede für sich ein Anzeichen ihrer Rechtschaffenheit; ihre wahrhaften Lehren; die Stärke ihres Glaubens als ein Zeugnis für ihre Aufrichtigkeit; ihre oberste Ernsthaftigkeit und Bereitschaft zur Selbstaufopferung; die heiligen Bücher und Buchseiten, die von ihren Händen gehalten werden; ihre zahllosen Schüler, die durch Befolgen der Lehrpfade die Wahrheit, die Vollkommenheit und das Licht erlangen und so wiederum die Wahrhaftigkeit der Lehren beweisen; die einmütige Übereinstimmung der Gottesgesandten-dieser höchst ernsthaften Warner-und ihrer Anhänger in allen positiven Angelegenheiten; ihre Eintracht, gegenseitige Unterstützung und Sympathie-all dies begründet einen so machtvollen Beweis, dass keine Kraft auf Erden ihm widerstehen kann und kein Zweifel oder Zögern ihn überleben kann.

Unser Wanderer verstand weiterhin, dass den Glauben an die Propheten-Friede sei auf ihnen-in die Glaubensartikel einzuschliessen, eine andere grosse Quelle der Stärke darstellt. So zog er grossen Nutzen aus ihren Lektionen. Und dies ausdrückend sagten wir im Achten Grad des Ersten Teils: ` Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf die Notwendigkeit Dessen Existenz in Einheit zeigt die Einmütigkeit aller Propheten, durch die Kraft ihrer leuchtenden Wunder-und beide bekräftigen und werden bekräftigt. "

Der willige Wanderer zog einen erhabenen Geschmack der Wahrheit aus der Kraft des Glaubens. Er kam aus der Versammlung der Propheten- Friede sei mit ihnen-. Und der fragende Wanderer fand sich eingeladen in das Klassenzimmer jener Tiefgründigen, Tiefschürfenden und Erfahrenen,welche die Verkündigungen der Propheten-Friede sei auf ihnen -mit den klarsten und machtvollsten Beweisen bekräftigten und die bekannt sind als die Auserwählten und Gereinigten oder als die Wahrhaftigsten.

Er betrat ihren Klassenraum, und er sah hunderttausende von Genies und hunderttausende von genauen und berühmten Gelehrten, die all die bekräftigenden Angelegenheiten beweisen, die mit dem Glauben verbunden sind. Geleitet von der Notwendigkeit der Existenz Gottes und Dessen Einheit beweisen sie mit solch tiefgründigen Demonstrationen, dass für den Zweifel nicht der geringste Raum bleibt. Wirklich, die Tatsache, dass sie übereinstimmten in den Prinzipien und Pfeilern des Glaubens, trotz ihrer Differenzen in Kapazität und Ansicht, und dass sich jeder von ihnen auf einen festen und unstrittigen Beweis verliess, ist in sich selbst solch ein Zeugnis, das nur angezweifelt werden könnte, wenn die obige Gesamtheit der Intelligenz und der Scharfsinnigkeit aufgeboten werden kann und wenn die Widersacher mit ihrem Gegenbeweis zu einem einzigen Ergebnis gelangen könnten. Andernfalls ist der einzige Pfad für den Leugner, seine Ignoranz-seine äusserste Ignoranz-zu zeigen und seine Widerspenstigkeit hinsichtlich der negativen Angelegenheiten, die weder Leugnung noch Bestätigung zulassen. Er schliesst in Wirklichkeit seine Augen, aber wer die Augen schliesst, kann den Tag in die Nacht nur für sich selbst umwandeln.

Der Wanderer lernt, dass die Lichter, die in diesem riesigen und grossartigen Klassenraum von diesen geachteten und tiefschürfenden Gelehrten erstrahlten, die Hälfte des Globus für mehr als tausend Jahre beleuchtet haben. Er fand darin moralische und spirituelle Kraft, welche von der kombinierten Kraft aller Leute der Leugnung nicht erschüttert oder zerstört werden kann. In kurzer Anspielung auf die vom Wanderer in diesem Klassenraum gelernte Lektion sagten wir in der Neunten Stufe des Ersten Teils:

 

` Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit zeigt die Übereinstimmung all der Auserwählten und Gereinigten, mit der Kraft ihrer glänzenden, gewissen und einmütigen Beweise. "

Unser nachsinnender Wanderer kam aus dem Klassenraum, und glühend begehrte er, die Lichter zu sehen, die bei der fortwährenden Stärkung und Entwicklung des Glaubens beobachtet werden können, sowie beim Fortschreiten von der Stufe der Erkenntnis der Gewissheit zur Stufe der Schau (Vision) der Gewissheit. Er fand sich dann durch Tausende oder Millionen von spirituellen Leitern aufgefordert. Diese strebten hin zur Wahrheit und zum Erlangen der Schau der Gewissheit im Schatten der Fernstrasse und des Aufstiegs Mohammeds, auf dem Friede sei. Das taten sie an einem Versammlungsort, in einer Herberge, in einem Platz des Gedenkens und der Unterweisung, der überreich leuchtend und riesigweit wie eine Ebene war, herausgeformt aus der Aufrichtung zahlloser kleiner Herbergen und Konvente. Er trat ein und fand, dass diese spirituellen Leute-die Leute der enthüllenden und sagenhaften (begnadeten) Taten-einmütig verkündeten: "Kein Gott ausser Gott", auf der Basis ihres Bezeugens des Unsichtbaren und der Wundertaten, für deren Durchführung sie befähigt worden waren. Sie verkündeten die notwendige Existenz und die Einheit Gottes.

Er sieht: Aus der Ursonne Gottes kommen die verschiedenen wahren Derwischorden und die wahrhaften Lehren und Schulen der spirituellen Genies und erleuchteten Weisen; sie alle bestätigen die Wahrheit, indem sie offenkundige und schlagende Beweise in Konsens und Einmütigkeit geben.

Wie man mit den sieben Farben das Sonnenlicht erkennt, so erkennt unser Reisender, Gott mit siebzig Farben, sogar durch die Anzahl der schönsten Namen und Attribute Gottes.

Er sieht: Aus der Ursonne Gottes kommen verschiedene Lichter und erleuchtende Farben.

Diese Einmütigkeit der Heiligen, verbunden mit der Einmütigkeit der Propheten-Friede sei auf ihnenund verbunden mit der Einmütigkeit der Auserwählten und Reinen bildet einen obersten Konsens, brillanter als das Tageslicht, das die Existenz der Sonne demonstriert.

In kurzer Anspielung auf den Nutzen, den unser Wanderer von der Sufi-Herberge zog, sagten wir in der Zehnten Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit weist die Einmütigkeit der Heiligen in ihrer offenkundigen, gut-bekräftigten und gut-bestätigten visionären Erfahrung und in ihren sagenhaften (begnadeten) Taten. "

 

Nun gewahrt unser Weltreisender, dass die wichtigste und die grösste aller menschlichen Vollkommenheiten, in der Tat der eigentliche Quell und Ursprung all solcher Vollkommenheiten, die Liebe zu Gott ist, die aus dem Glauben an Gott und aus dem Erkennen Gottes kommt. Und der Wanderer wünscht mit all seinen Kräften, äusseren und inneren, noch fortzuschreiten in der Stärkung seines Glaubens und in der Entwicklung seiner Erkenntnis. Daher hebt er sein Haupt, schaut zu den Himmeln und spricht für sich:

 

"Die kostbarste Sache in der Schöpfung ist das Leben. Alle Dinge sind dem Leben unterworfen. Das kostbarste aller Lebewesen ist das beseelte, und das kostbarste der beseelten Lebewesen ist das bewusste. Jedes Jahrhundert und jedes Jahr ist der Erdball beschäftigt, sich zu entleeren und sich wieder aufzufüllen, um diese kostbare Substanz zu vermehren. Es folgt dann zweifellos daraus, dass die grossartigen und verzierten Himmel angemessene (geeignete, zuständige) Leute und Einwohner haben müssen, die Leben, Seele und Bewusstsein besitzen. Denn Ereignisse zum Sehen und Sprechen mit Engeln-so wie das Erscheinen Gabriels, auf dem Friede sei, in die Gegenwart des Gottesgesandten, auf dem Friede sei, und in den Blick der Gefährtenwurden überliefert und erzählt seit uralten Zeiten. Wäre es doch dann so, dass ich mich mit den Leuten des Himmels unterhalten und ihre Gedanken zu dieser Sache lernen könnte. Denn ihre Worte hinsichtlich des Schöpfers des Kosmos sind die wichtigsten. "Wie er so darüber nachdenkt, hört er plötzlich eine himmlische Stimme: "Wenn du uns treffen willst und unserer Lektion lauschen willst, dann wisse, dass wir vor allen anderen an die von uns übermittelten Glaubensartikel glaubten, die von all den Gottesgesandten gebracht worden sind, angeführt vom Gottesgesandten Mohammed auf dem Friede und Segen sei, der den Koran der Glorreichen Darlegung brachte. Und auch all die reinen Geister unter uns, die vor den Menschen erschienen sind, geben einmütig und ausnahmslos Zeugnis für die notwendige Existenz, für die Einheit und für die geheiligten Attribute des Schöpfers dieses Kosmos und verkünden dies mit einem Gleichklang. Die Affinität und die gegenseitige Korrespondenz dieser zahllosen Proklamationen ist ein Führer für dich, so glänzend wie die Sonne. " So erstrahlte das Glaubenslicht des Reisenden und er erhob sich von der Erde zu den Himmeln.

In kurzer Anspielung auf die Lektion, die der Wanderer von den Engeln lernte, sagten wir in der Elften Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit weist die Einmütigkeit der Engel, die dem menschlichen Blick erscheinen und die zu den Auserwählten unter den Menschen sprechen, mit ihrem gegenseitigen Korrespondieren und bestätigtem Zeugnis. "

Der glühende und nachforschende Wanderer hat von den Zungen und vom Aussehen der verschiedenen Klassen der Schöpfung im manifesten Reich gelernt. Und er begehrt, die Welt des Ungesehenen und das Zwischenreich zu studieren und zu durcheilen, um so die Wahrheit zu erlangen. Es öffnete sich vor ihm das Tor der aufrechten und erleuchteten Intellekte, der gesunden und aufgeklärten Herzen, die wie Samen der Menschheit-der Frucht der Schöpfung-sind und die sich in jeder Menschengruppe befinden; und trotz ihres kleinen Umfangs können sie sich tatsächlich ausdehnen, dass sie das Ganze des Kosmos umfangen.

Er schaute, und er sah eine Reihe von menschlichen Bindegliedern, die das Reich des Ungesehenen mit dem Reich des Manifesten verbinden. Und er sah die Berührung zwischen beiden Reichen und den Austausch zwischen ihnen, insoweit sie hinsichtlich des Menschen an diesen Punkten geschehen. Er wendete sich an seinen Verstand und an sein Herz und sagte:

"Kommt, der Pfad, dessen Tor zur Wahrheit führt, ist kürzer als all eure Genossen. Wir sollten in Glaubensfragen Nutzen ziehen, indem wir die Qualitäten, Naturen und Farben studieren, die wir hier finden, und sollten nicht Lektionen lernen, die wir von den Zungen der anderen Wege hörten."

 

Er beginnt seine Studie und er sieht, dass der Glaube und die feste Überzeugung bezüglich der göttlichen Einheit, die alle leuchtenden Intellekte teilten, trotz unterschiedlicher Kapazitäten und trotz differierender, ja opponierender Methoden und Schulen gleich waren und dass ihre standhafte und zuversichtliche Gewissheit und Versicherung eins war. Sie bauten daher auf eine einzige, unwandelbare Wahrheit. Ihre Wurzeln versenkten sich in eine tiefgründige Wahrheit und konnten nicht herausgerissen werden. Ihre Einmütigkeit hinsichtlich des Glaubens, der notwendigen Existenz und Einheit Gottes, war eine unbrechbare und leuchtende Kette, ein heller Lichtschacht, zur Welt der Wahrheit geöffnet.

Er sah auch, dass die einmütigen, zugesicherten und erhabenen Enthüllungen und Bezeugungen der Glaubensgrundsätze,die von all diesen gesunden und leuchtenden Herzen genossen wurden, deren Methoden verschieden und deren Ansichten divergierend waren, hinsichtlich der göttlichen Einheit miteinander korrespondierten und übereinstimmten. All diese leuchtenden Herzen, hingewendet und verbunden zur Wahrheit und sie manifestierend, jedes Herz ein kleiner Thron der göttlichen Gnosis, ein Spiegel Gottes Ewiger Angeflehtheit, waren wie viele Fenster, die sich zur Sonne der Wahrheit öffneten. Zusammen genommen waren sie wie ein oberster Spiegel, wie ein Ozean, die Sonne reflektierend. Ihre Übereinstimmung und Einmütigkeit hinsichtlich der notwendigen Existenz und Einheit Gottes war ein unfehlbarer und verlässlicher perfektester Führer, ein höchster Lehrer. Denn es ist in keiner Weise möglich oder fassbar, dass eine Vermutung anders als die Wahrheit, dass ein unwahrer Gedanke, dass ein falsches Attribut so hartnäckig und entscheidend fähig sein könnten, so viele Augen gleichzeitig zu täuschen oder ihnen Illusionen einzuflüstern. Nicht einmal die törichten Sophisten, die den Kosmos leugnen, würden mit dem verdorbenen und zerstreuten Intellekt übereinstimmen, der solch ein Ding für möglich hielte. All dies verstand unser Wanderer und er sagte gemeinsam mit seinem Verstand und mit seinem Herzen: "Ich glaube an Gott. "

In kurzer Anspielung an den Nutzen, den unser Wanderer von den aufrichtigen Intellekten und leuchtenden Herzen für die Erkenntnis des Glaubens zog, sagten wir in der Zwölften Stufe und in der Dreizehnten Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit weist der Konsens aller aufrechten Intellekte, erleuchtet mit kongruenten Vorstellungen und korrespondierenden Überzeugungen und Gewissheiten, trotz Differenzen in Kapazität und Ansicht. Auf Seine Notwendige Existenz in Einheit zeigt auch die Übereinstimmung aller geistig-gesunden, leuchtenden Herzen, mit ihren gegenseitigen Enthüllungen und ihren kongruenten Bezeugungen, trotz Differenzen in Methode und Stil. "

Dieser Reisende schaut dann dicht an die Welt des Ungesehenen, und er tritt in sie mit seinem Herzen und mit seinem Intellekt ein. Er pocht nachfragend an das Tor jener Welt und denkt für sich: "Was hat diese Welt zu sagen?" Das folgende passierte ihm: Das Wesen, das sich im körperlichen Reich der Manifestation mit solch zahlreichen, schönen und geschickten Schöpferprodukten bekannt machen will; das sich mit so vielen süssen und gutgeschmückten Geschenken geliebt sehen möchte; das seine geheimen Vollkommenheiten mittels so vieler wunderhafter und geschickter Werke offenbaren möchte; das all dies in einem Stil wünschte, der klarer als jede Sprache und Äusserung ist-solch ein Wesen, so erkannte er, muss notwendigerweise hinter dem Schleier des Ungesehenen sein. Auch muss sich dieses Wesen notwendigerweise durch Sprache und Äusserung bekanntmachen und sich lieben lassen,gerade wie durch Tat und Zustand. Der Wanderer wendet sich daher zur Welt des Ungesehenen und sagt: "Wir müssen dahin kommen, dieses Wesen aus seinen Manifestation zu erkennen." Und er betritt sie mit seinem Herzen und sieht das folgende mit seinem Scharfsinn: Die Wahrheit der Offenbarungen herrscht vor bei allen Augenblicken über alle Teile der Welt des Ungesehenen, mit kraftvollster Manifestation. Mit den Wahrheiten der Offenbarung und Inspiration, die von Gott ausgehen, dem Wisser des Ungesehenen, erscheint ein Zeugnis für Gottes Existenz und Einheit, weit stärker als das Zeugnis des Kosmos und der Geschöpfe. Gott verlässt Sich, Seine Existenz und Einheit nicht nur auf das Zeugnis Seiner Schöpfung. Vielmehr spricht Er mit vorewiger Sprache gemäss Seinem eigenen Wesen. Einer der mit seiner Allweisheit und Allmächtigkeit überall existiert und alles durchschaut. dessen Worte sind auch überragend und schrankenlos. Und wie die Bedeutungen Seiner Worte İhn zeigen, so zeigt Sein Sprechen Ihn mit Seinen Attributen.

Der Wanderer erkennt, dass die Wahrheit der Offenbarung aufgerichtet wurde und bis zum Punkt einfach gemacht wurde, indem sie durch die Transmission von einhunderttausend Propheten, auf denen Friede sei, selbstevident ist, wie auch durch die Übereinstimmung ihrer Proklamationen hinsichtlich der Manifestation der göttlichen Offenbarung; durch die Zeugnisse und Beweise, die in den heiligen Büchern und himmlischen Seiten enthalten sind, welche die Leiter und Vorbilder der überwältigenden Mehrheit der Menschheit sind und welche sie (die Beweise) bekräftigen und billigen. Und die heiligen Bücher sind die sichtbaren Früchte der Offenbarung. Er versteht weiterhin, dass die Wahrheit der Offenbarung fünf heilige Wahrheiten verkündet.

Die erste Wahrheit

Gemäss der Intellekte und des Verständnisses der Menschen zu sprechen, ist eine Form des göttlichen Herablassens. Es ist ein Ergebnis der Fürstlichkeit Gottes, dass Er all seine beseelten Geschöpfe mit Sprache ausstattete, all deren Sprachen kennt, und dass Er selber an ihrer Sprache partizipiert, mit Seiner eigenen Sprache und Äusserung.

Die zweite Wahrheit

Der Eine, der sich Selber bekannt machen wollte, füllte den Kosmos mit Seinen wunderbaren Schöpfungen, überall und mit unzähligen Ausstattungen (Ausgaben), und begabte sie mit Zungen, die Seine Vollkommenheiten aussprechen, und Er will Sich notwendigerweise mit Seinen Eigenen Worten bekanntmachen.

Die dritte Wahrheit

Es ist Teil Seiner Glorie als Schöpfer, in Worten und in Taten auf die Gespräche und Danksagungen zu antworten, die von den Auserwähltesten, von den Bedürftigsten und Sehnsüchtigsten Seiner Schöpfung gemacht werden-von den wahren Menschen.

Die vierte Wahrheit

Das Attribut der Sprache, ein wesentlicher Begleiter und eine leuchtende Manifestation des Wissens und Lebens, wird notwendigerweise in einer umfassenden und ewigen Form im Wesen zu finden sein, Dessen Wissen umfassend und Dessen Leben ewig ist.

Die fünfte Wahrheit

Gott gab den Menschen Ohnmacht, Sehnsucht, Armut, Schwäche, Angst vor der Zukunft, Liebe und Verehrung. Es ist eine Folge der Göttlichkeit, dass er seinen Geschöpfen, seinen geliebtesten, seinen liebenswürdigsten, bedürftigsten und am meisten nach einem Stützpunkt und nach ihrem Herrn und Meister verlangenden, die armselig und bedürftig sind, Seine Existenz mittels Seiner Sprache mitteilt.

Die Zeugnisse für die Existenz in Einheit der Notwendigen Existenz, die in Einmütigkeit durch universale und himmlische Offenbarungen dargeboten werden, welche die Wahrheit des göttlichen Herablassens, der fürstlichen Selbstproklamation, der mitfühlenden Antwort, der glorreichen Predigt und der ewigen Selbst-Mitteilung enthalten-diese Zeugnisse begründen einen Beweis mächtiger als das Testat für die Existenz der Sonne, das durch die Strahlen des Tageslichts gebracht wird.

Unser Wanderer schaut dann in die Richtung der Inspiration und sieht, dass die wahrhaften Inspirationen tatsächlich in einigen Aspekten der Offenbarung ähneln und ein Verfahren der göttlichen Sprache sind. Es gibt jedoch zwei Unterschiede.

Der erste Unterschied

Die Offenbarung, die viel höher als die Inspiration ist, kommt gewöhnlich durch das Medium der Engel, wohingegen die Inspiration gewöhnlich direkt kommt. So hat auch ein König zwei Arten des Sprechens und Befehlens.

Die erste besteht darin, dass er zu einem Gouverneur einen Statthalter schickt, der mit all dem Pomp der Alleinherrschaft und mit der Pracht der Regierungsgewalt ausgestattet ist. Um die Pracht seiner Herrschergewalt und die Wichtigkeit seines Befehls zu demonstrieren, kann zuweilen der König den Mittler vor dessen Weggang treffen, und dann wird das Dekret erlassen.

Die zweite Art besteht darin, dass der König in eigener Person privat spricht, nicht mit dem Titel des Monarchen oder im Namen des Königtums, und es handelt sich dabei um irgendeine private Sache, um eine geringfügige Angelegenheit, wobei er für diesen Zweck einen beauftragten Diener, irgendeinen gewöhnlichen Untertan oder sein Privattelefon benutzt.

In der gleichen Weise kann der Vor-Ewige AlleinHerrscher entweder im Namen des Herrn der Weltalle und mit dem Titel des Schöpfers des Kosmos durch die Offenbarung oder durch die umfassende Inspiration, welche die Funktion der Offenbarung ausführt, sprechen oder Er kann in einer gesonderten und privaten Art sprechen-als Herr und Schöpfer aller Individuen und aller Lebewesen, hinter den Schleiern, in einer dem Empfänger angemessenen Weise.

Der zweite Unterschied

Die Offenbarung ist ohne Schatten, ist rein und aufbewahrt für die Auserwählten. Die Inspiration dagegen hat Schatten, hat beigemischte Farben und ist allgemein. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten der Inspiration, wie die Inspiration für die Engel, die Inspiration für die Menschen und die Inspiration für die Tiere. Die Inspiration bildet so ein Feld für die Vervielfachung der Worte Gottes, die so zahlreich sind wie die Tropfen des Ozeans. Unser Wanderer versteht, dass diese Sache in der Tat eine Art Kommentar über den Vers ist,

"Würde das Meer Tinte für meines Herrn Worte, wahrlich, versiegen würde das Meer vor den Worten meines Herrn. "

Dann schaut er auf die Natur der Inspiration, auf die Weisheit und auf das Zeugnis der Inspiration, und er sieht, dass deren Natur, Weisheit und Ergebnis aus vier Lichtern zusammengesetzt sind.

Das erste Licht

Es ist das Ergebnis der Liebesfähigkeit und Mitfühlfähigkeit Gottes, dass Er bewirkt, dass Seine Geschöpfe Ihn lieben durch Seine Taten, so wie Er auch bewirkt, dass Seine Geschöpfe Ihn lieben durch Sein Wort, Seine Gegen wart und Sein Gespräch.

Das zweite Licht

Es ist ein Erfordernis Seiner Gnadenhaftigkeit, dass Er ihnen ebenfalls in Worten antwortet, geradeso wie Er tatsächlich die Gebete Seiner Verehrer beantwortet, verborgen hinter Schleiern.

Das dritte Licht

Es ist eine Begleitung der Fürstlichkeit, dass geradeso wie Er in der Tat auf die Schreie nach Hilfe antwortet, wie auch auf das Flehen und Betteln jener Seiner Geschöpfe, die von schwerem Unheil und Härten getroffen sind, Er ihnen ebenfalls zu Hilfe eilt mit Worten der Inspiration, die wie eine Form der Sprache sind.

Das vierte Licht

Gott macht Seine Existenz, Gegenwart und Obhut tatsächlich wahrnehmbar Seinen schwächsten, armseligsten, ärmsten und bedürftigsten bewussten Geschöpfen, die in grossem Bedürfnis und in Sehnsucht stehen, ihren Meister, Schützer, Hüter und Geber zu finden. Es ist eine notwendige und wesentliche Folge Seiner göttlichen Fürsorge und Seines fürstlichen Mitgefühls dass Er ebenfalls Seine Gegenwart und Existenz durch Sprache mitteilt, hinter einem Schleier der wahrhaften Inspiration hervor-eine Weise des göttlichen Gesprächs-und zwar für Individuen, wobei die Weise ihnen und ihren Fähigkeiten eigentümlich ist, durch die Verbindung ihrer Herzen.

Er schaut dann auf das Zeugnis der Inspiration und sieht, dass, falls beispielsweise die Sonne Bewusstsein und Leben hätte und falls die sieben Farben des Sonnenlichts sieben Attribute wären, die Strahlen und Funken des Lichts in einer einzigen Art und Weise sprechen würden. Das Licht wäre in transparenten Objekten zu finden, sowohl ähnlich wie nichtähnlich, und es würde, so wie es ist, zu jedem Spiegel und zu den glänzenden Objekten sprechen, zu den Glasstücken und zu den Tropfen und Tröpfchen, zu den transparenten Atomen; es würde gemäss der Fähigkeit und Notwendigkeit eines jeden Dinges sprechen und antworten, und diese Dinge wiederum würden Zeugnis geben von der Existenz der Sonne, ohne dass sich eine Aufgabe in die andere einmischt oder dass ein Gespräch in Widerstreit mit einem anderen ist. In dergleichen Weisemanifestier sich die Sprache des Glorreichen Alleinherrschers und Erhabenen Schöpfers Aller Dinge, Der die Ewige Sonne ist, allen Dingen in einer allgemeinen und umfassenden Form, in einer Art, die der Fähigkeit aller Dinge angemessen ist, und so tut es auch Gottes Erkenntnis und Kraft. Kein Gesuch wirkt störend auf das andere ein, keine Aufgabe verhindert die Erfüllung einer anderen, und keine Anrede wird mit einer anderen verhindert und vertauscht. Alles davon versteht unser Wanderer durch indirekte Wahrnehmung. Er weiss, dass all diese Manifestationen, Reden und Inspirationen, getrennt und zusammen, die Gegenwart und die notwendige Existenz und Einheit und das einheitliche Brandzeichen (Prägungskraft) dieser Vor-Ewigen Sonne einmütig beweisen und bezeugen, mit einer Erkenntnis der Gewissheit, die sich der Schau der Gewissheit nähert.

In kurzer Anspiegelung auf die Lektion der Gnosis, die unser forschender Wanderer aus der Welt des Ungesehenen gewinnt, sagten wir in der Vierzehnten Stufe und in der Fünfzehnten Stufe des Ersten Teils:

Es gibt keinen Gott ausser Gott. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit und einheitlichem Brandzeichen (Prägungskraft) zeigt der Konsens aller wahren Offenbarungen; und diese enthalten göttliche Herabkunft, glorreiche Predigt, fürstliche Selbst-Offenbarung, mitfühlende Antwort auf die Anflehungen der Menschen und ewiges Drängen der Existenz Gottes zu Seinen Geschöpfen. Auf Seine Notwendige Existenz in Einheit weist auch die Übereinstimmung aller wahrhaften Inspirationen, welche die Ausdrücke der Liebe Gottes enthalten, die mit fühlenden Antworten auf die Gebete der Gottesgeschöpfe, die fürstlichen Erwiderungen auf die Gesuche Seiner Knechte um Hilfe und die glorreichen Mitteilungen Seiner Existenz an Seine Geschöpfe. "

Jener Wanderer durch die Welt wendet sich dann an seinen eigenen Verstand und sagt: "Da ich meinen Meister und Schöpfer mittels der Geschöpfe des Kosmos suchte, sollte ich eigentlich vor allem anderen den Berühmtesten all dieser Geschöpfe besuchen, das vollkommenste Geschöpf gemäss dem Zeugnis sogar seiner Feinde, den grössten Kommandeur unter ihnen, den bekanntesten Richter, den Erhabensten in Rede und den Brilliantesten im Intellekt, der vierzehn Jahrhunderte mit seiner Hervorragenheit und mit seinem Koran erleuchtete, Mohammed, den Propheten aus Arabien, möge Gottes Friede und Segen auf ihm sein." Er sagt zu sich: Um den Gottesgesandten zu besuchen und um von ihm die Antwort auf die Frage zu erlangen, sollten wir das gesegnete Zeitalter des Propheten betreten. Da trat er mit seinem Geiste ein und sah, dass jenes Zeitalter ein Zeitalter der wahren Glückseligkeit war, dank diesem Wesen. Denn durch das Licht, das er brachte, verwandelte er in kurzer Zeit das primitivste und ungebildetste Volk in die Meister und Herren der Welt.

 

Er sagt auch zu seinem eigenen Verstand: "Bevor wir ihn hinsichtlich unseres Schöpfers befragen, sollten wir erst den Wert dieses aussergewöhnlichen Wesens lernen, die Wahrhaftigkeit seiner Worte und die Wahrhaftigkeit seiner Warnungen."

So beginnt er zu forschen, und aus den zahlreichen überzeugenden Beweisen, die er findet, zeigen wir hier nur neun von der Gesamtheit der Beweise.

Der erste Beweis

Alle hervorragenden Charaktereigenschaften und guten Anlagen waren in diesem aussergewöhnlichen Wesen zu finden, gemäss dem Zeugnis sogar seiner Feinde. Hunderte von Wundern wurden durch seine Hände offenkundig, gemäss der ausdrücklichen Koranverse oder genauen Nachrichten (Tawatur) Beispiele dieser Wunder sind: Er spaltete den Mond

-"Gespalten der Mond"-mit einem einzigen Deuten seines Fingers in zwei Hälften. Er warf eine Handvoll Staub in die Augen seiner Feinde, was sie zur Flucht trieb-"Und nicht warfst du, als du warfst, sondern Allah warf. "-und er gab seiner durstenden Armee vom Wasser zu trinken, das aus seinen fünf Fingern hervorfloss wie die Quelle Kauthar. Mehr als dreihundert von der Gesamtsumme der Wunder wurden mit entscheidenden Beweisen im bemerkenswerten und wunderbaren Werk dargelegt, das als ` Die Wunder Mohammeds" (Neunzehnter Brieff bekannt ist, und daher überlassen wir die Diskussion jenem Buch, und wir gestatten dem Wanderer, in der Rede fortzufahren:

"Ein Wesen, das zusätzlich zu seinen edlen Merkmalen und Vollkommenheiten all diese leuchtenden Wunder zeigt, ist sicherlich im Reden von allen Menschen der Wahrhafteste. Es ist unmöglich, dass er hinneigen würde zu Tricks, Lüge und Irrtum, die Taten des Gemeinen-Schlechten. "

Der zweite Beweis

Er hält in seiner Hand ein Dekret vom Herrn der Schöpfung-ein Dekret, akzeptiert und bestätigt in jedem Jahrhundert von mehr als dreihundert Millionen Leuten.*Dieses Dekret, der Koran der Mächtigen Einmaligkeit, ist wunderbar auf sieben verschiedenen Weisen. Die Tatsache, dass der Koran vierzig unterschiedliche Aspekte der Wunderhaftigkeit hat und dass er das Wort des Schöpfers aller Dinge ist, wurde ausführlich mit starken Beweisen dargelegt im "Fünfundzwanzigsten Wort-Wunder des Korans", eine berühmte Abhandlung, welche wie die Sonne des Risale-i Nur ist. Wir überlassen daher solche Sachen jenem Werk und lauschen auf den Wanderer, wie er sagt: ` Es ist nicht möglich, dass eine Lüge von seiten des Wesens vorliegt, das der Übermittler und Verkünder dieses wahrhaften und die Wahrheit beinhaltenden Dekrets ist, denn das wäre Verletzung des Dekrets und Verrat gegenüber dem Einen, Der es erliess. "

 

Der dritte Beweis

Solch ein Heiliges Gesetz, ein Islam, ein Kodex der Anbetung, eine Fürbitte bei Gott, eine Vorladung und ein Glaube wurden von diesem Wesen hervorgebracht, dass dergleichen nicht existierte, noch existieren konnte. Es existiert weder eine bessere Form, noch konnte sie existieren. Denn das Gesetz, das mit diesem ungeschulten Wesen erschien, hat keinen Rivalen während seiner Regierung über ein Fünftel der Menschheit innerhalb von vierzehn Jahrhunderten, wegen der billigen und gerechten und präzisen Art seiner zahlreichen Vorschriften. Mehr noch, der Islam, der aus den Taten, Aussprüchen (Reden) und dem Verhalten jenes ungeschulten Wesens hervorkam, hat keinen Ebenpart, noch kann er ihn haben, denn in jedem Jahrhundert war er für dreihundert Millionen ein Führer und eine Zuflucht, der Lehrer und Lehrmeister ihrer Intellekte und der Aufklärer und Reiniger ihrer Herzen, die Ursache für die Verfeinerung und das Training ihrer Persönlichkeiten und die Quelle des Fortschritts und des Lebensborns ihrer Geister.

*Anmerkung: Zahl gilt für die vierziger Jahre.

 

Der Gottesgesandte ist gleicherweise ohne Parallele in der Weise, dass er der Vorderste war, alle Formen der Gottesanbetung zu praktizieren, die in seiner Religion zu finden sind und der Erste in Frömmigkeit und Gottesfurcht; in seiner völligen Beachtung der Pflichten der Anbetung und in der Auf merksamkeit für ihre tiefgründigsten Dimensionen, selbst während er mit beständigem Kampf, Reiberei und Arbeiten beschäftigt war; in seiner Praxis der detaillierten Gottesanbetung ohne Nachahmung von irgendjemand wobei er haargenau und als Erster startete und dies von Anfang an in vollkommener Weise durchführte und auch das Beginnen und das Ende des spirituellen Fortschritts kombinierte.

 

Mit dem Cevşen-ül Kebir (sprich: Dschewschen),ein Gebet unter seinen tausenden von Bittgebeten und Fürbitten, beschreibt er seinen Herrgott mit solch einem Grade der Gnosis, dass alle Gnostiker und Heiligen, die nach ihm kamen, mitsamt ihren vereinten Anstrengungen unfähig waren, einen ähnlichen Grad der Gnosis und der genauen Beschreibung zu erlangen. Dies zeigt, dass er auch im Gebet ohne einen Ebenbürtigen ist. Wer immer auf den Abschnitt zu Beginn der "Abhandlung über Bittgebete"schaut, welcher einen Teil der Bedeutung eines der 99 Abschnitte von CevŞen-ül-Kebir darlegt, wird sagen, dass es keine Form des Bittgebets wie das Cevşen gibt.

In seinem Übermitteln der Botschaft und in seiner Einladung der Menschen zur Wahrheit entfaltete er solche Standhaftigkeit, Festigkeit und Mut, dass er nicht die kleinste Spur von Zögern, Angst und Furcht zeigte, obgleich grosse Staaten und Religionen und selbst sein eigenes Volk, sein Clan und sein Onkel gegen ihn in der feindseligsten Weise opponierten. Die Tatsache, dass er die gesamte Welt erfolgreich herausforderte und den Islam zum Meister der Welt machte, beweist gleichermassen, dass es niemand gibt und niemand geben kann wie ihn beim Übermitteln der Botschaft und bei der Einladung.

Im Glauben hatte er so eine aussergewöhnliche Stärke, eine so erstaunliche Gewissheit, eine so wunderbare Breite, eine so hohe Überzeugung, die ganze Welt erleuchtend, dass keine der Ideen und Glaubensvorstellungen, die damals die Welt beherrschten, und keine der Philosophien der Weisen und keine der Lehren der spirituellen Oberhäupter, trotz extremer Feindseligkeit, Opposition und Leugnung den kleinsten Zweifel, Zögern, Schwäche oder ,Ängstlichkeit in seine Gewissheit, Überzeugung, Zuversicht und Sicherheit einflössen konnten. Mehrnoch, die Heiliggesinnten aller Zeitalter, angeführt von den Prophetengefährten, die Vordersten in den Graden des Glaubens und der Spiritualität, haben alle von seinem Grad des Glaubens Nutzen gezogen und glaubten von ihm, dass er den höchsten Grad des Glaubens repräsentiere. Dies beweist, dass auch sein Glaube ohnegleichen ist. Unser Wanderer schlussfolgert daher und bekräftigt mit seinem Verstand, dass Lüge und Zweideutigkeit keinen Platz in dem haben, der solch ein einmaliges heiliges Gesetz brachte, solch einen Islam ohne Parallele, solch eine wunderbare Hingabe in der Gottesverehrung, solch ein aussergewöhnliches Hervorragen in den Bittgebeten, solch eine universell zugestimmte Einladung zur Wahrheit und solch einen wunderbaren Glauben.

Der vierte Beweis

In der gleichen Weise, wie der Konsens der Gottesgesandten ein starker Beweis für die Existenz und Einheitlichkeit Gottes ist, so ist er ebenfalls ein festes Zeugnis für die Wahrhaftigkeit und Sendung dieses Wesens. Denn all die heiligen Attribute, Wunder und Funktionen, welche die Wahrhaftigkeit und die Sendung der Gottesgesandten, auf denen Friede sei, anzeigen, existieren in vollstem Masse in diesem Wesen, gemäss dem Zeugnis der Geschichte. Die Gottesgesandten haben mit ihrem Sprechen das Kommen dieses Wesens vorausgesagt und frohe Botschaft davon in der Thora, in den Evangelien, in den Psalmen und in den (heiligen) Textseiten gegeben. Mehr als zwanzig der höchst überzeugenden Beispiele dieser frohen Botschaften aus den heiligen Schriften wurden im "Neunzehnten Brief" ausführlich dargelegt und bewiesen. Gleicherweise, durch all die Taten und Wunder, die mit ihrer Prophetenschaft verknüpft sind, bekräftigten und unterzeichneten sie die Mission jenes Wesens, das der Vorderste und der Vollkommenste in den Aufgaben und Funktionen des Prophetenamtes ist. Gerade wie sie durch den verbalen Konsens und durch die Übereinstimmung auf die Göttliche Einheitlichkeit hinweisen, geben sie durch die Einmütigkeit ihrer Taten und Worte Zeugnis von der Wahrhaftigkeit jenes Wesens. Auch dies wurde von unserem Wanderer begriffen.

Der fünfte Beweis

Gleicherweise, die Tausende von Heiligen, die zur Wahrheit, Realität, Vollkommenheit, zu Wundertaten und spirituellen Erkenntnissen und Visionen gelangten, die enthüllten und bezeugten durch die Instruktion, Methode und Pädagogik dieses Wesens, und die ihm folgten-sie geben übereinstimmendes und einhelliges Zeugnis nicht allein für die Göttliche Einheitlichkeit, sondern auch für die Wahrhaftigkeit und Sendung dieses Wesens, das ihr Meister ist. Wiederum, die Tatsache, dass sie durch das Licht der Heiligkeit einige der Wahrheiten bezeugten, die er hinsichtlich der Welt des Ungesehenen verkündete, und dass sie all diese Wahrheiten glaubten und bekräftigten, mit dem Licht des Glaubens entweder durch die indirekte Wahrnehmung der Gewissheit oder durch die direkte Schau der Gewissheit oder durch das direkte Erfühlen der Gewissheit-dies demonstriert ebenfalls wie die Sonne den Grad der Wahrhaftigkeit und Redlichkeit dieses grossen Wesens, das ihr Meister ist.

Der sechste Beweis

Die Millionen der gereinigten, aufrichtigen und genauen Gelehrten und glaubenstreuen Weisen, welche die höchste Station der Gelehrtheit durch die Lehre und die Instruktion erreichten, die in den von diesem Wesen gebrachten heiligen Wahrheiten enthalten sind trotz seiner ungeschulten Natur, sowie die erhabenen Wissenschaften, die er erfand und die göttliche Erkenntnis, die er entdeckte-nicht allein, dass sie einmütig und mit stärksten Beweisen die Göttliche Einheit, welche das Fundament seiner Mission ist, bestätigen und bekräftigen, sondern sie bezeugen einmütig auch die Wahrhaftigkeit des Obersten Lehrers und Grossartigen Führers, wie auch die Wahrhaftigkeit seiner Worte. Dies ist ein Beweis so klar wie das Tageslicht. Das Risale-i Nur ist mit seinen einhundert Bänden ebenfalls nichts anderes als ein einziger Beweis seiner(des Gottesgesandten) Wahrhaftigkeit.

Der siebte Beweis

Die Familienangehörigen und die Gefährten des Gottesgesandten prüften und erforschten mit der äussersten Aufmerksamkeit, Ernsthaftigkeit und peinlicher Genauigkeit alle Zustände, Gedanken und Verhaltensweisen dieses Wesens, seien sie verborgen oder offen-und mit ihrer Einsicht, Erkenntnis und spirituellen Befähigung sind sie die Bekanntesten, die Gefeiertsten, die Frömmsten und die Scharfsichtigsten der Menschen, die eine grosse Gruppe bilden, nach den Gottesgesandten. Sie kamen zur einmütigen und einhelligen Schlussfolgerung, dass er das wahrhaftigste, berechtigste, aufrichtigste, höchste und ehrlichste Wesen in der Welt war. Und dies, ihre unerschütterliche Bekräftigung und ihr fester Glaube, ist ein Beweis wie das Tageslicht, das die Realität der Sonne bestätigt.

Der achte Beweis

Der Kosmos weist hin auf den Macher, Lenker, Beschrifter, Planer, Bestimmer und Regler, Der aus dem Kosmos einen Palast, ein Buch, eine Ausstellung, ein Schauspiel macht. Der Kosmos zeigt auf allen Ebenen einen herrschenden Schöpfer, Schreiber und Präger. Gleicherweise ist da ein erhabener Demonstrator, ein wahrhaftiger Enthüller, ein gelehrter Meister und ein wahrhaftiger Lehrer, der kennt und bekannt macht die Göttlichen Zwecke, die der Schöpfung innewohnen, der aufzeigt die fürstliche Weisheit, die in den Veränderungen des Kosmos wohnt, der lehrt das Ergebnis seiner zweckvollen Bewegungen, der die Vollkommenheit der im Kosmos wohnenden Geschöpfe zeigt und der die Bedeutungen dieses grössten Buches erklärt-da seine Existenz gefordert und notwendig ist und diese Funktionen seine Wahrhaftigkeit anzeigen, so ist er (der Gotlesgesandte Mohammed) der höchste und wahrhaftigste Beamte des Schöpfers des Kosmos.

Der neunte Beweis

Es gibt hinter dem Schleier Jemand, Der diese geistreichen und weisen Kunstwerke der Vollkommenheit Seines Talents und Seines Könnens demonstrieren will; Der Sich Selber bekanntmachen will und geliebt sein will mittels dieser zahllosen geschmückten und gezierten Schöpfungen; Der Lob und Danksagungen durch die zahlreichen genüsslichen und wertvollen Geschenke, die Er gibt, hervorrufen will; Der die Menschen veranlassen will, dass sie Ihn anbeten mit Dank und Wertschätzung für Sein fürstliches Gastmahl und Geben, wegen Seiner fürsorgenden und schützenden Erhaltung des Lebens und wegen Seiner allgemeinen Lieferung von Nahrung und Wohltat in solch einer Weise, dass die feinsten Geschmäcker und Appetite befriedigt werden; Der manifestieren will Seine Göttlichkeit durch den Wechsel der Jahreszeiten, durch den Wechsel von Tag und Nacht, und durch all seine grossartigen und majestätischen Taten, durch all Seine Ehrfurcht einflössenden und weisen Akte und Kreativitäten, wodurch Er die Menschen veranlassen will, an Seine Göttlichkeit zu glauben, in Unterwerfung, Demut und Gehorsam; und Der zeigen will Seine Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit zu allen Zeiten, indem Er die Tugend und die Tugendhaften schützt und das Böse und die Bösen zerstört, wobei Er vom Himmel her mit Schlägen den Unterdrücker und Lügner vernichtet. Mit Sicherheit wird an der Seite dieses Ungesehenen Wesens sein geliebtestes Geschöpf und sein devotester Knecht sein, der den eben erwähnten Zwecken dient und der entdeckt und entwirrt den Talisman und das Rätsel des Seins, der immer handelt im Namen dieses Wesens (Gott), der Hilfe und Erfolg von Ihm sucht, und der sie von Ihm erhält-Mohammed vom Clan Quraisch-Friede und Segen sei auf ihm!

Der Wanderer sagt weiter, indem er seinen eigenen Verstand anredet: "Da diese genannten neun Wahrheiten Zeugnis geben von der Wahrhaftigkeit dieses Wesens (Mohammed), ist dieser Mensch die Quelle der Glorie der Menschheit und die Quelle der Ehre für die Welt. Wenn wir ihn daher den Stolz der Welt und die Glorie der Söhne Adams nennen, wird das passend sein. Die Tatsache, dass die ehrfurchtgebietende geistliche Herrschaftsgewalt dieses Dekrets desMitfühlenden Einen, der Koran der Wunderbaren Darlegung, den er in seiner Hand hält, die Hälfte der Welt erobert hat, zusammen mit seinen individuellen Vollkommenheiten und hohen Tugenden, zeigt, dass er (Gottesgesandter Mohammed) die wichtigste Persönlichkeit in der Welt ist. Das wichtigste Wort hinsichtlich unseres Schöpfers ist jenes, das er äussert. "

 

Nun sieh mal: Das Fundament all der Einladungen dieses aussergewöhnlichen Wesens und das Ziel all seines Lebens, gegründet auf der Stärke, die seine Hunderte von offenkundigen und manifesten Wundern liefern, und die Tausende von erhabenen und grundlegenden Wahrheiten, die in seiner Religion enthalten sind, bestand darin zu beweisen und zu bezeugen den Notwendig Existierenden, Seine Einheit, Seine Attribute und Namen, und Ihn zu bestätigen, zu verkündigen und bekanntzumachen. Er (der Gottesgesandte Mohammed) ist daher wie die Sonne im Kosmos, der brillianteste Beweis unseres Schöpfers-er ist das Wesen, das wir den Geliebten Gottes nennen.

Es gibt drei Formen des grossen und unfehlbaren, irrtumslosen Konsens, und jede davon bestätigt, bekräftigt und unterzeichnet das Zeugnis, das er gibt.

Der erste Konsens

Die einmütige Bestätigung durch jene erleuchtete Versammlung, die in der gesamten Welt als die Familie Mohammeds bekannt ist, einschliesslich Tausender von Polen * (Kutub) und obersten Heiligen, die durchdringende Schau hatten und das Ungesehene wahrnehmen (direkt erfühlen) konnten, so wie Imam Ali-möge Gott mit ihm zufrieden sein-der sagte: "Würde der Schleier des Ungesehenen gehoben werden,meine Gewissheit würde nicht steigen", und Abdulkadir Geylani Gaus-i Asam-möge sein Geheimnis geheiligt sein-, der den Obersten Thron Gottes und die dräuende Gestalt Israfils** sah, während er noch auf Erden war.

Der zweite Konsens

Die Bestätigung durch einen starken Glauben, die den Menschen gestattete, ihr Leben und ihr Eigentum zu opfern, sowie ihre Väter und Stämme, durch die berühmte Gruppe, bekannt als die Prophetengefährten, die sich unter einem primitiven Volk und in einer ungebildeten Umgebung befanden, bar allen sozialen Lebens und politischen Denkens, ohne jede (heilige) Schrift und verloren in der Dunkelheit einer Periode zwischen den Propheten; und die in einer sehr kurzen Zeit die Meister, Führer, Diplomaten und gerechten Herrscher der zivilisiertesten und politisch und sozial fortgeschrittensten Völker und Staaten werden sollten und welche die Welt von Ost nach West in allgemein gebilligter Weise regieren sollten.

*Anmerkung: Pol (Kutub) ist Führer eines religiösen Weges oder einer religiösen Gruppe oder ein ganz grosser spiritueller islamischer Lehrmeister.

 

** Israfil ist einer der vier Erzengel. Am Tage der Wiederauferstehung ist er beauftragt, die Posaune (zum Weckruf) zu blasen.

 

Der dritte Konsens

Die Bestätigung, ausgestattet mit einmütiger und sicherer Erkenntnis, durch jene grosse, erhabene Gruppe von genauen und tiefschürfenden Gelehrten, von denen in jedem Jahrhundert tausende auftauchen, die fortschreiten in wunderbarer Art in jeder Wissenschaft und Kunst und jedem Werk auf verschiedenen Gebieten.

Das Zeugnis, das dieses Wesen für die göttliche Einheitlichkeit brachte, ist nicht partikular und individuell, sondern allgemein und universell und unerschütterlich. Falls alle existierenden Teufel sich vereinigen sollten, könnten sie das Zeugnis nicht herausfordern. Solcherart war die Schlussfolgerung, zu welcher der Wanderer im Geiste in jener Glückszeit gelangte.

Hinweisend auf die Lektion, die jener Wanderer aus der Welt in der Schule des Lichts lernte, jener Reisende im Leben, als er in seinem Geiste das gesegnete Zeitalter des Gottesgesandten besuchte, sagten wir in der Sechzehnten Stufe des Ersten Teils:

` Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendig Existierenden, dem Einen, dem Einmaligen. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Einheit wird angezeigt durch den ,stolz der Welt und die Glorie der Adamsöhne, durch die Majestät der Herrschergewalt seines Koran, durch die Pracht der Ausdehnung seiner Religion, durch die Mannigfaltigkeit seiner Vollkommenheiten und durch die Erhabenheit seiner Merkmale, was sogar durch das Zeugnis seiner Feinde bestätigt wird. Er gibt Zeugnis und bringt Beweise durch die Stärke seiner Hunderte von manifesten und offenkundigen Wundern, die sowohl die Wahrheit bezeugen als auch selber das Objekt wahrhaften Zeugnisses sind; und durch die Stärke tausender leuchtender und überzeugender Wahrheiten, die in seiner Religion enthalten sind, gemäss dem Konsens aller Besitzer des Lichts, gemäss der Übereinstimmung seiner erleuchteten Gefährten und gemäss der Einmütigkeit der Gelehrten seiner Gemeinschaft, gemäss den Besitzern des Beweises und der hellen Einsicht. "

Der ruhelose und unersättliche Wanderer, der weiss, dass das Ziel des Lebens in dieser Welt und das Leben des Lebens der Glaube ist, spricht zum eigenen Herzen und sagt: "Lasst uns das Buch prüfen, bekannt als der Koran der Wunderhaften Darlegung, von dem gesagt wird, es sei Wort und Äusserung des Wesens, Das wir suchen, das bekannteste, brillianteste und weiseste Buch in der Welt, das eine Herausforderung in jedem Zeitalter an jedermann ist, der sich weigert, sich ihm zu unterwerfen. Lasst uns sehen, was es sagt. Aber zuerst müssen wir ausser Frage stellen, dass dieses Buch von unserem Schöpfer ist."

 

Da der Wanderer im gegenwärtigen Zeitalter lebt, schaut er zuerst auf das Risale-i Nur, die Lichtgarben aus dem unübertroffenen, wunderbaren Geiste und der Prägnanz des Koran. Er sieht, dass seine einhundertunddreissig Bände geistreiche Bemerkungen und Lichter und gründliche Erklärungen zu den Koranversen sind. Obgleich das Risale-i Nur heftig kämpfen muss, um die Wahrheiten des Koran in alle Richtungen auszustreuen, in diesem widerspenstigen und atheistischen Zeitalter, kann niemand es besiegen, was beweist, dass sein Meister, seine Quelle, seine Autorität und seine Sonne der Koran ist, der (Koran) himmlischer Sprache und nicht menschlicher Sprache ist. Unter den Hunderten von Beweisen in den verschiedenen Teilen des Risale-i begründet der einzige Beweis des Koran im Fünfundzwanzigsten Wort und am Ende des Neunzehnten Briefes vierzig Wunderaspekte des Koran in solch einer Weise, dass jedermann, der ihn sieht, seine Argumente bewundert und wertschätzendes Lob äussert, weit davon entfernt eine Kritik oder einen Einwand auszusprechen. Der Wanderer überliess es dem Risale-i Nur zu beweisen, dass der Koran wunderbarer Natur und das wahre Wort Gottes ist; und er wendet sich nur zu einem kurzen Hinweis von ein paar Punkten, die seine Grösse anzeigen.

Erster Punkt

Mit all seinen Wundern und Wahrheiten, die seine Wahrhaftigkeit beweisen, ist der Koran wiederum ein Wunder Mohammeds, auf dem Friede und Segen sei. So ist auch Mohammed, auf dem Friede und Segen sei, mit all seinen Wundern, Beweisen der Prophetenschaft und mit den Vollkommenheiten der Erkenntnis ein Wunder des Koran und ein entscheidender Beweis, dass der Koran das Wort Gottes ist.

Zweiter Punkt

In dieser Welt vollbrachte der Koran in so leuchtender, glücklicher und wahrhafter Art eine Revolution im sozialen Leben des Menschen, wie auch in den Seelen, Herzen, Persönlichkeiten und Intellekten der Menschen, in ihrem individuellen, sozialen und politischen Leben. Und da er diese Revolution verursachte, machte er sie permanent und dirigierend in solch einer Weise, dass für vierzehn Jahrhunderte in jeder Minute seine 6666 Verse durch die Zungen von mehr als hundert Millionen gelesen wurden, sie trainierend, ihre Persönlichkeiten verfeinernd und ihre Herzen reinigend.Den Menschengeistern gab er (Koran) spirituellen Aufstieg und Fortschritt; den Intellekten war er eine Orientierung und ein Licht; für das Leben war er Leben selbst und Glück. Solch ein Buch ist mit Sicherheit ohne Parallele; es ist ein Wunder, ein Erstaunen, ein Mirakel.

Dritter Punkt

Von jenem Zeitalter an bis zur Gegenwart demonstrierte der Koran solch unübertroffene Beredsamkeit, dass er den Wert der berühmten Oden "Sieben Hängende Gedichte" der berühmten Lyriker, die in Gold an den Wänden der Kaaba geschrieben waren, so herabminderte, dass die Tochter des Labid ihres Vaters Gedicht von der Kaaba herunternahm und sagte: "Verglichen mit den Versen des Koran hat dies nicht länger irgendeinen Wert. "

Ein beduinischer Dichter hörte, dass ein gewisser Vers rezitiert wurde "So tue kund, was dir geheissen ward, und kehre dich ab von den Götzendienern. "18 und warf sich sofort nieder. Sie fragten ihn: "Bist Du ein Moslem geworden?" "Nein' ; sagte er, "ich verbeuge mich vor der unübertroffenen Beredsamkeit dieses Verses. "

Tausende von Gelehrten und Schriftstellern, wie beispielsweise die Genies der Wissenschaft der Rhetorik,so Abdulqadir Jurjani(engl. Schreibw.,sprich: Dschurdschani), Sekkaki und Zemahsheri (engl. Sch.) haben einmütig und einhellig geurteilt, dass die unübertroffene Beredsamkeit des Koran jenseits der menschlichen Kapazität und unerreichbar ist.

Von jener Zeit an lud auch der Koran zum Wortgefecht alle arroganten und anmassenden Schriftsteller und Dichter, die dem Koran überheblich gegenüberstanden, und sagte ihnen in der Absicht, ihre Arroganz zu brechen: "Kommt, schafft eine einzige Sure wie diese... oder akzeptiert Verderben und Demütigung in dieser Welt und im Jenseits. "Trotz dieser Herausforderung gaben die widerspenstigen Rhetoriker jener Zeit den kurzen Weg auf, eine einzige Sure, dem Koran gleich, zu schaffen und wählten statt dessen den langen Pfad, ihre Person und ihr Eigentum in die Gefahr hineinzuwerfen. Dies beweist, dass der kurze Pfad nicht genommen werden kann.

Millionen von arabischen Büchern sind im Umlauf, die seit jener Zeit geschrieben sind und im Brain-storming entstanden sind. Einige sind von Freunden des Koran geschrieben, um ihn nachzuahmen und zu imitieren, und andere sind von seinen Feinden geschrieben, um ihn zu konfrontieren und zu kritisieren. Sogar wenn der einfachste Mensch hört, dass kein Buch davon fähig war, den Level des Koran zu erreichen, wird er natürlich sagen: "Der Koran ähnelt nicht diesen Büchern, noch ist er in der gleichen Klasse wie sie. Er muss entweder unter ihnen oder über ihnen sein." Niemand-kein Ungläubiger oder Tor-in der Welt kann sagen, dass er unter ihnen ist. Daher ist der Grad der Beredsamkeit über allen von ihnen. Einmal las ein Mann den Vers,

"Es preist Allah, was in den Himmeln und was auf Erden ist. "

Er sagte: "Ich kann keinerlei wunderhafte Beredsamkeit in diesem Verse sehen." Ihm wurde gesagt:"Geh zurück zu jenem Zeitalter wie der Wanderer und lausche dem Vers, wie er da rezitiert wurde." Er stellte sich vor, dass er noch vor der Offenbarung des Koran lebte, und er sah, dass alle Dinge der Welt in einem leeren, unbegrenzten und unbeschränkten Weltraum lebten, in einer instabilen, vergänglichen Welt, in Verwirrung, in Dunkelheit, in einem Mangel an Bewusstsein und Ziel. Plötzlich hörte er diesen Vers, verkündet durch die Zunge des Koran, und der Vers beseitigte einen Schleier vor dem Kosmos und beleuchtete das Gesicht des Erdballs. Diese vor-ewige Sprache, dieses ewige Dekret gab Instruktion allen bewussten Wesen, die in der Reihe der nachfolgenden Jahrhunderte aufmarschierten, in der Weise, dass der Kosmos wie eine riesige Moschee wurde. Die gesamte Schöpfung, angeführt von den Himmeln und der Erde, war beschäftigt mit dem vitalen Gottesgedenken und mit der Verkündigung Seines Ruhms, erfüllte froh und zufrieden seine Funktion. Alles davon beobachtete unser Wanderer. So schmeckte er den Grad der Beredsamkeit dieses Koranverses und verglich die anderen Verse mit ihm durch Analogie, und er verstand einen der vieltausend weisen Gründe für die Eroberung des halben Erdballs und eines Fünftels der Menschheit durch das unübertroffen beredsame Murmeln des Koran, für die ununterbrochene Fortdauer seiner geachteten und grossartigen Monarchie in vierzehn Jahrhunderten.

 

Vierter Punkt

Der Koran demonstrierte solch eine glaubwürdige Süssigkeit, wogegen die Wiederholung selbst der süssesten Sache Ekel hervorruft. Er wurde seit den frühesten Zeiten von jedermann akzeptiert und wurde sogar sprichwörtlich. Die wiederholte Rezitation des Koran ist weit davon entfernt, Ekel und Müdigkeit bei den Menschen mit gesundem Herzen und reinem Geschmack hervorzurufen, sondern im Gegenteil, sie erhöht seine Süsse.

Der Koran zeigt darüberhinaus solch eine Frische, Jugend, Zeitlosigkeit und Ursprünglichkeit, dass er seine Frische beibehält, als ob er gerade offenbart worden wäre, wenngleich er nun schon vierzehn Jahrhunderte existiert und durch viele Hände gegangen ist. Jedes Jahrhundert sieht, dass der Koron eine neue Jugend geniesst, als ob er jenes Jahrhundert besonders anspricht. Gleicherweise, jeder Zweig der Gelehrsamkeit, der den Koran beständig an seiner Seite hält, um von ihm Nutzen zu ziehen, und beständig der gleichen Methode des Bezuges folgt, sieht, dass der Koran die Ursprünglichkeit seines Stils und die Methode der Darlegung beibehält.

Fünfter Punkt

Der Koran hat einen Flügel in der Vergangenheit und einen Flügel in der Zukunft. Seine Wurzeln und ein Flügel sind in den einmütigen Wahrheiten durch die früheren Gottesgesandten verkündet worden, die vom Koran bestätigt und bekräftigt werden und die umgekehrt ihn bestätigen und stärken, einmütig und einhellig. So auch die Früchte, die Leben vom Koran gewinnen-die Heiligen und die grossen reinen Gelehrten-all die wahren Sufi-Pfade und all die wahrhaften Wissenschaften des Islam, die auf die Vitalität und die Wahrhaftigkeit jenes gesegneten Baumes hinweisen, mit ihrer vitalen Evolution, und die im Schutz des zweiten Flügels des Islam aufwachsen und leben-alle davon geben Zeugnis dafür, dass der Koran die Wahrheit selbst ist, ein brilliantes Kompendium der Wahrheiten, ein Mirakel ohne Parallele.

Sechster Punkt

Die sechs Richtungen des Koran sind alle leuchtend, sie alle demonstrieren Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit. Unter ihm sind die Pfeiler des Arguments und des Beweises. Über ihm glitzern die Lichtgarben der Wunderhaftigkeit. Vor ihm und als Ziel sind die Glücksgeschenke beider Welten. Hinter ihm ist seine Stütze, die Wahrheiten der himmlischen Offenbarung. Zu seiner Rechten ist die Bestätigung durch Zeugnisse, herbeigeführt durch zahllose gesunde Menschenintellekte. Zu seiner Linken ist die ernste Versicherung und die aufrichtige Hingabe und Hingezogenheit von gesunden Herzen und unbefleckten Gewissen. Diese sechs, zusammengenommen, beweisen, dass der Koran eine aussergewöhnlich wunderhafte, feste und unbezwingliche Burg ist, die von der Erde zum Himmel hochreicht. Auch wurde in den vorigen sechs Punkten bestätigt, dass der Koran die Wahrheit selber ist, dass der Koran wahrhaftig ist, dass er nicht Menschenwort ist, noch dem Irrtum unterworfen ist. Diese sechs Punkte zeigen Gott als Lenker dieses Kosmos, dessen beständige Herrschaft darin liegt, die Schönheit in der Schöpfung manifest zu machen, Gutheit und Ehrlichkeit zu schützen, Falschheit und Lüge zu zerstören und auszurotten. Er (Gott) gab dem Koran die begehrteste, die höchste, die dominanteste Station der Hochachtung und Stufe des Erfolgs in der Welt. Und Gott hat dadurch den Koran bestätigt und unterzeichnet. Die Quelle des Islam, der Interpret des Koran Mohammed, der mehr als alle anderen an ihn glaubte und ihn hochschätzte, befand sich bei der offenbarung in einem Trancezustand. Im normalen Zustand konnten seine anderen Worte ihn (Koran) nicht erreichen und ihm nicht ähneln. Aber trotz seiner ungeschulten Natur brachte er mittels des Koran ohne Zögern und mit äusserster Zuversicht wahre Verkündigungen hinsichtlich Vergangenheit und Zukunft hervor. Dies tat er unter dem prüfenden Blick aufmerksamer Augen, aber kein Irrtum wurde an ihm beobachtet. Jener Interpret glaubte und billigte mit all seinen Kräften jede Vorschrift des Koran, und nichts konnte ihn erschüttern. Dies ebenfalls begründet einen Beweis von der himmlischen und wahrhaftigen Natur des Koran und von der Tatsache, dass er das gesegnete Wort des Gnadenvollen Schöpfers ist.

 

Die fromme und hinreissende Anhänglichkeit eines Fünftels der Menschheit oder sogar des Hauptteils der Menschheit an den Koran, die glühende, wahrheitverehrende Achtsamkeit, die sie seinen Geboten zollen; die Tatsache, dass sich durch das Zeugnis zahlreicher Hinweise, Visionen und Enthüllungen die Dschinns, die Engel und Geistwesen wie Motten versammeln, wo immer der Koran rezitiert wird-dies ist ein Hinweis, dass der Koran das am weitesten akzeptierte Buch im Kosmos ist und den höchsten Platz der Hochachtung einnimmt.

Die Tatsache, dass alle Menschenklassen, vom Niedrigsten und Dümmsten bis zum Geschultesten und Intelligentesten, vollen Nutzen ziehen aus der Lektion des Koran und seine tiefgründigsten Wahrheiten erfassen; und die Tatsache, dass jede Klasse von Gelehrten, die sich mit Hunderten von verschiedenen Zweigen der Islamischen Wissenschaft beschäftigt, und besonders die Gelehrten des Heiligen Gesetzes, der Prinzipien der Religion und der Theologie, dass also jede Gelehrtenklasse ihre Bedürfnisse erfüllt findet und ihre Fragen vom Koran beantwortet-dies ist ein Beweis, dass der Koran eine Quelle der Wahrheit und eine Lagerstätte der Wahrhaftigkeit ist.

Die Schriftsteller der Araber, die befähigsten Rhetoriker in Literatur und jene, die gegen den Islam opponierten und in der Beredsamkeit dem Koran gleichkommen wollten, scheiterten bis heute daran, eine einzige Sure gleich an Beredsamkeit wie jene des Koran zu schaffen, und dabei ist die Beredsamkeit des Koran bloss ein Aspekt von sieben seiner Wunderhaftigkeit. Und sie scheiterten, obwohl sie sich gross anstrengten, der Herausforderung des Koran zu begegnen. Zusätzlich konnten die gefeierten Rhetoriker und talentierten und berühmten Gelehrten und Genies, die Ruhm gewinnen wollten, indem sie Einwände erhoben, nicht einem einzigen Aspekt der Wunderhaftigkeit des Koran entgegentreten und mussten schweigend bleiben. All dies ist ein weiterer Hinweis, dass der Koran ein Wunderwerk und jenseits der menschlichen Kapazität ist.

Der Wert, die Erhabenheit und die Beredsamkeit der Worte ist daran zu messen, von wem sie kamen, zu wem sie kamen und für welche Zwecke sie kamen, und von diesem Standpunkt ist der Koran ohne Ebenpart und ist unerreichbar. Denn der Koran ist eine Anrede und Sprache durch den Herrn und Schöpfer aller Welten, eine Äusserung bar eines Zeichens, das die Möglichkeit anzeigen könnte, er wäre eine List oder eine Nachahmung. Er ist adressiert an den, der delegiert ist, alle Menschen zu repräsentieren oder sogar alle Geschöpfe, adressiert an den Gefeiertsten und Berühmtesten der Menschenrasse. Und die Stärke und die Breite seines Glaubens liess den Islam erstehen und erhob ihn zur Station von

"die Distanz von zwei Bogensehnen ". Der Koran erläutert und erklärt den erhabensten und ausgedehntesten Glauben, und dieser enthält alle Angelegenheiten, die sich auf das Glück in dieser Welt und im Jenseits beziehen, auf die Schöpfung des Kosmos und auf die innewohnenden fürstlichen Zwecke und auf all die Wahrheiten des Islam. Der Koran zeigt, dass jede Ecke der Schöpfung wie eine Karte ist, eine Uhr oder ein Haus, und all diesem bekundet und gibt er Unterweisung in der Sprache des Machers selbst. Es ist dann natürlich unmöglich, dergleichen wie den Koran der Wunderhaften Darlegung zu schaffen oder seinen Grad des Wunderwerks zu erlangen.

 

Dann ebenfalls, die zahllosen Vorzüge des Koran, seine feinen Punkte, Eigentümlichkeiten, Mysterien und erhabenen Deutungen, wie auch seine zahlreichen Voraussagen von Angelegenheiten, die zum Ungesehenen gehören, erläutert, bewiesen und gebilligt durch Beweise und Zeugnisse von tausenden erfahrenen Gelehrten hoher Intelligenz und Scharfsichtigkeit, die Kommentare zum Koran in dreissig, vierzig und sogar siebzig Bänden schrieben; besonders die Vorzüge und Feinheiten des Koran, die einzeln mit überzeugenden Argumenten in einem der einhundertdreissig Bände des Risale-i Nur festgesetzt sind, besonders die Abhandlung über die Wunder des Koran (die Zweite Station des Zwanzigsten Wortes), welches die Eisenbahn, das Flugzeug und viele Zivilisationswunder aus dem Text des Koran ableitet; der Erste Lichtstrahl (die Koranischen Hinweise), der die koranischen Hinweise auf das Risale-i Nur und auf die Elektrizität aufzeigt, die im Koran enthalten sind; die acht kurzen Abhandlungen (genannt die acht Mysterien), die zeigen, wie gutgestaltet und durchtränkt mit Geheimnis und Bedeutung die Buchstaben des Koran sind; und die kurzen Abhandlungen, welche die fünf Aspekte der Wunderhaftigkeit des letzten Verses der Sure-i Feth aufzeigen, wie auch die Wahrheit und das Licht des Koran, das in jedem Band des Risale-i Nur enthalten ist-all das Obige ist ein Hinweis auf die Einzigartigkeit des Koran, auf die Tatsache, dass er ein Wunderwerk und ein Erstaunliches ist, dass er die Zunge des Ungesehenen ist, die zur anschaulichen Welt kommt,die Sprache des Einen, Der Ausgestattet ist mit der Erkenntnis des Ungesehenen.

Auf Grund der zuvor erwähnten Vorzüge und Eigenschaften des Koran, angedeutet in sechs Punkten, sechs Richtungen und sechs Stationen, beleuchtete seine grossartige und leuchtende Herrschaftsgewalt, seine prächtige und heilige Autorität beständig die Gesichter der Jahrhunderte, sogar das Angesicht der Erde für dreizehnhundert Jahre und erhielt den äussersten Respekt. Wiederum auf Grund dieser Eigenschaften, gewann jeder Buchstabe des Koran die Auszeichnung, wenigstens zehn Belohnungen, zehn Vergeltungen und zehn immerbleibende Früchte zu gewähren. In der Tat, jeder Buchstabe gewisser Verse und Suren bringt einhundert, eintausend und mehr Früchte, und zu gewissen gesegneten Zeiten steigt das Licht, die Belohnung und der Wert eines jeden Buchstabens von zehn auf hundert. Der Wanderer nimmt dies wahr und sagt zu seinem Herzen:

"Der Koran ist auf diese Weise wunderhaft in jeder Hinsicht, durch den Konsens seiner Suren, durch die Übereinstimmung seiner Verse, durch die Kongruenz seiner Lichter und Mysterien und durch die Entsprechung seiner Früchte und Schätze; und er gibt Zeugnis für die Existenz, die Einheit, die Attribute und die Namen des Notwendig Existierenden in solch offenkundiger Weise, dass gesagt werden kann, dass das unbegrenzte Zeugnis aller Leute des Glaubens aus ihm hervorgegangen ist. "

In kurzer Anspielung auf die Lektion über göttliche Einheit und Glauben, die der Wanderer aus dem Koran zog, wurde in der Siebzehnten Stufe des Ersten Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Einen und dem Einheitlichen Präger, dem Notwendig Existierenden. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit zeigt der Koran der Wundersamen Darlegung, das Buch, akzeptiert und begehrt von allen Arten der Engel, der Menschen und der Dschinns, dessen Verse jede Minute des Jahres gelesen werden, mit äusserster Hochachtung, durch hunderte von Millionen Menschen, dessen heilige Herrschergewalt über die Religionen der Erde und über das Universum und über das Gesicht der Zeit permanent ist, dessen spirituelle und leuchtende Autorität über die Hälfte der Erde und ein Fünftel der Erde hinwegglitt, für mehr als vierzehn Jahrhunderte, mit der äussersten Pracht. Zeugnis und Beweis wird auch gegeben durch die Einmütigkeit seiner heiligen und himmlischen Suren, die Kongruenz seiner Mysterien und Lichter, die Übereinstimmung seiner Früchte und Wahrheiten, durch Bezeugen und klare Vision. "

 

Unser Wanderer, unser Reisender durch das Leben, wusste nun, dass der Glaube das kostbarste Kapital ist, das der Mensch haben kann, denn er gewährt dem bedürftigen Menschen nicht irgendein vorübergehendes und vergängliches Feld oder Häuslein, sondern einen Palast, in der Tat ein ewiges Königreich, so riesig wie der gesamte Kosmos oder die Welt selber. Der Glaube gewährt auch dem vergänglichen Menschen alles, was er für das ewige Leben braucht, er befreit vor der ewigen Vernichtung den erbärmlichen Menschen, der am Galgen auf die Ankunft des Schicksals wartet; und öffnet dem Menschen einen ewigen Schatz der immerwährenden Glückseligkeit. Der Wanderer sagt dann zu sich selbst:

"Voran! Um einen weiteren Grad unter den unbegrenzten Graden des Glaubens zu gewinnen, lasst uns verweisen auf die Gesamtheit des Kosmos und hören, was er sagt. Wir werden dann fähig sein, die Lektionen zu vervollkommnen und zu beleuchten, die wir von seinen Komponenten und Teilen erhalten haben. "

Er schaut durch das breite und umfassende Teleskop, das er vom Koran genommen hat, und er sieht den Kosmos so bedeutungsvoll und gutgeordnet, dass er die Gestalt eines personifizierten Buches des Glorreich-Einen annimmt, ein Gestalt gewordener fürstlicher Koran, ein schön geschmückter göttlicher Palast, eine richtig geordnete Stadt des Mitfühlend-Einen. All die Suren, Verse und Worte dieses Buches, sogar seine eigentlichen Buchstaben, Kapitel, Teile, Seiten und Zeilen: durch ihr beständiges bedeutungsvolles Werden und Vergehen, durch ihre weisen Wandlungen und Veränderungen, geben all diese einmütig Ausdruck für die Existenz und Gegenwart des Erkennens aller Dinge und des Machthabers aller Dinge als den Autor des Buches, des Glorreichen Beschrifters und des Perfekten Schreibers, der alle Dinge in allen Dingen sieht und die beziehung aller Dinge zu allen Dingen kennt, so auch alle Komponenten und Arten, Teile und Teilchen des Kosmos, all seine Bewohner und Inhalte, all seine Einnahmen und Ausgaben, all die vorausschauenden Wandlungen und weisen Prozesse der Verjüngung, die darin geschehen-diese verkünden einhellig die Existenz und die Einheit eines erhabenen Künstlers, eines unvergleichlichen Machers, der sich mit grenzenloser Kraft und unbegrenzter Weisheit ans Werk setzt. Das Zeugnis und das Bekenntnis dieser zwei grossen und umfassenden Wahrheiten haben die Grösse des Weltalls und sie beweisen das grosse Bekenntnis des Weltalls.

Die erste Wahrheit

Da sind die Wahrheiten des Geschaffenseins und des Möglichseins, begründet mit zahllosen Beweisen durch die begabten Gelehrten der Prinzipien der Religion und der theologischen Wissenschaft, wie auch durch die wissensreichen Männer und Weisen des Islam. Sie sagten, dass die Welt vergänglich und erschaffen sein muss, da Wechsel und Veränderung in der Welt und in allen Dingen zu beobachten sind; sie kann nicht anfangslos und nicht ewig sein. Wenn sie erschaffen ist, dann muss es einen Macher geben, der sie erschaffen hat. Und wenn im Wesen eines Dinges keine Ursache zu finden ist, weder für sein Dasein noch für sein Nichtdasein, so dass beide möglich sind, kann dieses Ding nicht zwanghaft notwendig und nicht ewig sein.

Mit überzeugenden Argumenten wurde fernerhin bewiesen, dass es für alle Dinge nicht möglich ist, sich gegenseitig zu erschaffen, da dies die absurde und falsche Vorstellung von Abstammungslehre und wesensmässiger Verkettung und Verästelung beinhalten würde. Daher wird die Existenz eines Absolut Notwendig Existierenden nötig, dessengleichen nicht existieren kann, dessen Ebenbild unmöglich ist, und alles ausser ihm ist von ihm aus Nichts erschaffen worden, und es liegt im Bereich seiner Möglichkeiten, etwas ins Dasein zu rufen oder nicht.

Ja, die Wahrheit des Geschaffenseins hat den ganzen Kosmos durchdrungen, und viele Beispiele davon sind dem Auge sichtbar; und den Rest sieht nur der Verstand. Denn vor unseren Augen stirbt eine gesamte Welt in jedem Herbst, und zusammen mit ihr sterben hunderttausende von verschiedenen Arten von Pflanzen und Kleintieren, und jedes Mitglied einer jeden Art ist wie ein kleiner Kosmos für sich. Jedoch ist es so ein geordneter und disziplinierter Tod, dass alle Dinge an ihrer Stelle Samen und Eier und Kerne zurücklassen, die im Frühling die Mittel zur Auferstehung und Wiedergeburt, zu Wundern der Gnade und Weisheit, zu Wundern der Kraft und Erkenntnis werden sollen. Sie übergeben den Samen und den Eiern und den Kernen ihr Buch der Taten und die Pläne der Aktion, vertrauen sie dem Schutz und der Weisheit des Glorreichen Hüters an und erst dann sterben sie.

Im Frühling kommen die toten Bäume, Wurzeln und ein Teil der Kleinlebewesen wieder zum Leben, genauso wie sie waren, und so liefern sie hunderttausende Beispiele, Proben und Beweise der obersten Auferstehung. An ihrer Stelle kommt ein Teil des obigen als total Ähnliches oder fast Ähnliches ins Dasein und Leben, und so werden die Buchseiten des Wesens des voranschreitenden Frühlings veröffentlicht, zusammen mit ihren Taten und Funktionen, gerade wie eine Werbung. So demonstrieren sie die eine Bedeutung des Verses,

 

"Wenn die Seiten aufgerollt werden. "

In Hinsicht auf das Gesamte stirbt dann im Herbst eine grosse Welt, und in jedem Frühling tritt eine frische Welt ins Dasein hervor. Dieser Tod und diese Schöpfung schreiten in so geordneter Weise, und das Sterben und Erschaffen so vieler Arten geschieht in einer solchen Regelmässigkeit und Ordnung, dass es ist, als ob die Welt eine Herberge wäre, wo die Lebewesen für eine bestimmte Zeit wohnen, wo wandernde Welten und durchziehende Reiche kommen, ihre Pflichten erfüllen und dann gehen.

So ist allen Intellekten offensichtlich, mit der Klarheit der Sonne, die absolut notwendige Existenz, die unbegrenzte Kraft und die unendliche Weisheit eines Glorreichen Wesens, Das in dieser Welt vitale Reiche und zweckhafte Wesen erschafft und ins Dasein bringt, mit volkommener Weisheit,Erkenntnis und Gleichgewichtigkeit, mit Balance, Ordnung und Regelmässigkeit, und dieses Wesen beschäftigt sie dann für fürstliche Zwecke, göttliche Ziele und mitleidige Absichten, mit voller Kraft und Gnade. Wir überlassen dem Risale-i Nur und den Büchern der Theologen die weitere Diskussion der Angelegenheiten, die sich auf das Geschaffensein beziehen.

Was die individuelle Erschaffensmöglichkeit anbelangt, so beherrscht sie und umfasst sie den gesamten Kosmos. Denn wir sehen, dass alle Dinge, allgemein und partikular, gross und klein, von Gottes Thron herab bis zum Boden, vom Atom bis zum Planeten, zur Welt gesandt sind mit einer partikularen Wesenheit, mit spezifischer Form, mit einer deutlichen Identität, mit besonderen Attributen, weisen Eigenschaften und wohltätigen Organen. Um nun diese partikulare Wesenheit und Kernigkeit mit ihren Eigentümlichkeiten auszustatten, genommen aus den verfügbaren unbegrenzten Möglichkeiten; um sie in ihre spezifische, deutliche und angemessene Form zu kleiden, genommen aus den Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die so zahlreich sindwie die Formen, die empfangen werden können; um das Ding mit der Identität auszuzeichnen, die ihm passt, genommen aus den Möglichkeiten so zahlreich wie die anderen Mitglieder seiner Art; um mit speziellen, passenden und wohltätigen Attributen das geschaffene Objekt auszustatten, das formlos und zögernd ist inmitten der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die so zahlreich sind wie die Mannigfaltigkeiten und Grade; um jenem ziellosen Geschöpf, verwirrt und gezerrt inmitten der unzähligen Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die aus der Unbegrenztheit der annehmbaren Pfade und Modalitäten kommen-um dem Geschöpf kluge Eigenschaften anzuheften und es mit ihnen auszustatten-muss man erkennen, dass all dieses Anzeichen, Beweise und Bestätigungen für die absolut notwendige Existenz, unbegrenzte Kraft und unbeschränkte Weisheit des Absolut Notwendig Existierenden ist. Der Notwendig Existierende zeichnet, arrangiert, und spezifiziert den Kern und die Identität, die Form und die Gestalt, die Eigenschaft und die Situation aller individuell möglichen Dinge, seien sie allgemeine oder partikulare. Sie deuten auch an, dass kein Objekt und keine Sache vor Ihm (Gott) verborgen ist, dass nichts für Ihn schwierig ist, dass die grösste Sache so leicht für Ihn ist wie die kleinste, dass Er einen Frühling so leicht wie einen Baum erschaffen kann, und einen Baum so leicht wie einen Samen. All diese Zeichen, Hinweise und Zeugen gehören dann zur Wahrheit der Möglichkeit und bilden eine Schwinge des grossen Zeugnisses, geboren durch den Kosmos.

Da das Zeugnis des Kosmos, mit seinen zwei Schwingen und Wahrheiten, voll begründet und erklärt ist in verschiedenen Teilen des Risale-i Nur und besonders im Zweiundzwanzigsten Wort und im Zweiunddreissigsten Wort, wie auch im Zwanzigsten Brief und im Dreiunddreissigsten Brief, weisen wir unsere Leser auf diese Schriften hin und verkürzen eine extrem lange Geschichte.

 

Die zweite Wahrheit

Was die zweite Wahrheit anbelangt, so ist sie von der Grösse des Kosmos, die auch die zweite Schwinge ihres grossen und universalen Zeugnisses ist, und es verhält sich folgendermassen:

Man sieht die Wahrheit der Kooperation unter diesen Dingen und Wesen, die einzeln versuchen, ihre Existenz aufrechtzuerhalten, ihr Dasein zu schützen und ihre Funktionen zu erfüllen inmitten beständiger aufrührender Wandlungen und Revolutionen-eine Wahrheit, die weit jenseits ihrer Kapazitäten liegt.

Beispielsweise, die Elemente eilen, um den Lebewesen zu helfen; die Wolken, um dem Pflanzenreich zu helfen; das Pflanzenreich, um dem Tierreich zu helfen; das Tierreich, um dem Menschenreich zu helfen. Milch quillt aus der Brust wie der Paradiesquell, um dem Baby zu helfen. Die Tatsache, dass den Lebewesen Bedürfnis und Unterhalt in einer Weise gegeben werden, die ihre Kapazität übersteigen, in unerwarteten Orten; die Rekonstruktion der Körperzellen mit Nahrungsteilchen, durch ihre Hingabe an Gott und ihr Wirken in Seinen Mitfühlenden Händen-all diese und zahlreiche andere Beispiele der Wahrheit der Kooperation demonstrieren die universelle und gnadenvolle Fürstlichkeit des Herrn der Welten, Der den Kosmos wie einen Palast verwaltet.

Feste, unbelebte und bewusstlose und unempfindliche Objekte, die nichtsdestoweniger miteinander in einer sensitiven und bewussten Form kooperieren, müssen mit Notwendigkeit veranlasst worden sein, einander zu Hilfe zu eilen durch die Kraft, durch das Mitleid und durch den Befehl des Gnadenvollen, Weisen und Ruhmreichen Herrgotts.

Die universale Kooperation, sichtbar im gesamten Kosmos, das allgemeine und umfassende Gleichgewicht und der umfassende Schutz mit äusserster Regelmässigkeit in allen Dingen, von den Planeten bis zu den Gliedern, Gliedmassen und Körperteilchen der Lebewesen; der Schmuck, dessen Feder über das vergoldete Gesicht der Nimmel gleitet, über das dekorierte Gesicht der Erde, und die fein geschmückten Gesichter der Blumen; die Ordnung, die über allen Dingen herrscht, von der Milchstrasse und dem Sonnensystem herab zu Früchten wie Mais und Granatäpfeln; die Zuweisung von Pflichten an alle Dinge, von der Sonne und dem Mond, den Elementen und den Wolken herab bis zu den Honigbienen: alle sind Funktionsträger Gottes-alle diese grossen Wahrheiten bieten ein Zeugnis von angemessener Grossartigkeit, und ihr Zeugnis bildet die zweite Schwinge des Zeugnisses, die vom Kosmos angeboten wird.

Da das Risale-i Nur dieses grosse Zeugnis begründet und erläutert hat, wollen wir uns mit diesem kurzen Hinweis bescheiden.

In kurzer Anspielung auf die Lektion des Glaubens, die unser Wanderer vom Kosmos lernte, sagten wir in der Achtzehnten Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendig Existierenden, Desgleichen nicht existieren kann. Ausser Ihm, dem Einen, dem einheitlichen Präger, sind alle Dinge willkürlich gemacht. Auf die Notwendigkeit Seiner Existenz in Einheit weist der Kosmos, das grosse Gestalt gewordene Buch, der personifizierte oberste Koran, der geschmückte und ordentliche Palast, die prächtige und gut angelegte Stadt, mit all seinen Suren, Versen, Buchstaben, Kapiteln, Teilen, Buchseiten und Linien, mit der Übereinstimmung seiner Grundlagen, Gestaltungen, Teile und Partikel, mit seinen Bewohnern und Inhalten, mit dem Eingehenden und mit dem Austretenden; mit dem Zeugnis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Erschaffenseins, des Wandels und des Willkürlich-Gemachten; mit dem Konsens aller Gelehrten der theologischen Wissenschaft; mit dem Zeugnis der Wahrheit des Wandels seiner Form und Inhalte, mit Weisheit und Regelhaftigkeit, und der Erneuerung seiner Buchstaben und Worte in Disziplin und Gleichgewicht; und mit dem Zeugnis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit der Kooperation, der gegenseitigen Erwiderung und Solidarität, der reziproken Fürsorge, Balance und Hut, unter all seinen Dingen (Wesen), durch Bezeugung und klare Schau (Vision). "

Der Wanderer hatte nun den Schöpfer der Welt gesucht, war durch achtzehn Grade vorangeschritten und war am Ende des Aufstiegs des Glaubens zum Throne der Wahrheit einer Station genaht, wo er direkt von der Erkenntnis des Ungesehenen angeredet wurde. Da wandte sich der glühende und nachforschende Wanderer an den eigenen Geist und sagte:

"In der edlen Eröffnungssure des Koran sind die Verse, die sich vom Beginn bis zum Worte Iyyaka (Dir allein) erstrecken, wie eine Form des Preises und des Lobpreisens, geäussert in der Abwesenheit des Gepriesenen. Aber das Wort Iyyaka bezeichnet das Hintreten in Seine Gegenwart und die direkte Anrede an Ihn. So sollten auch wir dieses Suchen in Abwesenheit und Trennung aufgeben und sollten fragen nach dem Objekt unserer Suche aus dem Zie1 unserer Suche. Denn man muss die Sonne, die alle Dinge zeigt, über die Sonne befragen, und das, was alle Dinge zeigt, wird sich selber klarer zeigen. Gerade wie wir die Sonne durch ihre Strahlen sehen und erfahren, so auch können wir danach streben, unseren Schöpfer zu erfahren, gemäss unseren Fähigkeiten, durch Seine Wunderschönen Namen und Heiligen Attribute."

Wir bringen hier mit der äussersten Kürze und Bündigkeit zwei der zahllosen Pfade, die zu diesem Ziele führen; zwei der unbegrenzten Grade dieser beiden Wahrheiten; und zwei der reichen Wahrheiten und Details dieser zwei Grade.

 

Die erste Wahrheit

Sichtbar erscheint unserem Auge eine umfassende, permanente, ordentliche und dräuende Wahrheit-eine, die wandelt, transformiert und erneuert alle Dinge im Himmel und auf Erden, mit gebieterischer und unaufhörlicher Aktivität. Innerhalb jener

in jeder Weise und die ganze Welt umfassenden und beherrschenden Aktivität wird sofort die Wahrheit der Manifestation der Fürstlichkeit begriffen, und wiederum innerhalb der Wahrheit dieser in jeder Weise gnadenvollen Manifestation der Fürstlichkeit ist erkennbar die Wahrheit der Epiphanie (Erscheinung) der Göttlichkeit.

Von dieser stetigen, weisen und gebieterischen Aktivität können die Taten eines All-Mächtigen und All-Weisen Täters ausgemacht werden, so wie hinter einem Schleier hervor. Hinter dem Schleier dieser nührenden und verwaltenden Taten der Fürstlichkeit können die Göttlichen Namen, manifest in allen Dingen, offenkundig wahrgenommen werden. Dann können hinter dem Schleier der Wunderschönen Namen, manifest mit Pracht und Schönheit, die Existenz und Realität der sieben heiligen Attribute abgeleitet werden, mit einem Grad der sicheren Erkenntnis, der nahe der visuellen oder sogar der experimentellen Gewissheit ist. Durch die Manifestation dieser sieben heiligen Attribute, gemäss dem Zeugnis aller Schöpfung, in einer lebengebenden, kraftvollen, erkenntnisfähigen, allhörenden, allsehenden, wollenden und sprachbegabten Form, erscheint dem Auge des Glaubens im Herzen-unvermeidbar, automatisch und mit voller Gewissheit-die Existenz eines Absolut Notwendig Existierenden, der durch diese Attribute beschrieben wird, ein Einzigartiger, bekommt durch diese Namen, ein Unvergleichlicher und Ewiger Tater, in einer Form offenkundiger und glänzender als die Sonne. Denn ein schönes und tiefschürfendes Buch setzt notwendigerweise den Akt des Schreibens voraus. Ein gutgebautes Haus setzt den Akt des Bauens voraus. Umgekehrt, die Akte des Schönschreibens und des Gutbauens setzen voraus die Namen der Schreiber und Baumeister, und die Titel der Schreiber und Baumeister beinhalten offensichtlich die Fertigkeiten und Attribute des Schreibens und Bauens. Diese Fertigkeiten und Attribute setzen zweifellos eine Person voraus, die qualifiziert ist durch die entsprechenden Namen und Attribute und die Fertigkeiten ausübt. Es ist nicht möglich, dass es eine Tat ohne Täter gibt oder einen Namen ohne den durch den Namen Bezeichneten. Gleicherweise ist es unmöglich, dass es ein Attribut gibt ohne den durch das Attribut Qualifizierten, und dass es ein Handwerk (Kunst) ohne den Handwerker (Künstler) gibt.

Auf der Basis dieser Wahrheit und dieses Grundsatzes ähnelt dann dieser Kosmos, mit all den Dingen, die er enthält, einer Sammlung tiefgründiger Bücher und Buchstaben, geschrieben mit der Feder der Vorhersehung und Programmierung*, oder er ähnelt zahllosen Gebäuden und Palästen, die mit dem Hammer der Kraft Gottes konstruiert sind. Jedes Stück des Kosmos ist in tausenderlei verschiedenen Weisen die Manifestation der unbegrenzten Taten des Mitfühlenden Herrgotts und die Manifestation der tausendundein Göttlichen Namen, welche die Quelle dieser Taten sind. Die Wunderschönen Namen sind wiederum die Manifestation ihrer Quelle, der sieben Attribute der transzendenten Glorie. Und schliesslich begründen diese sieben allesumfassenden und heiligen Attribute zahllose Hinweise und unbegrenzte Beweise von der absolut notwendigen Existenz in Einheit des Besitzers der Glorie, die ihre Quelle ist und den sie beschreiben. So geben gleichfalls die Schönheit, Gutheit, Wertigkeit und Vollkommenheit, die in allen Dingen enthalten sind, Zeugnis für die heilige Schönheit und Vollkommenheit der fürstlichen Taten, der göttlichen Namen, der ewigen Attribute und der glorreichen Qualitäten; sie zeigen auch dementsprechend auf die Vollkommenheit des heiligsten Geistwesens.

*Göttliche Vorhersehung: Es ist das "Göttliche Wissen", wodurch jedes Ding der Schöpfung, das entstehen soll, vorher geplant und festgelegt wird.

Die Wahrheit der Fürstlichkeit, die sich selbst manifestiert in der Wahrheit der Aktivität, offenbart sich und macht sich bekannt in Qualitäten und Akten, wie durch Erschaffen, Hervorbringen, Gestalten und Ins-Dasein-Bringen, mit Kenntnis und Weisheit; durch Vorhersehen und Programmieren; Formen und Verwalten und Verwandeln mit Regelmässigkeit und Gleichgewicht; durch Transformieren und Verändern, Absteigen-lassen und Vervollkommen-lassen, mit Zweck und Wille; und durch Füttern, Nähren und Gewähren von Grosszügigkeit und Wohltat, mit Zweck und Gnade. Und innerhalb der Wahrheit der Manifestation der Fürstlichkeit macht sich die Wahrheit der sofort erfassten Offenbarung der Göttlichkeit bekannt und erkannt mit den glorreichen und wunderschönen Manifestationen der schönen Namen der Barmherzigkeit und Grosszügigkeit und mit den sieben bestätigenden Attributen: Leben, Erkenntnis, Kraft, Willen, Hören, Sehen und Sprache

Gerade wie das Attribut der Sprache dos Heiligste Geistwesen bekannt macht durch Offenbarung und Inspiration, so macht auch das Attribut der Kraft das Geistwesen bekannt durch seine geschickten Werke und Wirkungen, wovon jedes wie ein Wort ist, das äussere Gestalt annimmt. Die Kraft zeigt den Kosmos von Ende zu Ende unter dem Aspekt eines Gestalt gewordenen Buches des Scharfsinns und beschreibt einen kraftvollen Besitzer der Glorie und macht ihn bekannt.

Was das Attribut der Erkenntnis anbelangt, so macht die Erkenntnis ein einziges Heiligstes Geistwesen bekannt, durch jedes der weisen, gutgeordneten und gutgefügten Gegenstände der Schöpfung, durch jedes Geschöpf, das durch Gottes Erkenntnis verwaltet, dirigiert, geschmückt und gesondert wird.

Was das Attribut des Lebens anbelangt, wird das Leben bewiesen nicht allein durch seine eigenen Offenkundigkeiten, sondern auch durch all die Werke, die Gottes Kraft verkünden, durch all die gutgeordneten, klugen, gutgefügten und geschmückten Formen und Zustände, die Gottes Wissen anzeigen. Und alle Beweise, die andere Attribute Gottes zeigen, zusammen mit den Beweisen des Attributs des Lebens, deuten auf die Wirklichkeit, auf das Attribut des Lebens. Indem das Leben auf alle belebten Wesen hinzeigt, die als reflektierende Spiegel für jene überreichen Beweise handeln, macht es ein Ewig-Lebendes und Welt-Erhaltendes Geistwesen bekannt.

Es ist auch dieses Attribut, das beständig den Kosmos umändert, um in ihm immerfrische und verschiedene Manifestationen und Muster zu erschaffen, und es verwandelt ihn in einen obersten Spiegel, der aus zahlreichen kleineren Spiegeln zusammengesetzt ist. In gleicher Weise offenbart und bekundet jedes der Attribute des Sehens und Hörens, des Wollens und Sprechens das Heiligste Geistwesen, gerade wie es tut.

Gerade wie die Attribute auf die Existenz des Besitzers der Glorie hinweisen, bedeuten sie dann auch in der offenkundigsten Art die Existenz und die Wirklichkeit des Lebens und die Lebendigkeit und die Permanenz dieses Geistwesens. Denn Erkennen ist ein Zeichen des Lebens; Hören ist ein Anzeichen für das Leben; Sehen gehört nur zum Lebenden; Wollen geschieht nur mit dem Leben. Zweckhafte Kraft wird nur im Lebendigen gefunden; und Sprache ist eine Aufgabe für jene, die mit Erkenntnis und Leben ausgestaltet sind.

Es folgt aus den vorhergehenden Punkten, dass das Attribut Leben Beweise hat, siebenmal so zahlreich wie der Kosmos, und Zeugnisse, die seine Existenz verkünden und die Existenz Dessen, Den es auszeichnet. So wird Leben das Fundament und die Quelle all der Attribute und wird Ursprung und Stütze des Obersten Namens. Da das Risale-i Nur diese erste Wahrheit mit kraftvollen Beweisen begründet und erläutert hat, bescheiden wir uns nun mit einem Tropfen aus diesem Ozean.

Die zweite Wahrheit

Göttliche Rede, die aus dem Attribut der Sprache hervorgeht.

"Würde das Meer Tinte für meines Herrn Worte..."

 

Gemäss dem inneren Sinn dieses Verses ist die göttliche Rede unbegrenzt. Das klarste Zeichen, das die Existenz eines Wesens zeigt, ist die Sprache. Diese Wahrheit zeigt in einer unbegrenzten Art die Existenz und die Einheit des Ewigen Sprechers. Da zwei kraftvolle Bekundigungen dieser Wahrheit Offenbarung und Inspiration sind, dargelegt in der Vierzehnten Stufe und in der Fünfzehnten Stufe dieser Abhandlung; und da ein breiter Beweis durch die heiligen und himmlischen Bücher geliefert wird; wie in der Zehnten Stufe angedeutet; und da weiterhin ein höchst brillianter und umfassender Beweis durch den Koran der Wunderbaren Darlegung verschafft wird, wie in der Siebzehnten Stufe diskutiert-aus all diesen Gründen verweisen wir unsere Leser auf diese Stufen für diese Wahrheit und ihre Erläuterung. Genug für uns und für unseren Wanderer, der bis über diesen Punkt hinaus nicht vorrücken konnte, sind die Lichter und Mysterien, die im erhabenen Vers enthalten sind, der diese Wahrheit in wunderbarer Form verkündet und der sein eigenes Zeugnis all den vorhergehenden Punkten hinzufügt:

"Bezeugt hat Allah, dass es keinen Gott gibt ausser Ihm; und die Engel und die Wissenden, stehend in Gerechtigkeit (verkünden): `Es gibt keinen Gott ausser Ihm', dem Mächtigen, dem Weisen. "

In Anspielung auf den Kern der Lektion, die unser Wanderer bei dieser heiligen Station lernte, sagten wir in der Neunzehnten Stufe der Ersten Station:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Absolut Notwendig Existierenden, dem Einen, dem einheitlichen Präger. Sein sind die wunderschönen Namen,Sein sind die Obersten Attribute, und Sein ist das Erhabenste Gleichnis. Auf seine Absolut Notwendige Existenz in Einheit weist das notwendigerweise existierende Geistwesen, mit dem Konsens oll seiner heiligen und umfassenden Attribute und all seiner wunderschönen Namen, manifest in all Seinen Taten und Werken, durch das Zeugnis der Reichhaltigkeit der Wahrheit,der Selbst-Offenbarung der Göttlichkeit in der Manifestation der Fürstlichkeit, in der Permanenz der gebieterischen Aktivität, durch den Akt des Ins-Dasein-Bringens, des Schaffens, des Machens und des Entstehen-lassens, in Wille und in Kraft, und durch den Akt des Vorhersehens und Programmierens, des Formens und des Verwaltens, in Auserwähltheit und in Weisheit; durch den Akt des Ausdehnens, des Bewahrens, des Ordnens und des Aufrechterhaltens, in Zweckhaftigkeit und Gnade, in vollkommener Ordnung und Gleichgewichtigkeit; wie auch durch das Zeugnis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit der inneren Bedeutungen des Verses:

"Bezeugt hat Allah, dass es keinen Gott gibt ausser Ihm; und die Engel und Wissenden, stehend in Gerechtigkeit (verkünden): "Es gibt keinen Gott ausser Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. "

 

HINWEIS

 

Jede der Wahrheiten, die ihr Zeugnis anbieten in den Neunzehn Stufen des Ersten Kapitels der obigen Zweiten Station, zeigt nicht nur die Absolut Notwendige Existenz (Gottes) durch Sein und Wirklichkeit, sondern bestätigt auch durch ihre Reichhaltigkeit Gottes einheitliche Prägungskraft und Einheit. Aber da sie die Existenz höchst klar und deutlich beweisen, betrachten wir sie zuerst als Beweise der Absolut Notwendigen Existenz (Gottes).

 

Was das Zweite Kapitel des Zweiten Teils anbelangt, werden die entsprechenden Wahrheiten statt dessen als Beweise der Einheit bezeichnet, insofern als sie ausdrücklich die Einheit beweisen, die Notwendigkeit einbegriffen. In Wirklichkeit beweist eins das andere: die Einheit beweist die Notwendigkeit, und die Notwendigkeit beweist die Einheit. Um die Differenz anzudeuten, sagten wir wiederholt im Ersten Kapitel: "Durch das Zeugnis der Erhabenheit der Reichhaltigkeit der Wahrheit der...", um so die offenkundige Sichtbarkeit der Einheit anzuzeigen. Ich hatte die Absicht, die Stufen (Grade) des Zweiten Kapitels zu erklären, gerade wie ich es tat im Ersten Kapitel, aber wegen verschiedener Hindernisse bin ich gezwungen, summarisch und gedrängt zu sein. Ich überlasse es anderen Teilen des Risale-i Nur, diese Angelegenheiten zu erläutern, wie sie es verdienen, erläutert zu werden.

 

ZWEITES KAPITEL

(Betrifft die Beweise für die Göttliche Einheit)

Der Wanderer, der auf die Welt geschickt worden war, um zum Glauben zu gelangen, der in seinem Geiste durch den gesamten Kosmos reiste, um alle Dinge hinsichtlich ihres Schöpfers zu befragen, um seinen Herrn an jedem Orte zu suchen und seinen Gott zu finden, mit der äussersten Gewissheit, hinsichtlich der Absolut Notwendigen Existenz-dieser Wanderer sagte zu seinem Verstand: "Komm, lass uns zu einer neuen Reise aufbrechen, um die Beweise für die Einheit unseres Absolut Existierenden Schöpfers zu schauen. "

Sie brachen zusammen auf. Beim ersten Halteplatz sahen sie vier heilige Wahrheiten, die den gesamten Kosmos beherrschten-Wahrheiten, die selbst-offenkundig die Einheit Gottes erfordern.

 

Die erste Wahrheit

Absolute Göttlichkeit.

Das Vertieftsein jeder Menschenklasse in eine Art Gottesverehrung (Anbetung), diktiert durch innewohnende Dispositionen; die Arten der Anbetung, die von anderen Lebewesen wie unbelebten Dingen gepflegt werden, durch die Ausführung ihrer natürlichen Funktionen; die Weise, in der alle materiellen und geistlichen Geschenke und Gaben im Kosmos zu Mitteln werden, um die Menschen zu Anbetung und Danksagungen, zu Preis und Dankbarkeit anzustacheln; die Form, in der all die Manifestationen des Ungesehenen und die Epiphanien des Geistes, die Offenbarung und die Inspiration, einmütig das alleinige Geeignetsein des einen Gottes verkünden, Anbetung zu erhalten-all dies beweist in offenkundigster Form die Wirklichkeit und die Herrschaft einer einzigen und absoluten Göttlichkeit. Wenn die Wahrheit solch einer Göttlichkeit existiert, kann sie in keiner Weise Partnerschaft akzeptieren. Denn jene, die der Göttlichkeit antworten-es ist das Wesen Gottes, angebetet zu werden-mit Danksagungen und Anbetung, sind die bewussten und beseelten Früchte an den höchsten Zweigen des Kosmos. Es stände im äussersten Widerspruch zum Wesen der Göttlichkeit und ihrer heiligen Zwecke und es könnte auch in keiner Weise erlaubt werden, wenn andere fähig wären, diese bewussten Wesen zu erfreuen, so dass diese sich zur Dankbarkeit (und Hinwendung) verpflichtet fühlen, und zwar in solch einer Weise, dass sie von der wahren Göttlichkeit abgewendet werden und ihr wahres Objekt der Anbetung vergessen- welches tatsächlich wegen seiner Unsichtbarkeit vergessen werden kann. Aus diesem Grunde, hat der Koran wiederholt und mit solcher Heftigkeit die Vielgötterei abgelehnt und den Polytheisten mit Höllenfeuer gedroht.

Die zweite Wahrheit

Absolute Fürstlichkeit.

Das allgegenwärtige Wirken einer weisen und gnadenvollen verborgenen Hand im gesamten Kosmos, besonders in Lebewesen und ihre Hege und Pflege, überall in der gleichen Fasson und dennoch in einer total unerwarteten Form, zusammen und ineinander, muss zweifellos die Emanation und das Licht einer absoluten Fürstlichkeit sein und ist ein überzeugender Beweis für ihre Realität.

Wenn es eine absolute Fürstlichkeit gibt, kann sie keinerlei Partnerschaft und Teilhaberschaft akzeptieren. Denn da die wichtigen Ziele und Zwecke der Fürstlichkeit, wie die Manifestation ihrer Schönheit, die Verkündung ihrer Vollkommenheit, die Offenbarung ihrer wertvollen Künste und die Entfaltung ihrer verborgenen Fertigkeiten kombiniert und konzentriert sind in Besonderheiten und in Lebewesen, wird die geringste Beifügung eines Partners für Gott, wenn sie sogar die höchsten Besonderheiten der Dinge und die kleinsten der Lebewesen betritt, die Erlangung dieser Zwecke vereiteln und diese Ziele zerstören. Die Gesichter der bewussten Wesen abzuwenden von diesen Zwecken und von dem Einen, der sie ersann, hin zu Ursachen, ist total entgegengesetzt und feindlich dem Geist der Fürstlichkeit gegenüber und eine solch absolute Fürstlichkeit kann das in keiner Weise zulassen. Die überreichen Proklamationen im Koran zur Heiligkeit und Transzendenz Gottes, seine Verse und Worte, sogar seine Buchstaben und deren diakritische unterscheidende Zeichen sind beständige Führer hin zu Gottes Einheit, notwendig gemacht durch das Geheimnis, daswir gerade dargelegt haben.

Die dritte Wahrheit

Vollkommenheiten.

Das selbst-offenkundige Zeugnis für die Existenz der Wahrheit der Vollkommenheiten, das durch alle erhabenen Beispiele der Weisheit in der Schöpfung gegeben wird, all deren wunderbare Schönheiten, deren gerechte Gesetze, deren weise Zwecke und insbesondere deren Zeugnis für die Vollkommenheiten des Schöpfers, Der hervorbrachte den Kosmos aus dem Nichts und ihn in jeder Weise wunderbar und schön verwaltete, wie auch die Vollkommenheiten des Menschen, welcher der bewusste Spiegel des Schöpfers ist-solch ein Zeugnis ist extrem klar.

Wenn es die Wahrheit der Vollkommenheit gibt und wenn der Schöpfer den Kosmos in Vollkommenheit erschaffen hat, dann ist es sicher, dass der Schöpfer Selber die Vollkommenheit besitzen muss. Weiterhin, sind die Vollkommenheiten des Menschen, der wichtigsten Frucht der Schöpfung, Gottes Statthalter auf Erden, des geliebtesten und wertvollsten Objekts Seiner Schöpfung wahr und wahrhaftig. Daher ist unakzeptabel und falsch, Gott Partner zuzuteilen, denn es würde zur Zerstörung und zum Untergang verdammen all die vollkommenen und weisen Dinge, die wir mit unseren Augen schauen; das würde den Kosmos in ein eitles Spielzeug des Zufalls verwandeln, ohne Ziel und Sinn, in eine Stätte der Laune der Natur, in ein grausames Schlachthaus für die Lebewesen, in ein schreckliches Haus der Sorgen für die bewussten Wesen; das würde den

Menschen, dessen Vollkommenheiten in seinen Werken sichtbar sind, reduzieren auf den Level des erbärmlichsten, zerzaustesten und gemeinsten Tieres;und das würde einen Schleier ziehen quer über die unbegrenzten Vollkommenheiten des Schöpfers, die im Spiegel aller Wesen reflektiert werden, und so würde das Ergebnis der Aktivität Gottes zu Null gemacht und Gottes Kreativität geleugnet werden.

Gott Partner zuzufügen, ist also ein Widerspruch zu den göttlichen, menschlichen und kosmischen Vollkommenheiten und ihre Leugnung würde diese Vollkommenheiten zerstören. Das wurde begründet und erläutert in der Ersten Station des Zweiten Lichtstrahls (gewidmet den drei Fruchten der göttlichen Einheit) mit starken und überzeugenden Beweisen, und daher verweisen wir unsere Leser auf jenes Werk und verkürzen hier die Diskussion.

Die vierte Wahrheit

Herrschergewalt.

Wer immer auf den Kosmos mit umfassender Aufmerksamkeit schaut, wird sehen, dass er einem höchst gedeihlichen und aktiven Königreich ähnelt, einer Stadt, höchst weise verwaltet und höchst fest regiert. Er sieht, dass alle Dinge und alle Arten in einer besonderen Funktion beschäftigt sind.

Entsprechend der militärischen Metapher, die enthalten ist im Vers,

"Und Allahs sind die Heere der Himmel und der Erden..."

die klugen Befehle, die gebieterischen Gebote und die königlichen und hervorragenden Gesetze und ihr Ablauf, die in diesen zahlreichen Armeen angesprochen sind, die sich erstrecken von den Scharen der Atome, den Bataillonen des Pflanzenreiches, den Brigaden des Tierreiches bis hin zu den Armeen der Sterne, und die sowohl den geringsten Soldaten wie den höchsten Kommandeur der Fürstlichkeit umfassen-sie alle zeigen selbstkundig die Existenz einer absoluten Herrschergewalt und eine universale Autorität.

Es gibt dann eine Wirklichkeit der absoluten Herrschergewalt, und es kann nicht wahr sein, Gott Partner zuzufügen. Denn gemäss der deutlichen Wahrheit des Verses,

"Gäbe es in beiden Götter ausser Allah, so wären beide verdorben. "2

falls zahlreiche Hände gebieterisch mit der gleichen Aufgabe beschäftigt sind, wird das Ergebnis Verwirrung sein. Gäbe es zwei Könige in einem Staat oder sogar zwei Häuptlinge in einem Distrikt, würde die Ordnung verschwinden und die Verwaltung würde durch die Anarchie ersetzt. Aber wenn wir dagegen überall solch eine Ordnung sehen, vom Flügel der Fliege bis zu den Lampen des Himmels, von den Körperzellen bis zu den Zinnen der Planeten, gibt es keinerlei Möglichkeit, dass sich irgendein Partner in Gottes Angelegenheiten einmischt.

Herrschergewalt ist darüberhinaus eine Station der Würde. Einen Rivalen zu akzeptieren, würde die Erhabenheit verhöhnen. Die Tatsache, dass der Mensch, der wegen seiner Ohnmacht die Hilfe vieler Leute braucht, der um einer geringfügigen, anscheinenden und zeitwilligen Herrschergewalt willen seine Brüder und Kinder in grausamster Form zu töten vermag, zeigt, dass die Herrschergewalt jede Vorstellung von Rivalen ablehnt. Wenn ein Schwächlicher so wegen einer geringfügigen Herrschergewalt handelt, folgt daraus, dass der Besitzer Absoluter Macht, der Meister aller Schöpfung, niemals einem anderen ausser Sich gestatten wird, an Seiner Heiligen Herrschergewalt zu partizipieren, dem Fundament Seiner wirklichen und universalen Fürstlichkeit und Göttlichkeit.

Da diese Wahrheit mit festen Beweisen an zahlreichen Stellen des gesamten Risale-i Nur begründet wurde und insbesondere in der Zweiten Station des Zweiten Lichtstrahls, verweisen wir den Leser zur weiteren Diskussion darüber auf jene Seiten.

Durch das Bezeugen dieser vier Wahrheiten kam unser Wanderer dazu, die göttliche Einheit mit dem Grade des gewissen und klaren Bezeugens zu erkennen. Sein Glaube leuchtete und mit all seiner Kraft sagte er: "Es gibt keinen Gott ausser Gott, alleine und ohne Partner. " In kurzer Anspielung auf die Lektion, die er aus dieser Station gezogen hatte, sagten wir im zweiten Kapitel der Ersten Station:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Einen, dem einheitlichen Präger. Auf Dessen Einheit, Notwendigkeit und Wesen zeigt das Bezeugen der Erhabenheit, der Manifestation, der absoluten Göttlichkeit, wie auch das Bezeugen der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit, der Manifestation der absoluten Fürstlichkeit, welche Einheit erfordert, das Bezeugen der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit der Vollkommenheiten, die aus der Einheit kommen, und das Bezeugen der Erhabenheit, der Wahrheit der absoluten Herrschergewalt, welche die Existenz jeder Partnerschaft verhindert und ihr widerspricht."

Der rastlose Wanderer redete dann sein Herz an und sprach: "Die Tatsache, dass die Leute des Glaubens und insbesondere die Angehörigen eines Sufi-Ordens (Tarikat) beständig die Worte wiederholen

"Kein Gott ausser Ihm" und Gottes Einheit gedenken und verkünden, ist ein Hinweis dass die Bestätigung der Einheit viele Grade umfasst. Solch eine Bestätigung ist darüberhinaus eine höchst genüssliche, höchst wertvolle und höchst heilige Pflicht, eine natürliche Funktion und ein Akt der Anbetung. Lasst uns dann, um einen weiteren Grad zu erlangen, das Tor einer anderen Wunderstätte in dieser Ebene der Instruktion öffnen. Denn die wahre Bestätigung der Einheit Gottes, die wir suchen, ist nicht irgendeine imaginäre Art von Erkenntnis. Sie ist vielmehr eine Bestätigung, die in den Begriffen der Logik als das Gegenteil der Imagination beurteilt wird, die weit wertvoller als die auf Imagination begründete Erkenntnis ist, die das Ergebnis des Beweises ist, die als Erkenntnis (Wissen) bezeichnet wird.

Die wahre Bestätigung der Einheit Gottes ist ein Urteil, eine Bekräftigung, eine Billigung und Annahme, die ihren Herrn mit allen Dingen gegenwärtig finden kann, die in allen Dingen einen Pfad sieht, der zum Herrgott hinführt, und der keinerlei Ding als ein Hindernis für Gottes Gegenwart betrachtet. Denn andernfalls wäre es immer nötig, den Schleier des Kosmos zu zerreisen und beiseite zu werfen, um seinen Schöpfer jederzeit zu finden. "Vorwärts dann", sagte der Wanderer zu sich, als er an das Tor von Gottes Pracht und Erhabenheit klopfte. Er betrat den Bereich von Gottes Taten und Werken, die Welt der Schöpfung und des Ursprungs, und dort sah er, dass fünf umfassende Wahrheiten über den gesamten Kosmos herrschen und einen selbstoffenkundigen Beweis für die göttliche Einheit anbieten.

Die erste Wahrheit

Jene der Pracht und der Erhabenheit.

Diese Wahrheit ist erklärt mit verschiedenen Beweisen in der Zweiten Station des Zweiten Lichtstrahls und an verschiedenen anderen Stellen im Risale-i Nur. Daher beschränken wir uns hier auf das folgende:

Das Wesen, das die Sterne, die tausende Jahre voneinander entfernt sind, zu einer einzigen Zeit und in einer einzigen Weise erschafft und dann verwaltet; das die zahllosen Mitglieder der gleichen Art einer Blume, verteilt über Ost und West und Nord und Süd des Globus, zu einer einzigen Zeit und in einer einzigen Weise erschafft und schön gestaltet; das verwaltet, nährt, hegt und pflegt, auszeichnet und schmückt mehr als zweihunderttausend verschiedene Pflanzentypen und Tierarten in fünf oder sechs Wochen, mit der äussersten Regelmässigkeit und Gleichgewichtigkeit, ohne jede Verwirrung, ohne Makel oder Irrtum, zusammen und ineinander, um jedem Frühling auf dem Antlitz der Erde mehr als hunderttausend Proben der obersten Auferstehung zu liefern, und so vor den Augen des Menschen ein bemerkenswertes Ereignis beweist, das nun zur Vergangenheit gehört und zum Reiche des Ungesehenen, nämlich die Erschaffung der Himmel und der Erde in sechs Tagen, wie angedeutet im Vers,

"Er ist's, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf. "

das Wesen, das die Erde drehen lässt, wie bezeugt im Vers,

"Du lässest die Nacht übergehen in den Tag und lässest den Tag übergehen in die Nacht. "

und die Nacht in Seiten verwandelt, auf denen die Ereignisse des Tages geschrieben sind-dies gleiche Wesen weisst und verwaltet gemäss Seines eigenen absoluten Willens, alles zu gleicher Zeit, die geheimsten und obskursten Gedanken, die in den Herzen der Menschen stattfinden. Da all die oben erwähnten Akte in Wirklichkeit ein Akt sind, folgt daraus, dass ihr glorreicher Täter ein Einzigartiges und All-Mächtiges, ein All-Gigantisches und All-Gestaltendes Wesen ist, das solche Pracht und Erhabenheit geniesst, dass es nirgendwo, in nichts, in keiner Weise die kleinste Möglichkeit und Eventualität lässt, eine Partnerschaft zu akzeptieren; im Gegenteil all solch eine Möglichkeit ausrottet.

Gott besitzt dann solch eine Pracht und Erhabenheit. Seine Pracht ist die Spitze der Vollkommenheit und Reichhaltigkeit. Es ist daher völlig unmöglich zu gestatten oder den Weg offen zu lassen, dass Partner akzeptiert werden, die Seine Macht mindern oder schwächen könnten, die Mangelhaftigkeit in Seine Pracht und Vollkommenheit einführen könnten, die Begrenzungen Seiner Reichhaltigkeit auferlegen könnten, die Seiner Grenzenlosigkeit eine Schranke setzen könnten. Kein gesunder Verstand könnte dies für möglich halten.

Gott Partner beizufügen ist dann ein Verstoss gegen Gottes Pracht, gegen die Würde Seiner Grossartigkeit und gegen Seine Erhabenheit, und daher ist dies ein solch schweres und unentschuldbares Verbrechen, dass der Koran der Wunderbaren Darlegung mit einer ernsten Drohung verordnet,

"Siehe, Allah vergibt nicht, dass man ihm Götter beigesellt; doch verzeiht er, was ausser diesem ist, wem er will. "

Die zweite Wahrheit

Die Absolutheit, die Reichhaltigkeit und das Erscheinen der fürstlichen Taten, die im Kosmos am Werk zu sehen sind in unbegrenzter Form.

Es ist nur Gottes Weisheit und Wille, welche diese Taten beschränken und begrenzen, wie auch die inhärenten Fähigkeiten der Objekte und Stätten, in denen sie sich manifestieren. Zufall, taubstumme Natur, blinde Kraft, unbewusste Verursachungen und Elemente, die ohne Beschränkung und chaotisch in jeder Richtung zerstreut sind-nichts davon kann irgendwie teilhaben an den höchst ausgeglichenen, weisen, scharfsinnigen, lebengebenden, geordneten und festen Taten des Schöpfers. Sie werden vielmehr durch Befehl benutzt, durch Wille und Macht des Glorreichen Täters, wie ein offensichtlicher Schleier, um Seine Macht zu verbergen.

Drei aus zahllosen Beispielen: Wir bringen drei aus den zahlreichen Punkten, die sich auf die drei Taten beziehen, die in drei nachfolgenden Versen auf einer Seite in Surat an-Nahl aufgezeigt sind.

 

Der Erste Vers

"Und es lehrte dein Herr die Biene... "

"Suche dir in den Bergen Wohnungen und in den Bäumen und in dem, was sie erbauen. "

Die Biene ist hinsichtlich ihrer Disposition und Funktion solch ein Wunder der Kraft Gottes, dass eine gesamte Sure, Surat an-Nahl, nach ihr benannt worden ist. Denn in den winzigen Kopf dieser kleinen Honigmaschine ein völliges Programm einzuschreiben, um ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen; in ihren winzigen Magen die köstlichsten Nahrungen zu legen und sie dort zu reifen; in ihren Stache! Gift zu legen, das Lebewesen zerstören und töten kann, ohne dem eigenen Körper oder dem fraglichen Körperglied Schaden zu verursachen-all dies zu tun mit der äussersten Sorgfalt und Erkenntnis, mit äusserster Weisheit und Zweckhaftigkeit, gehört zu einer vollkommenen Ordentlichkeit und Gleichgewichtigkeit, und daher könnte eine unbewusste, ungeordnete, ungleichgewichtige Natur und Zufälligkeit niemals in so etwas eingreifen oder davon partizipieren:

Die Erscheinung und Reichhaltigkeit dieser göttlichen Geschicklichkeit, dieser fürstlichen Tat, die wunderhaft in drei Aspekten ist, in den zahllosen Bienen, die über die Erde verstreut zu finden sind, mit der gleichen Weisheit, mit der gleichen Sorgfalt, mit der gleichen Regelhaftigkeit, zur gleichen Zeit und in der gleichen Weise-dieses ist ein selbstoffenkundiger Beweis für die Einheit Gottes.

Der Zweite Vers

"Und siehe, am Vieh habt ihr wahrlich eine Lehre. Wir tränken euch mit dem, was in ihren Leibern ist in der Mitte zwischen Mist und Blut, mit lauterer Milch, die den Trinkenden so leicht durch die Kehle gleitet. "'

Dieser Vers ist eine Verkündigung, die mit nachdenklicher Belehrung überfliesst. Die Zitzen der Kühe, Kamele, Ziegen und Schafe wie auch der Menschenmütter geben inmitten von Blut und Exkrementen, aber ohne von ihnen verschmutzt zu sein, eine exakt gegenteilige Substanz: reine, saubere, angenehme, nährende und weisse Milch; und die Mütter haben in ihren Herzen eine Zärtlichkeit zu ihren Babys, die noch angenehmer, süsser und wertvoller als Milch ist. Die Mütter mit Milch und Zärtlichkeit auszustatten, erfordert solch einen Grad an Barmherzigkeit, Weisheit, Erkenntnis, Kraft, Willen und Fürsorge, dass dies auf keinen Fall das Werk des turbulenten Zufalls, der verwirrten Elemente oder der blinden Kräfte sein kann.

Die Manifestation, das Wirken und die Reichhaltigkeit einer so wunderbar fürstlichen Geschicklichkeit und einer so weisen göttlichen Tat über dem gesamten Antlitz des Erdballs und in den zahllosen Herzen und Brüsten der unzähligen Mütter von hunderttausenden Arten, im gleichen Augenblick, in der gleichen Art und Weise, mit der gleichen Weisheit und der gleichen Sorgfalt-auch dies begründet einen selbstoffenkundigen Beweis für die Einheit Gottes.

Der Dritte Vers

"Und unter den Früchten die Palmen und Reben von denen ihr berauschenden Trank und gute Speise habt. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für einsichtige Leute. "8

Dieser Vers lenkt unsere Aufmerksamkeit hin auf Datteln und Weintrauben und sagt: "Für jene, die Intelligenz besitzen, liegt in diesen beiden Früchten grosser Beweis, Argument und Offenkundigkeit der göttlichen Einheit. Diese beiden Früchte geben Nahrung und Unterhalt, frische und trockene Frucht, und sie lassen die köstlichsten Formen der Nahrung entstehen. Aber die Bäume, die sie tragen, stehen in wasserlosem Sand und in trockener Erde, und sie sind so Wunder der Kraft und Wunder der Weisheit. Sie sind jeder für sich wie eine Fabrik, die süssen Zucker erzeugt, wie eine Maschine, die honigartigen Sirup herstellt, ein Kunstwerk, geschaffen mit einer feinfühligen Ausgewogenheit, mit hervorragender Regelmässigkeit, mit Weisheit und mit einer Kunst voll Weisheit und Sorgfalt. Daher wird jedermann mit einem Körnchen Intelligenz sagen, wenn er sie betrachtet: "Jener, der sie in dieser Art machte, mag recht gut der Schöpfer des gesamten Kosmos sein. "

Denn vor unseren Augen hält jede fingerstarke Weinranke zwanzig Weintraubenbüschel, und jeder Büschel enthält wiederum hunderte von zuckrigen Weintrauben, und jede Weintraube ist wie eine Pumpe, die zuckrigen Sirup von sich gibt. Um die Hülle jeder Weintraube mit einem feinen, zarten, dünnen und farbigen Schutz zu umkleiden; um in ihre feinen und weichen Herzen die Samen mit ihren harten Schalen zu legen, die in Wirklichkeit das Mittel für das Gedächtnis, das Programm und die Geschichte des Lebens sind;um im Traubenmagen eine Süss-speise zu schaffen wie das Helva des Paradieses, einen Honig wie das Wasser der Kauthar-Quelle;um eine unbegrenzte Zahl solcher Weintrauben über das Antlitz der gesamten Erde zu schaffen, mit gleicher Sorgfalt und Weisheit und wunderbarer Kunst, und zu gleicher Zeit und in der gleichen Art und Weise-dies beweist in selbstoffenkundiger Art, dass jener, der diese Aufgaben erfüllt, der Schöpfer des gesamten Kosmos ist, und diese Tat, die in der Form unbegrenzte Macht und grenzenlose Weisheit erfordert, kann nur Seine (Gottes) Tat sein.

 

Ja, blinde und verstreute, ungeordnete und unbewusste, ziellose, aggressive und anarchische Kräfte, Natur und Ursächlichkeiten können gar nichts zu tun haben mit dieser höchst sensitiven Gleichgewichtigkeit, dieser höchst geschickten Kunst, dieser höchst weisen Planung. Sie können nicht einmal ihre Hände danach ausstrecken. Es kommt ihnen nur zu, als passive Objekte angewendet zu werden, wie Vorhängehalter und Knechte für Gottes Befehl.

Gerade wie die drei Punkte, die Gottes Einheit beweisen und die in den drei Wahrheiten enthalten sind, die in den drei Versen angezeigt werden, so bestätigen einmütig die zahllosen Manifestationen, und Werke der unbegrenzten fürstlichen Taten die Einheit des einheitlichen Prägers und des Einen, des Allgigantischen Geistwesens.

Die dritte Wahrheit

Die Erschaffung der Lebewesen, insbesondere der Pflanzen und Tiere, mit absoluter Geschwindigkeit und absoluter Fülle und absoluter Ordentlichkeit, mit absoluter Leichtigkeit und extremer Geschicklichkeit, mit Talent, Fähigkeit, Allkönnen und Ordnung, mit grosser Wertigkeit und Eigenart trotz extremer Häufigkeit und trotz absolutem Durcheinander.

Ja, um zu erschaffen mit extremer Schnelligkeit und in extremer Fülle, höchst geschickt und künstlerisch, mit grosser Lässigkeit und Leichtigkeit, kombiniert mit der äussersten Sorgfalt und Ordentlichkeit, mit grosser Wertigkeit und Eigenart trotz Häufigkeit und Durcheinander, ohne jede Form der Verwirrung oder Mangelhaftigkeit-dies kann nur geleistet werden durch ein Einzigartiges Wesen, Dessen Macht solcherart ist, dass ihm nichts schwierig erscheint.

Für jene Macht ist es genauso leicht, Sterne zu schaffen wie Atome, das Grösste wie das Kleinste, eine gesamte Art wie ein einziges Mitglied einer Art, ein erhabenes und umfassendes Universales wie ein beschränktes und geringes Partikulares. Es ist so leicht für Ihn (Gott), die gesamte Erde wiederzubeleben und zu erfrischen, wie das gleiche mit einem Baum zu tun, oder einen Baum so gross wie ein Berg aufzurichten, wie auch einen Samen zu schaffen nicht grösser als ein Fingernagel. All diese Taten vollführt Er (Gott) vor unseren Augen.

Die Darstellung, die Lösung, das Enthüllen und der Beweis des Mysteriums dieses Grades des Bestätigung der göttlichen Einheit, dieser dritten Wahrheit, dieses Wortes der Einheit-das Mysterium, dass das grösste Universale wie das kleinste Partikulare ist, ohne den geringsten Unterschied zwischen ihnen-diese wohltätige Weisheit, dieser oberste Talisman, dieses Rätsel jenseits der Reichweite des Intellekts, diese bedeutende Grundlage des Islam, diese tiefste Quelle des Glaubens, dieses grösste Fundament der göttlichen Einheit-das Aufzeigen von all diesem öffnet den Talisman des Koran und ermöglicht es, das geheimste und unbekannteste Rätsel der Schöpfung aller Dinge zu erkennen, ein Rätsel, das die Philosophie zur Ohnmacht reduziert.

 

Hunderttausendmal Dank und Lob seien die Buchstaben des Risale-i Nur für den Gnadenvollen Schöpfer, dass das Risale-i Nur diesen wunderbaren Talisman, dieses wunderbare Rätsel gelöst, enthüllt und festgesetzt hat. Das wurde bewiesen mit überzeugenden Argumenten, zum gleichen Grad der Gewissheit, dass Zwei mal Zwei Vier ist, besonders in der Diskussion von "Er ist machtvoll über alle Dinge" gegen Ende des Zwanzigsten Briefes; in der Sektion hinsichtlich Gottes Sein als allgewaltige Wirkkraft im Neunundzwanzigsten Wort, das der Auferstehung gewidmet ist; und in der Sektion, welche die göttliche Kraft bewies in den Graden von "Gott ist der Grösste" in der Neunundzwanzigsten Lichtgarbe, auf Arabisch geschrieben. Aus diesem Grunde übertragen wir die Darlegung dieser Sache jenen Teilen des Risale-i Nur. Wir wollen jedoch kurz die Grundlagen und die Beweise aufzeigen, die dieses Mysterium lösen, die dreizehn Stufen ähneln oder einem Inhaltsverzeichnis. Ich schrieb tatsächlich über das erste Mysterium und über das zweite Mysterium, aber unglücklicherweise haben mich zwei Hindernisse, ein moralisches und ein materielles, veranlasst, über die übrigen Mysterien nichts auszusagen.

Das erste Mysterium

Wenn etwas wesentlich ist, kann das Gegenteil keinen Zugang zur Essenz haben, die das Ding definiert. Denn das wäre äquivalent (gleichwertig) mit der Vereinigung der Gegensätze, was eine Absurdität ist. Nun, hinsichtlich dieses Prinzips, da Gottes Macht sich auf Seine Wesenheit bezieht und ein wichtiger Begleiter Seiner Heiligsten Wesenheit ist, kann die Ohnmacht-das Gegenteil von Macht-keinerlei Zugang zu jener All-Mächtigen Wesenheit finden.

Darüberhinaus entsteht die Existenz von Graden innerhalb eines Dinges dadurch, dass sein Opponent bei ihm sich einmischt. Beispielsweise, starke und schwache Grade von Licht resultieren aus dem Dazwischentreten von Dunkelheit. Hohe und niedrige Grade von Hitze kommen aus der Beimischung von Kälte. Und stärkere und schwächere Mengen an Kraft werden bestimmt durch das Eingreifen und den Gegensatz des Widerstandes. Es ist daher unmöglich, dass Grade existieren könnten in jener Kraft der Göttlichen Wesenheit. Er (Gott) schafft alle Dinge, als wären sie nur ein einziges Ding. Und da Grade nicht existieren in der Macht der göttlichen Wesenheit und da diese keine Schwäche oder Mangelhaftigkeit gestattet, kann kein Hindernis Ihr irgendwie querkommen, noch kann die Erschaffung irgendeiner Sache Ihr (der Göttlichen Macht) Schwierigkeit bereiten.

Da dann nichts für Gottes Kraft schwierig ist, erschafft Er die oberste Auferstehung mit der gleichen Leichtigkeit wie den Frühling; den Frühling mit der gleichen Leichtigkeit wie den Baum; und den Baum mit so wenig Anstrengung wie eine Blume. Weiterhin, Er erschafft eine Blume so kunstvoll geschickt wie einen Baum; und einen Baum so wunderhaft wie einen Frühling, und einen Frühling so reichhaltig und wunderbar wie eine Auferstehung. All dies bewerkstelligt Er vor unseren Augen.

Es wurde im Risale-i Nur mit überzeugenden und starken Beweisen aufgezeigt, dass, wäre keine göttliche Einheit und Einzigartigkeit da, das Machen einer Blume genauso schwierig wie bei einem Baum wäre oder sogar schwieriger. Und das Machen eines Baumes wäre so hart wie beim Frühling oder sogar schwieriger. Und die Schöpfung würde an Wert und künstlerischer Qualität verlieren. Ein Lebewesen, das jetzt eine Minute zur Erschaffung braucht, würde nun mit Schwierigkeit in einem Jahr erschaffen werden oder vielleicht überhaupt nicht.

Wegen dieses Mysteriums entstehen diese Früchte, Blumen, Bäume und Tierchen, die extrem wertvoll sind trotz ihrer Menge und Fülle, und die extrem künstlerisch-geschickt sind trotz der Schnelligkeit und Leichtigkeit bei ihrer Gestaltung, in regelmässiger Form auf der Ebene des Daseins und üben ihre Funktionen aus. Sie verkünden Gottes Ruhm, sie bewerkstelligen ihre Pflichten und sie scheiden dahin, wobei sie an ihrer Stelle ihre Samen hinterlassen.

Das zweite Mysterium

Durch das Mysterium des Leuchtens, der Transparenz und des Gehorsams und durch die einzige Manifestation der Kraft der Wesenheit Gottes wird die einzige Sonne in einem oder mehreren Spiegeln und glänzenden Dingen und Wassertropfen reflektiert und durch ihre grenzenlose Macht ihrer umfassenden Aktivitäten gibt sie mühelos mit Gottes Befehl lichtvolle und wärmende Reflektion. Klein und Gross sind eins für sie (die Sonne), und sie macht keinen Unterschied zwischen ihnen.

Wenn ein einziges Wort gesagt wird, wegen der Umfassendheit der grenzenlosen Schöpfung, wird jenes einzige Wort mühelos in das Ohr von einem Menschen eindringen sowie in das Ohr von Millionen, mit Gottes Erlaubnis. Ein Hörer ist äquivalent tausenden; es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen.

Dann wiederum wird ein einzelnes Licht wie das Auge oder ein einzelner leuchtender Engelgeist wie Gabriel wegen der vollkommenen Reichhaltigkeit der fürstlichen Aktivität, die innerhalb der Manifestation des Mitgefühls enthalten ist, an tausenden verschiedenen Orten gefunden werden, wird sich dorthin begeben, wird dort betrachten, und dies in der gleichen Leichtigkeit wie das Licht oder der Engelgeist an einem einzigen Ort zu finden ist, sich dorthin begibt, dort betrachtet-dies kraft Gottes Macht. Es gibt hier keinen Unterschied zwischen ein paar wenigen und vielen.

Die vor-ewige Kraft der Wesenheit Gottes ist das feinste und auserwählteste Licht der Lichter, ist das Licht aller Lichter. Die Seiten der Entitäten, Wesenheiten, Wahrheiten und inneren Dimensionen aller Dinge sind transparent und glänzend wie Spiegel. Alle Dinge, von den Atomen, den Pflanzen, und von den Lebewesen bis zu den Sternen, Sonnen und den Monden, sind extrem gehorsam und unterwürfig dem Befehl jener Macht des Göttlichen Geistwesens und ordnen sich den Vorschriften des Machtbesitzenden Ewigen Wesens unter. Es ist aus all diesen Gründen vollkommen natürlich, dass Er unzählige Dinge wie ein Ding schafft und bei ihnen sein wird. Keine Arbeit oder Aufgabe mischt sich in die andere ein und behindert. Gross und Klein, Viel und Wenig, Partikular und Universell-alle sind das gleiche für diese Macht, für die nichts schwierig ist.

Wie wir im Zehnten Wort und im Neunundzwanzigsten Wort sagten: Durch die Mysterien der Ordnung, der Gleichgewichtigkeit, des Gehorsams zum Befehl und der Unterwerfung unter die Order lässt jene Macht ein grosses Schiff so gross wie hundert Häuser bewegen und vorwärtstreiben, wie ein Kinderfinger das Spielzeug bewegt und antreibt.

Wie ein Kommandeur einen einzigen Infantristen in die Schlacht schickt mit einem Befehl vom Kommandostand aus, so kann auch er eine gesamte geordnete und gehorsame Armee an die Kampffront werfen mit dem gleichen einzelnen Befehl.

Lasst uns annehmen, dass zwei Berge im Zustand der Gleichgewichtigkeit in einer grossen und empfindlichen Balance sind. In der gleichen Weise wie eine einzige Walnuss eine Waagschale zum Steigen bringt und die andere zum Fallen, wenn sie auf die eine Seite einer Balance mit zwei Eiern gelegt wird, so würde sie das gleiche Ergebnis schaffen, wenn die Waagschale Berge enthält. Durch ein weises Gesetz würde die Walnuss die eine Waagschale mit ihrem Berg bis zur Bergspitze steigen lassen und die andere mit ihrem Berg bis zur Talsohle absinken lassen.

Da in Gottes absoluter, unbegrenzter, leuchtender, wesentlicher und ewiger fürstlicher Macht eine göttlich-absolute sensitive Gerechtigkeit und nicht endende Weisheit zu finden sind, welche der Ursprung, die Quelle, das Fundament, der Wendekreis und der Ausgangspunkt aller Ordnung, Regelmässigkeit und Gleichwichtigkeit in der Schöpfung sind; und da alle Dinge, partikular und universell, gross und klein, gehorsam sind dem Befehl dieser Macht und unterwürfig deren Wirken folgt daraus, dass Gott die Sterne sich drehen und sich bewegen lässt, durch die Weisheit Seiner Order, so leicht wie Er die Atome rotiert und bewegt.

Gerade wie Er im Frühling mit einer einzigen Order eine einzige Fliege zum Leben bringt, so gewährt Er auch Leben der gesamten Fliegenart mit der gleichen Leichtigkeit und dem gleichen Befehl, und ebenso all den Scharen von Pflanzen und Tierchen, durch das Mysterium der Weisheit und des Gleichgewichts, innewohnend Seiner Macht, und dann sendet Er sie voran und erweckt sie auf der Ebene des Lebens, mit der gleichen Leichtigkeit.

In der gleichen Weise, da Er im Frühling geschwind Leben gibt einem Baum und Vitalität in sein Skelett einflösst, mit Seiner weisen, gerechten und eben absoluten Macht, so auch erweckt Er im Frühling den Leichnam des riesigen Erdbodens und bringt ins Dasein hunderttausende verschiedene Muster der Auferstehung, ähnlich dem Baum, und all dies mit der grössten Leichtigkeit.

Mit Seinem kosmischen Befehl bringt Er die Erde zurück zum Leben. Durch Dekret von,

"Nur ein einziger Stoss wird sein, und siehe da, alle sind vor uns gebracht. "

werden alle Menschen und Dschinns mit einem einzigen Schrei und Befehl zu uns gebracht und auf der Ebene der Auferstehung gegenwärtig gemacht. Wiederum, durch Seinen Befehl,

"Und das Geschäft der Stunde' ist nur wie ein Augenblick oder noch kürzer. "

das heisst, das Herbeiführen der Auferstehung und die darauf folgende Sammlung werden nicht länger als das Öffnen und Schliessen eines Auges erfordern oder sogar weniger. Dann gibt es den Vers,

"Eure Schöpfung und eure Erweckung ist (Ihm) nur (wie die) einer Seele. "

was das folgende bedeutet: "O Menschen! Euch zu erschaffen und ins Leben zu bringen, euch wiederzuerwecken und euch zu sammeln, ist für Mich (Gott) so leicht, als eine einzige Seele ins Leben zu bringen; das stellt für Meine Macht kein Problem dar. " Gemäss des Mysteriums dieser drei Verse wird Gott alle Menschen und Dschinns, alle Tierseelen, Geistwesen und Engel zum Feld der obersten Sammlung und des grossen Gerichts bringen, mit einem einzigen Befehl mit grosser Leichtigkeit. Eine Sache verhindert nicht die andere. Die verbleibenden Mysterien 3 und 4 bis 13 sind auf später verschoben worden, entgegen meiner ursprünglichen Absicht.

 

Die vierte Wahrheit

Die Existenz und das Erscheinen aller Wesen verkünden die göttliche Einheit in einer offenkundigen Art durch ihre zahlreichen Punkte der Einheit und Konvergenz, wie: Gleichzeitig zusammen sein und doch getrennt und allein; die Miniatur oder die vergrösserte Version voneinander sein; einige als Universelle und Arten und einige als Partikulare und Individuelle; einander ähneln im Stempel der angeborenen Disposition; Affinität haben im Eindruck der Kunst; und helfen und ergänzen einander hinsichtlich ihrer angeborenen und auszuübenden Funktionen. Sie begründen die Einheitlichkeit ihres Machers, und hinsichtlich der Fürstlichkeit, die manifest in der Schöpfung ist, beweisen sie, dass ein Universalwesen existiert, das der Teilung und Trennung nicht zugänglich ist.

Beispielsweise, um im jeden Frühling zu erschaffen, zu ordnen und zu erhalten die unzähligen Mitglieder der vierhunderttausend verschiedenen Arten von Pflanzen und Tieren, zusammen und vermischt, in einem einzigen Moment und in der gleichen Fasson, ohne jeden Irrtum und Fehler, mit der äussersten vollkommenen Weisheit und Schönheit des Kunsthandwerks; zu erschaffen all die verschiedenen Vogelarten, von den Fliegen, die wie Vögel in Miniatur sind, bis zu den Adlern, welche die obersten Muster der Vogelart sind; sie dann auszustatten mit den Werkzeugen des Fluges und des Unterhalts und sie reisen zu lassen durch das Reich der Luft; aufzuprägen auf die Gesichtszüge eines jeden Vogels in wunderbarer Weise einen Stempel des Kunsthandwerks, auf den Körper eines jeden von ihnen planvoll ein Siegel der Weisheit, und im Wesenskern eines jeden von ihnen in der Gestaltung ein Zeichen der Prägunskraft Gottes; Nahrungsteilchen weise und gnadenvoll eilen zu lassen, damit sie den Körperzellen helfen, Pflanzen eilen zu lassen, den Tieren zu helfen, und die Tiere zu den Menschen, und alle Mütter geschwind gehen zu lassen, damit sie ihren machtlosen Babys helfen; zu wirken auf alle Dinge, partikular und universal, von der Milchstrasse, dem Sonnensystem und den Elementen der Erde, hinab zu den Schleiern der Augenpupille, den Blättern der Rose, der Hülse des Maiskolbens, den Samen der Melone, gleich einer Reihe von sich schneidenden Kreisen; die gleiche Ordnung und schöne Kunst, und die gleiche Tat und die vollkommene Weisheit-all dies zu tun, begründet das folgende mit selbstverständlicher Klarheit.

Jener, Der diese Taten durchführt, ist Eins und Einzig. Sein Eindruck ist auf allen Dingen. In der gleichen Weise, da Er nicht an irgendeinem Orte ist, ist Er gegenwärtig an jedem Platz. Der Sonne ähnlich sind alle Dinge entfernt von Ihm, aber Er ist nahe allen Dingen. Gerade wie die grössten Objekte, so die Milchstrasse und das Sonnensystem, nicht schwierig für Ihn sind, so sind auch die Körperchen im Blute des Menschen und die Gedanken, die durchs Herz hindurchgehen, nicht geheim vor Ihm noch jenseits des Bereichs Seiner Macht.

Wie immer gross und mannigfach ein Ding sein mag, es ist so leicht für Ihn wie das kleinste und einfachste Ding, denn Er schafft kleine Beispiele wie die Fliege genau so leicht wie ihre grossen Beispiele, den Adler, einen Samen im Konzentrat eines Baumes, einen Baum wie einen Garten, einen Garten mit der Kunst eines Frühlings, und einen Frühling auf dem Mass-stab einer Auferstehung. Dinge, höchst wertvoll in ihrer Kunst, gibt Er uns und gewährt sie uns billig. Der Preis, den Er von uns verlangt, ist bloss der, dass wir sagen: "Im Namen Gottes" und:

"Lob sei Gott" Mit anderen Worten, der akzeptierte Preis für all jene zahlreichen kostbaren Geschenke ist zu sagen beim Beginnen aller Dinge: "Im Namen Gottes, des Mitfühlenden, des Gnadenvollen" und an ihrem Ende: "Lob sei Gott".

Da diese vierte Wahrheit woanders im Risale-i Nur erklärt und erläutert wird, bescheiden wir uns hier mit dieser kurzen Anspielung.

Die fünfte Wahrheit,

die von unserem Wanderer bei der zweiten Stufe erfasst wird: die Existenz in der Gesamtheit des Kosmos, seine Pfeiler und alle Teile und alle darin enthaltenen Dinge in der vollkommensten Ordnung und Regelmässigkeit; die Einzigartigkeit der Substanzen und zweckhaften Dinge, welche die Mittel für den Kreislauf und die Verwaltung jenes riesigen Reiches sind und die mit seinem allgemeinen Plan verknüpft sind; die Tatsache, dass die göttlichen Namen und Taten, die in jener grossartigen Stadt und Ausstellung am Werke sind, in jener riesigen Ebene, dass sie alle Dinge oder die meisten Dinge umschliessen und erfassen, obwohl diese miteinander verbunden sind und einzeln und einzelner Natur und eigenartig sind, und dass dabei der gleiche Name und die gleiche Tat allüberall am Werk sind; die Tatsache, dass die Elemente und Arten, welche die Mittel für die Verwaltung, Unterhaltung und Konstruktion dieses gutgeschmückten Palastes sind,das gesamte Antlitz der Erde in ihrer Verstreuung bedecken, trotz ihrer gegenseitigen Verknüpfung, und dass jedes Ding eine getrennte Identität besitzt und dass jedes Ding überall als das gleiche Element und als die gleiche Gestalt da ist-all dies verlangt, beweist und bestätigt, notwendigerweise und selbstverständlich, das folgende:

Der Macher und Disponierer dieses Kosmos, der Alleinherrscher und Nährer dieses Reiches, der Meister und Erbauer dieses Palastes ist eins, einzigartig, einheitlich prägend. Er hat weder einen Ebenpart noch einen Minister noch einen Helfer. Er hat weder einen Partner noch einen Gegner, Er hat weder Unfähigkeit noch Mangelhaftigkeit. Ja, Ordnung ist in sich selbst ein vollkommener Ausdruck der Einheit; sie verlangt einen einzigen Ordner. Sie lässt keinen Raum dafür, dass Gott Partner beigefügt werden,die Quelle des Disputs und der Spaltung.

Es gibt eine weise und präzise Ordnung, die allen Dingen innewohnt, seien sie universal oder partikuIar, vom totalen Plan des Kosmos und der täglichen und jährlichen Drehung der Erde bis hin zur Physiognomie des Menschen, bis zum Komplex der Sinne im Menschenkopf und den zirkulierenden roten und weissen Körperchen im Menschenblut. Niemand anderes als der Absolut Mächtige und Absolut Weise kann seine Hand zweckhaft und schöpferisch zu jedem Ding hin ausstrecken, noch auf es einwirken. Im Gegenteil, alle Dinge sind Empfänger, Mittel der Manifestation, sind passiv.

Das Ordnen, die Verfolgung gewisser Zwecke und das Gewähren der Regelmässigkeit für gewisse Nutzziehungen, kann nur getan werden mittels der Erkenntnis und Weisheit und kann nur mit Wille und Auswahl durchgeführt werden.

Diese weisheitsvolle Regelmässigkeit, dieses unbegrenzt mannigfaltige Ordnen der Schöpfung, was direkt vor unseren Augen verschiedene Nutzziehungen sicherstellt, beweist und bekräftigt gewisslich und in allen Geschehnissen zu einem selbstverständlichen Grad, dass der Schöpfer und Disponierer aller Dinge Eins ist, ein Wirkender, der Wille und Auswahl besitzt. Jedes Ding tritt ins Dasein durch Seine Macht, nimmt einen eigentümlichen Zustand durch Seinen Willen an und gewinnt eine eigentümliche Form durch Seine Auswahl.

Die hitzegebende Lampe dieser Herberge, welche die Welt ist, ist Eins. Seine Kerze, welche die Basis für die Zeitrechnung ist, ist eins. Sein gnadenvoller Schwamm ist eins. Sein eifriger Kocher ist eins. Sein Leben gebendes Getränk ist eins. Sein gutbehütetes Feld ist eins. Und dazu gibt es tausendundeins Beispiele der Einheitlichkeit. Es folgt aus all diesen Beispielen der Einheitlichkeit ganz offenkundig, dass der Macher und Meister dieser Herberge auch Eins ist, dass Er extrem grosszügig und gastfreundlich ist, denn Er beschäftigt zahlreiche hochrangige und grosse Beamte, die den lebendigen Gästen Seiner Herberge aufwarten.

Namen wie All-Weiser, Gnadenvoller, Geber der Formen, Disponierer, Leben Gebender und Nährer, wovon die Eindrücke und Manifestationen in jeder Ecke am Werk zu sehen sind, diese Namen und die Attribute wie Weisheit, Barmherzigkeit und Gnade, und Taten wie Bilden, Disponieren und Nähren-alle sind eins. Überall sind der gleiche Name und die gleiche Tat miteinander vereint, sogar im äussersten Grade und umfassend.

Sie ergänzen auch den Eindruck zueinander in solcher Weise, dass es ist, als ob sich diese Namen und Taten in solch einer Art vereinigen, dass die Macht identisch ist mit Weisheit und Gnade, und dass die Weisheit identisch ist mit Gnade und Leben.

Beispielsweise, sobald als die Aktivität des Namens Lebengebender in einem Dinge wirkt, so wirkt auch gleichzeitig und überall und gleichartig die Aktivität der zahlreichen anderen Namen wie Schöpfer, Geber der Formen und Fürsorger. Dies ist gewiss und begründet und beweist, dass jenes Wesen, das durch die umfassenden Namen bezeichnet wird, und dass der Täter der reichhaltigen Taten, die überall in der gleichen Weise auftauchen, auch eins, einzig und einzigartig und einheitlich prägend sein muss. An dieses glauben wir, und zu diesem geben wir unsere Billigung.

Die Elemente, welche die Substanz und das Material des Geschaffenen sind, umfassen die gesamte Erde. Jede der Arten des Geschaffenen, die verschiedene Stempel tragen und Einheit zeigen, ist verstreut auf der gesamten Erde in Einheit und erobert sie, sozusagen. Dies beweist auch bis zum Grade der Selbstverständlichkeit, dass jene Elemente, mit ihren Inhalten, und jene Arten, mit ihren einzelnen Mitgliedern, das Produkt und das Eigentum eines einzigen Wesens sind. Sie sind Kunstwerke und Knechte eines so Einzigartigen und Machtvollen Einen, dass Er diese riesigen und grossartigen expansiven Elemente wie gehorsame Knechte beschäftigt und die auf der gesamten Erde verstreuten Arten wie gut disziplinierte Soldaten. Da diese Wahrheit an anderen Orten des Risale-i Nur begründet und erläutert wurde, bescheiden wir uns hier mit diesem kurzen Hinweis.

In Zusammenfassung der Bezeugungen, die er aus diesen fünf Wahrheiten zog, durch den Segen des Glaubens und durch die Freude und den Geschmack der göttlichen Einheit, drückt unser Wanderer seine Gefühle aus und sagt zu seinem Herzen:

"Schau auf das bunte Bild des kosmischen Buches.

Sieh, welche Formen die goldene Feder der Macht gezogen hat.

Kein dunkler Fleck verbleibt für den Augen-und Verstandesbesitzer.

Es ist, als ob Gott Seine Zeichen mit Licht eingeschrieben hat.

Wisse das auch:

Die Blätter im Buche der Welt sind von unbegrenzten Dimensionen. Die Inschriften, die in den Zeilen der Zeitepochen stehen, sind unzählbar. Geschrieben auf der Aufbewahrten Tafel der Wahrheit, ein tiefschürfendes und verkörpertes Wort ist jedes Geschöpf in diesem Kosmos.

Lausche auch diesem:

Wenn alle Dinge verkünden: "Kein Gott ausser Gott'; werden sie mit einem Klang sagen: "O Wahrheit und Wirklichkeit!" und anflehen in Harmonie:"O Lebendig-Einer!"Ja, in allen Dingen ist ein Zeichen, das auf die Tatsache hinweist, dass Er der Eine ist.

Er lauschte auf dies, und sein Herz und seine Seele bekräftigten die Wahrheit dessen, was sie gehört hatten und sagten: "Ja, tatsächlich!"

In kurzer Anspielung auf die fünf Wahrheiten der Einheit, beobachtet von unserem Wanderer durch die Welt, von unserem Reisenden durch den Kosmos, bei dieser zweiten Haltestelle, wurde im Zweiten Kapitel des Ersten Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Einen, dem einheitlich Prägenden. Auf dessen Einheit in Notwendiger Existenz weist das Bezeugen der Wahrheit, der Pracht und Grossartigkeit, in ihrer Vollkommenheit und Reichhaltigkeit; das Bezeugen der Wahrheit des Erscheinens der Taten in absoluter Art und Weise, in Unbegrenztheit, ohne jede Beschränkung, ausser jener von Gottes Wille und Weisheit; das Bezeugen der Wahrheit der Erschaffung der Dinge in absoluter Mannigfaltigkeit, mit absoluter Geschwindigkeit, die Erschaffung der Geschöpfe in absoluter Leichtigkeit mit absoluter Vollkommenheit, der Ursprung der Dinge, gemacht in völliger Fülle, mit äusserster Vollkommenheit der Kunst und Wertigkeit; das Bezeugen der Wahrheit der universalen Ordnung: einer Ordnung, unverträglich mit der Beifügung von Partnern zu Gott; das Bezeugen der Einheitlichkeit der Quellen der kosmischen Ordnung: einer Ordnung, die klar bestätigt die Einheitlichkeit ihres Machers; die Einheit der Namen und Taten, die das Universum umfassen und durchdringen; und die Einheit der Elemente und Arten, verstreut über das Antlitz der Erde in grossartiger Fasson. "

Dieser Weltreisende wanderte durch verschiedene Zeitalter, und da stiess er auf die Schule des Erneuerers des zweiten (islamischen) Jahrtausends, Imam-i Rabbani Achmad Faruqi. * Er trat ein und lauschte auf die Vorlesung, die der Imam hielt:

"Das wichtigste Ergebnis, das von allen Sufi-Pfaden (Tarikats) hervorgebracht wurde, ist das Entfalten der Wahrheiten des Glaubens. Eine einzige Glaubenswahrheit in Klarheit zu entfalten, ist wie tausend sagenhafte Taten und spirituelle Ekstasen. "

Der Imam sagte auch: In früheren Zeiten sagten grosse Personen, dass jemand unter den Theologen und Gelehrten der Wissenschaft der Theologie aufstehen wird. Er wird alle Wahrheiten des Glaubens und des Islam mit rationalen Beweisen und äusserster Klarheit demonstrieren. Ich wollte, ich wäre dieser Mann, und vielleicht bin ich es."

Er fuhr mit seiner Vorlesung fort und sagte, dass der Glaube und die Behauptung der göttlichen Einheit das Fundament, die Substanz, das Licht und das Leben aller menschlichen Vollkommenheiten seien; dass die Hadis "Eine Stunde Nachsinnen über Gott ist besser als ein Jahr freiwilliges Gebet" sich beziehe auf die nachsinnende Betrachtung (Meditation) des Glaubens; und dass die Wichtigkeit der stillen Anflehung, wie sie im Nakschibendi-Orden praktiziert wird, eine Form dieser höchst exzellenten Meditation ist.

Der Wanderer hörte mit äusserster Sorgfalt. Er drehte sich um und sprach zu sich selbst: "So also spricht dieser heroische Imam. Die Stärke des eigenen Glaubens nur um ein Atom zu stärken, ist mehr wert als eine Tonne Wissen und eine andere Form der Vollkommenheit und ist süsser als der Honig von hundert spirituell-ekstatischen Erfahrungen.

*Rabbani, der grosse Nakschibendi-Scheych in Indien lebte von 971-1034 nach Hidschrat: etwa 1564 bis etwa 1625.

Note 12 (von Nursi): Die Zeit hat bewiesen, dass der hier angegebene Mann nicht tatsächlich ein Individuum ist, sondern Risale-i Nur selber. Es mag sein, dass die Leute des Enthüllens den unbedeutenden Interpreten und Verkünder des Risale-i Nur im Geiste sahen und daher dazu kamen, von einem "Mann" zu sprechen.

Bekanntlich haben seit tausend Jahren angesammelte Einwände und Zweifel europäischer Philosophen gegen Glaube und Koran einen Raum gefunden und stürzen sich auf die Gläubigen. Sie wollen die Pfeiler des Glaubens erschüttern, welche der Schlüssel, die Quelle, das Fundament der immerwährenden Glückseligkeit, des ewigen Lebens, des ewigen Paradieses sind. Wir sollten eigentlich daher unseren Glauben stärken, indem wir ihn zu einem Glauben der sicheren Erkenntnis machen, statt eines Glaubens der Imitation. So komm, lass uns vorrücken! Um die neunundzwanzig Grade des Glaubens, die wir gefunden haben, jeder so machtvoll wie ein Berg, auf die gesegnete Zahl von dreiunddreissig zu bringen, die Zahl der gesegneten Tesbihat nach dem Pflichtgebet (Namas). und um einen dritte Halteplatz in diesem Reich der Instruktion zu sehen, lasst uns klopfen an das Tor der fürstlichen Lenkung und Ernährung der belebten Welt und lasst es uns öffnen mit dem Schlüssel von: "Im Nomen Gottes, des Mitfühlenden, des Gnadenvollen. " Und indem er so spricht, klopft er bittend an die Türe dieser dritten Raststätte, ein Kompendium der Wunder und ein Schauspiel der Erstaunlichkeiten.

Er sagt: "Im Namen Gottes, des Öffners ", und er öffnet die Türe. Die dritte Raststätte kommt in seinen Blick. Er tritt ein und sieht, dass sie erleuchtet ist mit vier grossen und umfassenden Wahrheiten, welche die gtöttliche Einheit so glänzend wie die Sonne aufzeigen.

Die erste Wahrheit

Die Wahrheit des Öffnens.

Das heisst, das Eröffnen aus einer einzigen simplen Substanz von unzähligen, geordneten, mannigfaltigen und getrennten Formen, zusammen, überall, in einem einzigen Augenblick und durch eine einzige Tat, durch die Manifestation des Namens "Öffner".

Ja, in der gleichen Weise, da Gottes schöpferische Kraft unzählige Dinge wie Blüten im Garten des gesamten Kosmos eröffnete und jedes Ding mit einer geeigneten Form und gesonderten Identität ausstattete, durch die Manifestation des Namens Öffner, so gab Er noch wunderhafter den vierhunderttausend Arten der Lebewesen im Garten der Erde-jede für sich-die geordnete, geschmückte und gesonderte Form, in künstlerischer Weise und Art.

 

"Er schafft euch in den Schössen eurer Mütter, eine Schöpfung nach einer Schöpfung in drei Finsternissen. Solches ist Allah euer Herr; Ihm ist das Reich, keinen Gott gibt's ausser Ihm; wie wendet ihr drum ab?"

"Siehe, Allah-nicht ist Ihm verborgen ein Ding auf Erden und im Himmel. Er ist's, der euch bildet in den Mütterschössen, wie er will. Es gibt keinen Gott ausser Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen!

Wie diese beiden Verse anzeigen, ist der stärkste Beweis der göttlichen Einheit und das bemerkenswerte Wunder der göttlichen Kraft, dass Gott die Formen entfaltet. Weil die Wahrheit des Eröffnens (Entfaltens) der Formen wiederholt in verschiedenen Weisen an anderen Orten des Risale-i Nur begründet und erläutert wird, und besonders in der Sechsten Stufe und in der Siebten Stufe des Ersten Kapitels des Zweiten Teils dieser Abhandlung, verweisen wir die Diskussion dieser Angelegenheiten auf jene Stellen und beschränken uns hier auf das folgende:

Gemäss des Zeugnisses der Botanik und der Zoologie, gegründet auf tiefschürfende Forschung, gibt es beim Eröffnen und beim Entfalten der Formen solch eine Reichhaltigkeit, Erkenntnis und Kunst: diese reichhaltige und allerkennende Tat kann nur vollbracht werden durch den Einzigen, durch den Einzigartigen Präger, durch den Absoluten Machthaber, der in allen Dingen jedes Ding zu sehen und zu tun vermag. Denn diese Tat des Entfalters der Formen erfordert eine höchstgradige Weisheit, Sorgfältigkeit und Reichhaltigkeit, die gegenwärtig sind zu allen Zeiten und in allen Orten, und die innerhalb einer unbegrenzten Macht enthalten sind.Diese Macht wiederum kann nur gefunden werden in jenem Einzigartigen Wesen, Das den gesamten Kosmos verwaltet.

Wie in den obigen Versen dekretiert: Gottes Attribut des "Eröffnens", ausgedrückt im Eröffnen und in der Erschaffung der Menschengestaltungen in ihrer Mütter Leiber, innerhalb dreier Dunkelheiten, getrennt, mit Ausgewogenheit, Gesondertheit, Zierde und Ordnung, ohne jeden Irrtum, Wirrwarr oder Fehler, aus einer einfachen Substanz: diese Wahrheit des Entfaltens der Gestaltungen aller Menschen, Tiere und Pflanzen über die gesamte Erde, mit der gleichen Kraft, der gleichen Weisheit und der gleichen Kunst ist der mächtigste Beweis für Gottes Einheit. Denn alle Dinge zu erfassen und zu umfassen, ist selber eine Form der Einheit, die keinen Raum lässt, Gott Partner beizufügen. Gerade wie die neunzehn Wahrheiten des Ersten Kapitels Zeugnis geben von der notwendigen Existenz Gottes, so bezeugen sie die Existenz des Schöpfers durch die eigene Existenz, und so bezeugen sie die Einheit durch ihre Reichhaltigkeit.

Die zweite Wahrheit

Gesehen von unserem Wanderer in der dritten Raststätte: die Wahrheit des Mitfühlens.

Wir sehen mit unseren Augen, dass es jemand gibt, der das Antlitz der Erde mit tausenden Gaben des Mitfühlens für uns bedeckte und sie zu einem Festplatz machte. Hunderttausende der verschiedenen. köstlichen Speisen des Mitfühlens legte Er auf der Tafel aus und machte die Innenseite der Erde zu einem Lagerhaus, das tausende von kostbaren Geschenken der Barmherzigkeit und der Weisheit enthält. Dieses Geistwesen schickte uns auch die Erde wie ein Handelsschiff, in ihrer jährlichen Rotation, wie ein Schiff oder einen Eisenbahnzug, beladen mit den feinsten hunderttausenden vitalen, menschlichen Erfordernissen, die aus der Welt des Ungesehenen jedes Jahr hervortreten. Und Er (Gott) schickte uns den Frühling, wie einen Waggon, der Speisen und Kleidung für uns fährt. So ernährt Er uns mit äusserster Barmherzigkeit. Damit wir von diesen Geschenken und Wohltaten profitieren, gab Er uns darüberhinaus hunderte und tausende von Appetiten, Bedürfnissen, Gefühlen, Empfindungen und Sinnen.

Wie wir in der Vierten Lichtgarbe hinsichtlich des Verses über das Allsorgertum Gottes dargelegt haben, gab Er uns einen Magen, der an unbegrenzten Varietäten der Nahrung Genuss finden kann.

 

Er gab uns solch ein Leben, dass wir durch die mit ihm verknüpften Sinne Nutzen ziehen können aus den zahllosen Geschenken der riesigen materiellen Welt, gerade als wäre sie eine freigebige Mahlzeit.

Er begünstigte uns mit dem menschlichen Zustand, so dass wir uns der grenzenlosen Geschenke sowohl der materiellen wie der spirituellen Welt erfreuen, durch viele Instrumente wie den Verstand und das Herz.

Er übermittelte uns den Islam, so dass wir Licht ziehen aus den schrankenlosen Schätzen des ungesehenen Reiches und des manifesten Reiches.

Er führte uns zu einem Glauben, so dass wir erleuchtet werden durch die unzähligen Lichter und Gaben dieser Welt und des Jenseits und von ihnen Nutzen ziehen. Dieser Kosmos ist wie ein Palast, ausgestattet und geschmückt durch die göttliche Eigenschaft der Barmherzigkeit mit unzähligen Kunstwerken und wertvollen und wunderbaren Sachen, und sie gibt dann den Händen der Menschen die Schlüssel, um all die Koffer und Kammern in jenem Palast zu öffnen; und ebenso gewährt sie der Natur des Menschen alle Bedürfnisse und Sinne, die ihn befähigen, von ihnen Gebrauch zu machen.

Diese Barmherzigkeit, die diese Welt und das Jenseits umfasst, und in der Tat alle Dinge, ist ohne Zweifel eine Manifestation der einheitlichen Prägungskraft innerhalb der Einheit.

Gerade wie das Licht der Sonne eine Parabel der Einheit ist, durch sein Erfassen aller Dinge, auf die es fällt, so ist auch jedes glänzende und transparente Objekt eine Parabel und ein Symbol der einheitlichen Prägunskraft, das nach seinen Fähigkeiten das Licht, die Hitze und die im Lichte befindlichen sieben Farben und die Widerspiegelung der Sonne empfängt. Daher, wer immer das allumfassende Sonnenlicht sieht, wird folgern, dass die Sonne dieser Erde eins und einzig ist. Er sieht (nimmt wahr) die warme und leuchtende Reflektion der Sonne in allen glänzenden Objekten und sogar in den Wassertropfen, und er wird sagen, dass die einheitliche Prägung der Sonne oder die Sonne selber mit ihren Eigenschaften allen Dingen gegenwärtig ist; sie ist im Herzspiegel bei jedem Ding.

Das Umfassen aller Dinge durch die ausgedehnte Gnade des Mitfühlenden Einen und des Besitzers der absoluten Schönheit demonstriert so ebenfalls die Einheitlichkeit dieses Mitfühlenden Einen, der keinerlei Partner hat. Bei jedem Ding, besonders bei jedem Lebewesen und insbesondere bei den Menschen, die von der gnadenreichen Barmherzigkeit eingehüllt sind, befinden sich die Lichter der meisten Namen des Mitfühlenden Einen und eine Art Manifestation Seines Wesens. Da jedem Wesen ein reichhaltiges Leben gegeben ist, um zur ganzen Welt zu schauen und eine Beziehung zum ganzen Weltall herzustellen, beweist dies auch, dass die einheitliche Prägungskraft des Mitfühlenden Einen bei jedem Dinge gegenwärtig ist und jedes Ding eines jeden Dinges macht.

Ja, der Mitfühlende-Eine zeigt die Pracht Seiner Glorie im Gesamten des Kosmos und über die ganze Erde durch die Einheit und durch die Reichhaltigkeit Seiner Gnade. Mit der Manifestation Seiner einheitlichen Prägungskraft sammelt Er bei jedem Individuum, bei jedem Lebewesen und besonders beim Menschen Muster all Seiner Wohltaten, ordnet die Werkzeuge und Instrumente des Lebewesens und verkündet die spezielle Fürsorge Seiner Schönheit für das Individuum, ohne dass die Einheit des Kosmos zerschmettert wird, als ob es des Menschen eigenes Haus wäre. Was den Menschen anbelangt, so ist er es, in dem Gott in konzentrierter Form die verschiedenen Formen Seiner Wohltätigkeit bekanntmacht.

Gleicherweise, von einer Melone kann gesagt werden, dass sie in jedem Samenkern konzentriert ist. Das Wesen, das den Samenkern macht, muss notwendigerweise Der sein, Der die Melone macht. Dann, mit der speziellen Balance Seiner Erkenntnis und dem besonderen Gesetz Seiner Weisheit zieht Er den Samenkern heraus, sammelt ihn und kleidet ihn in einen Körper. Kein anderer als der eine und einzigartige Meisterkünstler, der die Melone macht, ist fähig, ihren Samenkern zu machen. Anderes wäre unmöglich.

Da durch die Manifestation des Mitfühlenden der Kosmos wie ein Baum oder ein Garten wird, und die Erde wie eine Frucht oder Melone wird, und Lebewesen und Mensch wie ein Samenkern werden, muss sicherlich der Schöpfer und Herr des kleinsten Lebewesens der Schöpfer der gesamten Erde und des gesamten Kosmos sein.

Kurz gesagt: Mit der Wahrheit des umfassenden Entfaltens, wodurch für alle Dinge ihre geordneten Formen aus einfacher Substanz gemacht und entfaltet werden, beweist sich offenkundig die Einheit. Wie alle die durch die Wahrheit des Mitfühlens erfassten Dinge, so zeigen auch die ins Dasein kommenden und in die Welt tretenden Lebewesen und insbesondere die Ernährung und die eilende Fürsorge mit vollkommener Regelmässigkeit für die Neuankömmlinge, wobei keines von diesen vergessen wird und überall und jederzeit jedes Individuum von der gleichen Gottesgnade ereilt wird-so zeigen sie also ganz offenkundig sowohl die Einheit Gottes wie auch die einheitliche Prägungskraft innerhalb der Einheit.

Das Risale-i Nur ist eine Manifestation des Namens des All-Weisen und des Namens des Gnadenvollen. Und die verschiedenen Punkte und Manifestationen der Wahrheit der Gottesgnade sind erklärt und begründet an zahlreichen Stellen im gesamten Risale-i Nur. Daher bescheiden wir uns mit diesem Hinweis eines Tropfens aus dem Ozean und verkürzen eine extrem lange Erzählung.

Die dritte Wahrheit,

bezeugt durch unseren Wanderer in der dritten Raststätte: die Wahrheit des Disponierens und Verwaltens.

Das heisst, zu verwalten mit vollständiger Ordnung und Gleichgewichtigkeit die dräuenden und sich schnell bewegenden Himmelskörper, die gigantischen, sich einmischenden Elemente und die bedürftigen, schwachen Bewohner der Erde; sie einander helfen lassen; sie im Verbund miteinander verwalten; alle notwendigen Massnahmen in Bezug auf sie zu ergreifen; und dieses riesige Weltall wie ein vollkommenes Reich zu machen, wie eine grossartige Stadt, wie einen gutgeschmückten Palast.

Wir beschäftigen uns nicht weiter mit diesem riesigen Kreis dieser gebieterischen und mitfühlenden Administration, da sie in wichtigen Sektionen des Risale-i Nur, wie dem Zehnten Wort, erläutert und begründet ist. Wir wollen nur mit Hilfe einer Metapher eine einzige Seite und Stufe dieser Administration zeigen, wie sie sich selber im Frühling auf dem Antlitz der Erde zeigt.

Lasst uns beispielsweise annehmen, dass irgendein wunderbarer Welteroberer eine Armee versammelte aus vierhunderttausend verschiedenen Gruppen und Nationalitäten, und dass er die Uniformen und die Waffen und den Proviant lieferte, die Instruktionen und Entlassungen und die Soldgelder für jede Gruppe und Nationalität, ihre unterschiedlichen Ausrüstungen, getrennt und abgestuft, ohne jeden Defekt und Mangel, ohne jeden Irrtum und Fehler, zur richtigen Zeit, ohne jeden Aufschub und Wirwarr, mit der äussersten Regelmässigkeit und in vollkommenster Form; keine andere Ursache als die aussergewöhnliche Macht jenes wundersamen Kommandeurs könnte die Hand ausstrecken, um diese riesige, komplexe, feine, ausgewogene, mannigfaltige und gerechte Administration zu versuchen. Würde eine andere Ursache die Hand ausstrecken, würde sie das Gleichgewicht zerstören und Verwirrung bringen.

So ebenfalls sehen wir mit unseren eigenen Augen, dass eine unsichtbare Hand in jedem Frühling eine grossartige Armee erschafft und verwaltet, die aus vierhunderttausend verschiedenen Arten zusammengesetzt ist. Im Herbst-ein Muster des Jüngsten Tages-werden dreihunderttausend von diesen vierhunderttausend Pflanzen und Tieren aus ihren Pflichten entlassen und gehen zu Ende, durch die Aktivität des Todes und im Namen des Ablebens.

Im Frühling-ein Muster der Sammlung, die der Auferstehung folgt-erheben sich dreihunderttausend Beispiele der Grossen Auferstehung und erstehen im Zeitraum von ein paar Wochen, mit der äussersten Ordnung und Disziplin. Sogar beim Baum geschehen vier solche Auferstehungen: nämlich der Baum selbst, seine Blätter, seine Blüten und seine

Früchte. Ihre Entfaltung wird im vorangegangenen Frühling unseren Augen gezeigt. Jeder Art und Gruppe in dieser Armee der Glorie, die vierhunderttausend Arten enthält, wird ihre geeignete und bestimmte Nahrung und Fürsorge gegeben, ihre unterschiedlichen Verteidigungswaffen und besonderen Kleider, ihre Order und Entlassungen, und all die von ihr benötigten Werkzeuge und Ausrüstungen, mit der äussersten Ordnung und Regelmässigkeit, ohne Irrtum oder Versehen, ohne Verwirrung oder Auslassung, in unerwarteten Orten und zur richtigen Zeit. Dies begründet innerhalb der Vollkommenheit der Fürstlichkeit die Herrschergewalt und die Weisheit, die Einheit, einheitliche Prägungskraft, Unvergleichlichkeit, Allmacht und unendliche göttliche Gnade und schreibt das Dekret der Einheit Gottes auf das Antlitz der Erde, auf jede Seite des Frühlings, mit der Feder der Programmierung.

Unser Wanderer liest eine einzige Seite dieses Frühlingsdekrets, wendet sich dann an seine eigene Seele und spricht zu sich:

"Die Pein des Höllenfeuers ist reine Gerechtigkeit für jene, die den Irrtum begehen, die Auferstehung zu leugnen. Denn solch eine Leugnung würde bedeuten, die zahlreichen Versprechungen abzuweisen und die Macht des Kraftvollen und Allmächtigen zu leugnen, des Zornigen und des Prächtigen, Der androht und verheisst, Der all Seinen Propheten tausendmale versprach und versicherte und Der in tausenden Versen des Koran darlegte, offen und versteckt, dass Er eine Auferstehung und eine Sammlung zustande bringen wird, die weit leichter.für Ihn sind als die tausende von wunderbaren Auferstehungen, die in jedem Frühling geschehen, jede wunderbarer als die Oberste Sammlung. Für Seine Belohnung und Bestrafung macht Er die Auferstehung und den Jüngsten Tag, die für Seine Macht einfacher a1s der Frühling sind. Seine (des Wanderers) Seele antwortete:

"Wir glauben an das, was Du sagst. "

Die vierte Wahrheit,

in der dritten Raststätte, bezeugt durch den Wanderer durch die Welt(die Dreiunddreissigste Stufe): die Wahrheit der Gottesgnade und das Gewähren von Fürsorge.

Das heisst, über das gesamte Antlitz des Erdballs, innerhalb der Erde, in der Luft darüber und im Ozean rundherum, wird an alle Lebewesen, besonders an die mit Seele begabten, und unter ihnen besonders an die ohnmächtigen, die schwachen und die jungen, all ihre nötige Nahrung gegeben, geistig und materiell und für den Magen, in der fürsorglichsten und liebevollsten Art; wobei die Nahrung gezogen wird aus trockenem und rohem Boden, aus festen, knochendürren Holzstücken, und besonders im Falle der delikatesten Form der Nahrung aus der Leibpartie zwischen Blut und Urin; und aus einem einzigen winzigen, knochenähnlichen Kern werden tausende Nahrungen gemacht; zur richtigen Zeit, in ordentlicher Art und Weise, ohne jede Weglassung oder Verwirrung, vor unseren Augen, durch eine Hand aus dem Ungesehenen.

Ja, der Vers,

"Siehe, Allah, Er ist der Versorger, der Herr der Kraft, der Ausdauernde. "

beschränkt auf Gott die Aufgabe des Erhaltens und Versorgens, und der Vers,

"Es gibt kein sich bewegendes Ding auf Erden, das nicht wegen seiner Nahrung von Gott abhängt. Es kennt seine Raststätte und seine Lagerstätte. Alles ist in einem scharfsinnigen Buch. "

liefert eine fürstliche Garantie und Bürgschaft, allen Menschen und Tieren Nahrung zu beschaffen.

Gleicherweise, der Vers,

"Und wie viele Tiere gibt's, die nicht ihre Versorgung tragen! Allah versorgt sie und euch, und Er ist der Hörende, der Wissende. "

begründet und verkündet, dass es Gott ist, Der Nahrung garantiert und liefert für alle ohnmächtigen, kraftlosen, schwachen und armseligen Kreaturen, die ihren eigenen Unterhalt hicht sichern können, in einer unerwarteten Art und Weise, in der Tat aus dem Unsichtbaren oder sogar aus dem Nichts. Er ist es beispielsweise, der für Insekten in den Tiefen der Meere aus dem Nichts und für alle Jungtiere aus unerwarteten Stellen und für alle Tiere in jedem Frühling ihre Nahrung Selber gewährt, als ob Er aus dem Ungesehenen vor unseren Augen gibt. Er gibt ebenfalls hinter dem Vorhang der Ursachen die nötigen Dinge den Menschen, die sogar diese Dinge anbeten.

Der obige Vers bekräftigt und verkündet diese Wahrheit. Zahlreiche andere Verse des Koran und unzählige Stücke der kosmischen Demonstration zeigen einmütig, dass es die Gnade eines einzigen Fürsprechers ist, wodurch alle Lebewesen ernährt werden.

 

Nun brauchen die Bäume eine gewisse Form der Nahrung, aber sie haben weder Macht noch Auswahl. Sie verbleiben daher an ihren Plätzen, vertrauen auf Gott, und ihre Nahrung kommt eilends zu ihnen. So ebenfalls fliesst die Nahrung der hilflosen Babys zu ihren Mündern aus wunderbaren kleinen Pumpen, wobei die Fürsorge und die Zärtlichkeit ihrer Mütter nachhilft, und diese Hilfe und Fürsorge gilt besonders den menschlichen Babys. Wenn sie ein wenig kräftiger und selbständiger sind, geht die Milch zu Ende. Diese verschiedenen Beispiele zeigen klar, dass die gestattete Nahrung nicht das Ergebnis von Wille und Macht ist, sondern von Schwäche und Ohnmacht, die durch das Gottvertrauen veranlasst wird.

Wille, Macht und Tüchtigkeit erregen häufig die Gier, die eine Quelle des Verlustes ist, und sie stossen gewisse Literaten hin zur Form der Bettelei, wogegen die vertrauende Schwachheit des einfachen, groben und gewöhnlichen Menschen ihn veranlassen kann, Reichtümer zu erlangen.

Es ist eine zur Redensart gewordene Tatsache, dass die gestattete Nahrung nicht mit Wille und Macht erlangt und gefunden wird, vielmehr wird sie von einer (göttlichen) Gütigkeit gegeben, die des Menschen Arbeit und Streben annimmt. Für sein Bedürfnis wird aus mitleidender Liebe und Güte gegeben.

Nun sind Nahrung und Unterhalt von zwei Sorten: Die erste ist die wahre und körpereigene Nahrung, die für das Leben erforderlich ist. Diese wird vom Herrgott garantiert. Sie ist in der Tat so regelmässig und gutgeordnet, dass diese körpereigene Nahrung, gespeichert im Körper in der Form von Fett und anderen Dingen, genug ist, um das Überleben für wenigstens zwanzig Tage zu sichern, selbst wenn gar nichts gegessen wird. Jene, die scheinbar an Hunger sterben, bevor die zwanzig oder dreissig Tage um sind und bevor die im Körper gespeicherte Nahrung aufgebraucht ist, sterben in Wirklichkeit nicht an Nahrungsmangel, sondern an einer Krankheit, die aus mangelnder Vorsicht und aus der Störung fester Gewohnheit entsteht.

Die zweite Form der Nahrung: metaphorische und künstliche Nahrung, die aus Gewohnheit, Verschwendung und Missbrauch entsteht, aber die Erscheinung der Notwendigkeit und Sucht annimmt. Diese Form wird nicht vom Herrgott garantiert, sondern hängt von Seiner Grosszügigkeit ab: zuweilen mag er geben, zuweilen mag er nicht geben. Was diese zweite Form von Nahrung und Unterhalt betrifft: glücklich ist, wer seine Genügsamkeit (Mässigkeit)-eine Quelle des Glücks und Genusses-seine Zufriedenheit und sein erlaubtes Streben als eine Form der Gottesanbetung und als aktives Gebet für den Unterhalt betrachtet. Er akzeptiert Gottes Gabe dankbar und schätzend und er verbringt sein Leben in glücklicher Weise.

Erbärmlich ist jener, der wegen Verschwendung-die Quelle der Erbärmlichkeit, des Kummers und des Verlusts-und Gier das erlaubte Streben aufgibt, an jedes Tor klopft, sein Leben verbringt in Faulheit, Tyrannei, Jammern und Erbärmlichkeit, und tatsächlich sein eigenes Leben dem Tode ausliefert.

In der gleichen Weise wie ein Magen Nahrung erfordert, so verlangen auch die feinen Fähigkeiten und Sinne des Menschen, sein Herz, sein Geist, seine Intelligenz Auge, Ohr und Mund ihre Nahrung vom Gnadenvollen Fürsorger, und sie erhalten das dankend. Jedem von ihnen, getrennt und in geeigneter Form, wird solche Nahrung aus dem Schatze der Gnade gegeben, die sie ergötzt und ihnen Genuss gibt. In der Tat, schuf der Gnadenvolle Fürsorger, um ihnen in noch grosszügigerem Masse Fürsorge zu geben, jede feine Kapazität des Menschen-Auge und Ohr, Herz, Vorstellungskraft und Verstand-in der Form eines Schlüssels zum Schatz der Gnade. Beispielsweise; das Auge ist ein Schlüsse! zum Schatz, der solch wertvolle Juwelen enthält wie die Hübschheit und Schönheit, die auf dem Antlitz der Schöpfung zu sehen sind; und das gleiche gilt für all die anderen erwähnten. Sie alle profitieren durch den Glauben. Um nach unserer Abschweifung zu resümieren:

Das Mächtige und Weise Geistwesen, Das diesen Kosmos schuf, erschuf auch das Leben als umfassende Essenz des Kosmos und konzentrierte all Seine Zwecke und die Manifestationen Seiner Namen darin. Im Reiche des Lebens hat Er die Nahrung zu einem wichtigen Zentrum der Aktivität gemacht, und Er schuf in den Lebewesen den nötigen Appetit und den Geschmack an den Nahrungsmitteln. Es ist eines der wichtigsten Zwecke und Ziele der Schöpfung des Weltalls, dass der Fürstlichkeit Gottes und dem Geliebtwerden Gottes mit permanenten und umfassenden Danksagungen und Verpflichtungen entgegengekommen wird.

Beispielsweise, es ist eine der Aktivitäten der Fürstlichkeit, jedes Gebiet des breiten Reiches der Fürstlichkeit sich ergötzen zu lassen-die Himmel ergötzen sich mit Engel und Geistwesen, die Welt des Ungesehenen ergötzt sich mit Geistern, und die materielle Welt, insbesondere Luft und Erde, ergötzt sich und beseelt sich mit der Existenz der beseelten Wesen, insbesondere Vögel und Vögelchen, zu allen Zeiten und Orten. Durch die Weisheit, sich ergötzen zu lassen, und durch das Einflössen von Leben und Geist, sind die Tiere und Menschen so, wie sie sind, angetrieben durch das Bedürfnis nach Nahrung und durch den Genuss der Nahrung, den sie bei der Verfolgung von Nahrung und Unterhalt gewinnen. Diese Überwindung der Faulheit und Trägheit ist ebenfalls eine der weisen Aktivitäten der Fürstlichkeit. Wenn solch ähnliche wichtige Weisheiten nicht wären, würden die Nahrungsmittel den Tieren für deren natürliche Bedürfnisse mühelos zueilen, gerade wie die Nährstoffe den Bäumen zueilen.

Gäbe es ein Auge, das die gesamte Oberfläche der Erde auf einmal begutachten und erfassen könnte, um die Schönheiten der Namen des Gnädigen und Fürsorglichen wahrzunehmen und um Zeugnis zu geben für die Einzigartigkeit, würde es sehen, welch süsse Schönheit in den zarten und fürsorglichen Manifestationen des Gnadenvollen Fürsorgers enthalten ist, Der den Karawanen der Tiere zu Ende des Winters, wenn ihre Nahrung zu erschöpfen droht, extrem köstliche, reichliche und mannigfache Nahrungsmittel und Gaben schickt, aus Seinem ungesehenen Schatz der Gnade exklusiv herausgezogen, als Hilfe von der ungesehenen und göttlichen Grosszügigkeit, gelegt in die Hände der Pflanzen, in die Kronen der Bäume und an die Brüste der Mutter. Der Besitzer dieses allsehenden Auges würde folgendes bemerken:

Einen Apfel zu machen und ihn grosszügig einem Menschen zu geben als wahren Unterhalt und Nahrung, kann nur bewerkstelligt werden durch ein Geistwesen, das die Jahreszeiten, die Nächte und die Tage rotieren lässt, das den Erdball sich drehen lässt wie ein Handelsschiff. Und so bringt es die Früchte der Jahreszeiten in Reichweite der bedürftigen Gästen, die auf der Erde leben und auf sie warten. Denn der Eindruck der Kunst, das Siegel der Weisheit, der Eindruck des Ewig-Angeflehten, das Gütezeichen der Gnade, die auf der Oberfläche der Äpfel zu finden sind, wird auch auf allen anderen Früchten, Pflanzen und Tieren gefunden werden. Daher muss unbedingt der wahre Meister und Macher des Apfels der Glorreiche Meister und Wunderschöne Schöpfer aller Erdbewohner sein, welche die Ebenbürtigen, die Verwandten und die Brüder des Apfels sind; Meister und Schöpfer der riesigen Erde, welche der Garten des Apfels ist; Meister und Schöpfer des Baumes des Kosmos, der seine Fabrik ist; Meister und Schöpfer der Jahreszeiten, die seine (des Apfels) Werkstätte sind; Meister und Schöpfer des Frühling und des Sommers, die seine Plätze des Reifens sind.

Mit anderen Worten, jede Frucht ist ein Siegel der Einheit, das die Existenz und die Einheit des Schreibers und Machers der Erde demonstriert; und die Erde ist für jede Frucht ein Baum und sein Garten ist das Buch des Kosmos. Dies zeigt auch das Dekret der Einheit, das in der Zahl der Früchte abgestempelt wird.

 

Da das Risale-i Nur eine Manifestation der Namen des Gnadenvollen und Weisen ist, und da zahlreiche Lichtgarben und Mysterien der Wahrheit der Gnadenhaftigkeit in vielen Teilen des Risale-i Nur erläutert und begründet wurden, überlassen wir die weitere Diskussion der Angelegenheit jenen Teilen und bescheiden uns mit diesem kurzen Hinweis, aus einem riesigen Schatz, wegen der ungünstigen Umstände meines Zustandes.

 

Unser Wanderer sagt nun "Preis sei Gott! Ich sah und hörte die Dreiunddreissig Wahrheiten, die Zeugnis geben von der notwendigen Existenz und Einheit des Schöpfers und Souveräns, den ich überall suchte und nach dem ich fragte. Jede der Wahrheiten ist glänzend wie eine Sonne und lässt keine Dunkelheit zurück. Sie ist so stark und unerschütterbar wie ein Berg. Jede von ihnen, mit ihrer Realisierung, gibt deutliches Zeugnis für Gottes Existenz, und mit ihrer Reichhaltigkeit beweist sie Gottes Einheit in manifester Weise. Während alle Glaubenspfeiler implizite bewiesen werden, lässt die Totalität und der Konsens dieser Wahrheiten unseren Glauben vorwärtsrücken von der Imitation zum sicheren Wissen, vom sicheren Wissen zur indirekten Wahrnehmung, von der indirekten Wahrnehmung zur Schau, und von der Schau der Gewissheit zum direkten Erfühlen der Gewissheit. Preis sei Gott; dies kommt von der Wohltätigkeit meines Herrgottes. "

"Das Lob sei Allah, der uns hierhergeleitet hat! Nicht wären wir geleitet gewesen, hätte uns nicht Allah geleitet! Wahrlich, es kamen die Gesandten unseres Herrn mit der Wahrheit. "

In kurzer Anspielung auf die Lichter des Glaubens, die unser forschender Wanderer aus den vier erhabenen Wahrheiten zog, die er an der dritten Haltestelle bezeugte, wurde im Zweiten Kapitel des Ersten Teils hinsichtlich der Wahrheiten der Dritten Haltestelle gesagt:

`”Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Einen, dem einheitlich Prägenden. Auf Dessen Einheit in Notwendiger Existenz zeigt das Bezeugen der Grossartigkeit der Reichhaltigkeit,der Wahrheit des Eröffnens, durch das Entfalten der verschiedenen Formen der vierhunderttausend Arten der Lebewesen, vollkommen und ohne Defekt, gemäss des Zeugnisses von Zoologie und Botanik; das Bezeugen der Grossartigkeit der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Mitfühlens, allumfassend und regelmässig, ohne jeden Mangel, wie das Auge sehen kann; das Bezeugen der Grossartigkeit der Wahrheit des Verwaltens, die in ordentlicher Fasson alle Lebewesen umfasst, ohne Irrtum oder Defekt; das Bezeugen der Grossartigkeit der Reichhaltigkeit der Wahrheit der Gnadenhaftigkeit und der Erhaltung, alle Konsumenten von Nahrung umfassend, zu jeder Zeit des Bedürfnisses, ohne jeden Fehler oder Vergesslichkeit; Ruhm sei Ihm (Gott), dem Versorger, dem Mitfühlenden, dem Gnadenvollen, dem Fürsorglichen, dem Grosszügigen; Seine Gaben sind universal, und Seine Grosszügigkeit ist allumfassend; es gibt keinen Gott ausser Ihm. Ruhm sei Dir; wir haben keine Erkenntnis ausser der, die Du uns gelehrt hast; wahrhaftig, Du bist All- Wissend, All- Weise! O Herr, wegen des "Im Namen Gottes, des Mitfühlenden, des Gnadenvollen' ; o Gott, o Mitfühlender Einer, o Gnadenvoller Einer! Gewähre Friede und Segnungen auf unseren Grossmeister Mohammed, auf seine Familie und all seine Gefährten bis zur Zahl aller Buchstaben des Risale-i Nur, multipliziert zehnmal mit der Zahl der Minuten in all unserem Leben in dieser Welt und im Jenseits, und dann mal der Zahl der Partikel in meinem Körper im gesamten Laufe meines Lebens. Vergib mir und jenen, die mir in Aufrichtigkeit helfen, das Risale-i Nur zu kopieren und zu verteilen, und unseren Vätern, unseren Meistern, unseren Scheychen, unseren Schwestern, unseren Brüdern und den aufrichtigen Schülern des Risale-i Nur, besonders jenen, die diese Abhandlung abschreiben und vervielfältigen; durch Deine Gnade, O Höchst Gnadenvoller der Gnadenvollen, Amen. Der Schluss unseres Gebets ist: Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!"

 

 

ANMERKUNG

Da die anderen Teile des Risale-i Nur nicht verfügbar waren am Ort, der das Verfassen der obigen Abhandlung sah, die unbedingt hier niedergeschrieben werden musste, sind gewisse wichtige Angelegenheiten der anderen Worte und Lichtgarben (Geistesblitze) auch im Obersten Zeichen erwähnt, was eine offensichtliche Wiederholung ist. Damit die Schüler des Risale-i Nur in dieser Region ein komplettes Risale-i Nur in Miniatur abschreiben konnten, liessen wir sie nichtsdestoweniger die gesamte vorliegende Abhandlung abschreiben.

Die überprüfte Kopie dieses Rohentwurfs wurde von einer gewissen gesegneten Person ins Reine abgeschrieben. Obgleich er solche Angelegenheiten nicht kannte, sahen wir in der von ihm vorbereiteten Kopie eine kluge und tiefschürfende Konkordanz der Buchstaben:

Es gab 666 Alifs* zu Beginn der Linien in seiner Kopie. Diese Zahl entspricht voll dem Wert gemäss dem Ebced * * und Cifr * * * des Titels, der dieser Abhandlung von Imam Ali-Gott möge mit ihm zufrieden sein-gegeben wurde, Ayet ül-Kübra (Das Oberste Zeichen), und demonstriert so die Brauchbarkeit dieses Titels für die Abhandlung. Wir verstehen diese zahlenmässige Konkordanz als einen Hinweis, dass diese Abhandlung eine Lichtgarbe der Koranverse ist, denn diese betragen 6666 an Zahl. Und dessen vier Stufen stimmen in drei Stufen mit dieser Abhandlung überein.

 

Said Nursi

*Alif ist der erste Buchstabe des arabischen Alphabet.

**Ebced (sprich: Ebdsched) ist Zahlen- und Buchstabenmystik für arabisches Alphabet.

***Cifr (sprich: Dschifr): dem Buchstaben gegebener Zahlenwert. Cifr wurde für Weissagung gebraucht.

 

 

ÜBER DEN ZWECK DES RİSALE-İ NUR

Heute hörte ich auf einen imaginären Austausch

von Frage und Antwort. Lass mich für euch eine Zusammenfassung davon bringen.

Jemand sagte: "Die grossen Mobilisierungen und die gesamten Ausrüstungen des Risale-i Nur für die Sache des Glaubens und das Beweisen der göttlichen Einheit steigen beständig. Der hundertste Teil seiner Inhalte ist genug, um die widerborstigsten Atheisten zum Schweigen zu bringen. Warum dann diese weitere fieberhafte Mobilisierung und Anstrengung?"

Sie antworteten ihm: "Das Risale-i Nur repariert nicht irgendeinen kleineren Schaden und ein Häuschen. Vielmehr repariert es den Riesenschaden an der allumfassenden Burg, die den Islam beherbergt und deren Steine jeder für sich so gross wie ein Berg sind. Es kämpft darum, nicht ein privates Herz zu reformieren, ein individuelles Bewusstsein, sondern vielmehr versucht es mittels der Wunderhaftigkeit des Koran und mittels der Heilmittel des Koran und des Glaubens, das kollektive Herz und den kollektiven Verstand zu heilen, die schrecklich durch die Werkzeuge der Verfälschung Breschen erhielten, die seit tausend Jahren vorbereitet und angesammelt worden sind; es will heilen den Schaden am allgemeinen Bewusstsein, an den islamischen Grundsätzen und Strömungen und Traditionen, die Bollwerke für die muslimische Allgemeinheit und insbesondere für das einfache gläubige Volk waren. Für solch schrecklichen und allgemeinen Schaden, für solche Zerrüttung und Wunden sind Beweise der äussersten Gewissheit und der Stärke von Bergen nötig, wie auch Ausrüstungen und guterprobte Heilmittel und zahllose Arzneien, die einzeln die Eigenschaft von tausend Latwergen haben. Diese Funktion wird in unserer Zeit vom Risale-i Nur erfüllt, das von der Wunderhaftigkeit des Koran der wunderbaren Darlegung emporkommt und das auch ein Mittel ist, um auf den unbegrenzten Graden des Glaubens vorwärtszurücken und fortzuschreiten. "

Eine lange Diskussion folgte, und ich lauschte ihr und entbot unbegrenzte Danksagungen. Ich schneide hier die Sache ab.

 

Said Nursi

 

IN WÜRDIGUNG

 

Dieses Werk ist das Werk eines feurigen Verstandes. Dies ist der Genius, von allen Zeitaltern erwartet. All diese Lichter sind die superreichen Lichter der Menschen welt. Das ist Gottes Epiphanie, die innerhalb dieser Wahrheiten scheint, zweifellos! O Meister! Alle Menschen sind erstaunt über Deine Äusserung, sind erstaunt über Dein Licht. Die Intelligenten, die ihr Begehren in Deinem Werke finden, rufen: "Kein Makel kann gefunden werden!" Die diese Schriften lesen, finden eine frische neue Welt des Lichts, durch Gottes Gunst. Es ist zweifellos Gott, der Wellen von Licht in den Herzen der Menschen erschafft.

Dein Schüler Husrev

 

In Bestätigung der Worte unseres Bruders sagen wir: Das ist ein Hindernis für alle Zweifel und alle Versuchung,Eine Quelle des Erstaunens für alle Gelehrsamkeit und Philosophie.

Dem Auge der Intelligenz verbleibt kein Punkt dunkel.Das ist eine Quelle der Gnade und des Fortschritts. Das ist eine Manifestation des Pfades und derWahrheit. Dem Auge der Intelligenz verbleibt kein Punkt nun dunkel.

Die Schüler des Risale-i Nur Tabiri, Zubeyr, Ceylan, Bayram, Abdulmuhsin

 

FRAGE UND ANTWORT

Es schickt sich, hier eine wichtige Antwort aufzuzeichnen, die auf eine hochwichtige Frage gegeben wurde. Denn in dieser Lektion spricht der Alte Said, als ob er vierzig Jahre vorher die wunderbaren Lektionen und Wirkungen des Risale-i Nur mit feinfühligem Herzen vorausgesehen hätte. Wir werden daher hier die Frage und die Antwort niederschreiben.

Viele Leute stellten mir und den Schülern des Risale-i Nur die folgende Frage: "Wie kommt es, dass das Risale-i Nur von so vielen Gegnern, widerborstigen Philosophen und von den Leuten der Irreleitung nicht besiegt worden ist? Sie waren fähig, bis zu einem gewissen Grade die Verbreitung von Millionen wahrer und wertvoller Bücher über Glaube und Islam zu verhindern. Sie raubten die Glaubenswahrheiten zahlreichen erbärmlichen Jugendlichen und Menschen, die dem Laster und den Genüssen des weltlichen Lebens verfallen waren. Und sie strebten danach, das Risale-i Nur zu zerbrechen, damit die Menschen es aufgaben und vor ihm zurückschreckten, durch heftige Angriffe, durch brutale Behandlung, verräterisches Verhalten und durch Lügenpropaganda. Aber das Risale-i Nur wurde verbreitet ineiner Weise, wie ein anderes Buch keine Parallele hatte. Sechshunderttausend handschriftliche Kopien wurden illegal verteilt und wurden mit grösster Inbrunst gelesen, sowohl in der Türkei wie im Ausland. Was ist das Geheimnis davon und was ist der Grund dafür?"

Auf Fragen wie diese antworten wir wie folgt: Das Risale-i Nur, das ein wahrer Kommentar zum All-Weisen Koran ist, dessen Eigenschaft seine Wunderhaftigkeit ist, zeigt, dass Irreleitung eine Form der geistigen Hölle ist, bereits hier in der Welt, und dass Leitung eine Form des geistigen Paradieses ist, bereits hier in dieser Welt. Es zeigt die schmerzhaften geistigen Qualen, die in Sünden, Übel und verbotenen Genüssen enthalten sind, und begründet, dass es feine Genüsse gibt, die in guten Taten entdeckt werden können, in feinen Qualitäten und im Handeln gemäss den Wahrheiten des Gesetzes Gottes, Genüsse, die mit denen des Paradieses verwandt sind. Es ist auf diese Weise fähig, die Verständigen unter den Leuten des Lasters und der Irreleitung zu retten. Denn in diesem Zeitalter gibt es zwei schreckliche Zustände.

Der Erste Zustand

Da die Menschensinne, die das letztendliche Ergebnis der Dinge nicht zu sehen vermögen und eine Unze sofortigen Genusses den Tonnen des zukünftigen Genusses vorziehen, gewöhnlich die Herrschaft über Intelligenz und Denken gewinnen, ist der einzige Weg, die Leute des Lasters vom Laster zu befreien, ihnen den Schmerz zu zeigen, der in ihrem Genuss inhärent ist und so die Sinne zu besiegen. Wie der Vers,

"Welche das irdische Leben mehr lieben als das Jenseits... "

anzeigt, ist der einzige Weg, sich von der Gefahr zu befreien, die zerbrechlichen Glasscherben dieser Welt den diamantengleichen Gaben und Genüssen des Jenseits vorzuziehen. Und wenn selbst Gläubige seltsamerweise den Leuten der Irreleitung in ihrer Liebe zur Welt nachfolgen, so muss ihnen die höllische Qual und Pein gezeigt werden, die bereits in dieser Welt da ist. Dies ist genau die Methode, die vom Risale-i Nur angewendet wird.

Angesichts der Widerspenstigkeit, die von der Irreleitung und vom hartnäckigen Rausch der Ausschweifung geschaffen wird, und die wiederum aus dem in unserem Zeitalter herrschenden absoluten Unglauben und der Wissenschaft entstehen, wird nur einer von zehn oder zwanzig von der Methode profitieren, die im Sprechen über Gott, dem Allmächtigen, besteht, womit die Existenz der Hölle bewiesen wird und versucht wird, die Menschen mittels ihrer Qual vor dem Bösen zu bewahren. Denn wenn der Mensch diese Lektion gehört hat, mag er sagen: "Gott ist vergebend und gnädig, und die Hölle ist weit weg", und dann macht er mit seiner Ausschweifung weiter. Sein Herz und sein Geist werden von seinen Sinnen besiegt.

Nun zeigen die meisten Vergleiche, die im Risale-i Nur enthalten sind, die schmerzhaften und die schreckhaften Folgen in dieser Welt des Unglaubens und der Irreführung. So inspirieren sie in die Widerspenstigsten und Lüsternsten der Menschen Ekel über unerlaubte und ungünstige Genüsse und Laster und veranlassen die Verständigen unter ihnen, Reue zu zeigen.

Die kleinen Vergleiche, enthalten im Sechsten Wort, im Siebten Wort und im Achten Wort, wie auch der lange Vergleich in der Dritten Haltestelle des Zweiunddreissigsten Wortes erschrecken selbst den Lasterhaftesten und Irregeleitetsten und legen ihm fürwahr ihre Lektion vor.

Beispielsweise, wir werden sehr kurz die Umstände anzeigen, die als Wahrheit auf der imaginären Reise zu sehen sind, die im Licht-Vers enthalten ist. Jene, welche die Einzelheiten begehren, sollten vom letzten Teil des Buches "Brandzeichen des Ungesehenen" die Seiten 246-248 anzuschauen.

Als ich auf meiner imaginären Reise das Tierreich sah, wie es Nahrung braucht, schaute ich auf das Tierreich mit dem Auge der materialistischen Philosophie. Sie zeigte mir dieses Reich, dass es extrem peinvoll und qualvoll ist, wegen des extremen Mangels und Hungers, wie auch wegen Schwäche und Machtlosigkeit. Ich schrie auf in Pein, denn ich hatte auf das Tierreich mit dem Auge der Leute der Irreleitung und Nachlässigkeit geblickt.

Dann schaute ich durch das Teleskop der koranischen Weisheit und Gläubigkeit und sah, wie der Name des Mitfühlenden aufstieg wie eine glänzende Sonne im Zeichen des Fürsorgers. Das vergoldete die armselige und hungrige Welt des Belebten mit dem Licht der Gottesgnade.

Ich sah dann innerhalb des Tierreichs eine andere Welt, wo junge Geschöpfe zitterten wegen der Schwäche, Machtlosigkeit und Bedürftigkeit, in einer traurigen und peinvollen Dunkelheit, genug um jämmerliches Bedauern in jedermann einzuflössen. Aber dann sagte ich: "O weh! Wiederum habe ich mit dem Blick des Irregeleiteten geschaut. "Plötzlich gab mir der Glaube eine Brille und ich sah den Namen des Gnadenhaften im Zeichen der Fürsorge auf tauchen. Er transformierte diese peinvolle Stätte in eine Welt der Freude und beleuchtete sie in so feiner und erfreulicher Art, dass die Tränen, die in Lamentieren, Bedauern und Sorge vergossen wurden, in Tränen der Freude und Dankbarkeit für die genossenen Freuden verwandelt wurden.

Dann tauchte vor mir die Welt des Menschen wie eine Filmwand auf. Ich schaute auf sie durch das Teleskop der Leute der Irreleitung, und ich sah, dass diese Welt so düster und schrecklich war, dass ich aus den Tiefen meines Herzens aufschrie. O weh! sagte ich. Denn die Menschen lebten ein extrem kurzes und mühseliges Leben, ein lärmendes Durcheinander, mit einer verwahrlosten Ernährung, hatten jeden Tag und jede Stunde Angst vor dem Kommen des Todes, trotz ihrer Begierden und Hoffnungen, die sich bis zur Ewigkeit ausdehnten, trotz ihrer Vorstellungen und Gedanken, die den ganzen Kosmos umfassten, trotz ihrer Sehnsucht und angeborener Dispositionen, die höchst ernsthaft das ewige Leben begehrten, und die ewige Glückseligkeit und das Paradies, trotz ihrer unbegrenzten und entfesselten angeborenen Triebe, trotz ihrer Bedürfnisse, die auf zahllose Zwecke gerichtet sind, mit ihrer Schwäche und Ohnmacht-und dabei gibt es zahllose Feinde und Unheile, deren Angriffen sie ausgesetzt sind. Sie erlitten darüberhinaus das beständige Unglück des Niedergangs und der Trennung-ein Unglück, das höchst schmerzhaft und schrecklich für ihre Herzen und ihr Gewissen ist, und sie schauten auf das Grab und den Friedhof, die für die Leute der Nachlässigkeit so erscheinen, als wären sie das Tor zur ewigen Dunkelheit. Ich sah alle Menschen, einzeln und in Gruppen, in diesen Schlund der Dunkelheit hineingeworfen werden.

Als ich die Welt der Menschen in dieser Dunkelheit sah, wollten alle menschlichen Gefühle, einschliesslich meines Herzens, meines Geistes und meiner Intelligenz, zusammen mit allen Partikeln meines Körpers, beginnen, zu weinen und zu lamentieren. Plötzlich kamen Licht und Stärke vom Koran, zerbrachen diese Brillengläser der Irreleitung und gaben meinem Kopfein Licht, womit ich Gottes des Allmächtigen Namen eines Gerechten aufsteigen sah im Zeichen des All-Weisen, den Namen eines Mitfühlenden aufsteigen sah im Zeichen des Grosszügigen, den Namen eines Gnadenvollen aufsteigen sah im Zeichen des Vergebenden, den Namen des Auferweckers im Zeichen des Erben, den Namen des Lebengebenden aufsteigen sah im Zeichen des Wohltätigen, und den Namen des Herrgotts aufsteigen sah im 'Leichen des AIIeinherrschers, jeder Name wie eine Sonne. Plötzlich erhellten und erfreuten sie das gesamte dunkle Reich der Menschheit, zusammen mit den weiteren Reichen, das es in sich enthielt. Sie zerstreuten alle Spuren der höllischen Verhältnisse,sie eröffneten Fenster hin zum leuchtenden Reich des Jenseits und verbreiteten Lichter über die zerwirrte Welt der Menschen. Ich sagte: "Preis sei Gott und Danksagungen seien Gott bis zur Zahl der Partikel im Kosmos. " Und ich sah mit der Gewissheit der Schau, dass selbst in dieser Welt eine Form des geistigen Paradieses da ist, im Glauben enthalten und eine Form der geistigen Hölle, in der Irreleitung enthalten. Mit einer sicheren Gewissheit habe ich gewusst.

Dann zeigte sich mir die Welt des Erdballs. Auf meiner imaginären Reise präsentierten die dunklen wissenschaftlichen Gesetze der Philosophie, die zur Religion ungehorsam sind, meiner Imagination eine erschreckende Welt. Der Zustand der armseligen Menschengattung, die durch die unendliche Leere des Kosmos auf einem fürchterlichen Schiff reist-nämlich der ururalte Erdball, voll von inneren Revolutionen und Erdbeben, durcheilt eine Entfernung von fünfundzwanzigtausend Jahren Fusswanderung in einem einzigen Jahr mit einer Geschwindigkeit, die siebzigmal schneller ist als die einer Kanonenkugel, und sie droht immer auseinander zu brechendieser Zustand erschien mir wie eine erschreckende Düsternis. Mir schwindelte der Kopfund meine Augen wurden glasig. Ich warf die Brille der Philosophie zu Boden und zerbrach sie. Plötzlich schaute ich mit einem Auge, das von der Weisheit des Koran erleuchtet wird. Ich sah, dass verschiedene Namen des Schöpfers der Himmel und derErde, wie All-Gewaltiger, All-Wissender, Herr, Gott, Herr der Himme1 und der Erde, und Unterjocher von Sonne und Mond, aufstiegen wie eine Sonne im Zeichen der Gnade, Grossartigkeit und Fürstlichkeit. Sie beleuchteten die düstere, schreckliche und Fürchterliche Welt in solcher Weise, dass ich mit dem gläubigen Auge sah, der Erdball wäre wie ein gutgeordneter und gutausgerüsteter, ein voızüglicher, ein angenehmer und sicherer Kreuzer, vollgestopft mit Nahrung und Proviant für jedermann und gerüstet für Genuss, Erholung und Geschäftigkeit. Ich sah, dass der Erdball wie ein Schiff, ein Flugzeug, eine Eisenbahn wäre, dazu bestimmt, im fürstlichen Reich rund um die Sonne der beseelten Wesen zu reisen und allen die geforderte Nahrung der Früchte des Sommers, des Frühlings und des Herbstes zu bringen. Ich sagte: "Lob sei Gott für den geschenkten Glauben bis zur Zahl der Partikel des Erdballs. "

In zahlreichen anderen Vergleichen dieser Art im gesamten Risale-i Nur wurde bewiesen, dass die Leute des Lasters und der Irreleitung schon in dieser Welt eine Form der geistigen Höllenqual erleiden. Und die Leute des Glaubens und der Rechtschaffenheit sind schon in dieser Welt in einem geistigen Paradies. Mit dem Magen des Islam und der Menschheit und den Epiphanien und den Manifestationen des Glaubens können sie geistigen paradiesischen Geschmack geniessen: vielmehr, in einer Art nach dem Grade ihres Glaubens kännen sie davon profitieren. Aber in diesem verführerischen Zeitalter haben die Strömungen, welche die Sinne betäuben und die Blicke des Menschen auf die weitesten Horizonte ablenken, während sie dennoch diese trüben, diese Menschen in einen Zustand der Verwirrung gebracht, der mit dem Betäuben der Sinne verwandt ist, so dass die Leute der Irreleitung nicht für einen Moment voll fühlen, welche geistige Qual sie leiden. Die Leute der Leitung werden auch durch Nachlässigkeit gekränkt und können nicht voll die Genüsse würdigen, die sie schmecken.

Der zweite schreckliche Zustand in diesem Zeitalter: in früheren Zeiten war der Aufruhr, der durch die Irreleitung und Widerspenstigkeit entstand, die aus äusserstem Unglauben und aus der Wissenschaft herauskamen, leicht, verglichen mit dem jetzigen Zeitalter. Aus diesem Grunde waren die Lektionen und die Beweise, die von den klassischen Gelehrten des Islam angeboten wurden, ganz angemessen. Den Unglauben, der aus dem Zweifel entstand, beseitigten sie geschwind. Da der Glaube an Gott allgemein war, konnten sie die meisten Menschen vom Laster und von der Irreführung abhalten, indem sie (die Gelehrten) Gott erwähnten und vor der Qual des Höllenfeuers warnten.

Wo früher im gesamten Land nur ein einziger absolut Ungläubiger gefunden werden konnte, können nun dagegen hundert in einem Städtchen gefunden werden. Es wurde für jedermann hundertmal öfter möglich, wegen der Wissenschaft irregeleitet zu werden und stur gegen die Wahrheiten des Glaubens zu rebellieren.

Da diese widerspenstigen Rebellen sich den Glaubenswahrheiten mit einer Arroganz widersetzen, die sich jener des Pharao nähert, sowie mit einer höchst erschreckenden Art der Irreleitung, muss eine heilige Wahrheit ihnen gegenübertreten, die wie eine Atombombe explodiert und ihre Fundamente in dieser Welt zerstört. Nur dann kann ihr Angriff gestoppt werden und eine Gruppe von ihnen zum Glauben gebracht werden.

Danksagungen ohne Grenze seien dann für Gott dem Allmächtigen, dass das Risale-i Nur, ein perfektes Heilmittel für die Wunden des Zeitalters, ein geistiges Wunder und eine Lichtgarbe (Geistesblitz), die aus dem Koran der Wunderbaren Darlegung herauskommen, zahlreiche widerspenstige Rebellen mit seinen zahlreichen Vergleichen zerbricht, dank des schneidenden brillianten Schwertes des Koran. Die Beweise und die Argumente, die das Risale-i Nur für die göttliche Einheit und die Glaubenswahrheiten heranführt, sind so zahlreich wie die Partikel des Kosmos, dass es seit 25 Jahren durch die Angriffe niemals besiegt worden ist, die gegen es geritten wurden. Im Gegenteil, das Risale-i Nur triumphierte und wird weiter triumphieren.

Das Risale-i Nur beweist sichtbar die Vergleiche, die es zwischen Glaube und Unglaube macht, zwischen Führung und Irreführung, und beweist alle Wahrheiten des Glaubens.

Beispielsweise, wenn man sieht, dass alle Vergleiche wie die Beweise und Lichtgarben der beiden Stationen des Zweiundzwanzigsten Wortes sind, der Ersten Haltestelle des Zweiunddreissigsten Wortes und der Fenster des Dreiunddreissigsten Briefes und wie die Elf Beweise des Stabes Moses, und wenn sorgfältige Aufmerksamkeit gezollt wird und wenn verglichen wird, kann man verstehen, dass jenes, das bestimmt ist, den absoluten Unglauben und die rebellische, widerspenstige Irreführung des gegenwärtigen Zeitalters zu zerbrechen und zu zerschlagen, die koranische Wahrheit ist, die im Risale-i Nur manifest ist.

So Gott will, gerade wie die wichtigen "Talismane der Religion" und die Sektionen, welche die Rätsel der Erschaffung der Welt enthüllen, in der "Kollektion der Talismane" zusammengestellt worden sind, so zeigen ebenfalls die Sektionen des Risale-i Nur den Leuten der Irreleitung, dass sie ihre eigene Hölle in dieser Welt haben, und den Leuten der Leitung, dass sie die Genüsse des Paradieses in dieser Welt schmecken; und es zeigen die Sektionen, dass der Glaube der geistige Same des Paradieses ist, und dass der Unglaube der Same ist, aus dem der widerliche Baum der Hölle hervorwächst-diese Sektionen werden ebenfalls in einer kleinen Kollektion zusammengestellt und veröffentlicht.

 

ERSTES THEMA

Die vier Punkte des Ersten Themas des Dreiundzwanzigsten Wortes, ein Beweis der Tatsache, dass der Same des Paradieses im Glauben in dieser Welt zu finden ist.

Im Namen Gottes, des Mitfühlenden, des Gnadenvollen.

"Wahrlich, wir erschufen den Menschen in schönster Gestalt. Als dann machten wir ihn wieder zum Niedrigsten der Niedrigen. Ausser denen, die da glauben und das Rechte tun."20

Erster Punkt

Der Mensch steigt auf zum Höchsten des Hohen kraft des Lichtes des Glaubens und gewinnt einen Wert würdig des Paradieses. Es ist kraft der Dunkelheit des Unglaubens, dass er zum Tiefsten des Tiefen herabfällt und einen Zustand betritt, der die Hölle verdient. Denn der Glaube verbindet den Menschen mit seinem Glorreichen Macher, da der Glaube eine Form der Verbindung ist. Daher gewinnt der Mensch Wert hinsichtlich der göttlichen Kunst und der fürstlichen Namen, die in ihm durch den Glauben erscheinen.

Der Unglaube trennt diese Beziehung, und als Resultat dieser Trennung wird die fürstliche Kunst verborgen, so dass der Wert des Menschen auf die Materie beschränkt wird. Nun hat die Materie nur ein vergängliches, verschwindendes, zeitweiliges und tierisches Leben; daher ist ihr Wert dem Nichts nahe.

Lasst uns dieses Mysterium mit einer Metapher erläutern. Im Falle der menschlichen Kunst ist der Wert der Kunst getrennt von der Materie. Die zwei Werte sind zuweilen gleich; zuweilen ist das Material wertvoller; und zuweilen kann ein Kunstwerk, das fünf Kurusch ausmacht, ein Eisen benutzen, das fünf Lira ausmacht. Zuweilen kann eine antike Sache Millionen wert sein, obwohl das Material aus etwas besteht, das nicht einmal fünf Kurusch wert ist. Wenn solch eine antike Sache zum Markt für alte Kunstgegenstände gebracht wird und als Schöpfer ein namhafter Kunsthandwerker oder ein antiker und befähigter Künstler ausgegeben wird und dieser Künstler berühmt und angesehen ist, wird die antike Sache für eine Million verkauft werden. Aber wenn sie zum Schrotthändler gebracht wird, wird sie als altes Stück Eisen für fünf Kurusch verkauft werden.

Der Mensch ist ebenfalls ein antikes Kunstwerk, hergestellt von Gott. Er ist ein delikates und feines Wunder der Macht Gottes, Der den Menschen als ein Feld für die Manifestationen und als Epiphanie seiner Eindrücke und als Miniaturmuster des gesamten Kosmos erschuf.

Wenn das Licht des Glaubens sein inneres Wesen betritt, werden all die bedeutungsvollen Zeichen und Eindrücke, die er trägt, in diesem Licht gelesen. Der Gläubige wird selber die Zeichen mit Bewusstsein lesen und wird andere veranlassen, sie zu lesen. Die fürstliche Kunst, inhärent im Menschen, wird sich selbst verkünden mit solchen Bedeutungen wie:"Ich bin das Produkt und das Geschöpf des Glorreichen Machers, die Manifestation Seiner Gnade und Grosszügigkeit. "

Mit anderen Worten, der Glaube, der aus der Verbindung mit dem Schöpfer besteht, macht al! die Züge der Kunst Gottes im Menschen offenbar. Der Wert des Menschen ist abgeleitet von dieser fürstlichen Kunst, von diesem Spiegel des Ewig-Angefleht-Sein. Der Mensch, der von sich aus ohne Bedeutung ist, wird so allem der Schöpfung überlegen, wird das Objekt der Anrede Gottes und wird ein fürstlicher Wanderer, würdig des Paradieses.

Aber wenn der Unglaube-die Abtrennung der Verbindung-das innere Wesen des Menschen betritt, dann werden all die tiefen Eindrücke der göttlichen Namen in die Dunkelheit zurücktreten und unleserlich werden. Denn wenn der Macher vergessen wird, werden ebenfalls die spirituellen Aspekte, die auf ihn orientiert sind, vergessen und, wie es so ist, niedergeworfen. Die meisten jener tiefgründigen und erhabenen Künste, jene bedeutungsvollen und hohen spirituellen Musterzeichnungen, werden verborgen werden. Die übriggebliebenen, dem Auge sichtbaren restlichen Teile werden zu den simplen Ursachen und der Natur und dem Zufall weggegeben und werden letztlich verfallen. Während jedes einst ein glänzender Diamant war, wird jedes nun ein trübes Glasstück werden. Ihre einzige Bedeutung wird nur hinsichtlich der animalischen Angelegenheit sein. Was die Frucht und den Zweck der Materie anbelangt, so liegt der Sinn darin, wie wir sagten, ein kurzes Leben zu verbringen wie die höchst Machtlosen, Bedürftigen und Kümmerlichen unter all den Tieren, bevor zerfallen und verschieden wird. Auf diese Weise zerstört der Unglaube das Wesen des Menschen und wandelt einen Diamanten in ein Kohlenstück um.

Der Zweite Punkt

Der Glaube, der ein Licht ist, erleuchtet den Menschen und macht lesbar all die Buchstaben des Ewig-Angeflehten, die dem Menschen aufgeschrieben sind. Er beleuchtet auch den gesamten Kosmos, befreit die Vergangenheit und die Zukunft von der Düsternis. Lasst uns eine Metapher bringen, die eine Vision aufzeichnet, die anzeigt, dass der Vers,

"Allah ist der Schützer der Gläubigen; er führt sie aus den Finsternissen zum Licht. "

auf dieses Mysterium hinweist.

In einer imaginären Vision sah ich zwei hohe Berge, die nebeneinander standen und durch eine furchteinflössende Brücke verbunden waren. Unterhalb der Brücke, auf der ich stand, gab es ein tiefes Tal. Die ganze Welt wurde in eine dichte Düsternis und Dunkelheit eingetaucht. Ich schaute zu meiner Rechten und sah oder erspähte ein riesiges Grab in der Mitte der unendlichen Finsternis. Ich schaute zu meiner Linken, und es war, als sähe ich gewaltige Unwetter, Apokalypsen und Unheile, die in den Wellen der Düsternis vorbereitet wurden. Ich schaute die Brücke hinunter und dachte, ich sähe eine tiefe Schlucht. Gegen all diese Dunkelheit war meine einzige Zuflucht eine schwache Taschenlampe. Ich machte sie an und ich schaute in ihrem flackernden Licht und erblickte einen höchst schrecklichen Anblick. Vor mir, auf und neben der Brücke kamen in meinen Blick fürchterliche Drachen, Löwen und Raubtiere. Ich wünschte mir, ich hätte diese Taschenlampe gar nicht gehabt, um sie nicht zu sehen. Wohin ich auch immer die Taschenlampe drehte, empfing ich ähnliche Schrecken.

So sagte ich: "O weh! Diese Lampe ist ein Unglück für mich." Und ärgerlich über sie warf ich sie zu Boden, so dass sie zerbrach. Wie die Lampe zerbrach, war es, als ob ich den Schalter einer riesigen Elektrolampe berührte, welche die Welt erleuchtete, denn plötzlich war die Dunkelheit vertrieben, und alle Orte waren erfüllt mit dem Licht der Lampe. Und mir wurde die Wahrheit jedes Dinges gezeigt. Ich schaute und sah, dass die vorher betrachtete Brücke in einem normalen Gelände eine Fernstrasse war, die über eine glatte Ebene führte. Das zu meiner Rechten vorher geschaute grosse Grab gewahrte ich jetzt als eine Versammlung der Anbetung, des Dienstes, der Kameradschaft und des Bittgebets, vereint in einem grünfrischen Garten unter der Leitung von erleuchteten Männern. Was die gewittrigen Abgründe anbelangt, die ich zu meiner Rechten mir eingebildet hatte, so sah ich sie als grossartigen Festplatz, als angenehme Promenade, als erhabenes Erholungsgelände, umrahmt von geschmückten, angenehmen und attraktiven Gebirgen.

Und was die Geschöpfe anbelangte, die ich mir als schreckliche Raubtiere und Drachen eingebildet hatte, sah ich sie nun als zahme Tiere, wie Kamele, Ochsen, Schafe und Ziegen.

 

Ich sagte: "Preis sei Gott für das Licht des Glaubens. " Und ich rezitierte den Vers,

"Allah ist der Schützer der Gläubigen; er führt sie aus den Finsternissen zum Licht. "

Und ich verliess die Imagination.

Nun, diese beiden Berge waren Beginn und Ende des Lebens, die Welt der Erde und die Welt des Zwischenreichs. Die Brücke war die Strasse des Lebens. Die rechte Seite war die Vergangenheit, und die linke Seite war die Zukunft.

Die Taschenlampe war der menschliche Egoismus, d. h. er ist geblendet, verlässt sich auf eigene Erkenntnis und weigert sich, auf die himmlische Offenbarung zu lauschen. Die Dinge, die ich mir als wilde Tiere eingebildet hatte, waren die Wechselfälle dieser Welt und ihre seltsamen Geschöpfe.

Nun, der Mensch, der seinem eigenen Egoismus vertraut, der in die Dunkelheit der Nachlässigkeit fällt, der bedrängt wird von der Irreführung, ähnelt meinem ersten Zustand in dieser Vision. Denn mit seiner mangelhaften und durch Irreführung beschmutzten Erkenntnis sieht er die Vergangenheit wie ein riesiges Grab inmitten der Dunkelheit der Leere, und die Zukunft sieht er als einen Ort des Terrors, stürmisch und völlig den Zufällen preisgegeben. Er betracht auch die Wechselfälle und die Geschöpfe dieser Welt wie wilde Tiere, obgleich sie in Wirklichkeit die gehorsamen Knechte des Weisen und Gnädigen Gottes sind. So liefert er eine Illustration des Verses,

 

 

"Die Ungläubigen aber-ihıe Schützer sind die Taghut-sie Jühren sie aus dem Licht in die Finsternisse...

Dies tritt für die Ungläubigen ein.

Aber wenn der Mensch göttliche Führung erhält, wenn der Glaube in sein Herz eintritt, wenn die Tyrannei seiner Triebe gebrochen ist, wenn er achtet auf das Buch Gottes, dann wird er zu meinem zweiten Zustand in der Vision kommen. Dann wird das Gesamte des Kosmos die Farbe des Tageslichts annehmen und mit göttlichem Licht gefüllt werden. Die gesamte Welt wird den Vers rezitieren,

"Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. "

Mit dem Auge des Herzens wird er dann nicht länger die Vergangenheit wie ein riesiges Grab ansehen, sondern vielmehr als Passage eines jeden Zeitalters, unter der Leitung eines Propheten oder Heiligen, zu einer hohen Station, nachdem die Scharen der reinen Geister ihre Lebensaufgabe der Gottesanbetung erfüllt haben. Sie erfüllen ihre Lebensaufgabe, sagen Allahu-Ekber, steigen auf die hohen Stufen und treten auf die Seite der Zukunft.

Wenn er zu seiner Linken schaut, wird er in der Entfernung durch das Licht seines Glaubens ein vorbereitetes Fest des Mitfühlenden Einen wahrnehmen, das in den Palästen des Paradiesgartens stattfindet, die hinter den Bergen des Wandels und der Wechselfälle im Zwischenreich und im Hiernach liegen. Er wird erkennen, dass Sturm, Erdbeben und Pest nichts mehr als unterwürfige Knechte sind, Phänomene, wie Frühlingsstürme und Regenfall, sieht er dann als Quelle höchst delikater Weisheit an.trotz ihres äusseren harten Aussehens. Er sieht den Tod als Vorwort zum ewigen Leben und das Grab als Torweg zur ewigen Glückseligkeit. Folgere den Sinn der verbleibenden Aspekte der Metapher aus dem, was bereits gesagt worden ist.

Der Dritte Punkt

Glaube ist sowohl Licht wie Stärke. Wer immer den wahren Glauben erwirbt, kann dem gesamten Kosmos eine Herausforderung hinwerfen. Wenn er abhängt von der Stärke seines Glaubens, kann er befreit werden vom Druck des Unfalls und des Wechselfalls. Er spricht: "Ich lege mein Vertrauen in Gott ", und er fährt durch die Wellenberge der Wechselfälle in äusserster Sicherheit, an Bord des Schiffs des Lebens. Er vertraut der kraftvollen Hand des Absoluten Machthabers all seine Schwierigkeiten an, und seelenruhig reist er durch die Welt, nimmt dann seine Rast im Zwischenreich. Dann fliegt er zum Paradies, um in die immerbleibende Glückseligkeit einzutreten.

Aber wenn er nicht sein Vertrauen in Gott stellt, werden ihn die Schwierigkeiten dieser Welt nicht fliegen lassen, sondern im Gegenteil ihn herabzerren in das Tiefste des Tiefen. Mit anderen Worten: Der Glaube erfordert die göttliche Einheit, die Einheit erfordert die Hingabe, die Hingabe erfordert das Gottvertrauen, und das Gottvertrauen bringt das Glück in beiden Welten.

Jedoch, missverstehe nicht! In Gott das Vertrauen zu setzen, bedeutet nicht eine totale Ablehnung der Ursachen. Das bedeutet vielmehr, die Ursachen als einen Schleier zu betrachten, hinter dem die Hand Gottes am Werke ist. Das bedeutet, die Ursachen zu berücksichtigen, ist eine Form des materiellen Gebets. Das bedeutet, dass alle Wirkungen dieser Ursachen als nur von Gott kommend betrachtet werden. Das bedeutet zu wissen, dass alle Resultate von Ihm (Gott) ausgehen. Das bedeutet, Ihm dankbar zu sein.

Der Zustand dessen, der sein Vertrauen in Gott setzt, und dessen, der das nicht tut, wird aus der folgenden Erzählung offenkundig.

Einst gab es zwei Männer. Sie waren schwer mit Gepäck beladen. Sie kauften sich ihre Fahrscheine und bestiegen ein Schiff. Der eine von ihnen legte sein Gepäck nieder, sobald sie an Bord waren, und er sass da und gab Obacht. Der andere Mann, ein arroganter Dummkopf, weigerte sich, sein Gepäck niederzulegen. Ihm wurde gesagt: "Lege dein Gepäck nieder und mach es dir gemütlich." Aber er erwiderte: "Nein, ich will nicht absetzen; es kann verlorengehen. Ich bin stark genug, mein Gepäck auf meinem Rücken zu halten und es auf meinem Kopf zu tragen."

So sagten sie dann zu ihm: "Dies sichere königliche Schiff trägt uns und dich und ist viel stärker als du und ist besser fähig, dein Gepäck zu schützen. Du kannst schwindlich werden und mit deinem Gepäck in den Ozean fallen. Du wirst sicherlich mit der Zeit schwächer werden. Dein geneigter Rücken und dein leerer Kopf werden unfähig werden, das wachsende Gewicht deines Gepäcks zu tragen. Und wenn der Kapitän dich in diesem Zustand sieht, wirft er dich als einen Verrückten vom Schiff oder befiehlt, dass du als Verleumder eingesperrt wirst, der sich über uns und das Schiff lustig macht. In jedem Fall wirst du zum Gelächter der Leute werden. Denn du hast dich mit deiner Arroganz lächerlich gemacht, die in den Augen der Verständlichen nur deinen Schwachsinn zeigt, und mit deiner Angeberei ebenfalls, die nur Heuchelei und Gemeinheit zeigt. Jedermann lacht über dich!"

Als er dies hörte, kam der Elende zur Besinnung. Er legte das Gepäck ab und setzte sich darauf.

"Möge Gott euch belohnen!" sagte er. "Ich wurde befreit von Mühsal, Einkerkerung und Spott."

So, o Mensch, der du ohne Vertrauen in Gott bist!Auch du solltest zu Sinnen kommen und dein Vertrauen in Gott setzen. Nur dann wirst du von der Anbettelei des gesamten Kosmos befreit, vom Zittern angesichts jedes Wechselfalls, von der Angeberei deiner eigenen Seele, vom Spott und von der Einkerkerung des ewigen Elends und vom Druck dieser Welten.

Der Vierte Punkt

Es ist der Glaube, der den Menschen zum Menschen macht; er macht ihn sogar zu einem Fürsten. Da dies der Fall ist, ist die fundamentale Pflicht des Menschen Glaube und Gebet. Was den Unglauben anbelangt, verwandelt er den Menschen in ein machtloses wildes Tier.

Unter den tausenden von Beweisen für diese Behauptung sind die Unterschiede zwischen den beiden Formen, in denen Menschen und Tiere auf die Welt kommen, ein genügender Beweis und ein überzeugendes Argument.

Ja, die Unterschiede in den Formen, in denen Menschen und Tiere auf die Welt kommen, zeigen, dass es der Glaube ist, der den Menschen zum wahren Menschen macht. Denn wenn ein Tier auf die Welt kommt, ist es, als ob es bereits für die Vollkommenheit in einer anderen Welt entwickelt sei, denn es wird hierher geschickt vollständig entwikkelt, gemäss der eigenen Kapazitäten. Im Zeitraum von zwei Stunden, zwei Tagen oder zwei Monaten lernt es alle Bedingungen des eigenen Lebens, die Natur der Beziehungen mit anderen Wesen und die Gesetze seiner Existenz, indem es dieses Wissen mit äusserster Festigkeit erwirbt. Ein Tier, wie ein Sperling oder eine Biene, kann mittels Inspiration in nur zwanzig Tagen die Kraft zum Leben und der Aktivität erwerben, die der Mensch in zwanzig Jahren gewinnt. Daraus folgt, dass die fundamentale Pflicht des Tieres nicht die ist, schrittweise Vollkommenheit mittels Instruktion zu erlangen, mittels Erwerb von Wissen vorzurücken, Hilfe zu suchen und um Unterstützung zu beten, indem Machtlosigkeit gezeigt wird. Ihre Pflicht ist vielmehr zu handeln und Gott durch ihre Aktionen anzubeten, gemäss ihrer Kapazitäten.

Was den Menschen anbelangt, wenn er auf die Welt kommt, muss er alles lernen und ist unwissend den Gesetzen des Lebens gegenüber. Er kann die Bedingungen seines Lebens nicht einmal in zwanzig Jahren lernen. In der Tat, er muss mit dem Lernen fortfahren bis an das Ende seines Lebens. Er ist auf die Welt geschickt extrem schwach und machtlos. Er braucht ein oder zwei Jahre sogar, um auf den eigenen Beinen stehen zu können. Er kann mit 15 Jahren kaum unterscheiden zwischen dem, was schädlich ist, und dem, was nützlich ist. Nur durch die Beihilfe, die er von seiner menschlichen Umgebung erhält, wird er knappen Nutzen ziehen und Schaden abwenden.

Die inhärente Funktion des Menschen ist daher, vorzurücken zur Vollkommenheit mittels Instruktion, Gott zu verehren mittels Gebet und Flehen.

Er muss wissen, durch wessen Gnade er so klug verwaltet wird durch wessen Grosszügigkeit er so zärtlich erzogen wird, und mit welcher Gunst er so delikat ernährt und gesteuert wird. Es ist weiterhin die Funktion und die Pflicht des Menschen, Gott, den Erfüller Aller Bedürfnisse, mit der Zunge der Schwäche und Armut anzuflehen, anzubetteln, anzubeten, für jene tausenderlei Bedürfnisse, von denen er kein einziges mit eigener Hand erlangen kann. Mit anderen Worten, es ist die Funktion des Menschen, auf den Schwingen der Schwäche und Armseligkeit zu der hohen Station der Gottesanbetung und Gottesknechtschaft zu fliehen.

Der Mensch kam auf diese Welt, um Vollkommenheit mittels Wissen und Flehgebet zu erlangen. Mit Hinsicht auf seinen Wesenskern und seine Kapazität ist alles mit Wissen verbunden. Das Fundament, die Quelle, das Licht und der Geist allen wahren Wissens ist das Wissen über Gott, und das Fundament des Wissens über Gott ist der Glaube an Gott.

Da der Mensch trotz seiner unbegrenzten Schwäche zahllosem Unheil ausgesetzt ist; unterworfen den Angriffen zahlloser Feinde; bedrängt von zahllosen Bedürfnissen trotz seiner unbegrenzten Armut; und weil er zahllose Dinge braucht-daher ist seine fundamentale und inhärente Pflicht und Funktion nach dem Glauben Gebet und Anflehen und Fürbitten. Gebet ist das eigentliche Fundament der Gottesverehrung und der Gottesknechtschaft.

Um eine Begehr oder einen Wunsch zu erlangen, die jenseits seiner Griffweite liegen, wird ein Kind entweder weinen oder darum bitten. Das heisst, es wird sich mit der Form des Flehens beschäftigen, entweder in Tat oder Wort, mit der Zunge der Machtlosigkeit, und wird so sein begehrtes Ziel erreichen. So ebenfalls ist der Mensch wie ein zartes und verwöhntes und bedürftiges Kind in dieser Welt des Belebten. Es ist notwendig für ihn, entweder in Schwäche und Ohnmacht zu weinen oder zu flehen in Armut und Bedürftigkeit an der Türschwelle des Mitfühlenden und Gnadenvollen Einen. So werden seine Ziele ihm unterworfen gemacht, und er wird Danksagungen anbieten für deren Unterwerfung. Andernfalls, wie ein törichtes und dummes Kind, das von einer Fliege belästigt wird, wird er sagen:"Mit meiner eigenen Stärke will ich dieses anscheinend unbesiegbare Objekt unterwerfen sowie wunderhafte Objekte, die noch tausendmal stärker sind. Mit Überlegung und Strategien werde ich das Objekt mir gehorsam machen." So wird er für die erhaltenen Gunsterweise in die Undankbarkeit abirren, was gegen seine inhärente menschliche Funktion ist, und er wird sich als würdig erweisen, um eine strenge Züchtigung zu erhalten.

 

ZWEITES THEMA

DES ZWEITEN PUNKTES

(Aus dem zweiunddreissigsten Wort)

Wenn der Sprecher der Leute der Irreleitung keinerlei Stütze oder Basis finden kann, auf die er seine lrreleitung bauen kann und so im Argument besiegt ist, wird er das folgende sagen:

"Ich betrachte das weltliche Glück, den Genuss des Lebens, den Fortschritt der Zivilisation und die Vollkommenheit der Künste im Widerspruch zum Denken an das Hiernach und zur Gotteserkenntnis. Daher liebe ich diese Welt, liebe ich die absolute Freiheit und die Zügellosigkeit, und ich vertraue ausschliesslich auf mich selbst. Ich habe mit Beihilfe des Satans die meisten Menschen auf diesen Weg gezerrt, und ich werde fortfahren, so zu tun."

Die Antwort darauf ist:

Wir sagen im Namen des Koran:

O erbärmlicher Mensch! Komm zu Sinnen! Höre nicht auf den Sprecher für die Leute der Irreleitung.

Wenn du auf ihn hörst, wird dein Verlust gross sein, so dass dein Geist, deine Intelligenz und dein Herz so erschaudern, wie man sich nicht vorstellen kann. Es liegen zwei Wege vor dir.

Der erste Weg

Der Pfad des Elends, den der Sprecher der Leute der Irreleitung vor dir ausgelegt hat.

Der zweite Weg

Der Pfad des Glücks, der vom All-Weisen Koran für dich definiert worden ist.

Du hast bemerkt und verstanden die zahlreichen Vergleiche zwischen diesen zwei Wegen in vielen"Worten", besonders in den "Kurzen Worten ". Bemerke und verstehe nun einen der tausend Vergleiche, die zu unserer jetzigen Diskussion passen:

Der Pfad, Gott Partner beizufügen, der Pfad der Irreleitung, der Ausschweifung, der Gesetzlosigkeit und des Lasters lässt den Menschen aufden niedrigsten Grad abfallen. Bedrängt von unbegrenzten Schmerzen wird er veranlasst, eine unbegrenzt schwere Last aufzunehmen und sie an seinen schwachen und kraftlosen Rücken zu befestigen. Denn wenn der Mensch Gott nicht anerkennt und sein Vertrauen nicht in Ihn legt, wird er extrem schwach und ohnmächtig werden, extrem bedürftig und verarmt, wird er ein leidendes, kümmerliches und vergängliches Tier, das unbegrenzten Unglücken ausgesetzt ist. Er leidet fortwährend die Pein der Trennung von allen Objekten der Liebe und der Anhänglichkeit, und er wird letztendlich all seine Geliebten aufgeben und in einer schmerzhaften Trennung in die Dunkelheit des Grabes gehen.

Im gesamten Leben kämpft er vergebens, mit extrem schwachem Willen, mit beschränkter Kraft, mit einer kurzen Lebensspanne, mit einem kurzen Lebensgenuss und mit einer dumpfen Imagination, gegen unbegrenzte Schmerzen und Hoffnungen, Vergeblich müht er sich ab, zahllose Begehren und Ziele zu erreichen.

Obgleich er seine eigene Last nicht tragen kann, lädt er die riesige Welt auf seinen armseligen Rücken und auf sein armseliges Gehirn. Er leidet die Qual der Hölle, schon bevor er dort angelangt ist.

Ja, um diese beunruhigende Pein zu vermeiden nahmen die Leute der Irreleitung Zuflucht zu einer Trunkenheit, die wie eine Form von Stumpfsinn ist, und sie sind fähig zeitweilig, das Fühlen ihrer Pein zu vermeiden. Aber wenn sie diese fühlen, dann fühlen sie plötzlich die Nähe des Grabes. Denn wer immer kein wahrer Knecht Gottes ist, hält sich für seinen eigenen Meister. Aber mit seinem partialen und begrenzten Willen und mit seiner geringen Kraft und Stärke ist er unfähig, seinen eigenen Leib in dieser stürmischen Welt zu verwalten und zu kontrollieren. Er sieht, wie tausende von verschiedenen feindlichen Arten sein Leben angreifen, von schädlichen Mikroben bis Erdbeben. Er befindet sich in einem schrecklichen Zustand der peinvollen Furcht, und er schaut hin zum Tor des Grabes, das ihm allezeit drohend erscheint.

Während der Mensch in diesem Zustand ist, wird,er auch immer belästigt durch den Zustand der Welt und der Menschheit, denn als ein Menschenwesen hängt er an der Menschengattung und an der Welt,aber er stellt sich nicht vor, dass die Welt und der Mensch unter Kontrolle des All-Weisen, All-Wissenden, Gnadenvollen und Grosszügigen (Herrgotts) sind, und er hat diese Eigenschaften stattdessen dem Zufall und der Natur zugeschrieben. Zusammen mit seiner eigenen Pein erleidet er ebenfalls die Qualen der Welt. Erdbeben, Plagen, Stürme, Hunger und Knappheit, Trennung und Sterben-all dies quält ihn störend in der peinvollsten, düstersten und übelsten Weise.

Aber der Mensch, der sich in diesem Zustand befindet, ist nicht wert des Mitleids und der Sympathie, denn er ist selber für den schrecklichen Zustand verantwortlich.

Wie wir im Achten Wort sagten, im Vergleich der beiden Brüder, die den Schacht betraten: wer nicht mit erfrischender, süsser, geehrter, angenehmer und erlaubter Speise und ebensolchem Trank und Vergnügen zufrieden ist, dargereicht in einem angenehmen Garten bei einer angenehmen Versammlung von angenehmen Freunden, und dann einen hässlichen und unsauberen Wein trinkt, um einen unerlaubten und unreinen Genuss zu haben, wird besoffen und dünkt sich selber auf einem schmutzigen Platz inmitten des Winters, umgeben von wilden Tieren-er zittert und bebt, aber solch einer ist das Mitleid nicht wert, denn er hält seine geehrten und gesegneten Gefährten für wilde Tiere und beleidigt sie so.

Weiterhin hält er die köstlichen Speisen und das saubere Geschirr beim Festessen für unreine und schmutzige Steine und wird daher beginnen, sie zu verbrechen. Er hält die geehrten Bücher und tiefsinnigen Schriften, die beim Festessen zirkulieren, für bedeutungslose und banale Zeichnungen, zerreisst sie und wirft sie zu Boden. Solch ein Mensch ist nicht bloss der Barmherzigkeit unwürdig, er verdient auch tiefe Verachtung.

So auch jener, der durch den Rausch des Unglaubens, der aus unkorrekter Wahl und aus dem Wahnsinn der Irreleitung kommt, der dieses Welthospiz des All-Weisen Machers für ein Spielzeug des Zufalls und der Naturkräfte hält; der meint, dass der Durchgang in die Welt des Ungesehenen jener Geschöpfe, die beständig die Manifestation der göttlichen Namen erneuern, nach der Vollendung ihrer Pflichten mit Vergehen der Lebenszeit die Hinrichtung und die Vernichtung ist; der denkt, dass die Echohalle der Verherrlichung Gottes die Klagelreder des Todes und der ewigen Trennung sind; der die Buchseiten der geschaffenen Wesen-diese Inschrif ten des Ewig-Angeflehten-Einen für bedeutungslos und verwirrt einschätzt; wer das Tor zum Grabmal, das sich zur Welt der Gnade auföffnet, als Mund der Düsternis der Vernichtung hält; wer die bestimmte Sterbestunde, die in Wirklichkeit ein Wiedersehen ist, sich seinen wahren Freunden anzuschliessen, für den Trennungsstrich von all seinen Freunden hält-solch ein Mensch bereitet sich selbst grosse Qual und Kummer, solch ein Mensch leugnet, verleumdet und beleidigt die Schöpfung, Gottes Namen und Inschriften, und er ist daher nicht nur des Mitleids und der Sympathie unwürdig, sondern verdient auch strenge Folter. In keinerlei Weise ist er der Gnade würdig.

O erbärmliches Volk der Irreleitung und des Lasters! Welches Werk von euch, welche Wissenschaft, welche Vollkommenheit, welche Zivilisation, welcher Fortschritt kann diesem schrecklichen Absturz, dieser peinvollen Verzweiflung entgegentreten? Wo findet ihr jene wahre Tröstung, die das dringendste Bedürfnis des menschlichen Geistes ist?

 

Welche natürlichen Sachen-in die ihr so viel Vertrauen legt und denen ihr die Werke Gottes und die Gaben des Herrn zuschreibt-welche Ursächlichkeit, welche Partner, von euch Gott zugeschrieben, welche Entdeckung, welche Nationalität, welch falsches Objekt der Anbetung (Verehrung) können euch von der Düsternis des Todes befreien, den ihr für eine ewige Vernichtung haltet, und kann euch befähigen, die Grenzen des Grabes zu überqueren, die Schranken des Zwischenreiches, die Grenzregionen der Ebene der Auferstehung, die Brücke Sirat? Welches dieser Dinge kann eine ewige Glückseligkeit herbeiführen? Aber wisset, dass ihr sicherlich auf diesem Weg reisen werdet, denn ihr könnt das Tor zum Grab nicht abschliessen. Ein Wanderer auf solch einem Weg sollte eigentlich unbedingt sein Vertrauen in jemand legen, dessen Kontrolle und Befehl diese ganze riesige Sphäre und ihre ausgedehnten Grenzen umfasst.

O erbärmliches Volk der Irreleitung und der Nachlässigkeit! Gemäss dem Prinzip "Die Konsequenz einer unerlaubten Liebe ist das Erleiden einer gnadenlosen Folter" erleidet ihr eine voll gerechtfertigte Bestrafung, denn ihr benutzt die angeborene Fähigkeit für Liebe und Erkenntnis, die Fähigkeit zu Dank und Verehrung, die sich richtigerweise auf die Wesenheit, die Attribute und die Namen Gottes des Allmächtigen beziehen, für eure eigenen Triebe, und ihr werdet die unbegrenzte Qual der Triebe erleiden, eures Objekts der Liebe. Denn ihr gebt nicht wahre Ruhe eurer Geliebten (die Triebe), insofern ihr scheitert, sie vertrauensvoll dem Absoluten Machthaber zu überliefern, Der das einzig wahre Objekt der Liebe ist. Deswegen habt ihr ewigen Kummer.

Ihr leidet ein weiteres Unglück, weil ihr der Welt die Liebe gebt, die korrekterweise den Namen und Attributen Gottes gehört, und weil ihr Seine Werke unter die sekundären Sachen der Welt aufteilt. Denn die eine Gruppe dieser eurer unzähligen Geliebten wird euch den Rücken zukehren und euch verlassen, ohne Lebewohl zu sagen. Eine andere Gruppe wird euch nicht einmal erkennen, oder wenn schon, dann werden sie euch nicht lieben. Oder wenn sie euch lieben, wird ihre Liebe nutzlos sein. Ihr werdet beständig an unzähligen Trennungen und Abschieden und Zergehen leiden, ohne Hoffnung auf Wiederkehr.

Dies ist dann die wahre Natur und das wahre Wesen dessen, was die Leute der Irreführung die Quelle des Menschenglücks, die menschliche Vollkommenheit, die fortgeschrittene Zivilisation und den Genus der Freiheit nennen. Laster und Berauschung sind nur ein Schleier und machen es möglich, das Fühlen zeitweilig abzustoppen. Sage dann: "Ich spucke auf den Verstand jener, die solch einem Weg folgen!"

Aber was die leuchtende Fernstrasse des Koran anbelangt, heilt sie mit den Glaubenswahrheiten alle Wunden der Leute der Irreleitung. Sie zerstreut alle Düsternis und Dunkelheit auf ihrem Weg. Sie schliesst das Tor für alle Irreleitung und Verderbnis.

So heilt der koranische Weg die Schwachheit, Machtlosigkeit, Armut und Bedürftigkeit des Menschen mit dem Vertrauen in den Gnadenvollen Einen und in den Allmächtigen Einen. Der Mensch vertraut die Bürde des Lebens und der Existenz Gottes Macht und Gnade, statt sie auf sich selber zu laden, und er findet eine Station der Musse, als wäre er vom eigenen Leben und Trieb getragen. Der Mensch ist nicht ein "vernünftiges Tier", sondern vielmehr ein wahrer Mensch, ein gutakzeptierter Gast des Mitfühlenden Einen. Er (der Koran) zeigt die Welt als ein Hospiz des Mitfühlenden Einen; die in ihr enthaltenen Dinge sind Spiegel für die Göttlichen Namen, und die in ihr gefundenen erschaffenen Objekte sind die immerfrischen Inschriften des Ewig-Angeflehten-Einen; und der Koran heilt sanft den Menschen von den Wunden, die ihm durch die Vergänglichkeit der Welt, durch die vergängliche Natur der Dinge und durch die Liebe zum Unwesentlichen zugefügt worden sind; und der Koran befreit ihn von der Dunkelheit der Einbildung und der Einbildungskraft.

Der Koran zeigt den Tod und die bestimmte Sterbestunde als ein Vorspiel, um sich den Geliebten anzuschliessen und um die zu treffen, die bereits in der Welt der Ewigkeit sind, und als Brücke zum Zwischenreich. Er heilt so die Wunden, zugefügt durch die Vorstellung vom Tod als ewige Trennung von allen Freunden, wie es die Leute der Irreleitung sehen. Er zeigt, dass jene angenommene Trennung tatsächlich die wahrste Form des Treffens ist.

Weiter: Ist das Grab ein Tor, das öffnet zur Welt der Gnade, zur Stätte des Glücks, zum Garten des Paradieses, zum leuchtenden Reich des Mitfühlenden Einen, wird durch diese Aussage die schrecklichste Furcht des Menschen herausgerissen, und sie zeigt, dass die anscheinend peinvolle, mühsame und unangenehme Reise zum Zwischenreich tatsächlich die genussreichste, freudigste und fröhlichste der Reisen ist. Mit dem Grab schliesst die Reise das Maul des Drachen und öffnet ein Tor zu einem schönen Garten. Das Zwischenreich ist nämlich nicht das Maul des Drachen, sondern eine Tür, die zum Garten der Gnade öffnet.

Der Pfad des Koran sagt auch zu den Gläubigen:"Da dein Wille nur partial und beschränkt ist, widme deine Angelegenheit dem universalen Willen deines Meisters! Da deine Macht aber schwach ist, setze dein Vertrauen in den Absoluten Machthaber! Da deine Lebensspanne knapp ist, wisse,dass ein ewiges Leben auf dich wartet, und sei nicht bekümmert! Wenn deine Gedanken trübe werden, betritt den Bereich der Sonne des Koran! Schau mit dem Licht des Glaubens, und jeder Vers des Koran wird dich erleuchten wie ein Stern, anstatt des Glühwürmchens deines eigenen Geistes!

"Da du unzählige Hoffnungen und endlose Leiden hast, wisse,dass unendliche Belohnung und Gnade ohne Schranken auf dich warten. Da du unzählige Begehren und Wünsche hast, denke nicht an sie und werde nicht aufgestört. Diese Welt kann sie nicht enthalten. Der richtige Ort für sie ist ein anderes Reich, und jener, der sie gewähren wird, ist ein anderer!"

Der Pfad des Koran sagt auch: "O Mensch! Du bist nicht dein eigener Meister. Vielmehr bist du der Knecht des Besitzers der Unbegrenzten Macht, der Uneingeschränkten Gnade und der Absoluten Glorie. Überfordere dich daher nicht mit der Bürde deines eigenen Lebens. Denn Er (Gott) ist es, Der dein Leben gewährt und es disponiert.

Die Welt ist ebenfalls nicht ohne Besitzer. Daher brauchst du dich nicht zu quälen mit der Sorgelast für den Zustand der Welt, denn der Meister dieser Welt isl allweise, allwissend. Du bist ein Gast hier. Mische dich nicht unnötig in die Angelegenheiten deines Gastgebers und mache kein Durcheinander.

Geschöpfe,. wie Menschen und Tiere, wurden auch nicht den eigenen Ratschlägen überlassen. Vielmehr ist jedes von ihnen mit einer Pflicht beauftragt und wird kontrolliert von dem Weisen Einen und Gnadenvollen Einen. Sorge dich nicht um ihre Qualen und Nöte, weil du dir damit nur selber Seelenpein zufügst. Versuche nicht, zarter und mitfühlender als ihr Gnadenvoller Schöpfer zu sein. Die Zügel all jener Dinge, die dir feindlich sind-Mikroben, Plagen, Stürme, Hungersnot und Erdbeben-sind in der Hand des Gnadenvollen Einen und des Weisen Einen. Da Er weise ist, macht Er nichts blindlings. Da Er gnadenvoll ist, ist Seine Gnade überreich, und eine Form der Anmut und der Gunst ist in jeder Seiner Taten enthalten. "

Der Pfad des Koran sagt auch: "Diese Welt ist in der Tat vergänglich. Sie schafft jedoch die Instrumente, die für die ewige Welt gebraucht werden. Sie ist vorübergehend und vergänglich, aber sie bringt ewige Früchte hervor und entfaltet die Manifestationen der ewigen Namen eines Ewigen Wesens. Ihre Vergnügen sind in der Tat wenig und ihre Schmerzen überreich, aber die Gunsterweise des Mitfühlenden und Gnadenvollen Einen sind immerwährende und wahre Freuden. Was die Plagen dieser Welt anbelangt, führen auch sie letztendlich zur Freude, weil sie wegen des Aushaltens Belohnung bringen.

Da die Sphäre des Erlaubten ausreicht für all die Genüsse, Ergötzungen und Freuden des Geistes, des Herzens und der Triebe, betritt nicht die Sphäre des Unerlaubten. Denn ein einziger Genuss innerhalb dieser Sphäre zieht zuweilen tausend Schmerzen nach sich, abgesehen davon, dass jene Gunsterweise des Mitfühlenden Einen verlorengehen, die wahre und bleibende Freude sind. "

Darüberhinaus lässt der Pfad der Irreleitung, wie oben dargelegt, den Menschen absteigen zum Tiefsten des Tiefen in solcher Weise, dass keine Philosophie, keine Zivilisation ein Heilmittel liefern kann, und kein menschlicher Fortschritt und keine wissenschaftliche Leistung kann ihn von der Tiefe des finsteren Schachts befreien. Im Gegenteil, der All-Weise Koran erhebt den Menschen, durch Glaube und gute Taten, vom Tiefsten des Tiefen bis zum Höchsten des Hohen. Mit dem ganz starken Beweise zeigt er den Aufstieg. Er füllt jenen tiefen Schacht auf mit den Sprossen des spirituellen Fortschritts und des inneren Vorankommens.

"Er erleuchtet ganz einfach auch des Menschen lange, stürmische und mühsame Reise in die Ewigkeit. Er zeigt ihm Mittel, um eine Distanz von tausend oder fünfzigtausend Jahren in einem einzigenTag zu durchqueren.

"Er macht bekannt den Besitzer der Glorie, Welcher Der Alleinherrscher der Vor- und Nachewigkeit ist, und damit gewährt er dem Menschen die Positionen eines Knechtes und Gastes, der mit einer gewissen Aufgabe betraut ist. Er (der Koran) ermöglicht ihm (dem Menschen), zu reisen mit äusserster Ruhe sowohl Im Hospiz dieser Welt als auch in den Etappen und Haltestellen der Zwischenwelt und im Reiche des Jenseits.

"Der Treuhänder und Knecht eines Monarchen wird durch sein Reich und durch seine Distrikte mit Leichtigkeit reisen, und mit den schnellstmöglichen Mitteln, wie Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn. So auch wird jener, der eine Beziehung zum Vor-Ewigen Monarchen herstellt mittels guter Taten und mittels Glaube und Gehorsam, mit der Geschwindigkeit eines Blitzes oder des Buraq * die Etappen dieses Welthospizes durcheilen, die Sphären des Zwischenreiches und die Welt der Auferstehung und die Grenzen aller Reiche, die jenseits des Grabes liegen, und so wird er die ewige Glückseligkeit erlangen. Der Koran begründet diese Wahrheit in deutlicher Form und zeigt sie den Reinen und Heiligmässigen. "

Die Wahrheit des Koran sagt auch: "O Gläubige! Gebt nicht eure unbegrenzte Kapazität für Liebe euren hässlichen, defekten, bösen und schädlichen Negativtrieben und macht ihre Launen nicht zum Objekt der Anbetung. Nimm vielmehr als dein Objekt der Liebe und der Anbetung den Einen, Der würdig ist deiner unbegrenzten Liebesfähigkeit; Der unbegrenzte Gaben dir gewährt hat; Der in Zukunft ebenfalls dich unbegrenzt glücklich machen wird; Der all jene Wesen glücklich macht, an denen du hängst und deren Glücklichkeit die Quelle deiner Glücklichkeit ist; Der unbegrenzte Perfektion und Schönheit besitzt, die unbegrenzt heilig ist, die erhaben ist, transzendent, fehlerlos, makellos und unvergänglich; die Schönheit Seiner Gnade und die Gnade Seiner Schönheit wird demonstriert durch all die Schönheiten und Wohltaten des Paradieses; in jedem Seiner Namen sind inhärent reichliche Lichter der Hübschheit und der ,Schönheit; Dessen Schönheit und Vollkommenheit angezeigt wird durch die Hübschheit, Schönheit und gute Eigenschaft und Vollkommenheit aller liebenswürdigen und geliebten Objekte im Kosmos. Du sollst solch ein Wesen lieben und anbeten. "

*Buraq ist das Reittier des Propheten Mohammed bei seiner Himmelfahrt.

Der Koran sagt auch: "O Mensch! Verschwendet nicht unnütz eure Liebesfähigkeit für vergängliche Dinge und unnützige Geschöpfe, die richtigerweise für Gottes Namen und Attribute da sind. Die schönen Namen, deren Eindrücke und Manifestationen auf den Werken und Geschöpfen eingeschrieben sind-sie sind ewig und permanent. In jedem der Namen und Attribute gibt es tausende von Graden der Wohltätigkeit und Schönheit, tausende von Levels der Vollkommenheit und Liebe. Schau einfach auf den Namen des Mitfühlenden: Paradies ist eine Manifestation davon, ewige Glückseligkeit ist eine Lichtgarbe, daraus abgeleitet, und all die Fürsorge und Wohltätigkeit in der Welt ist ein blosser Tropfen, davon genommen. "

Achte auf diesen Vers, der das Wesen der Leute der Irreleitung und das Wesen der Leute des Glaubens anzeigt, wie auch ihre diesbezüglichen Funktionen und ihr Leben:

"Wahrlich, wir erschufen den Menschen in schönster Gestalt. Alsdann machten wir ihn wieder zum Niedrigsten der Niedrigen. Ausser denen, die da glauben und das Rechte tun.'25

Achte auch auf diesen Vers, der ihr endgültiges Resultat und Ergebnis anzeigt:

"Und nicht weinte der Himmel über sie und die Erde. “26

In welch erhabener und wunderbarer Weise legen sie den Vergleich vor, den wir gemacht haben!

Die Bedeutung, die im ersten Vers wunderbar und genau ausgedrückt ist, wurde ausführlich im Elften Wort dargelegt, und daher verweisen wir unsere Leser auf jenen Teil des Risale-i Nur, um die Diskussion darüber zu vertiefen.

Was den zweiten Vers anbelangt, werden wir durch einen kurzen Hinweis zeigen, welch erhabene Bedeutung er ausdrückt.

Die ausdrückliche Bedeutung des Verses ist, dass die Himmel und die Erde nicht weinen, wenn die Leute der Irreleitung sterben. Die eingeschlossene Bedeutung ist, dass die Himmel und die Erde weinen, wenn die Leute des Glaubens von der Welt scheiden. Denn die Leute der Irreleitung, durch ihre Leugnung der Funktionen der Himmel und der Erde, durch die Nichtbeachtung deren Bedeutung, durch die Ablehnung deren Wertes, durch die Weigerung, deren Macher zu erkennen, handeln tatsächlich mit Feindseligkeit und Respektlosigkeit gegen sie. Die Himmel und die Erde werden dann natürlich nicht über sie weinen, sondern sie tatsächlich verfluchen und bei ihrem Tode jubeln.

Was die eingeschlossene Bedeutung anbelangt, dass die Himmel und die Erde über den Tod der Leute des Glaubens weinen, so ist dies deswegen, weil die Leute des Glaubens die Funktionen der Himmel und der Erde kennen, deren wahre Natur billigen und verstehen. Durch den Glauben drücken sie die Bedeutungen aus und sagen: "Wie wunderschön sind sie gemacht worden; wie fein vollführen sie ihre Funktionen!" Sie geben ihnen den wahren Wert und gewähren ihnen den gebührenden Respekt. Sie lieben sie und die Namen, die sie um Gottes, des Allmächtigen, willen spiegeln. Aus diesem Grunde grämen sich die Himmel und die Erde über den Tod der Leute des Glaubens, als ob sie weinten.